Medizinwissen
Abschlussprüfung NDS HF NP
Abschlussprüfung NDS HF NP
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Flashcards
Erstmassnahmen Dyspnoe bei Asthma
1. Sitzposition, Kutschersitz
2. Frühe (Dauer-)Inhalation mit Atrovent/Ventolin, evtl. Adrenalin
3. wenn Pat nicht inhalieren kann Adrenalin i.v. 0.1mg-Weise alle 2-3min
4. Früh NIV, alternativ High-Flow-Oxygen
5. Ringer 500-1000ml in 1-4h (viel Flüssigkeit geht über die Atmung verloren)
Symptome exacerbierte COPD
- Husten und Sputum (Farbänderung - Infekt, Abgrenzung zu Asthma)
- Sitzend, Atemhilfsmuskulatur
- verlängertes Exspirium
- Silent Chest (Bullae, Pneumothorax)
- Tachypnoe >30/min
- SpO2 70-80% möglich
- kardiogener Schock (Rechtsherzversagen, LE,)
- gestaute Halsvenen, Beinödeme
- pulsus Paradoxus
was ist der pulsus paradoxus
Der BD ist bei Inspiration um >10mmHg tiefer als bei Exspiration. Deswegen ist auch der Puls bei der Inspiration schwächer (palpabel) als bei Exspiration
3 Symptome zur Einteilung mild, mässig bis schwere Exacerbation von COPD
1. Zunahme der Dyspnoe
2. Vermehrtes Sputum
3. vermehrt eitirges Sputum
-> 1 Symptom davon: mild, 2 oder mehr: mässig -Schwer
Erstmassnahmen Dyspnoe bei exacerbierter COPD
- Sitzposition, Kutschersitz
- Früh NIV oder High-Flow- Oxygen (Inspiration wird minim unterstützt und Atemhilfsmuskulatur so minim entlastet)
- (Dauer-)Inhalation mit Atrovent (hilft bei COPD mehr als Ventolin), alternativ Adrenalin
- Ringer 500-1000ml in 1-4h (viel Flüssigkeit über Atmung weg)
was ist die respiratorische Globalinsuffizienz?
Sowohl pO2 ist vermindert als auch pCO2 erhöht. (Oxygenation und Ventilationsproblem)
was ist die respiratorische Partialinsuffizienz?
eine Verminderung des pO2 (Oxygenationsproblem), aber pCO2 ist noch normwertig
wann kann O2-Substitution bei COPD ein Problem werden?
- bei einer Globalinsuffizienz nach 30-45min mit 30lt O2-Substitution
- bei Partialinsuffizienz ist die O2-Gabe auch bei COPD-lern kein Problem
Symptome Pneumonie
- Husten und Sputum
- lokaler Thoraxschmerz oder auch Bauchschmerz
- lokal vermindertes Atemgeräusch, Rasselgeräusch
- lokales Pleurareiben
- SpO2 < 90%
- Schwitzen, Fieber
- wenn auch Hypotonie -> Achtung Sepsis
Wie verbessert man das Überleben bei Sepsis
- Sepsis erkennen
- BK's abnehmen
- Flüssigkeit verabreichen (ca. 2lt innerhalb 60-90min)
- frühstmöglich AB-Gabe (Ziel innert 90min)
Symptome Lungenödem
- permanentes Hüsteln (kein Sekret weg)
- Engegefühl
(-> diese zwei Symptome zusammen: eher Lungenödem wie ACS)
- Rasselgeräusche
- SpO2 <90%
- Tachykardie
- evtl. Schock
Erstmassnahmen bei Lungenödem
- Sitzposition und Kutscher
- früh NIV, Intubation falls kardiogener Schock
