Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Cartes-fiches
499
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
28.07.2017 / 27.07.2021

Cartes-fiches

Was sind die vier wesentlichen Aufgaben des Nervensystems in Wechselwirkung mit der Umwelt?

Sinneswahrnehmung (Haut, Augen, Gehör, etc.), Weiterleitung (afferentes Nervensystem), Verarbeitung (im Gehirn), adäquate Antwort (z.B. Muskelreaktion)

Welches sind die schnellen Schmerzfasern und welches die Langsamen?

A-Fasern: schnelle Schmerzfasern, C-Fasern: langsame Schmerzfasern

Welche Neurotransmitterstörungen liegen Krankheiten wie Parkinson, Depression und Schizophrenie zugrunde?

Parkinson: Mangel an Dopamin in bestimmten Hirnregionen, Depression: Mangel an Serotonin und Noradrenalin, Schizophrenie: Überschuss an Dopamin

Welche Möglichkeiten gibt es für Substanzen durch die Blut-Hirn-Schranke zu kommen?

lipophile Substanzen, carriervermittelte Transporter, aktiver Transport (z.B. Na/K-Pumpe), passive Transporte (Osmose, Diffusion, Filtration)

Dermatome: Wo überprüft man die Sensibilität von C4, C6, C8, Th1, Th4, Th10, L3, S2

C4: Schulterhebung, C6: Daumen, C8: kleiner Finger, Th1: Ellenbogen, Th4: Mamille, Th10: Bauchnabel, L3: Knie, S2: kleiner Zeh

Funktion Thalamus

Sinneseindrücke laufen zusammen, Verarbeitet Bewegungsinfos aus Hirnrinde, Kleinhirn und Basalganglien

Funktion Amygdala und Hippokampus

Speicherung von Langzeitinfos, teil des limbischen Systems -> verknüpft Gefühle und Gedächtnisinhalte. Koordiniert die Antwort des Körpers auf Angst und Aggression

Funktion Hypothalamus

Steuerung Hormonsystem und Anpassung des Körpers auf Stress, Temperaturregulation, innere Uhr, Hunger- und Durstgefühl, Lust

Funktion Cerebellum

Koordination, Feinmotorik, koordiniert Bewegungen und macht sie flüssig und zielgenau

Funktion Frontallappen

Denken und Planen, Ausprägung von Persönlichkeit, Broca-Zentrum

Funktion Parietallappen

Empfindungen, verknüpft akustische oder optische Signale mit Gedächtnisinhalten, Wernicke-Zentrum

Funktion Okzipitallappen

Infos aus Sehapparat entziffern

Funktion Temporallappen

Ausbildung Gedächtnis und Erinnern. rechts visuelles Gedächtnis, links sprachliches Gedächtnis

Hirnhäute von aussen nach innen und die Zwischenräume

Dura mater - Subduralraum - Arachnoidea - Subarachnoidalraum - Pia Mater

mögliche Ursachen für einen Bewusstseinsminderung

Hypoxie, Hypovolämie, Medikamente, Noxen, metabolische Störungen (z.B. Hypoglykämie), Hirnanatomische Störungen

Was passiert wieviele Sekunden/Minuten nachdem man die Sauerstoffzufuhr im Hirn (z.B. durch Verschluss) unterbricht?

4-7s: schwarzwerden vor Augen, 15-20s: Bewusstseinsverlust und Veränderungen im EEG, 7-10min: Null-Linien-EEG und Versagen der synaptischen Übertragung, länger: irreversible Schäden, Versagen der Membranpumpen

Woraus besteht der Gesamtprozess des Gasaustauschen?

pulmonaler Gasaustausch, Transprot der Atemgase, metabolische Verwertung von O2, Produktion von CO2 in der Körperperipherie, Abtransport von CO2 über Transport und pulmonalen Gasaustausch

Was bedeutet Oxygenation?

Aufnahme von O2 aus der Umgebungsluft ins Blut

Oxygenationsstörungen durch:

Reduktion der pO2-Differenz zwischen Alveolen und Kapillaren: 
- Einatmen hypoxischer Gasgemische (niedriger pO2 in Umgebungsluft, z.B. Bergsteiger)
- globale alveoläre Hypoventilation oder regionale alveoläre Hypoventilation (Intox, Sedation, Pneumonie, Atelektase, Lungenödem, Lungenkontusion)
- kritische Reduktion der Austauschfläche resp. Reduktion der Kontaktzeit (z.B. Lumgenemphysem)
- Zunahme der Diffusionsdistanz
- Shunts (intrapulmonal durch nicht belüftete Alveolen oder LE, extrapulmonal durch z.B. PFO, Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt)

Was ist schlimmer: Oxygenations- oder Ventilationsstörung?

eine Oxygenationsstörung kann innerhalb von Minuten tödlich enden, bei Ventilationsstörungen dauert dies deutlich länger

Notfalltherapie bei Oxygenations- bzw. Ventilationsstörungen

Oxygenationsstörung: O2-Gabe. Ventilationsstörung: vollständige oder partielle Beatmung

Warum ist der Konzentrationsgradient von CO2 kleiner als bei O2?

