Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Karten
499
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.07.2017 / 27.07.2021

Lernkarten

Hemmende Effekte auf die Renin-Freisetzung

BD-Anstieg
Anstieg des Blutvolumens
Na+-Rückresorption
Aldosteronsekretion

Funktionen der Niere

- Harnproduktion
- Synthese und Sekretion von Hormonen (Renin und Erythropoetin)
- Ausscheidung von Stoffwechselprodukten
- Regulation Säure-Basen-Haushalt
- Regulation Salz-Wasser-Haushalt
- Filterfunktion

Kreislaufzeit und Volumeneffekt von G5%, NaCl 0.9%, Ringer, Kolloide

G5%: 30min, 10%
NaCl0.9%: 30min, 20%
Ringer: 30-40min, 25%
Kolloide: 4-6h, 100%

gefährdete Personen für Elektrolytstörungen

- Säuglinge
- Kinder
- frisch Operierte
- Bewusstlose
- Unfallpatienten
- höheres Lebensalter

Ursachen für eine Hyponatriämie (<135mmol/l)

- Erbrechen, Diarrhoe, Schwitzen, Diuretika

Ursachen für eine Hypernatriämie (>145mmol/l)

Diabetes insipidus, Verbrennungen

Ursachen für Hypokaliämie (<3.5mmol(l)

Diarrhoe, Diuretika, Stress, Steroide

Ursachen für Hyperkaliämie

Niereninsuffizienz/- versagen

Regulatoren der Osmolarität im Körper

Durstzentrum
ADH
RAAS

Ursachen einer isotonen Dehydratation

- Blutverlust
- Plasmaverlust (Verbrennungen, Peritonitis, Pankreatitis)
- unkontrollierte Diuretikatherapie

Ursachen einer hypotonen Dehydratation

- lange Erbrechen/Diarrhoe
- starkes Schwitzen in Kombi mit E'lytearmem Trinken

Ursachen einer hypertonen Dehydratation

Diabetes insipidus, osmotische Diurese bei Hyperglykämie, zu wenig H2O-Aufnahme bei Kleinkindern, Senioren, Bewusstlosen

Ursachen einer isotonen Hyperhydratation

- Überinfusion

Ursachen für hypotone Hyperhydratation

Infusion von freiem Wasser, SIADH

Ursachen für hypertone Hyperhydratation

Verminderte Na-Ausscheidung bei Niereninsuff
Trinken von Meerwasser
Infusionsfehler (NaCl)

Tests zur Bestimmung der Nierenfunktion

Kreatinin und Harnstoff
-> Krea-Anstieg aber frühestens 8h nach Beginn der Niereninsuffizienz, kann also bei einem akuten Nierenversagen normwertig sein!

Management von akuter Niereninsuffizienz auf der NFA

- Kreislauf:
       MAP zw. 70-90mmHg
       Volumengabe zur Erhaltung einer Normovoämie
       DK
       invasives Monitoring
       Vasodilatatroen wenn möglich vermeiden
- Beatmung
       Vermeiden von Hypoxie und Hyperkapnie
- Pharmakologie
       nephrotoxische Substanzen vermeiden
       Mannitol nur bei Rhabdomyolse
       Lasix

systemische Effekte eines akuten Nierenversagens

- kardiovaskulär: Hyperzirkulation, Kardiomyopathie, Perikarditis
- pulmonal: Lungenödem, Pneumonie, Alveolitis
- GI: Erosionen, Blutungen, Colitis, Pankreatitis
- neuromuskulär: Neuropathie, Myopathie, Enzephalopathie
- hämatologisch: Anämie, Thrombozytopenie
- metabolisch: Proteinkatabolismus, Insulin-Resistenz

Akutes-Nierenversagen-Indikationen zur Dialyse:

Azidose
Elektrolytentgleisung (v.a.K+)
Inotxikationen
Oedeme
Urämie

Hauptziel der Schocktherapie

Wiederherstellung eines adäquaten Perfusionsdrucks und eines suffizienten O2-Angebots

Pathophysiologie der Laktatentstehung /- wirkung beim Schock

Minderperfusion führt zu O2-Mangel -> anaerobe Glykolyse -> Laktat steigt -> Laktat führt zum Cpillary Leak

Nebenwirkungen bei (Massen-)Transfusionen

- Transfusionsreaktion
- Gerinnungsstörung
- Hyperkaliämie
- Hypothermie

Definition  und Ursachen hypovolämer Schock

- verminderte kardiale Vorlast mit kritischer Reduktion des HMV's infolge eines absoluten intravasalen Volumenmangels

