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Obst und Gewürze
Obst und Gewürze
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Cartes-fiches
Obst Definition
Unter Obst versteht man im rohen Zustand genießbare Früchte und Samen
verschiedener kultivierter oder wild wachsender Pflanzen;
Es handelt sich um:
Es handelt sich um:
fleischig-saftige
Zucker
organischen Säuren (Apfel-, Zitronen-, Weinsäure)
Pektin-reiche Früchte
oder um die öl- und stärkereichen Samen des Schalenobstes
Reifezustand
Reifezustand: zwischen Pflückreife und Genussreife unterschieden
-> dürfen zeitlich nicht zusammenfallen
Obst früher
Vor Millionen Jahren gehörten wild wachsende Früchte vermutlich zur Nahrung der
Menschen
Steinzeit: Himbeeren, Heidelbeeren, Schlehen, etc. tragen zur Ernährung bei
Erste Kultivierung: erst um 8000 v Chr. (obwohl erste Funde schon
viel früher datieren)
Früh bekannte Baumfrüchte: Apfel
-> Obstanbau hat sich nach und nach in unterschiedlichen Gebieten der Erde
ausgebreitet
-> immer mehr Obstsorten kultiviert
Abgrenzung von Obst zu Gemüse
Klare Abgrenzung von Obst zu Gemüse nicht möglich
Kürbis, Paprika, Tomate, Zucchini, Gurke
-> aus botanischer Sicht Früchte
-> wegen fehlender Süße zu Fruchtgemüse gezählt (auch weil aus einjähriger
Pflanze)
Rhabarber:
Rhabarber: handelt sich hier um Pflanzenstängel
-> zählt eigentlich zu Gemüse
-> oft aber auch als Obst verwendet
Einteilung der Obstsorten:
Einteilung der Obstsorten: mehrere Kriterien -> Größe, Farbe,
Schalenoberfläche
Avocado
gehört zur Familie der Lorbeergewächse
-> unter diesen ist der Avocadobaum der einzige,
der Früchte trägt (Beerenfrucht).
Auch als Butterbirne bezeichnet; Fettgehalt bis zu 30 %
Obstarten
Steinobst Kernobst
andere Früchte Bsp Weintrauben
Schalenobst
Zitrusfrüchte,
Südfrüchte
Exoten
Beeren- und
Kleinobst
Wildfrüchte
Steinobst:
nur äußere Schichten der Fruchthülle fleischig und saftig, die innere härtere Schicht umschließt den Samen z.B.: Kirsche, Pflaume, Marille
Kernobst
2.2. Kernobst: geht aus einem unterständigen Fruchtknoten hervorà mächtiges Fruchtfleisch z.B.: Apfel, Birne, Quitte
Exoten
2.3. Exoten: z.B.: Kiwi, Papaya, Avocado, Goji
Beeren und Kleinobst
2.4. Beeren- und Kleinobst: z.B.: Himbeere, Brombeere, Erdbeereà Gattung Rosengewächse
2.5. Zitrusfrüchte:
Familie: Rautengewächse, Sonderform der Beeren, ursprünglich aus Südostasien, Kultivierung ca. 2000 Jahre. Geschätzt wegen medizinischer Wirkung und der ätherischen Öle. Alle Zitrusfrüchte sind wahrscheinlich aus 3 Grundformen entstanden (Pampelmuse, Zitronatzitrone und Mandarine à alle anderen Sorten Kreuzungen) z.B.: Orange, Zitrone, Grapefruit
Schalenobst/Nüsse
2.6. Schalenobst/ Nüsse: z.B.: Maroni, Mandel, Haselnuss, Kokosnuss
2.7. Wildfrüchte
2.7. Wildfrüchte: z.B.: Heidelbeere, Sanddornbeere, Preiselbeere
Zwetschke-Pflaume
Pflaume: Frucht eines Baumes, der vermutlich aus China stammt
Pflaumenbaum
wächst in warmen und gemäßigtem Klima; ovale Blätter
Fruchtfleisch: rot, orange, gelb, grünlich gelb
Wichtigsten Pflaumensorten:
Pflaume:
europäische Pflaume vermutlich aus Schlehe und
Kirschpflaume entstanden
Trennlinie zwischen den einzelnen Pflaumensorten -> schwer zu
ziehen
-> Übergänge fließend, maximal aufgrund des Aussehens
Pflaume vs Zwetschke
Pflaume: runder
Zwetschke: länglicher, Fruchtfleisch löst sich besser vom Stein
3. Obsterzeugnisse:
Sind alle verarbeiteten und mit bestimmten Methoden haltbar gemachten Produkte aus Früchten oder Teilen von Früchten. Haltbargemachte Obsterzeugnisse bez. Man auch als Obstdauerware.
