Medizinwissen
Abschlussprüfung NDS HF NP
Abschlussprüfung NDS HF NP
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Lernkarten
Was ist die Gefahr bei Xarelto?
Kumulationsgefahr bei Niereninsuffizienten Patienten da 50% renal eliminiert wird und anderst als bei Marcoumar der Spiegel nicht immer bestimmt wird. Es gibt kein Antidot
Wirkung von Marcoumar
Cumarine, ein Vitamin K-Antagonist. Antidot Beriplex und Konakion
Wirkung von fraktioniertem und unfraktioniertem Heparinund dessen Antidot
beschleunigen das Antithormbin und inhibieren so das Thrombin, welches für die Vernetzung von Fibrinogen zu Fibrin zuständig ist.
Antidot: Protamin
Wirkung von Clopidogrel
(Effient und Plavix)
Hemmt DP-Rezeptoren welche für die Signaltransduktion der Tc's zuständig sind -> hemmt so Tc-Aggregation
Wirkung von ASS
hemmen Thromboxan und Prostazykline -> Hemmung von Vasokonstriktion und Tc-Aktivierung
Warnsignale bei Kopfschmerzen
- erstmaliger KS bei <5jährigen oder >50ig jährigen
- deutliche Änderung des KS-Charakters
- schlagartig ohne Auslöser, aus dem Schlaf heraus
- KS mit Bewusstseinsstörung oder Fieber
- abnorme klinische Untersuschungsbefunde
Unterschied in der Symptomatik von Subarachnoidalblutung und intracranieller Blutung?
beide perakuter Kopfschmerz und Bewusstseinseintrübung
SAB: evtl. Meningismuszeichen
ICB: neurologisches Defizit
Phasen einer Migräneattacke
1. Prodromalphase (Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Heisshunger, etc.)
2. Aura (häufig visuell, aber auch anders möglich)
3. Kopfschmerzphase
4. Rückbildungsphase (Müdigkeit, Abgeschlagenheit)
Triggerfaktoren für Migräne
Stress
gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus
Nahrungsmittel (Alkohol, Käse, Glutamat)
hormonelle Einflüsse (Menstruation)
Was sind Triptane
Anitmigränemittel. Vasokonstriktion cerebraler Blutgefässe
- Kontraindikation kardiovaskuläre Erkrankungen
- erst nach der Aura einnehmen
- NW: Parästhesien, Flushsymptomatik, Schwindel, Thoraxbeschwerden
- bei Überdosierung Rebound möglich
Der Entzug welcher Substanzen kann Epianfälle auslösen (bei abruptem Absetzen)
Benzos, Barbiturate, Antikonvulsiva (falls bei Epi, wenn als Co-Analgetika genommen nicht), Opiate, Amphetamine, Alkohol
Ursachen für Epilepsie
- genetisch (oft Abscencen)
- erworben frühkindlich (Hirnentwicklungsstörung, perinatlaer O2-Mangel, Enzephalitis, Stoffwechselstörung)
- erworben Erwachsen (SHT, Tumore oder Blutungen, Schlaganfälle, degenerative Hirnveränderungen, Enzephalitis, Stoffwechselstörung)
Differenzierung Grand-Mal-Anfall und Synkope
Kreislaufsynkope: stehend und situativ, Nausea, Schwitzen und Schwarzsehen als Prodromalzeichen, blass, kaltschweissig, primär schlaff, in 80% arrhythmische Kloni, kurz (<30sec), rasche Reorientierung, gelegentlich Urinverlust, sehr selten Zungenbiss, wenn dann eher vorne
Grand-Mal: Situationsunabhängig, evtl. Aura, zyanotisch und apnoeisch, rhythmische und symmetrische Kloni, Dauer 1-3min, verzögerte Reorientierung, häufig Urinverlust, häufig lateraler Zungenbiss
sekundäre metabolische Komplikationen bei einem Status Epilepticus
- Lactatazidose, Hypoglykämie
- erhöhter intracranieller Druck
- Kreislaufregulationsstörungen, Dehydratation
- Rhabdomyolyse, Nierenversagen
Leitsymptom, Ursache und Therapie bei akuten Winkelblockglaukom
Leitsymptom: mittelweite Pupille (Anisokorie), träge Lichtreaktion, Schmerzen und Rötung, Hornhauttrübung, Übelkeit
Ursache: Blockade des Kammerwinkelabflusses und massive Augendruckerhöhung
Therapie: SOFORTIGE Drucksenkung nötig da Gefahr der Erblindung besteht -> Diamox (senkt Produktin von Kammerwasser und so den Augeninnendruck) / Mannitol (osmotherapeutisch, senkt den Druck) i.v.
