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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 25.07.2017 / 28.06.2020
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Welche Verhaltenswirkung bzw. Ursachen hat der Country-of-Origin-Effekt ?

Country-of-Orgin-Effekt (Herkunftslandeffekt):
Das Herkunftsland eines Produkts (Marke) hat Einfluss auf das Kaufverhalten von Nachfragern
gegenüber diesem Produkt (Marke) => verhaltensrelevante Eigenschaft eines Produkts.

Demnach hat der Country-of-Orgin-Effekt direkten Einfluss auf die Präferenz durch

  1. Sympathiebonus/ Antipathiemalus =>
  • Patriotismusbewegung
  • persönliche/ eigene Erfahrung

        2. Zusatznutzenstiftung =>

  • Prestige (Geltungsnutzen)
  • Besitzerstolz (Erbauungsnutzen)

Das Herkunftsland wird zu einem Gütesiegel (Qualitätssiegel) für die vermutete (erwartete)Produktqualität und beeinflusst die
Informationsverarbeitungsprozesse :

  • Höheres Involvement führt zu größerer Aufmerksamkeit und stärkerer kognitiver Elaboration
  • Auslösen von positiven/negativen Assoziationsketten
  • Herkunftsland als Anker erleichtert die Erinnerung (Recall) von Produktinformationen
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Erläutern Sie "Local-content Auflagen"

  • Festlegung eines Mindesanteil der "Wertschöpfung", die im Gastland erbracht werden muss, damit dort Transaktionen oder Engagements möglich sind.
    • \( {Preis der Zulieferteile aus dem Gastland + Wertschöpfung im Gastland \over Gesamtpreis des Produkts}\)
  • Faktisch Verpflichtung, in bestimmtem Mindestumpfang Zulieferteile oder Mitarbeiter aus dem Gastland für die Produktion des Produktes einzusetzen
    • Buy American Act : Bei öffentlichen Aufträgen müssen mindestens 51% der "Wertschöpfung" aus der USA stammen.
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Erläutern Sie "FOB" Für was steht die Abkürzung und zu welchem Oberbegriff gehört sie ?

"Free On Board" / "Frei an Bord" bedeutet, dass der Verkäufer die Ware an Bord des vom Käufer benannten Schiffs im benannten Verschiffungshafen liefert oder die bereits so gelieferte Ware verschafft.

Diese Mustervereinbarung gehört zum Oberbegriff INCOTERMS

Die INCOTERMS stellen Mustervereinbarungen im Kaufvertrag dar, die sich auf die Kostenübernahme
(Transport, Beschaffung von Dokumenten für Anfuhr/Einfuhr) und den Gefahrenübergang
(Risikoübernahme) in der Lieferung beziehen. Sie regeln wer (Verkäufer; Käufer) was für den Transport
der Ware zu organisieren hat und ab wann das Transportrisiko zu tragen ist.

 

 

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Stellen Sie die Kulturdimensionen von Hofstede da.

1. Individualismus /Kollektivismus

Individualismus und Kollektivismus bilden das Verhältnis des Individuums
gegenüber den Mitgliedern des sozialen Systems (Gruppe) ab.

  • Der Grad an Individualismus einer Person gibt
    an, welchen Stellenwert man selbst gegenüber
    den Mitgliedern des sozialen Systems sieht
    und welche Bedeutung individuelle Ziele,
    Wünsche, Bedürfnisse und Werte gegenüber
    anderen haben.
  • Der Grad an Kollektivismus einer
    Person gibt an, welchen Stellenwert das
    soziale System für eine Person besitzt.

2. Machtdistanz

Die Machtdistanz gibt an, wie stark eine Person Ungleichheit, Privilegien oder
patriarchalischen Führungsstil in einem sozialen System erwartet, akzeptiert und
toleriert.

3.Unsicherheitsvermeidung

Die Unsicherheitsvermeidung beinhaltet, welchen Stellenwert für eine Person die Vertrautheit mit Sachverhalten/Situationen besitzt und welche Angst/Besorgnis unklare bzw. ungewisse Sachverhalte oder Entscheidungen auslösen.

