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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 25.07.2017 / 28.06.2020
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Welche Heuristiken in der Preiskalkulation kann ein Unternehmen anwenden, um Arbitrage zwischen Ländermärkten möglichst weitgehend zu verhindern, wenn nicht das Instrument der Verrechnungspreise eingesetzt werden sollen.

Das Unternehmen kann das Preiskorridorverfahren anwenden.

Das Preiskorridorverfahren dient Unternehmen als mögliche Alternative, Preise über Ländergrenzen hinweg zu differenzieren. Von einem Preiskorridor spricht man, wenn in einer geographischen Region der maximale bzw der minimale Preis für ein Produkt nur bis zu einem Ausmaß differieren, dass Parallelimporte für Kunden unakttraktiv werden.

Die Vorgabe eines solchen Preiskorridors verhindert zum einen das Auftreten von Arbitrage und lässt gleichzeitig noch Freiraum, zumindest „ansatzweise“ die länderspezifischen Markt- und Kostensituation zu berücksichtigen. Daher ist der Gewinn höher als bei der
Preisstandardisierung

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In welchen Ausprägungsformen bzw. Varianten kann Arbitrage im internationalen Preismanagement auftreten ?

Arbitragprozesse bilden "graue Ware" durch :

  • Reimporte  = Wiedereinfuhr von Waren, die zuvor in ein fremdes Wirtschaftsgebiet (ins Ausland) ausgeführt wurden. Reimporte werden z.T. zur Umgehung von Preisbindungs- oder Preisempfehlungssystemen (Preisbindung der zweiten Hand, Preisempfehlung) im Inland vorgenommen.
  • Laterale Importe =
  • Parallelimporte = Als Parallelimport bezeichnet man den meist gewerblichen Import von im Ausland produzierten Waren auf einem Vertriebsweg, der nicht vom Hersteller autorisiert wurde. Das Vertriebsnetz des Herstellers im Inland wird dabei absichtlich umgangen, weil sich die Ware im Ausland aufgrund der Preispolitik des Herstellers oder steuerlicher Unterschiede günstiger erwerben lässt.
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Diskutieren Sie Standardisierung versus Differenzierung in der Markenführung : Gehen Sie hierbei auch darauf ein, welche "Objekte betroffen sind ? Gibt es einen Weg, Standardisierung und Differenzierung zu verbinden ?

Argumentationsbilanz

Standardisierung

  • weltweiter Qualitätsstandard zur Risikoreduktion
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrads und der Wiedererkennung der Marke
    (internationale Markendominanz)

Differenzierung

  • negative Assoziationen oder ‘technische‘ Probleme bei Markenkennzeichen
  • Markenkennzeichen sind bereits rechtlich geschützt
  • Imagekomponenten haben in einem Kulturkreis keinen
    hohen Stellenwert
  • Imagepositionen sind bereits von Konkurrenten besetzt

Kombination von Standardisierung und Differenzierung

Ansatzpunkte :

  • Markenrechtliche Kennzeichen = Markenname/ Markensymbol
  • Double Branding = Unternehmensmarke, Produktname
  • Image = Übergeordnetes Image, spezifisches Image
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Charakterisieren Sie die polyzentrische Orientierung

  • Auslandsmärkte stellen ein eigenes Standbein in der Unternehmensstrategie dar
  • alle Auslandsmärkte werden gleichberechtigt behandelt
  • Landesspezifische Marketingstrategien
  • Organisatorische Gestaltung meist durch Tochtergesellschaften, die als selbständige Unternehmen im Auslandsmarkt auftreten (= Bestandteil der Wirtschaft des Gastlandes).
  • Entscheidungen werden national bzw. lokal von den Unternehmensstellen vor Ort getroffen: Daraus resultiert aber ein erhebliches Koordinationserfordernis, um die Einzelentscheidungen im Sinne einer Gesamtgewinnoptimierung zu treffen bzw. Beachtung von Rückkopplungsprozessen der einzelnen Märkte
  • Führungspositionen sind mit Mitarbeitern aus den jeweiligen Ländern besetzt
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Welche allgemeinen Anforderungen muss ein Scoring-Modell zur Bewertung der Attraktivität von Ländermärkten aufweisen ?