Methoden Haltbarmachung
Tiefgefrieren, Pasteurisieren, Kühlen, Konzentrieren durch Wasserentzug, Trocknen, Kandieren, Einlegen in Alkohol, Zusatz von Konservierungsstoffen.
Zitrusfrüchte - Orangen
Mehr als 400 Sorten
Folgende Kategorien:
• gewöhnliche Orange
• Navelorange (kernlos) -> charakteristischen „Nabel“ am Blütenansatz
• Blutorange
• Zuckerorange
Zitrusfrüchte - Mandarinen
Mandarinenstrauch aus China oder Südostasien
Im 19.Jhd nach Europa -> hauptsächlich in Spanien angebaut
Mandarine
zartes Fruchtfleisch; weniger Säure als andere Zitrusfrüchte;
Klementine
Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange; jüngste Form;
Satsuma:
kommt aus Japan; klein, kernlos -> häufig zu Konserven
verabeitet
Tangerine
ebenfalls Kreuzung aus Mandarine und Bitterorange; nach
marokkanischen Hafenstadt Tanger benannt; heute erfolgt der Anbau
hauptsächlich in USA; Schale meist dunkler und hat einen rötlichen
Schimmer
Tangor:
Kreuzung aus Tangerine und Orange; süßsäuerlich
Tangelo:
Kreuzung aus Grapefruit und Mandarine; etwas größer als
Orange; säuerlich; auch bekannt als: Minneola, Seminole, Orlando
Ugli:
wurde in Jamaika entdeckt; der Ursprung ist nicht vollkommen klar ->
Kreuzung aus Tangerine und Grapefruit oder Mandarine und Bitterorange
Grapefruit
Die Grapefruit stammt aus Jamaika und ist eine Kreuzung zwischen einer
Pampelmuse und einer Orange oder Bitterorange.
Bezeichnung „Grapefruit“ bezieht sich vermutlich darauf, dass die
Früchte so eng wie Trauben wachsen (grapefruit = Traubenfrucht)
Das Fruchtfleisch ist gelblich, rosa oder rötlich und schmeckt mehr oder
weniger sauer.
Die Ernte erfolgt vor der Vollreife, da sie im reifen Zustand ihr säuerliches
Aroma verlieren.
Grapefruit <-> Pampelmuse
Ist nicht immer einfach zu unterscheiden;
werden oft synonym verwendet
Die ursprünglichere dieser Zitrusfrüchte ist die
Pampelmuse (bis zu 25 kg schwer), erst dann
durch Kreuzung die Grapefruit entstanden.
Für den Handel bedeutender ist die Grapefruit.
Die Schale der Pampelmuse ist dicker, geschmacklich auch
Unterschiede.
Die Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse wird als Pomelo
bezeichnet.
Obsterzeugnisse
Nach der Ernte
frische, gesunde Obst maschinell sortiert
(nach Qualität ud Größe), gewaschen, gereinigt, geputzt und zerkleinert
weichen, hellfleischigen Früchten
Um bei weichen, hellfleischigen Früchten eine enzymatisch bedingte
Verfärbung zu vermeiden -> blanchiert
Alternativ dazu Einlegen in Zitronensäure (E 330) oder NaCl,
Zugabe von Zucker oder Ascorbinsäure (E 300)
4. Obstkonserven:
Früchte werden mit Ascorbinsäurelösung oder Zitronensäure vorbehandelt. Luft wird durch Dampfinjektion entfernt. Nach dem Verschließen der Behälter folgt Wärmebehandlung. Die Früchte befinden sich in einem Aufguss aus Zuckerlösung und müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Geeignet für Konserven sind Kernobst, Steinobst, Beeren, exotisches Obst und Obstmischungen.
Obstkonserven Kennzeichnung
sehr leicht gezuckert (9-14 %)
leicht gezuckert (14-17 %)
gezuckert (17-20 %)
stark gezuckert (> 20 %)
4.1. Tiefkühlen:
- schonend (Nährstoffe, Vitamine, Aroma bleiben erhalten)
- Vorbehandlung ummitelbar nach der Ernte: zeitnahes Schockfrosten (bei -35 bis -45 °C)
- Vor dem Gefrieren: Behandlung mit Zucker oder Zuckerarten, um vor Aromaverlust oder Austrocknung zu schützen oder Braunfärbung
- Lagerung bei -23°C
4.2. Trockenobst:
- Wassergehalt wird auf 15%-25% gesenkt (zur verlängerung der Haltbarkeit)
- Trocknung durch Sonnenlicht oder Dörrapparate
- Schutz vor mikrobiellen Verderb
- Konzentration des Fruchtaromas (stark süßlicher Geschmack)
- Oft Zusatz von Schwefeldioxid (E220) oder Sorbinsäure(=Konservierungsstoff) (E200) --> Schutz vor Schädlingsbefall oder Farbveränderung