Energiehandel

Einführung in den Energiehandel

Einführung in den Energiehandel

Marius Appenzeller
Lernen

Marius Appenzeller
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über den Energiehandel auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Markt, Strom, Kraftwerk und Ausgleichsenergie, sowie Prozesse wie Clearing und die Funktionsweise der EEX. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende der Elektrotechnik, die sich mit den Mechanismen des Energiehandels vertraut machen möchten, einschließlich Preisdynamiken, Risikomanagement und den Auswirkungen der Energiewende.
Karten
53
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
21.06.2017 / 23.06.2017

Cartes-fiches

43. Was ist EEX und welche Gründe sprechen dafür bei der EEX zu kaufen?

Der European Energy Exchange AG (EEX) ist die deutsche Strombörse.
Standardprodukte (Kontraktgröße, Lieferzeit, Lieferumfang)
Kontinuierlicher Handel/Auktion
ECC Clearing kein Adressausfallrisiko
Höherer finanzieller und administrativer aufwand
Anonymes handeln mit hoher Akzeptanz

44. Warum ist ein Versorger gewillt ein Future abzuschließen?

Der Future wird an der Börse gehandelt und ist von daher ein sicheres Geschäft, schließlich kann die
Börse nicht Pleite gehen. Darüber hinaus verfügt die Börse über das Clearing-House, welches ein
Kontrahenten Ausfall vermeiden läßt. Der Versorger wird aus (Preis-) Absicherungsgründen ein
finanzielles Future bevorzugen. Futures sind damit einfache Formen von Absicherungsinstrumenten.
- Termingeschäft, daher planbar
- Hedging möglich
- Lecht verkaufbar
- Kontrahentenausfallrisiko=0

47. Woran unterscheiden sich physische von finanziellen Märkten?

Im physischen Markt sind die Handelsbestrebungen darauf ausgerichtet, daß Waren ausgetauscht
werden, während sich die Marktteilnehmer im finanziellen Markt, sich gegen Risiko absichern wollen.
Spotmärkte sind mit physischer Erfüllung verbunden. Terminmärkte können sowohl physisch oder auf
finanzieller Erfüllung ausgelegt sein.

48. Wann war die Liberalisierung im Energiehandel und wieso wurde sie eingeführt?

Die Liberalisierung ist ein notwendiges Mittel zur Öffnung von Märkten. Der Handel mit Strom und
Erdgas ist ein Resultat der Energiemarktliberalisierung aus dem Ende der 90-er Jahre (in Deutschland
hat die Energiemarktliberalisierung 1998 begonnen). Die Liberalisierung vermeidet die
Monopolstellung und eröffnet (Energie-) Händler eine größere Angebotsvielfalt, erhöht die
Versorgungssicherheit, bringt neue Produkte und Dienstleistungen und schließlich niedrigere Preise.
Die Produkte Strom und Gas wurden damit zu Commodities (wirtschaftliche Güter, die austauschbar
sind, mit denen auch gehandelt wird) resp. dienten seit dem auch zu Handelszwecken. Vor der
Liberalisierung war der Handel bzw. die Austauschbarkeit nicht gegeben, da Strom- und
Gasversorgung Monopole waren.

49. Was ist die Residualmenge?

Die Residualmenge ist die verbleibende Menge des Lastgangs, welche nicht durch Standartprodukte abgedeckt
wird und somit am Spotmarkt erwirtschaftet werden muss. Wenn man einen Vollversorgungsvertrag
abgeschlossen hat, dann übernimmt der Vollversorger die Abweichung resp. Residualmenge. Soll heißen: Beim
Vollversorgungs-energieliefervertrag, übernimmt der Vollversorger das Risiko für den Endkunden.
Risikoübernahme bedeutet, dass die Kosten steigen.

50. Was verstehen Sie unter dem Begriff Lastgänge?

Die Lastgänge sind die Messwerte. Z.B. Lastgang ür nächstes Jahr Strom:
00:00 – 00:15 Uhr (500 KW) / 00:15 – 00:30 Uhr (1200 KW) / 00:30 – 00:45 Uhr (650 KW) / 00:45 –
01:00 Uhr (50KW) und dann den Wert durch 4 teilen für einen stündlichen Lastgang.

51. Nennen Sie die Auswirkungen auf den Energievertrieb (heute).

Intensiver Wettbewerb = geringe Margen, steigende Nachfrage nach erneuerbare Energien, zentrales
Thema: Energieeffizienz. Inno. Dienstleistungen und Produkte werden gefordert. Ständig neue Anford.
an den Vertrieb.

52. Definieren Sie den Begriff der Energiewende
Umsetzung der Energiewende ist regional unterschiedlich,

Umsetzung der Energiewende ist regional unterschiedlich, denn es müssen die örtlichen Einflussfaktoren
berücksichtigt werden. Regionale Bürgerbeteiligung ist für eine erfolgreiche Energiewende absolut notwendig.
Die Energiewende würde bei regionaler Umsetzung särker durch die Stadtwerke getragen werden.

53. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Unbundling“ im Kontext der Energiekonzerne?

Unter dem Unbundling versteht man im Zusammenhang mit der Energiewirtschaft, im Wesentlichen die
Entflechtung von Netzbetreibern und Energieversorgern, um die Marktmacht zu verringern. Durch das
Unbundling sollen Preisabsprachen erschwert und der Wettbewerb gesteigert werden.

54. Welches Gesetz ist für den Netzausbau zuständig?

EnWG Energiewirtschaftsgesetz
Gesetz für die Elektrizitäts- und Gasversorgung
NABEG – Netzausbaubeschleunigungsgesetz

55. Was verstehen Sie unter dem Netzengpassmanagement?

Da die Stromnetzte, aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht immer die gesamte Energie transportieren
können, ist es die Aufgabe der ???, durch gezielte Maßnahmen, wie z.B. Power to Gas, die Netzstabilität zu
gewährleisten.

56. Was ist EUA?

Emmissionszertifikate

57. Was ist eine Spekulation?

Ausnutzung von gegenteiliger Preiserwartungshaltung anderer Marktteilnehmer durch Übernahme von zeitlich
eng begrenzten Gegenpositionen

Study