Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Flashcards
499
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
28.07.2017 / 27.07.2021

Flashcards

Rhythmusstörungen mit Ursprung im Vorhof

- Sinusarrhythmie (unregelmässiger Herzryhthmus aber P vor jedem QRS und PQ-Zeit immer gleich)
- SVES (vorzeitiger Extraschlag zum Grundrhythmus, Extraschlag sieht gleich aus wie rest) P vor SVES möglich aber nicht      zwingend)
- Vorhofflimmern (unregelmässiger Rhythmus, keine eindeutigen P-Wellen, normo-, brady- oder tachykard)
- Vorhofflattern (Sägezahnartige P-Zacken, mehr P-Zacken als QRS, unregelmässig oder regelmässiger Rhythmus)
- Asystolie 

Rhythmusstörungen mit Ursprung im AV-Bereich

- AV-Block I° (SR, regelmässig P vor QRS aber PQ-Zeit immer gleichwertig verlängert)
- AV-Block II° Wenckebach (mehr P als QRS, Pause im Rhythmus, PQ-Zeit verlängert sich immer mehr bis ein QRS ausfällt)
- AV-Block II° Mobitz (PQ-Zeit immer dieselbe, mehr P's als QRS, regelmässig 2 P's vor QRS)
- AV-Block III° (QRS-Rhythmus regelmässig, P's vorhanden, P kein Zusammenhang zu QRS, QRS-Frequenz langsamer als    P, mehr P's als QRS, AV- oder Kammerersatzrhythmus)
- AV-Ersatzrhythmus (regelmässiger Rhythmus, keine P's, QRS schmal)
- Kammerersatzrhythmus (regelmässig, i.d.R. bradykard, keine P's, QRS-Komplex breit)

Rhythmusstörungen mit Ursprung in der Kammer

- VES (vorzeitiger Extraschlag zu Grundrhythmus, breitere QRS, nach VES i.d.R. kompensatorische Pause)
- Bigeminus (nach jedem Sinusschlag 1 VES, Verhältnis 1:1)
- Trigeminus (nach 2 Sinusschlägen 1 VES, Verhältnis 2:1, weniger gefährlich als Bigeminus)
- ventrikuläre Salven (2-4 VES hintereinander, ab 5 VES Kammertachykardie)
- Kammertachykardie (ab 5er-Salve, HF 100-200, verbreiterte & deformierte QRS, regelmässig)
- Kammerflattern (HF 200-300, verbreiterte & deformierte QRS, regelmässig, QRS aufgrund Frequenz etwas schmaler wie Kammertach.)
- Kammerflimmern (HF >300/min, FLimmerwellen, unkoordiniert, keine eindeutigen QRS)

klinische Beurteilung der Kreislaufsituation

- Hautdurchblutung (Re-Kap)
- Ausscheidung über die Nieren 
- Blutdruck
- Ödeme
- Atmung
- GCS
- Gefässfüllung (V. Cava)

Abfolge der Reizweiterleitung im Herz

Sinusknoten -> AV-Knoten -> His-Bündel -> Tawaraschenkel -> Purkinjefasern

Verteilung intra-/extrazellulär von Na, K und Ca

intrazellulär: viel K, wenig Na und Ca
extrazellulär: viel Na und Ca, wenig K

Schwellenpotential für Aktionspotential bei der Herzmuskelzelle

-60mV

Was passiert eletrisch gesehen bi PQRST des Herzrhyhtmus

P: elektrische Erregung lauft über die Vorhöfe
PQ-Linie: Impuls wird im AV-Knoten verzögert
QRS: Kammererregung über His-Bündel, Tawaraschenkel und Purkinjefasern (NACH dem QRS ist die Systole/Butauswurf)
ST-Strecke: keine elektrische Aktivität, Systole
T: Repolarisation der Herzmuskelzellen, Ionenaustausch
U-Welle: bei Elektrolytschwankungen oder Hypothermie

mögliche Ursachen für VES

- Sauerstoffnot des Myokards
- Elektrolytstörungen
- Azidose

Welche VES sind besonders gefährlich?

früh einfallende VES (R on T-Phänomen -> kann zu lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen führen, z.B. Kammerflimmern)

erste Notfallmassnahme die versucht werden kann bei supraventrikulären Tachykardien