4. Maskulinität

Maskulinität gibt an, welchen Stellenwert für eine Person Erfolge, Leistungsstreben und matrielle Sachverhalte (Outcomes) haben. Ein hoher
(niedriger) Grad an Maskulinität impliziert einen niedrigen (hohen) Grad an Femininität. Dies führt zur Unterscheidung von maskulinen und femininen
Gesellschaften (Kulturkreisen.

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Stellen Sie die Kulturdimensionen von Trompenaars dar

1. Beziehung zu den Menschen

  • Universalismus / Partikularismus => Für universalistische Kulturen sind nur allgemeingültige Gesetze und Regeln bedeutsam, ein
    situations- oder personenabhängiges Abweichen von den Regeln ist nur schwer denkbar. In partikularistisch geprägten Kulturen werden
    Entscheidungen hingegen personen- und situationsabhängig getroffen.
  • Kollektivismus / Individualismus
  • Neutral / emotional => In neutralen Kulturen wird versucht, Sachverhalte
    objektiv zu sehen, Gefühle werden unter Kontrolle gehalten. In emotionalen (gefühlsbetonten) Kulturen sind Emotionen hingegen zugelassen und werden durch Mimik, Gesten etc. offen ausgelebt
  • Diffus / spezifisch => In spezifischen Kulturen wird strikt zwischen
    Geschäftlichem bzw. Öffentlichem und Privatem getrennt: Bei diffusen Kulturen ist die Trennung zwischen beiden Lebensbereichen nicht so
    ausgeprägt.

2.Beziehung zur äußeren Umwelt

  • dominant => In dominanten Kulturen fühlen sich die Menschen der Natur
    überlegen (Kontrolle der Natur durch Aufzwingen des Willens) – selbstbestimmte Kultur.
  • nicht dominant => In nicht dominanten Kulturen herrscht die Meinung vor,
    dass der Mensch nur Teil der Natur ist und ihre Gesetze, Bedingungen und Kräfte akzeptieren muss, um mit der Natur in Einklang zu leben = außengeleitete Kultur.

3.Beziehung zur Zeit

  • vergangenheitsorientiert/zukunftsorientiert => In vergangenheitsorientierten Kulturen zählen Leistungen,
    die schon vor geraumer Zeit erbracht worden sind: Die
    Geschichte ist der notwendige Kontext, um die Gegenwart
    zu verstehen. Gegenteilig hierzu sind zukunftsorientierte
    Kulturen.
  • monochron/polychron => In Kulturen mit monochromer Zeitorientierung wird Zeit als knappes Gut angesehen (genaue Terminplanung), in
    polychronen Kulturen ist Zeit unbeschränkt verfügbar.
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Stellen Sie Ursachen kultureller Unterschiede in der Wahrnehmung von Werbung dar.

Ursachen für kulturelle Unterschiede

1.Unterschiede in der Reizinterpretation

d.h. der Sender kodiert die internationale Werbebotschaft nach  Kode "A". Der "A" und "B"- Kode sind kulturspezifisch. Der Empfänger dekodiert die Werbebotschaft aber nach Kode "B". D.h. der Empfänger nimmt die Werbebotschaft anders wahr als vom Sender beabsichtigt. In der Schnittmenge der kulturellen Kodes ist die intendierte Botschaft gleich der wahrgenommenen Botschaft.

2.Unterschiede im Kommunikationsstil

In kollektivistische Kulturen mit einer hoch gekontexten Kommunikationsstruktur (viele Informationen werden aus dem Kontext rausgeholt), haben die Rahmenbedingungen einer Werbebotschaft große Bedeutung.             In diesen Kulturen sollte man die Werbebotschaft durch indirekten Kommunikationsstil vermitteln.

In individualistische Kulturen und Kulturen mit niedrig gekontexten Kommunikationsstruktur (die Nachfrager sind in der Lage die Werbebotschaff und die Rahmenbedingungen zu unterscheiden), sollte man die Werbebotschaft durch mit einem direkten Kommunikationstil vermitteln.

3.Unterschiede in Gewichtung gesellschaftlicher Werte und Normen
 

4.Unterschiede in der Rezeptionssituation

Unterschiede im Werbeinvolvment, Mediennutzung, Informationsverhalten und Werbedruck

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Diskutieren Sie das Problem der Differenzierung versus Standardisierung
in der Produktgestaltung.