- früh Nitrate (solange Normoton)
- Ringer 500-1000ml
Symptome Pleuraerguss
- Thoraxschmerz (Pleuritis)
- Schulterschmerz (Pleuritis subphrenisch)
- lokal vermindertes Atemgeräusch, Nachhinken der kranken Thoraxseite
- lokal Pleurareiben, Erguss (sonographisch feststellbar)
- SpO2 <90%
- gestaute Halsvenen
- bei Sepsis Schwitzen, Fieber, Hyotonie, Schock
Erstmassnahmen bei Pleuraerguss
- früh Analgesie (im Hinblick auf Pleuradrainage-Einlage) (Fenta)
- Kutschersitzt
- Pleuradrainage
- evtl. AB
- bei Pleuraempyem BGA und BK's
- Ringer 500-1000ml
Symptome Spannungspneu
- plötzliche Dyspnoe, Tx-Sz einseitig, Husten
- lokal vermindertes Atemgeräusch
- Nachhinken der Thoraxseite
- Schmerzausstrahlung Rücken/Hals)
- Hautemphysem
- Tachypnoe, Tachykardie
- SpO2-Abfall, Hypotonie, Schock
- Spätzeichen: gestaute Halsvenen, Tracheaverlagerung
- auf Röntgenbild Mediastinumverschiebung sichtbar
Erstmassnahmen Spannungspneu
- früh Analgesie (Einlage Tx-Drain)
- O2-Substitution
- bei Spannungspneu Venflon 14G zwischen 2. und 3. Rippe am oberen Rand der 3. Rippe einführen
- Thoraxdrainage
- Ringer 500-1000ml
Symptome LE
- plötzliche Synkope, Dyspnoe, Tx-Sz, Husten
- lokales Pleurareiben
- Tachypnoe >16/min
- SpO2 < 90%
- bei massiver LE: Hypotonie, Schock, gestaute Halsvenen
Erstmassnahmen bei LE
- bei Hypotonie & Schock: Thrombolyse erwägen
- Kutschersitzt
- NIV/High FLow
- Ringer 500-1000ml, CAVE Rechtsherzbelastung
Hauptindikationen für NIV
Lungenödem und COPD
ZNS - mögliche Akutprobleme
- häufigst: Kopfschmerz (DD Migräne)
- CVI, TIA, Ausfälle
- Bewusstseinsstörung, Koma
- Encephalitis, Meningitis
- Bewegungsstörungen
- Psyche (nicht-organisch, können aber neurologische Symptomatik zeigen)
Definition TIA
transiente ischämische Attacke: Ausfälle innerhalb von 24 regredient, Ausfall dauert weniger als 1h
Definition PRIND
prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit, Remission nach >24h
Ursachen für Ischämien, Blutungen, Infekte im ZNS
- Ischämien: in 85% Embolie/Thrombose: VHFli, Endokarditis, offenes Foramen Ovale
- Blutungen (Aneurysma, Tumore): Hypertonie, Antikoagulation, Schädeltrauma, bei Tumoren OP, Strahlentherapie
- Infekte, Abszesse: HIV, Immunsuppression
Zeitfenster für Lysetherapie
4.5h, bei Zentrumsspital je nach Infarktlokalisation 6-8h
Checkliste bei Pat der mit Vd.a. Stroke eingeliefert wird (Tätigkeiten)
- alle Vitalparameter messen
- Neurologe ist informiert
- venöser Zugang, Infusion
- BE nach Stroke-Schema
- CT/MRI angemeldet bzw. durchgeführt
- Rö-Tx und EKG beurteilt
- Prozedereplanung
- Lyse prinzipiell möglich?
Kontraindikationen für Lysetherapie i.v. und i.a.