Vagus-Reiz (kaltes Wasser trinken, Carotis-Massage)

reanimationspflichtige Rhythmusstörungen

Kammerflimmern, Asystolie, Kammertachykardie, Torsades des Pointes, Kammerflattern, PEA

Unterscheidung zwischen Sinusstillstand, Sinu-Atrialem Block (SA-Block) und Sinusarrhythmie

Sinusstillstand: Pause, wird das P durch die Pause weitergezirkelt, passt es nicht mehr auf die neu einsetzenden P's, neu einsetztende HF stimmt meist nicht mit der vorherigen überein

SA-Block: Pause, P kann durch die Pause hindurchgezirkelt werden, nach der Pause einsetzende HF stimmt meist mit der vorherigen überein

Sinusarrhythmie: oft Atmungsabhängig (Ausatmen langsame HF, einatmen schneller)

Was kann man am 1-Kanal-EKG feststellen, was am 12-Kanal-EKG

1-Kanal: HF, Grundrhythmus, Rhythmusstörungen, bei Ausruck Zeiten messbar

12-Kanal: Grundrhythmus inkl. Rhyhtmusstörungen, Hinweise für Ischämien, Myokardinfakrt, Differenzierung von Schenkelblöcken, Herzachse und Herzwanddicke

Aufteilung der grösseren Koronararterien

links: Hauptstamm teilt sich in RIVA (grösste) und RCX
rechts: RCA, versorgt den rechten Vetnrikel und die Hinterwand vom linken Ventrikel

Myokardinfakrt links schwerwiegender als rechts

vegetative Innervation des Herzens

Sympathikus kann über Sinus, AV-Knoten, Vorhofmyokard etc. enervieren.

Parasympathikus kann nur über den N.Vagus enervieren, hat nur Einfluss auf Sinsu und AV-Knoten

Bedeutung von chronothrop, bathmotrop, dromotrop, inotorp und lusitrop

chronotrop: Beeinflussung der Herzfrequenz
bathmotrop: Reizschwelle beeinflussend
dromotrop: Beeinflussung der Erregungsleitung
inotrop: Kontraktionskraft beeinflussend
lusitrop: Beeinflussung der Realxation des Myokards

Sympathikuseffekte auf das Herz

positiv inotrop, chronotrop, dromotrop und lusitrop

Parasymphatikuseffekte auf das Herz

negativ inotrop, chronotrop und dromotrop

vier Phasen des Herzzyklus

Anspannung
Austreibung
Entspannung
Füllung

Wirkung von Katecholaminen aufs Herz

- jede Wirkung braucht mehr O2 und Energie vom Körper
- + chronotrop
- + dromotrop, kann auch Rhythmusstörungen auslösen
- + inotrop
- EF steigt
- + lusitrop

Komponenten der kardialen Pumpleistung

- HF
- Preload
- Afterload
- Kontraktilität

Definition Hämodynamik

Beschreibt den Blutfluss in den Blutgefässin in Abhängigkeit der verantwortlichen Kräfte (Stromstärke, Strömungsgeschwindigkeit, Strömungswiderstand)

Ohmsches Gesetz

Durck / Fluss = Widerstand (bezüglich Hämodynamik)

Wovon ist die Blutviskosität abhängig?

- Tempi (je höher umso "flüssiger")
- Hämatokrit 
- Ströumungsgeschwindigkeit
- Plasmaproteine
- Durchmesser der Blutgefässe

Wozu dient der Windkesseleffekt?

für einen kontinuierlichen Blutfluss

Vorgehen arterielle Punktion

- Allen-Test
- Handschuhe
- gute Lagerung von Hand/Arm/Bein
- je nach Pat.-Situation O2 abstellen oder nicht -> nacher vermerken
- Arterie fixieren (Zeige-& Mittelfinger)
- evtl. Punktionsstelle markieren
- Desinfektion von Punktionsstelle und Fingerspitzen (Cave Betadine bei Schilddrüsenerkrankungen)
- Während Punktion Arterie fixieren
- danach Punktionsstelle Komprimieren (radialis 3-5min, brachialis 5min, femoralis 5-10min)

Gefahren arterieller Punktionen

Gefässspasmus
Hämatombildung
intravasala Gerinnselbildung

Lokalisationen für arterielle PUnktionen

A. radialis / A.ulnaris
A. brachialis
A.femoralis
A.dorsalis Pedis

Wann darf bei einem Patient keine arterielle Punktion durchgeführt werden?