Wofür sind Mouches volantes (bewegliche Schatten) in der Ophtalmologie ein Hinweis?
Zeichen für Glaskörperabhebung oder drohende Netzhautablösung
zu welchem Arzt sollte man jemanden mit einseitiger Visusminderung und jemand mit beidseitiger Visusminderung schicken?
Einseitig: Ophtalmologe
Beidseits: Neurologe
mögliche Ursache bei plötzlichem Visusverlust
Zentralarterienverschluss: Leitysmptom plötzlicher Schmerz -> Bulbusmassage, Augendrucksenkung mit Diamox, Ablärung kardiovaskuläreer Risikofaktoren
Sehnervinfarkt: Leitsymptom seitliche Kopfschmerzen, Kauschmerz, Nackenschmerz, Müdigkeit seit langem , stark erhöhte BSR -> hochdosierte Steroidtherapie zum erhalt des 2. Auges
Wann darf kein Salbenverband und wann kein Druckverband auf ein Auge getan werden?
Salbenverband: bei infektösen Erkankungen
Druckverband: bei infektiösen Erkankungen oder Contusio bulbi
Wie lange bei Laugen das Auge spülen und wie lange bei Säuren?
Laugen mind. 1h,
Säuren mind. 30min
Symptome eines rupturierten Aortenaneurysmas
- diffuse Bauch- und Rückenschmerzen bis Vernichtungsschmerz
- nicht oder schlecht tastbare Leistenpulse
- ischämische Beschwerden der unteren Extremität
- Kreislaufinstabilität, Schock
Wichtigste Massnahme bei Aortenaneurysma?
BD senken! unter 120mmHg systolisch halten
Symptome eines akuten Mesenterialverschlusses
- plötzliche abdominelle Schmerzen
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- stilles Intervall nach 6-12h
- nach 12-24h transmuraler Mesenterialinfarkt und diffuse Peritonitis
- paralytisher Ileus
- Sepsis, MOV
6 P's
Paleness
Pain
Pulslessnes
Parästhesie
Paralyse
Prostration
6 F's
Fat
Female
Forty
Fair
Fertile
Family
Unterschied zwischen einer blassen und einer baluen Extremitätenischämie?
blass: Blockade der arteriellen Strohmbahn ohne Thrombose in der Peripherie und dem venösen Abstrom -> gute Prognose
blau: Stase der Perufsion im Bereich der Kapillaren und des venösen Abstromgebietes. ischämisches Muskelödem, Verlust von Motorik und Sensibilität -> schlechte Prognose
mögliche Probleme bei einer liegenden Tx-Drainage (pflegerisch?)
- Drainage spielt nicht (evtl. verstopft oder abgeknickt -> Knickstelle suchen oder wechseln)
- Drainage fistelt (Pleura nicht luftdicht, Verbindung von aussen (Drainagestelle undicht), Verindung von innen (Insuffizienz nach Lungenresektion -> Verband wechseln, kleine Blässchen dokumentieren, bei vielen grossen Blasen DA rufen)
- Drainage rutscht ausversehen heraus: ruhig bleiben, Loch mit der Hand abdichten, DA rufen.
Patient auf die Lage eines Tx-Drains vorbereiten (nach IPRE)
I: über Ablauf informieren, Monitoring, Infusion, Schmerztherapie, Lagerung, etc.