Dabei müssen Folgende Punkte beachtet werden (Produktkern)

  • Vertrautheit mit den Marktgegebenheiten
  • Gesetzliche Vorgaben/ Gegebenheiten des Konsumentenverhaltens
  • Attraktivität des Ländermarktes
  • Wettbewerbsintensität
  • Marktwachstum
  • Unternehmensressourcen

Argumentationsbilanz

Standardisierung

  • weltweiter Qualitätsstandard zur Risikoreduktion
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrads und der Wiedererkennung der Marke
    (internationale Markendominanz)

Differenzierung

  • negative Assoziationen oder ‘technische‘ Probleme bei Markenkennzeichen
  • Markenkennzeichen sind bereits rechtlich geschützt
  • Imagekomponenten haben in einem Kulturkreis keinen
    hohen Stellenwert
  • Imagepositionen sind bereits von Konkurrenten besetzt
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Charakterisieren Sie die "Wasserfall-Strategie" als Strategie der internationalen Markterschließung.

Lizenzierung: Keine Angabe

Die Wasserfall-Strategie ist eine spezifische Form der Timingstrategie zur Erschließung ausländischer Absatzmärkte. Nach einer intensiven Analyse der Auslandsmärkte erfolgt der Markteintritt nacheinander. Für die Festlegung der Bearbeitungsreihenfolge können Kriterien wie Marktpotenziale, Verbraucherverhalten, Wettbewerbsintensität, Marktrisiken u.a. herangezogen werden. Vielfach werden jene Ländermärkte zuerst erschlossen, die dem Heimatmarkt am ähnlichsten sind.

Vorteile :

  • zeitlich versetzter Ressourcenbedarf an Human- und Finanzkapital
  • Finanzierung neuer Markteintritte durch Gewinne vorangegangener Markteintritte
  • Verlängerung von Produktlebenszyklen
  • Nutzung der Erfahrung aus zuerst erschlossenen Ländern
  • Minderung des Risikos
  • bessere Möglichkeit der Anpassung anländerspezifische Bedürfnisse

Nachteile:

  • langsame Internationalisierung
  • Vernachlässigung (erfolgreicher) weiterer Auslandsmärkte
  • Konkurrenten werden frühzeitig gewarnt  und können sich vorbereiten
  • Gefahr eines vorzeitigen Markteintritts von Konkurrenten in noch nicht
    erschlossene Ländermärkte
  • Verlust von Innovationen, aufgrund zeitlicher Streuung
  • Gefahr, Marktchancen zu verpassen
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Charakterisieren Sie  Wettbewerbsverhalten/ Marktverhalten auf Auslandsmärkten

Ausrichtung =

1. aggressiv/wettbewerbssuchend

  • Gewinnen von Marktanteilen
  • Marktführer/Marktherausforderer
  • Preiswettbewerb
  • Ansprache großer Zielgruppen
  • Hard-Selling als Tonalität in der Werbung
  • Ubiquität in der Erhältlichkeit
    (Vertrieb, Absatzwege)

2. defensiv/wettbewerbsvermeidend

  • Halten von Marktanteilen
  • Marktmitläufer/Nischenanbieter
  • Differenzierungswettbewerb
  • Ansprache kleiner Zielgruppen
  • selektiver Vertrieb (Vertriebssysteme, Vertriebswege)
  • Soft-Selling
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Durch welche Merkmale ist ein "global brand" gekennzeichnet ?

  • prägnantes, in seinem Erscheinungsbild weltweit weitgehend einheitliches Erzeugnis (Weltkampagnen in der Werbung, Produktstandardisierung)
  • hohe Bekanntheit (Markenname, Markensymbole)
  • hohe symbolische Wirkung (z. B. Prestige)
  • hohe Wertschätzung der Nachfrager
  • hohe Bekanntheit und Wertschätzung auch in den Ländern, auf denen die Marke nicht selbst vertreten ist
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Was sind Vor- und Nachteile der Lizenzvergabe als Internationalisierungsstrategie ?

