Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Karten
499
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.07.2017 / 27.07.2021

Lernkarten

Definition Schock

Zustand mit schwerwiegender Verminderung der Gewebe und Organperfusion mit nachfolgender Zellhypoxie durch unzureichendes Sauerstoffangebot oder gestörte Sauerstoffabgabe.

Unbehandelt führt ein Schock unabhängig der Ursache häufig zum Tod

Frühzeichen einer Organ-Hypoperfusion, "three windows of the body"

- Haut: kalt/feucht (Ausnahme Frühstadium septischer Schock)
- Niere (Oligurie/Anurie)
- ZNS (Verwirrung, Unruhe, Angst

Schockphasen (pathophysiologisch)

1. Inital - oder Ischämiephase
    - Kompensationsmechanismen noch erfolgreich bei der Aufrechterhaltung der Organperfusion
    - Preload (hypovolämie) oder afterload (distributiv) niedrig
    - Vasokonstriktion, Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, ADH
2. Progressions- und Dekompensationsphase
    - Kompensationsmechanismen beginnen zu versagen
    - Haut/Peripherie: lau, wächsern, kalt, marmoriert
    - Hypotension, Tachykardie, Oligo/Anurie, Hyperlaktatämie
    - sobald System hypoxisch ist kommt es durch das Laktat zum Capillary Leak
    - Renin-Ausschüttung
    - Desorientiertheit
3. Irreversibilität (MOV)
    - komplettes Versagen der Kompensationsmechanismen
    - schwere Hypotonie, Bewusstlosigkeit, Pupillenerweiterung, ARDS, Nierenversagen, Anurie, Darmischämie,
      Gerinnungsstörung, Hypothermie
    - Stagnationshypoxie
4. Reperfusionsphase
    - nur bei adäquater Schocktherapie
 

Phasen des Schockmanagement

1. Primärmanagement
    - nach ABCDE
    - Ziele: Optimierung O2-Angebot durch Sauerstoffgabe
                Reduktion des O2-Verbrauchs durch Atemunterstützung und Analgosedation
                Preload und Kontraktilitätskorrektur durch Volumengabe
                Monitoring von BD, Rhyhtmus, Urinoutput
                Labordiagnostik zur Funktionsbeurteilung der Organe und Diagnostik der Schockform
2. Ursachensuche
    - Anamnese
    - Trauma meist Hypovolämie, Verwirrter Pat meist Sepsis
    - an spinalen Schock denken beim Trauma
3. definitive Therapie
    - Blutung stoppen, AB-Gabe, Herdsanierung, Koro, etc.

Was ist das Ziel von Volumengabe im Schock?

irreversible Effekte des Schockgeschehens verhindern
- Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des intravasalen, intrazellulären und interstitiellen Volumens
- Verhinderung oder "Therapie" der Azidose
- Verminderung exzessiver Mediatorenfreisestzung
- Prävention eines Reperfusionsschadens und des Zelltods
- keine Verschlechterung der Gerinnung
- Sauerstoffträger
- ausreichende Perfusionsverhältnisse = warme Peripherie, Diurese, periphere Pulse, SpO2-Messung, Re-Kap-Zeit

Wann und Warum soll bei Trauma die Kristalloidgabe ab einem gewissen Punkt reevaluiert werden?

- nach 2lt oder 30ml/kgKG reevaluation
- Probleme: Anämie, Nierenversage, Störungen der Hämostase

Unterschied von Noradrenalin und Dobutamin?

NA wirkt auf Alpha-1 und Beta-Rezeptoren
Dobutamin nur auf Betarezeptoren

Nutzen der Pflegeforschung

- Erfassen von Kernproblemen verschiedener Patientenpopulationen
- Verstehen von Krankheitsproblemen und <krankheitsbewältigung
- Wirksamkeit von Pflegeinterventionen aufzeigen
- Kosteneffizienz von Hilfsmittel und anderem aufzeigen

Unterschiede von quantitativen und qualitativen Studien

quantitativ:
- Bestreben nach Qualität, Objektivität, Wissen ist zerteilbar
- Vorwissen bestehend, Hypothesen werden geprüft
- arbeitet mit objektiven Daten
- standartisierte Erhebung (z.B. Fragebogen)
- benötigt eine möglichst grosse Anzahl Beobachtungen
- Arbeitet mit Zahlen, statistische Auswertung

qualitativ:
- Mensch als Ganzes, nicht vom Kontext zu trennen
- wenig Wissen zum Gegenstand vorhanden
- Intersse auf die individuelle Erfahrung und das Erleben der Studienteilnehmer gerichtet
- Interviews und Beobachtungen
- Anzahl der Teilnehmer ist weniger wichtig
- Datenanalyse anhand phänomenologischer Methode

Gütekriterien für quantitative Forschung

- Objektivität (unabhängige Testergebnisse von Testpersonen)
- Validität (misst das Instrument was es messen soll?)
- Reliabilität (Messungen von unabhängigen Personen kommt gleich raus, unter denselebn Rahmenbedingungen wird bei Wiederholung dasselbe Resultat erzielt)

Unterschied Gerontologie / Geriatrie?

Gerontologie: Wissenschaft vom Altern

Geriatrie: Medizin des alten Menschen

phyisologisches Altern - äussere Zeichen

- Körpergrösse und -haltung
- Gangbild
- Elastizität der Haut /Falten
- Haut- und Haarfarbe
- Veränderung der Sinnesorgane
- Abnahme von Gedächtnis und Reaktionszeit
- Elastizität der Blutgefässe sinkt
etc

physiologische Altersveränderung des Muskel

- Muskel- und Bindegewebe nehmen ab
- Frakturrisiko erhöht

physiologische Altersveränderung MDT

- Geschmacksempfindung sinkt
- Appetit nimmt ab
- Verdauung (Magensäureproduktion und Darmtätigkeit nehmen ab)
- Proteinverwertung sinkt

physiologische Altersveränderungen Lunge

- Elastizität nimmt ab
- Funktion der Lungenepithelien sinkt (Sekretstau, Eintrittspforte Bakterien)
- Hustenreflex nimmt ab
- Hustenstoss sinkt
- Lungenfunktion sinkt
- O2- Aufnahme sinkt

physiologische altersveränderung Wasserhaushalt

- vermindertes Durstgefühl
- Blutfluss in der Niere sinkt
- Konzentrationsfähigkeit der Niere sinkt
- Filterfunktion sinkt
- Blasenkapazität sinkt

physiologische altersveränderung Sinnesorgan

- Farbsehen eingeschränkt
- Hell-/Dunkeladaption sinkt
- Nahsehen sinkt
- Richtungshören nimmt ab

physiologische Altersveränderungen ZNS

- Gewicht des ZNS nimmt ab
- Neuronenzahl sinkt
- komplexes Lernen sinkt
- psychomotorische Leistung sinkt
- nächtliche Schlafdauer sinkt
- Schmerzwahrnehmung sinkt
- Gefahr des Delirs steigt

Häufige Probleme im Alter
- Sicht Pat
- professionelle Sicht

- Pat: Verlust von Selbständigkeit, Autonomie, Würde
          Wechsel ins PH
          Einsamkeit
          Schmerz
          Angst vor Stürzen
- Prof: Frailty
           Multimorbidität
           Polypharmazie
           Entscheidungsfindung
           Sinneseinschränkungen
           Umgang mit Angehörigen

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