- Ursachen: Trauma, GI-Blutung, post-OP-Blutung, Gefässruptur, Organverletzung, gynäkologische Pathologien, Geburt, Verbrennung, Erbrechen/Diarrhoe, Peritonitis, Pankreatitis, Illeus

Gradeinteilung des hämorrhagischen Schocks nach Menge des Blutverlust und Symptome

I. <750ml, HF, BD, AF, Diurese, Vigilanz, normal

II. <1500ml, Puls Fadenfärmig, Re-Kap verlängert, AF erhöht, Diurese leicht vermindert, ängstlich/aggressiv/verwirrrt, blasse Haut

III. <2000ml, erniedrigter BD, HF >120/min, Re-Kap verlängert, AF stark erhöht, Diurese stärker erniedrigt, ab hier Blutersatz, gilt hier als nicht mehr kompensierter Blutverlust

IV. >2000ml, sehr niedriger BD, HF>140/min, keine Re-Kap feststellbar, kaum mehr Diurese, lethargische Vigilanz, etc.

Therapie hypovolämer Schock

- Behebung der Ursache
- Behebung des intravasalen Volumenmangels
     - bei Hämorrhagie Blutkonserven und Gerinnungsfaktoren, Blutung stoppen, frühe chirurgische Intervention
     - Baxter Formel bei Verbrennungen (4ml x kgKG x % vKOF = Volumen in 24h, 1/2 davon in 8h geben)
 

Definition kardiogener Schock

low-output-Schock: Pumpversagen des Herz durch unterschiedliche kardiale und extrakardiale Erkrankungen (MI, Myokarditis, Herzklappendefekt, Arrhythmien)

Klinik kardiogener Schock und Komplikationen

- Hypotension
- gestaute Halsvenen
- Dyspnoe
- schwacher/z.T. unregelmässiger Puls
- Verwirrtheit
- OLIGURIE
- Komplikation: Kammerflimmern/ pulslose Kammertachykardie

Therapie kardiogener Schock

- bei MI: nur eine schnelle Reperfusionstherapie mittesl Koronarangioplastie oder medikamentöser Therapie hilft.
- vorsichtige Volumentherapie
- Ursache beheben

Definition und Ursachen obstruktiver Schock

- Def: vermindertes Herzzeitvolumen durch Obstruktion des Herzens oder der grossen Gefässe

- Ursachen: massive LE, Perikardtamponate, Spannungspneumothorax, Vena-Cava-Kompressionssyndrom bei SS

Definition und Ursachen distributiver Schock

- Def: pathologische Umverteilung des intravasalen Volumens mit Reduktion des Gefässtonus

- Ursachen: Septischer Schock, anaphylaktischer Schock, neurogener Schock

Therapie neurogener Schock

- Volumengabe,
- Vasokonstriktion 

Therapie anaphylaktischer Schock

- Allergen weg!
- Volumen
- Adrenalin
- Antihistaminika
- Cortison

Therapie septischer Schock

- Volumen
- Noradrenalin wenn nach Volumen nicht besser
- Antibiose/ Herdsanierung

Woraus setzt sich das Herzmiuntenvolumen zusammen? (Synonyme Herzzeitvolumen, cardiac output)

Schlagvolumen (SV) x HF

Einflussfaktoren auf das HMV

Voralst, Nachlast und Kontraktilität

Wie setzt sich der Perfusionsdruck zusammen?

Widerstand im Gefässsystem (SVR) und Fluss (HZV) -> um Perfusion zu optimieren immer beides behandeln!

Ziel der Kreislaufregulation

Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung des Perfusionsdrucks und somit Sicherstellung der Organfunktion

Welche Systeme haben Einfluss auf die Kreislaufregulation?

- Nervensystem: vegetatives NS zentral über Parasympathikus und Sympathikus
- renales System über RAAS (NS ist aber schneller)
 

wann kann das HMV niedrig und die Perfusion somit schlecht sein?

- Preload betroffen (Flüssigkeitsmangel, hypovolämer Schock)
- Kontraktilität betroffen (kardiogener Schock, Pumpversagen)
- Afterload betroffen (Transportwegproblem bei septischem oder anaphylaktischem Schock)

wann ist die Affinität von O2 an Hämoglobin erhöht bzw. erniedrigt?

- erhöht: Säuglinge
              Alkalose
              erniedrigter pCO2
              Hypothermie
- erniedrigt: Azidose
                   erhöhter pCO2
                   erhöhte Temperatur
                   Anämie

Lernen