Weil CO2 viel leichter diffundiert, aber gleichviel abgegeben/aufgenommen werden muss wie O2

klinische Zeichen Oxygenationsstörung

- Dyspnoe
- Zyanose (zentral: Störung Gasaustausch pulmonal, Lippenzyanose. Peripher: ungenügende Kreislaufleistung, Finger & Zehen)
- Atemmuster (verlängertes Exspirium, Lippenbremse, Einsatz Atemhilfsmuskulatur
- Auskultation
- Pulsoxymetrie
- aBGA

klinische Zeichen Ventilationsstörung

- Atemfrequenz
- Kapnografie
- BGA

was stimmuliert bzw. dämpft den zentralen Atemdrive?

dämpft: Hypothermie, met. Alkalose, cerebrale Prozesse

stimmuliert: Angst, Schmerzen, Fieber, met. Azidose, körperliche Leistung, cerebrale Prozesse, (Hypoxämie)

wodurch kann die atemmuskuläre Leistungsfähigkeit vermindert sein?

- schlechter Ernährungszustand
- Hypophosphatämie
- Azidose
- Hypoxämie
- neuromuskuläre Störungen

wodurch steigt die atemmuskuläre Belastung? (mehr Muskelarbeit nötig)

- obstruktive Atemwege
- restriktives thorakopulmonales System
- autoPEEP
- ungünstige Lage der Atemmuskulatur
- Totraumventilation

Wo liegt das Atemzentrum?

Medulla Oblongata

Wie wird die Atmung gesteuert?

- zentrale und periphere Chemorezeptoren und Mechanorezeptoren. Periphere Chemorezeptoren reagieren v.a. auf hohe pCO2-Werte und tiefe pH-Werte. Reaktion auf pO2 erst unter 8kPa. Zentrale CHemorezeptoren reagieren rasch auf hohe pCO2-Werte und verzögert auf tiefe pH-Werte (Durchtritt von H+ durch die BHS verzögert).

Was passiert mit der Atemsteuerung bei chronisch erhöhten pCO2-Werten?

bei chornisch erhöhtem pCO2 steigt die HCO3- Konzentration im Liquor an, worauf die Empfindlichkeit des Atemzentrums für hohe pCO2-Werte sinkt

Lungenvolumina: Totalkapazität, Vitalkapazität, Inspirationskapazität, funktionelle Residualkapazität, inspiratorisches Reservevolumen, Atemzugvolumen, exspiratorisches Reservevolumen, Residualvolumen

pH und HCO3- sind gleichwertig verändert bei...? (beide tiefer oder beide höher)

einer metabolischen Störung. oder pH verändert und pCO2 normal

pH und HCO3- sind gegensätzlich verändert bei...?

... einer respiratorischen Störung. oder pH normal und pCO2 verändert

Folgen einer Azidose (kardovaskulär, metabolisch, cerebral)

kardiovaskulär:
- Herzkontraktilität sinkt, cardiac output sinkt, BD sinkt
- hepatischer und renaler Blutfluss nimmt ab
- kein gutes Anpsrechen auf Vasoaktiva, Arrhythmiegefahr steigt

metabolisch:
- Insulinresistenz, ATP-Produktion sinkt, Inhibition der Glycolyse
- Hyperkaliämie
- Laktatabbau in der Leber sinkt

cerebral:
- Inhibition des Metabolismus und der Zellvolumenregulation
- Coma (es ist möglich aber selten dass ein Pat nur wegen Azidose eintrübt)

Ursachen für eine respiratorische Azidose

Narkotika, Sedativa, Beatmungsfehler, COPD, OSAS, Adipositat, Rippenfraktur, PNeumothorax, ALS, Kyphoskoliose, etc.

Ursache für respiratorische Alkalose

Hyperventilation, Schock & Sepsis (Initialstadium), Hyperthyreose, Intox mit Salicylaten

Ursachen für metabolische Azidose

Ketoazidose (DM, Alkohol), Lactatazidose, Schock, Urämie, Leberversagen, Intox, Diarrhoe, Niereninsuffizienz

Ursachen für metabolische Alkalose

Erbrechen, Diuretica, Steroide, Leberversagen, Aszites

mögliche Fehlerquellen beim Abnehmen der aBGA

- Luftblasen in der Spritze
- Wartezeit bis Analyse >10min
- keine Durchmischung (nicht schütteln, schwenken)
- keine Tempi oder O2-Substitutions-Angaben

5 Schritte bei der EKG-Interpretation

1. Herzfrequenz (Anzahl QRS in 15cm = 6sec)
2. Kammerrhythmus (regelm./unregelm., RR-Abstände mit Zirkel)
3. P (vorhanden, vor jedem QRS, Form)
4. PQ-Zeit (länger/immer gleich? normal = 0.12-0.2sec = 3-5Kästchen) -> immer an zwei Stellen messen
5. QRS-Zeit (normal 0.08-0.12 = 2-3 Kästchen)

Étudier