Vorteile :

  • kein großer Management- und kaum Kapitaleinsatz notwendig
  • Senken von Transportkosten
  • schnelle und kostengünstige Markterschließung/ -einführung des
    Lizenzproduktes
  • regelmäßige Erträge
  • Verminderung des Marktrisikos
  • rentable Bearbeitung auch kleinerMarktsegmente

Nachteile :

  • Notwendigkeit lizenzierbarer Vermögensgegenstände
  • starke Marke notwendig
  • Kontrollprobleme (Qualitätsstandard; Marketingaktivitäten)
  • Erschwerung einer späteren eigenen Marktbearbeitung
  • geringe Wertschöpfung
  • Auffinden geeigneter Lizenznehmer
  • möglicherweise Forderung der eigenen Konkurrenz
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Stellen Sie den Zusammenhang zwischen dem "Kontextgrad" von Kommunikationsstrukturen und möglichen Kommunikationsstilen dar.

Lizenzierung: Keine Angabe

Es herschen starke Unterschiede in der kulturspezifische Werbewahrnehmung. Deshalb ist es wichtig Kommunikation in unterschiedlichen kulturellen Kontexten folgendermaßen zu gestalten :

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Was versteht man unter "universal appeals" und welche Chancen bzw. Probleme bieten sie im Rahmen der internationalen Kommunikationspolitik ?

Universal Appeals sind interkulturell verwendbare Werbebotschaften wie z.B.

  • Schönheit
  • Attraktivität
  • Sozialprestige
  • Spaß
  • Gesundheit
  • Entspannung

Man kann sie weltweit verwenden ohne des Risikos von Missverständnissen durch kulturelle Unterschiede

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Was besagt die Basar-Hypothese (H.W.Sinn)

  1. Der inländische Wertschöpfungsanteil an der Industrieproduktion (Fertigungstiefe) fällt zugunsten des Auslands.
  2. Deutschland spezialisiert sich zunehmend auf „Basar-Tätigkeiten“.
  3. Immer mehr deutsche Industrieunternehmen verlagern arbeitsintensive Teile ihrer Wertschöpfungsketten in ausländische Niederlassungen (Offshoring) oder kaufen bei Zuliefern im Ausland ein (ausländisches Outsourcing), um dadurch den hohen deutschen Lohnskosten zu entkommen.
  4. Industriegüter werden zu wachsenden Wertanteilen in Niedriglohnländern vorfabriziert.
  5. Deutschland baut seine Position als Basar der Welt aus und kann auf hoheund wachsende Exporte verweisen. Die Exportstatistik zeigt aber nicht wie Deutschland mit der Globalisierung zurechtkommt.
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Für was steht sprachlich und inhaltlich die Abkürzung "POR" im BERI-Index ?

Der POR-Index (Profit Opportunity Recommendation)

Ist die Gesamtbewertung eines Landes aus der Summe der drei Teilindizes ORI, PRI und R-Faktor. Er wird in vier Klassen unterteilt:

  1. Land für Investitionen geeignet
  2. Land geeignet für langfristige Aktivitäten mit geringem Eigenkapitaleinsatz
  3. Land nur geeignet für Außenhandel
  4. Land nicht für wirtschaftliche Aktivitäten geeignet
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Was besagt die "Meistbegünstigungsklausel" im GATT ?

Meistbegünstigung: Sämtliche Vorteile und Begünstigungen, die ein Mitgliedstaat einem anderen
gegenüber einräumt, sollen unverzüglich auch allen anderen Mitgliedern eingeräumt werden.
Ausnahme: Freihandelszone

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Charakterisieren Sie das Preiskorridorverfahren

Das Preiskorridorverfahren dient Unternehmen als mögliche Alternative, Preise über Ländergrenzen hinweg zu differenzieren. Von einem Preiskorridor spricht man, wenn in einer geographischen Region der maximale bzw der minimale Preis für ein Produkt nur bis zu einem Ausmaß differieren, dass Parallelimporte für Kunden unakttraktiv werden.