P: Infusion und Medis bereithalten, sämtliches Material vorbereiten, evtl. Röntgen vorinformieren
R: OK hochlagern (ca. 60%), Pat monitorisieren, EKG, Zugang legen, Sz. Mittel geben, ggf. Sedation, thoraxgerät auf Vollständigkeit und Dichtigkeit prüfen, Pflege assistiert bei der Einlage und schliesst das System an, Verband anlegen
E: Funktion des Geräts prüfen, Schmererfassung mittels NAS, Rö-Kontrolle wegen Lage des Katheters
spezifische Aspekte bei älteren Schmerzpatienten
- viele verschiedene chronische Krankheiten
- viele verschiedene Medis
- viele Schmerzursachen
- Schmerbilder durch überlappende Ursachen verwirrend
- Schmerzintensität und -charakter wechseln
physische, psychische und soziale Folgen von Schmerzen im Alter
physisch
- Einschränkung des Bewegungsradius und im täglichen Leben
- Appetitverlust, Kachexie, Stürze
psychisch
- Schlafstörungen
- Depression und Suizidalität
- kognitive Defizite
- Angst / Aggressivität
sozial
- EInschränkung der sozialen Aktivität und der Kernbeziehung
- Abhängigkeit / Verlust der Selbständigkeit
Veränderung der Schmerzempfindung im Alter
- markhaltige und marklose Nervenfasern nehmen ab
- sensorische Fasern mit Defekten nehmen zu (langsamere Nervenleitgeschwindigkeit)
- dünnere Haut, Mikrozirkulation nimmt ab
- Konzentration an Neurotransmitter in der Peripherie sinkt (-> veränderte Schmerzwahrnehmung im Alter, möglicherweise Anstieg der Wahrnehmungsschwelle)
- endogene Opioide nehmen ab
- Schmerzkontrollmechanismen funktionieren weniger gut (vulnerabler gegenüber Schmerzintensität und Chronifizierung)
Besonderheiten der Schmerzerfassung im Alter
- verminderte Spontanäusserung
- oft undifferenzierte Schilderung des Schmerzes
- Hörstörung
- Aphasie
- kognitive Beeinträchtigung
- spezielle Beobachtungs-Skalen bei Demenz (verhalten, Mimik, Schonhaltung, Abwehr, Schlaf, etc.)
Auswirkungen von Demenz auf das Schmerzmanagement
- Kommunikationsstörung
- Einschränkungen der Exekutivfunktionen (Umgang mit Schmerzskalen oder Reservemedis etc.)
- Gedächtnisstörungen (Vergessen von Teilbelastungen -> impliziert geringeren Leidendruck)
- Veränderung der Wahrnehmung (Sz kann nicht genau lokalisiert werden
- erhöhte Schmerztoleranz bei unveränderter Schmerzschwelle
- Spezielle Schmerzerfassungsinstrumente: ECPA oder Doloplus
Veränderung der Pharmakokinetik im Alter
- Verlangsamte Arzneimittelelimination bei Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz und verminderter Metabolisierungskapazität der Leber
- Veränderte Arzneimittelverteilung im Körper (weniger Muskeln mehr Fett)
- Verschlechterung der physiologischen Kompensationsmechanismen (z.B. gesötret BD-Regulation)
- verminderte Plasma-Protein-Bindung im Alter
WHO-Stufenschema- Einschränkungen im Alter
Stufe 1: NSAR könne Verwirrtheit auslösen, Herzinsuff. zunehmen, etc., Novalgin Achtung Niereninsuffizienz
Stufe 2: Tramal selten gebraucht, schlechtere Verträglichkeit al Morphin
Stufe 3: Palexia Mittel der Wahl (Combi aus Mo und Antidepressiva)
Ursachen medikamentöser NW im Alter
- veränderte Pharmakokinetik
- praktische Probleme (Vergesslichkeit, Einnahmefehler, etc.)
- Polypharmazie
Ziele der Schmerztherapie im Alter
- Schmerzreduktion (häufig keine kausale Therapie möglich, Chronifizierung abfangen)
Förderung/Erhalt von Selbständigkeit, körperlicher und geistiger Funktionsfähigkeit, sozialer Kompetenz und Lebensqualität
Definition des Post-Fall-Syndroms
teilweise oder vollständige Unfähigkeit ohne fremde Hilfe zu stehen oder zu gehen ohne offensichtliche organische Ursache nach Erleiden eines Sturzes
Umrechnung von Morphin oral - i.v. und oral - s.c.
oral 1 - i.v. 1/3
oral 1 - s.c.1/2
Schweregradeintielung SHT nach GCS
leicht: GCS 13-15
mittel: GCS 9-12
schwere: GCS 3-8