Medizinwissen

Abschlussprüfung NDS HF NP

Abschlussprüfung NDS HF NP


E. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über medizinische Grundlagen und spezifische Therapieansätze, insbesondere im Bereich der Schockbehandlung. Sie decken Themen wie die Ursachen von Schock, verschiedene Schockphasen, die Bedeutung von Sauerstoff und die Therapie bei unterschiedlichen Schockarten ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über akute Notfallsituationen und die physiologischen Veränderungen im Alter vertiefen möchten.
Karten
499
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.07.2017 / 27.07.2021

Lernkarten

Klinik bei Appendizitis

- erst allgemein intestinale Beschwerden, oft mittlerer Oberbauch, Inappetenz, Übelkeit, Erbrechen (selten Diarrhoe)
- Verlagerung der Schmerzen in den Unterbauch rechts, Dauerschmerz
- bei Perforation kurzzeitige Erleichterung, danach AZ-Verschlechterung, lokale oder sich ausbreitende diffuse Peritonitis

Pankreatitis: Aetiologie, Symptome und Therapie

- Aetiologie: 45% durch Alkohol, 35% Gallensteine, 20% idiopathisch (toxisch, DM, Infektös, Schwangerschaft, etc.)
- Symptome: typischer Gummibauch (durch peritonitische Reizung und Meteorismus hat das Abdomen iene prall-elastische Konsistenz), Gürtelförmige Oberbauchschmerzen
- Therapie: Konservativ, Antibiose, Flüssigkeit, Nahrungskarenz, evtl. Cholezystektomie im Verlauf, evtl. Magensonde zur Ableitung der Verdauungssekrete

Ileus: Definition, unterschied mechanischer / funtioneller Ileus, allgemeine Symptome

- Def: Darm-Passagestörung durch intra- oder extraabdominale Erkankung
- mechanischer Ileus: Okklusion (Einengung von aussen), Obturation (Blockade Hohlorgan durch körpereigene oder körperfremde Objekte, z.B. Tumor in Bauchhöhle), Obstruktion (Verlegung im Inneren, z.B. Koprostase), Strangulation (Bridenileus? Verwachsungen von Bindegewebe)
- funtioneller Ileus: reflektorisch, paralytisch, post-OP, Innervationsstörungen (Nerven) oder Myopathien (Muskel), infektiös-toxisch, Störung der Blutversorgung (Mesenterialinfarkt)
- allgemeine Symptome: Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Schmerzen, Meteorismus, Stuhl- /Windverhalt (Unterschiedlich je nach Lokalisation des Ileus)

Invagination

Ein Teil des Dünndarms stülpt sich über den angrenzenden Darmabschnitt. (kommt fast nur bei Säuglingen und Kleinkindern vor)

was ist die NOMI

non-okklusive mesenterial-Ischämie (durch verminderte Auswurfleistung des Herzens kommt es zur Minderdurchblutung des Splanchnikusgebietes)

gynäkologische Ursachen für abdominelle Schmerzen

- Adnexitis, Endometritis, St. n. Curettage
- Adnextorsionen, Ovarialzystenruptur, stielgedrehte Ovarialzyste
- EUG, Präeklampsie, HELLP-Syndrom
- Endometriose

Zeit bis Therapie bei
- superakutem Abdomen
- akutem Abdomen
 

superakut: innerhalb Minuten bis Stunden
akut: innerhalb 6h

primäre Peritonitis
- Häufigkeit
- Symptome
- Diagnostik
- Therapie

- selten
- Symptome: Schmerzen, hohes Fieber, Diarrhoe, fehlende Darmgeräusche, Leukozytose
- Diagnostik: Punktion mit bakteriologischer Untersuchung, Ausschluss sekundäre Peritonitis
- Therapie: konservativ, Antibiose

Ursachen für sekundäre Peritonitis

- Magenperf, Darmperf, postop-Infekte, Blasenruptur, perforierter Leberabszess, perforierter Lungenabszess, Anastomoseninsuffizienzen, etc.

typischer Verletzungsmechanismus bei stumpfem Bauchtrauma

- Sturz auf Kante (z.B. Stuhllehne)
- Sturz auf Fahrradlenker
- Autounfall mit Airbag- oder Lenkeranprall
-> WICHTIG: Prellmarken, Abschürfungen von Sicherheitsgurten, Verlaufsbeurteilung!