Die Vorgabe eines solchen Preiskorridors verhindert zum einen das Auftreten von Arbitrage und lässt gleichzeitig noch Freiraum, zumindest „ansatzweise“ die länderspezifischen Markt- und Kostensituation zu berücksichtigen. Daher ist der Gewinn höher als bei der
Preisstandardisierung

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Welche Facetten und Folgen weist das Phänomen der Globalisierung aus ökonomischer Sicht und aus Sicht des Konsumentenverhaltens auf ?

  • Bislang mehr oder weniger als unabhängig erachtete Märkte werden
    gleichartiger hinsichtlich Nachfragepräferenzen und
    Anbieterverhalten (Homogenisierung).
  • Durch Ländergrenzen voneinander abgeschottete Märkte werden zu
    länderübergreifenden, möglicherweise sogar zu weltweiten Märkten
    (Abbau von institutionellen Schranken).
  • Auf einem weltumspannenden Markt bestehen mehr oder weniger
    starke Interdependenzen zwischen allen Akteuren und deren
    Handlungen (Verflechtung).
  • Wachstum des länderübergreifenden Handels mit Waren und
    Dienstleistungen:
    • Wachstum im grenzüberschreitenden Transportverkehr zB von intellektuellen Eigentum durch Lizenzvergabe
    • Anstieg der Direktinvestitionen
    • steigende Mobilität des Kapitals und Faktors Arbeit
    • Anstieg der Anzahl an Kooperationen und Netzwerkbildungen von
      Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern (strategische Allianzen)

Konvergenzthese(Globalisierungsthese) :

  • Aufgrund einer soziokulturellen Konvergenz (Angleichung des Bildungsstandes, Einkommensniveau etc.) sowie Kommunikationsbeziehungen, Reisetätigkeiten etc. kommt es zu einer Homogenisierung des Nachfrageverhaltens Beispiel: EURO-Lifestyles

Divergenzbestrebungen :

  • Wunsch nach nationaler Abschottung oder regionaler Identität, da Globalisierung
    als Bedrohung der eigenen Person empfunden wird
  • Autonomiebestrebungen von ethnischen Minderheiten (Fragmentierung von Ländermärkten)
  • Steigende Heterogenität nationaler Märkte durch Migration

 

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Was versteht der GATT-Vertrag unter "Dumping" ?

Dumping liegt dann vor, wenn eine Ware zu einem Preis exportiert wird, der unterhalb ihres normalen
Inlandswerts liegt, dann ist der :

  • Exportpreis niedriger als der vergleichbare Preis einer zum inländischen
    Verbrauch bestimmten gleichartigen Ware
  • Exportpreis niedriger als der vergleichbare Preis der in ein Drittland
    exportierten gleichartigen Ware [ wenn Exportprodukt nicht im Markt des
    Herkunftslandes
  • Exportpreis deckt nicht die Herstellungskosten im Herkunftsland zuzüglich
    eines angemessenen Zuschlags für die Verwaltungs-/ Verkaufskosten und
    Gewinn
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Stellen Sie die eklektische Theorie von Dunning dar. Welche Einschränkung liefert hierbei der Handelsschrankenansatz ?

Die eklektische Theorie liefert Aussagen für die Arte der Bearbeitung eines Auslandsmarktes. Es gibt 3 Entscheidungskriterien die man bei der Auswahl der Art der Bearbeitung des Auslandsmarktes betrachten muss.

1.Eigentumsvorteile

  • es bestehen Ressourcenvorteile,Innovationsvorsprünge oder Informationsvorsprünge
    gegenüber Konkurrenten auf dem Auslandsmarkt: strategischer Wettbewerbsvorteil

2.Standortvorteile

  • der Standort bietet für das Unternehmen bei Durchführung der Aktivität (z.B. Produktion,
    Vermarktung) vor Ort Vorteile gegenüber einem anderen Standort (z.B. Heimatmarkt)

3.Internationalisierungsvorteile

  • eine Aktivität wird besser selbst durchgeführt als diese Aktivität zu outsourcen
    (von einem anderen erbringen zu lassen)
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Deteminanten der Nachfragemacht

  1. hoher Konzentrationsgrad auf der Abnehmerseite
  2. hoher Umsatz bei einzelnen Abnehmern
  3. geringe Produktdifferenzierung
  4. geringe Wechselkosten
  5. hohe Informationstransparenz
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Was versteht man unter einem X-Joint Venture, einem Y-Joint Venture und einem Fade-out-Joint Venture ? Was sind allgemein die Vor- und Nachteile eines Joint Venture im internationalen Marketing ?