1. Auswahl der bewertungsrelevanten Kriterien

2a. Festlegung der Wichtigkeit der Kriterien für die Gesamtattraktivität

2b. Festlegung des kompensatorischen oder nicht-kompensatorischen
Charakters der Kriterien

2c. Bestimmung der Cut-Off-Werte bei einem KO-Kriterium

3. Feststellung der Ausprägung des Bewertungsobjekts bei den Kriterien

4. Aufstellung eines Aggregationsmodells zur Verdichtung der
Einzelbewertung

5. Festlegung eines Cut-Off-Wertes für Attraktivität

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Was versteht man unter Counterfeiting ?

Keine Verletzung von geschützten Rechtspositionen, aber dennoch wettbewerbswidrige Leistungsübernahme,
da die Waren bekannten Originalprodukten täuschend ähneln (keine 1:1-Plagiate)

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Individualismus und Kollektivismus : Was versteht man darunter und was sind Imlikationen für die Werbung ?

1. Individualismus /Kollektivismus

Individualismus und Kollektivismus bilden das Verhältnis des Individuums
gegenüber den Mitgliedern des sozialen Systems (Gruppe) ab.

  • Der Grad an Individualismus einer Person gibt
    an, welchen Stellenwert man selbst gegenüber
    den Mitgliedern des sozialen Systems sieht
    und welche Bedeutung individuelle Ziele,
    Wünsche, Bedürfnisse und Werte gegenüber
    anderen haben.
    • Priorität der eigenen Person
    • Unabhängigkeit
    • Bedeutung der Privatsphäre
  • Der Grad an Kollektivismus einer
    Person gibt an, welchen Stellenwert das
    soziale System für eine Person besitzt.
    • Bedeutung von Gruppenharmonie und Koordination der
      Gruppenmitglieder
    • Verantwortungsgefühl gegenüber Gruppenmitgliedern
    • Bedeutung des sozialen Einflusses für eigenes Verhalten
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Worin besteht die höhere Komplexität der Bearbeitung eines Auslandmarktes gegenüber dem Heimatmarkt ? Ist diese Komplexität von Dauer ?

 

Die höhere Komplexität der Bearbeitung eines Auslandmarktes gegenüber dem Heimatmarktes hat mehrere Gründe :

1.Der Informationsbedarf bei der Bearbeitung eines Auslandmarktes ist höher, weil man den Auslandmarkt nicht so gut kennt wie den Heimatmarkt. Ursachen :

  • andere juristische Rahmenbedingungen
  • andere Kultur
  • andere Zielgruppe als am Heimatmarkt
  • neue Wettbewerber
  • länderspezifische Produkte die man auf dem Heimatmarkt nicht hat

2. Das Risiko ist höher. Man unterscheidet Produktrisiko und Marktrisiko :

  • Produktrisiko bedeutet, man weiß nicht ob das Produkt bei den betreffenen NF im Auslandsmarkt so gut ankommt
  • Marktrisiko, weil man die Marktbedingungen nicht so gut kennt wie am Heimatmarkt.

=> Die höhere Komplexität aufgrund von höheren Informationsbedarf und höhren Risiko ist nicht von Dauer. Dieses sind Probleme die am Anfang eines Ländermarkteintritts auftreten.

3.Probleme bei Steuerung und Controlling der Marketingaktivitäten bestehen aufgrund der
geographischen Distanz zwischen Auslands- und Heimatmarkt und aufgrund kulturspezifischen
Unterschiede (Mentalitätsdifferenzen) zwischen Mitarbeitern der Marketingorganisation im Gastland
und den Mitarbeitern der Marketingorganisation im Heimatland.

Diese Probleme haben aber durch moderne Technologie stark abgenommen