- unklares Zeitfenster
- INR >1.5
- BD syst. >185mmHg und nicht senkbar
- Blutungen
- Thrombozytopenie
- BZ <2.7 oder >22.2
- ischämischer Stroke oder SHT in den letzten 3 Monaten
- infektiöse Endokarditis
Kontraindikationen für Lysetherapie i.v (i.a. wäre noch mögliclh)
- grössere Operationen in den letzten 14d
- Lumbalpunktionen in den letzten 7d
- Aortenaneurysma oder Perikarditisverdacht
- Intestinal- oder Harnwegsblutungen in den letzten 21d
- REA länger als 10min in den letzten 21d
- Punktion einer nicht-komprimierbaren Arterie in den letzten 7d
Symptome Guillain-Barré-Syndrom
- tritt meist Tage-Wochen nach einer unspezifischen Infektion auf
- plötzliches Auftreten von motorischen Lähmungen, typischerweise aufsteigend von unten
- z.T. Beteiligung des vegetativen NS mit Über- oder Unteraktivität des Sympathikus und Parasympathikus (schneller Anstieg/Abfall des BD, Tachy- oder Bradykardien, vermehrtes Schwitzen, Blasen- / Darmstörungen)
- z.T. atypischer Beginn mit Sensstörungen und Schmerzen
- Männer > Frauen
Pathogenese GBS
nicht vollständig geklärt.
Autoimmumprozess, Myelinscheiden werden durch entzündliche Prozesse geschädigt -> Störung der elektrischen Leitung
Diagnostik bei Vd.a.GBS
LP, Klinik, Elektroneurographie
Therapie bei GBS
- Immunglobuline (Privigen), Plasmaphorese, Steroide helfen meist nicht.
- Überwachung von ABC, v.a. Lungenfunktion
- Intubation bei Versagen der Atemmuskulatur
- PM bei lebensgefährlicher Bradykardie
was sind quantitative Störungen des Bewusstseins
Somnolenz, Sopor, Koma, Delir.
-> mit GCS überprüfbar
Was sind qualitative Bewusstseinsstörungen
Halluzinationen, Desorientiertheit, orangische Psychose, etc.
Ursachen für Bewusstseinsstörungen nach MIPS
M etabolisch (vergiftung, Elektrolytstörung, BZ-Entgleisung, Leberversagen, Intox, etc)
I nfekt (Meningitis, Encephalitis, Sepsis)
P sychogen
S trukturel (Tumor, Blutung, CVI, SHT, postiktal nach EPI)
Massnahmen bei unklarer Bewusstseinsstörung
- ABC-Sicherung
- Begleitsymptome eruieren (Fieber, Fötor, Meningsmus, Haut, Traumazeichen)
- Erstabklärung mit BZ, E'lyte, aBGA, Urin-Tox
- Neurostatus (GCS, Pupillen, Sens-Mot der Extremitäten, Babinsky)
- Ersttherapie gemäss Ursache (Glucose, Naloxon, Vit B1, Flumazenil (Anexate))
- Zusatzabklärungen (CT, EEG, LP, etc.)
mögliche Ursachen eines Delirs
CVI, Blutung, Fieber, Hypoxie, Hyperkapnie, Hypo- oder Hyperglykämie, hypertensive Krise, Hypotonie, Meningitis, Encephalitis, Sepsis, Wernicke-Encephalopathie, Entzung bzw Intox, Elektrolytstörung
Hauptsymptome Meningitis - Encephalitis
Meningitis:
- Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, Lichtscheuheit
- Bewusstseinsverminderung, Verwirrtheit, Epi
- Fieber +/-
- AZ-Verschelchterung
- evtl. Hautausschlag
Encephalitis:
- fokale neurologische Ausfälle
- atypische Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, Bewusstseinsstörung, Epi
Symptome Wernicke-Encephalopathie
- Gedächtnisverlust, psychose Konfusion, Desorientiertheit, Konfabulation
- cerebelläre Ataxie (Gang- Standunsicherheit)
- Augenbewegungsstörungen, Nystagmus, Doppelbilder, etc.
typische bakterielle und virale Erreger bei Meningitis (und wann gibt es auch untypische Erreger?)
- bakteriel: Meningokokken, Pneumokokken, Hämophilus Influenza
- viral: FSME, Herpes, Varizellen, Enteroviren, Mumps, Masern, Röteln
- atypische Erreger bei HIV-Pat
Diagnostik bei Vd.a.Meningitis
- LP, CT, BK's, ergänzendes Labor