Von einem X-Joint-Venture spricht man, wenn Unternehmen der gleichen Branche in einer bestimmten Wertschöpfungsstufe das Gemeinschaftsunternehmen gründen, bei einem Y-Joint-Venture sind diese Unternehmen aus verschiedenen Branchen der Wertschöpfungsstufe. Ein Fade-out-Joint Venture ist gegeben, wenn eines der Gesellschaftsunternehmen seinen Kapitalanteil stufenweise erhöht, im Extremfall bis zu 100%.

Vorteile :

  • gegenseitige Ergänzung spezifischer Ressourcen (z.B. Markenimage + Vertriebsstruktur)
  • Reduzierung des Kapitalbedarfs gegenüber 100% - Tochter
  • Aneignung des Know - How des Partners
  • Umgehung von lokalen Importrestriktionen oder local-content-Auflagen
  • gemeinsame Markterschließung bei Märkten mit großen Wachstumschancen oder Risiken

Nachteile :

  • Auffinden eines geeigneten Partners
  • mangelnde Stabilität aufgrund hohen Konfliktpotentials oder schwindender komplementärer
    Ressourcen
  • Know - How - Abfluss
  • Teilen der Kooperationsgewinne
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Welche Folgen haben graue Märkte auf Konsumenten, Hersteller und autorisierten Handel ?

Konsumenten :

  • (+) günstigere Preise
  • (+) mehr Einkaufsmöglichkeiten
  • (-)  mangelnde Beratung/Service/ Ersatzteilversorgung
  • (-)  erhöhtes Risiko aufgrund fehlender Garantie
  • (-)  Gefahr, daß das Produkt veraltet ist

Hersteller :

  • (+) Umsatzsteigerung/ Marktausweitung
  • (-)  Gefährdung der länderspezifischen Marketingstrategie(Preisdifferenzierung)
  • (-)  erhöhter Preiswettbewerb
  • (-)  Schädigung des Markenimages (Billigpreise/Servicemängel)
  • (-)  Konflikte im Distributionssystem
  • (-)  Produkthaftung auch für grauen Markt

autorisierter Handel

  • (-) Umsatzverluste durch Mengenverluste und erhöhten Preiswettbewerb
  • (-) Beeinträchtigung der Kundenbeziehung
  • (-) Imageverlust
  • (-) schwindende Bereitschaft in das Distributionssystem zu investieren
  • (-) free-riding der grauen Händler
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Stellen Sie die Aufgabe der WTO dar.

Ziel der WTO ist der Abbau von Handelshemmnissen : Schaffung eines integrierten, dauerhaften,
multinationalen Handelssystems

 

  • institutionelle Plattform für die Aushandlung von Vereinbarungen zur Liberalisierung des
    Welthandels ( GATT, GATS, TRIMS, TRIPS )
  • Streitbeilegungsorgan (disputive settlement board)
  • handelspolitische Länderüberprüfung
  • Überwachung regionaler Handels und Integrationsabkommen
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Welche Heuristiken in der Preiskalkulation kann ein Unternehmen anwenden, um Arbitrage zwischen Ländermärkten möglichst weitgehend zu verhindern, wenn nicht das Instrument der Verrechnungspreise eingesetzt werden sollen.

Das Unternehmen kann das Preiskorridorverfahren anwenden.

Das Preiskorridorverfahren dient Unternehmen als mögliche Alternative, Preise über Ländergrenzen hinweg zu differenzieren. Von einem Preiskorridor spricht man, wenn in einer geographischen Region der maximale bzw der minimale Preis für ein Produkt nur bis zu einem Ausmaß differieren, dass Parallelimporte für Kunden unakttraktiv werden.