- Verdacht auf MI oder Stroke
- antikoagulierte Pat
- Gerinnugnsstörung mit erhöhter Blutungsgefahr
- am Shuntarm von Dialysepflichtigen Patienten
- bei Gefässerkrankungen (Allen-Test negativ)
- Bypass- oder Patchoperationen -> keine Femoralpunktion

Indikationen für intraossäre Punktionen

- keine periphere Vene punktierbar in einer Notsituation (Rea, ACS, Schock, Verbrennung, etc.)

Kontraindikationen für intraossäre Punktion

- Fraktur der gewünschten Punktionsstelle(n)
- Fehlen von angemessenen anatomischer Orientierungspunkte für Ermittlung der Einstichstelle (Adipositas per magna)
- Vorhandenes medizinscihes Problem an der gewünschten Einstichstelle
- Infektion im Einstichbereich
- Früherer orthopädischer Eingriff bei der Einstichstelle

Insertionspunkte bei i.o.-Zugängen

- proximaler Humereus (Erwachsene und Kinder wenn Tibia nicht erreichbar oder schwer beschädigt)
- distaler Femur (nur bei Kinder)
- proximale und distale Tibia (Erwachsene und Kinder) Erwachsene 3 Finger unterhalb Patella, kinder 1 Finger, distal 3 Finger oberhalb Malleolus)

 vier Stufen der Präanalytik

1. Vorbereitung der Probeentnahme
2. Probeentnahme
3. Lagerung
4. Vorbereitung vor der Eingabe in den Analysator

Blutentnahme Reihenfolge beim Vacutainer-System

1. Blutkulturen
2. Gerinnung (blau)
3. Vollblut ohne Zusatz (rot)
4. Serum-Gel-Röhrchen (goldgelb)
5. Heparinblut (grün)
6. EDTA-Blut (violett)
7. Blutsenkung (schwarz)

Definition Notfall

jede plötzliche Veränderung im Gesundheitszustand oder jeder Unfall, für welche der Betroffenen unverzüglich medizinische HIlfe als notwendig erachtet

Abcde

Airway Control & C-Spine-Protection
- Symptome: Stridor, Husten, Schnarchen, Schwellung, Kreislaufstillstand, HWS-Schmerzen
- Überprüfung: Ansprechbarkeit, Stridor, Druckdolente HWS, Inspektion der Mundhöle, Trachea von aussen
- Massnahmen: Stiffneck, Esmarch-Handgriff, Wendel, Güdel, absaugen

aBcde

Breathing: Oxygenation und Ventilation
- Symptome: Apnoe, Dyspnoe, 
- Überprüfung: AF, Thoraxbewegung, Pulsoxy, Halsvenenstauung, aBGA, Atemmuster, Atemgeräusche, Atemgeruch, Zyanose, Einziehungen, Auskultation
- Massnahmen: O2-Substitution, Tx-Drain oder Entlastungsstich, NIV, invasive Beatmung, Lagerung (z.B. Kutschersitz)

abCde

Circulation & Hemorrhage control
- Symptome: Schock, Blutung, Synkope, Kollaps, Schwindel bei Hypotonie, etc.
- Überprüfung: Haut (Farbe, Feutchtigkeit, Tempi), Re-Kap, vBGA, Hf, EKG, BD, Diurese, Pulsqualität/-Rhythmus, Blutungsquellen suchen
- Massnahmen: Blutung komprimieren, iv/io-Zugänge, Defibrillation, Volumensubstitution (verbessert neben BD auch Oxygenierung im Gegensatz zu Katecholaminen). FAST, CPR, Beckengurt

abcDe

Disability & Pain control
- Symptome: Koma, neurologische AUsfälle, Delir, Epilepsie, GCS-Minderung, Schmerzäusserung (verbal/nonverbal)
- Überprüfung: GCS, Pupillenreaktion, VAS, Vegetativum (Blässe, Zittern, etc.), Angst erfragen, BZ messen, Neurostatus, DMS, Urin/Stuhlabgang?
- Massnahmen: Lagerung (evtl. immobilisieren bei DMS-Auffälligkeiten), Antiemese, Analgesie, Anxiolyse, Glucosesubstitution, Einleiten der Therapie (z.B. Lysetherapie)

Study