erste Massnahmen bei offenem Bauchtrauma

- Wunde (ggf. auch Darm) mit keimfreier Wundauflage locker bedecken
- hervorquellende Darmschlingen in ihrer Lage belassen
- Verletzungen mit angezogenen Beinen und Knierolle lagern, evtl. Schocklagerung
- Schocktherapie, Breitband-Antibiose, OP vorbereiten

Diagnostik bei stumpfem Bauchtrauma

- Sono (FAST)
- Rx-Tx
- Trauma-CT
- diagnostische Laparaskopie

Was heisst FAST (Ultraschall) ausgeschrieben

Focused Assessemen with Sonography for Trauma

was gehört zur Abdominaldiagnostik

Anamnese, Auskultation, Perkussion und Palpitation, Schmerzanamnese

Killer-Probleme bei Thoraxschmerzen
Ernste Probleme bei Thoraxschmerzen
nicht zu vernachlässigende Probleme bei Thoraxschmerzen

Killer: ACS bis Myokardinfarkt, Aortendissektion, Perikardtamponade, LE, Spannungspneumothorax

Ernst: Pneumonie, Pleuritis, Perikarditis, Myokarditis, hypertensive Krise, Pneumothorax, Ulcus (-perf), Oberbauchpathologien

evtl: muskuloskeletale Schmerzen, Refluxbeschwerden, Panikattacken/Hyperventilation, Palpitationen

Worauf weist eine BD-Differenz li/re hin und worauf kann der SpO2-Wert dann einen Hinweis geben?

Subclavian-steel-Syndrom: >20mmHg Differenz = relevante Stenose. Wenn SpO2 Werte dann auch eine Differenz haben, hat der betreffende Arm ein relevantes Perfusionsdefizit.

Was ist der Unterschied zwischen Synkope und Kollaps

Synkope ist mit Bewusstlosigkeit, ein Kollaps ohne

Thoraxbeschwerden mit Synkope in der Anamnese -> Verdachtsdiagnose?

LE

Klinik Aortendissektion

Schmerzen (Rücken/Hals)
Tachykardie, Pulsdifferenz
Synkope oder Kollaps
Hypotonie
Übelkeit, AZ-Verminderung

5 häufige Fehler bei Myokardinfarkt

- kein EKG geschrieben (älterer Pat mit Synkope oder Dyspnoe und Schwäche)
- es wird nich t lang genug nach Ischämie gesucht
- das EKG wird nicht angeschaut
- das vor-EKG wird zur Beurteilung nicht hinzugezogen
- das EKG wird nicht wiederholt

Wann kann das Troponin falsch positiv sein?

Sepsis, CVI, Hirnblutung, Trauma, Peri-Myokarditis, Niereninsuffizienz, LE, Rhabdomyolyse, Aortenstenose/-dissektion

spezifische Sofortmassnahmen bei Myokardinfarkt und deren Komplikationen

- Sauerstoff wenn SpO2 <94% (drüber nicht wegen Vasokonstriktion und Förderung der Nekrosebildung) ACHTUNG COPD
- Analgesie (Nitrate, Morphin) ACHTUNG BD und HF können sinken, Emesisrisiko steigt
- Infusion (NaCl oder Ringer, li-Herz-Infarkt weniger Volumen, whs weil das Risiko für Lungenödem grösser ist)
- BE/BZ- Messung
- Tc-Aggregation: ASS, Plavix oder Brilique, Heparin-Bolus ACHTUNG: ASS-Allergie
- weiteres: Statin

Komplikationen Myokardinfarkt

- Rhythmusstörungen (VES, Kammerflimmern)
- Schock (-> Volumen, Vasopressoren, so schnell als möglich Ballonpumpe!)
- Analgesie (immernoch Schmerzen -> mehr Mo/Nitrate, immernoch Angst -> Benzos, Zuwendung)
- Blutungen (selten massiv)
- falsche Diagnose

5 H's und 5 T's

Hypoxie
Hypovolämie
H+ (Azidose)
Hypothermie
Hypo/Hyperkaliämie

Tension (Spannungspneu)
Thrombose (kardial und pulmonal)
Toxisch
Tamponade (Perikard)

Symptome Hypovolämie

Verwirrtheit, Tachykardie, Fieber, trockene Haut/Schleimhäute, leere Gefässe, Synkope

Unterschied Endokarditis - Perikarditis

Endokarditis: Bakterien auf  Herzklappen, unregelmässige Auflagerungen, Emboliegefahr!