Die Vorgabe eines solchen Preiskorridors verhindert zum einen das Auftreten von Arbitrage und lässt gleichzeitig noch Freiraum, zumindest „ansatzweise“ die länderspezifischen Markt- und Kostensituation zu berücksichtigen. Daher ist der Gewinn höher als bei der
Preisstandardisierung

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In welchen Ausprägungsformen bzw. Varianten kann Arbitrage im internationalen Preismanagement auftreten ?

Arbitragprozesse bilden "graue Ware" durch :

  • Reimporte  = Wiedereinfuhr von Waren, die zuvor in ein fremdes Wirtschaftsgebiet (ins Ausland) ausgeführt wurden. Reimporte werden z.T. zur Umgehung von Preisbindungs- oder Preisempfehlungssystemen (Preisbindung der zweiten Hand, Preisempfehlung) im Inland vorgenommen.
  • Laterale Importe =
  • Parallelimporte = Als Parallelimport bezeichnet man den meist gewerblichen Import von im Ausland produzierten Waren auf einem Vertriebsweg, der nicht vom Hersteller autorisiert wurde. Das Vertriebsnetz des Herstellers im Inland wird dabei absichtlich umgangen, weil sich die Ware im Ausland aufgrund der Preispolitik des Herstellers oder steuerlicher Unterschiede günstiger erwerben lässt.
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Diskutieren Sie Standardisierung versus Differenzierung in der Markenführung : Gehen Sie hierbei auch darauf ein, welche "Objekte betroffen sind ? Gibt es einen Weg, Standardisierung und Differenzierung zu verbinden ?

Argumentationsbilanz

Standardisierung

  • weltweiter Qualitätsstandard zur Risikoreduktion
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrads und der Wiedererkennung der Marke
    (internationale Markendominanz)

Differenzierung

  • negative Assoziationen oder ‘technische‘ Probleme bei Markenkennzeichen
  • Markenkennzeichen sind bereits rechtlich geschützt
  • Imagekomponenten haben in einem Kulturkreis keinen
    hohen Stellenwert
  • Imagepositionen sind bereits von Konkurrenten besetzt

Kombination von Standardisierung und Differenzierung

Ansatzpunkte :

  • Markenrechtliche Kennzeichen = Markenname/ Markensymbol
  • Double Branding = Unternehmensmarke, Produktname
  • Image = Übergeordnetes Image, spezifisches Image
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Charakterisieren Sie die polyzentrische Orientierung

  • Auslandsmärkte stellen ein eigenes Standbein in der Unternehmensstrategie dar
  • alle Auslandsmärkte werden gleichberechtigt behandelt
  • Landesspezifische Marketingstrategien
  • Organisatorische Gestaltung meist durch Tochtergesellschaften, die als selbständige Unternehmen im Auslandsmarkt auftreten (= Bestandteil der Wirtschaft des Gastlandes).
  • Entscheidungen werden national bzw. lokal von den Unternehmensstellen vor Ort getroffen: Daraus resultiert aber ein erhebliches Koordinationserfordernis, um die Einzelentscheidungen im Sinne einer Gesamtgewinnoptimierung zu treffen bzw. Beachtung von Rückkopplungsprozessen der einzelnen Märkte
  • Führungspositionen sind mit Mitarbeitern aus den jeweiligen Ländern besetzt
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Welche allgemeinen Anforderungen muss ein Scoring-Modell zur Bewertung der Attraktivität von Ländermärkten aufweisen ?

1. Auswahl der bewertungsrelevanten Kriterien

2a. Festlegung der Wichtigkeit der Kriterien für die Gesamtattraktivität

2b. Festlegung des kompensatorischen oder nicht-kompensatorischen
Charakters der Kriterien

2c. Bestimmung der Cut-Off-Werte bei einem KO-Kriterium

3. Feststellung der Ausprägung des Bewertungsobjekts bei den Kriterien

4. Aufstellung eines Aggregationsmodells zur Verdichtung der
Einzelbewertung

5. Festlegung eines Cut-Off-Wertes für Attraktivität

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Was versteht man unter Counterfeiting ?

Keine Verletzung von geschützten Rechtspositionen, aber dennoch wettbewerbswidrige Leistungsübernahme,
da die Waren bekannten Originalprodukten täuschend ähneln (keine 1:1-Plagiate)