Perikarditis: Entzündung des Herzbeutels, weniger dramatisch

wichtigste Medis bei Kreislaufproblemen

Adrenalin
Atropin
Aspirin, Atorvastatin
Alteplase
Amiodaron
mAgnesium
nitrAte

Definition Synkope

- plötzliche vorübergehende Bewusstlosigkeit (max 5-20sec) (evtl. Amnesie)
- mit Verlust des Muskeltonus
- umgehend spontane Rückbildung

Ursachen für Synkopen

- verminderter Cardiac Output (durch Hypovolämie, Herzinsuff., Arrhythmien, Aortenstenose, LE, Reizleitungsstörung, Blockbilder, etc.)
- verminderer peripherer Gefässwiderstand (gestörte Vasomotorfunktion der Gefässe oder vasovagale Funktion)
- Versagen der zentralen Autoregulation (Epi, Blutung, cerebrale Ischämie)

Infarktolokalisationen im 12er EKG: Vorderwand, Seitenwand, Septum, Hinterwand

Vorderwand: V2-V4
Seitenwand: V5-V6
Septum: V1-V3
Hinterwand: III (spiegelverkehrt V1 &V2)

Interpretation 12-Kanal-EKG

1. P in der besten Ableitung suchen und den Grundrhythmus bestimmen
2. PQ-Zeit an zwei Stellen mesen und vergleichen
3. Unregelmässigkeiten? (Pausen, ES, etc.)
4. RR-Zacken suchen (Schenkelblock, LSB kein Infarktekg möglich)
5. ST-Strecken: Senkungen/Hebungen?
6. Signifikantes Q vorhanden?

Wo sind LSB und RSB im 12er EKG sichtbar

RSB: V1-3
LSB: V5+V6

Einstellparameter beim Pacing

1. Frequenz (z.B. 70/min)
2. Amplitude (mA): Pacen, Storm vom PM zum Herz. Reizschwelle: Strom der ausreicht um Myokard zu erregen + 10mA
3. Empfindlichkeit (mV): Sensing, EKG empfangen, Strom vom Herz zum PM

Was ist eine Gefahr wenn das Sensing beim PM zu wenig genau eingestellt ist?

Wenn der PM einen Eigenschlag nicht erkennt, gibt er selbst einen Impuls ab, dabei kann es zum R on T-Phänomen kommen. Hohe Gefahr für Kammertachykardie!
-> zu hoch eingestellt: eigenes QRS belibt unerkannt
-> zu tief eingestellt: T wird als QRS interpretiert
-> hoch und tief bezieht sich bildlich auf die Höhe der Amplitude auf dem EKG Papier

Wie werden Sensing und Pacing beim PM überprüft?

Sensing:
- Hält sich der PM bei Eigenschlägen zurück?
- Fängt der PM nach einem Eigenschlag wieder bei 0 an zu zählen (Abstand zwischen Eigenschlag und nächstem)

Pacing:
- gib es Spikes?
- nach jedem Spike ein QRS?

Ist eine Infarktinterpretation bei einem Schrittmacher-EKG möglich?

nein

Was sind Fusionsschläge bei einem PM?

Wenn ein Eigenschlag und ein Pacer-induzierter QRS zusammenfallen. Sind ungefährlich, kein Handlungsbedarf

High-Risk-Diagnosen bei Dyspnoe

1. akuter Asthmaanfall
2. COPD
3. Pneumonie
4. Lungenödem
5. Pleuraerguss (Lungenabszess/ Pleuraempyem)
6. Spannungs-/ Pneumothorax
7. LE

Was sind PEF und FEV1 bei der Atmung?

PEF: PeakFlow, Flussgeschwindigkeit der Ausatmung
FEV1: maximales ausgeatmetes Volumen in der ersten Sekunde

Zwei Stadien des Statut Asthmaticus und Therapie

1. Husten (Sputum glasig weiss), Sitzend (Atemhilfsmuskulatur wird benutzt), wheezing, verlängertes Exspirium

2. Silent Chest, Tachypnoe >120/min, SpO2-Abfall

Therapie: Bronchodilatatoren: Ventolin/Atrovent, wenn das nichts hilft Adrenalin

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