WK 1

Obst und Gewürze

Obst und Gewürze


J. G.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Welt der Gewürze und ihre Herstellung. Sie behandeln die Eigenschaften und Verarbeitung von Gewürzen wie Pfeffer, Muskat, Safran und Nelken, sowie die Herstellung von Würzsoßen und Essigen. Ideal für Grundschüler, die sich für die Vielfalt der Gewürze und ihre Verwendung in der Küche interessieren.
Flashcards
135
Students
2
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
19.06.2017 / 21.11.2024

Flashcards

4.3. Kandierte Früchte:

-          Obst wird vorbehandelt, danach in Zuckerlösung gekocht

-          Alternativ: Obst wird eingelegt und dann gekocht

-          Evtl. Zusatz von Farbstoffen und Schwefeldioxid à Kennzeichnung erforderlich!

-          Herstellung unter anderem für Back- und Süßwarenindustrie

5. Fruchtsäfte, Fruchtgetränke, Fruchtnektare:

Allgemein: Gärfähige, aber nicht gegorene Erzeugnisse, die aus einer oder mehreren Fruchtarten bestehen und hergestellt werden.

6. Streichfähige Obsterzeugnisse:

Dazu zählen Marmelade, Konfitüre (extra), Obstgelee, Pflaumenmus, Obst- und Rübenkraut. Die Beschaffenheit, Herstellung und Kennzeichnung sind in der Konfitüren Verordnung geregelt (mit Ausnahmen)

Herstellung von Direktsaft und Fruchtsaft aus Konzentrat

Obst (reif, gesund, frisch) - Zerkleinern (Enzymzusatz (optional)) - Pressen (Presshilfsmittel optional) - Filtrieren (Filterhilfsmittel optional) - Pasteurisieren/Entkeimungsfilter - Trennen zu - Fruchtfleisch und Saft (-->Direktsaft)

Herstellung von Fruchtsaft aus Konzentrat

Fruchtfleisch                    Saft                                    Direktsaft
                                1.  Eindampfen/ Gefriertrocknen
                                2.  Konzentrat
                                3.  Transport
                                4.  Zurückverdünnen  (wasser und Fruchtfleisch hinzu)
                                5. Fruhtsaft aus Konzentrat
 

Konfitüre

….ist die auf die geeignete gelierte Konsistenz
gebrachte Mischung von Zuckerarten, Pulpe und/oder
Fruchtmark einer oder mehrerer Fruchtsorten und
gegebenenfalls Wasser.
Abweichend davon darf Konfitüre von Zitrusfrüchten
aus der in Streifen und/oder in Stücke geschnittenen
ganzen Frucht hergestellt werden.
Für die Herstellung von 1000 g Enderzeugnis
verwendete Menge Pulpe und/oder Fruchtmark
beträgt mindestens:
350 g im Allgemeinen
150 g bei Ingwer

Marmelade

….ist die auf geeignete gelierte Konsistenz
gebrachte Mischung von gegebenenfalls
Wasser, Zuckerarten und einem oder mehreren
der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten hergestellten
Erzeugnisse: Pulpe, Fruchtmark, Saft,
wässriger Auszug, Schale.
Für die Herstellung von 1000 g Enderzeugnis verwendete Menge
Zitrusfrüchte beträgt mindestens 200 g, von denen mindestens 75 g dem
Endokarp entstammen müssen.

Leichtmarmelade
….

….ist die auf die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte
Mischung aus den vorher genannten Zutaten
(ausgenommen Wasser), mit einer Obsteinwaage von
mindestens 400 g.
(

Zusammensetzung von Obst

-          75%-95% Wasser, Ausnahme ist Schalenobst

-          Trockensubstanz: Kohlenhydrate (vor allem Glukose und Fruktose; Oligosaccharid: Saccharose) und organische Säuren

-          Wichtig für Genusswert: Farb- und Aromastoffe

-          Wichtige Nährstoffe (Vitamineà C, B und beta-Carotin , Mineralstoffeà v.a. Kalium etc.
            -->        
wichtige Bedeutung in der Ernährung des Menschen

Zusammensetzung von Obst - Kohlenhydrate

KH machen den größten Anteil der Trockensubstanz aus, vor allem
Fruktose und Glukose.

Das Verhältnis zwischen Glukose und Fruktose
variiert zwischen den einzelnen Obstarten:
Beerenobst: 1:1
Kernobst: <1:1
Steinobst: >1:1


Häufigstes Oligosaccharid: Saccharose
-->Kommt in einigen Obstarten in relativ hohen Gehalten vor: Banane, Ananas, Datteln (8-15 %)

Polysaccharide:

Stärke, Zellulose, Hemicellulose, Pentosane und Pektine

Stärke und Pektine verändern sich während der Reifung:
in unreifen Früchten ist der Stärkegehalt hoch, im Laufe der Reifung zu
Zucker abgebaut (Bsp Banane)

Pektin: besonders in Beerenobst, Kernobst und Zitrusfrüchten
Während des Reifungsprozesses werden die unlöslichen Pektine durch
Pektinasen zu löslichen Pektinen umgewandelt

Pektin:

besonders in Beerenobst, Kernobst und Zitrusfrüchten
Während des Reifungsprozesses werden die unlöslichen Pektine durch
Pektinasen zu löslichen Pektinen umgewandelt

Zusammensetzung von Obst - Lipide

Fettgehalt von Obst liegt zwischen 0,1 und 0,6 %
Ausnahme: Schalenfrüchte, Avocado (Fettanteil bis zu 65 %) und Olive
Folgende Lipidfraktionen kommen vor: Triacylglycerine, Glykolipide,
Phospholipide, Carotenoide, Triterpenoide und Fruchtwachse (auf der
Schalenoberfläche)
Fettsäurezusammensetzung: Öl-, Palmitin- und Linolsäure

Zusammensetzung von Obst - Vitamine und
Mineralstoffe

Obst stellt einen sehr guten Vitaminlieferanten dar
Hauptsächlich enthalten: Vitamin C, B-Vitamine und beta-Carotin
Früchte mit gelben bis orangefarbenen Fruchtfleisch haben relativ hohe
Gehalte an beta-Carotin und Folsäure:
Marillen, Pfirsich, Sanddornbeeren
Schalenfrüchte: höhere Mengen an Vitamin E und Folsäure
Obst ist guter Kaliumlieferant; andere Mineralstoffe in geringeren Mengen

Zusammensetzung von Obst - organische
Säuren/Fruchtsäuren

Gesamtgehalt an organischen Säuren im Obst: 1-3 %
Fruchtsäuren sind neben Zucker für den Geschmack verantwortlich;
hauptsächlich Apfel-, Citronen-, Isocitronen und Weinsäure

Apfelsäure:

Kern-, und Steinobst (Äpfel, Kirschen, Pfirsich, Pflaume)

Citronensäure

Zitrusfrüchte, Beerenfrüchte

Weinsäure:

Weintrauben (zusammen mit Apfelsäure)

Ameisen- und Essigsäure

Äpfel, Birnen, Kirschen

In geringeren Konzentrationen:

Propion-, Butter-, Valerian-, Brenztrauben-,
Milch-, Oxalessig- und Oxalsäure

Zusammensetzung von Obst - Aroma- und
Geschmacksstoffe

Das Zusammenspiel mehrerer, unterschiedlicher Verbindungen,
hauptsächlich ätherische Öle, bewirken das spezifische Aroma von Obst.
Aromastoffe: Ester, Aldehyde, Alkohole, Ketone, Kohlenwasserstoffe und
organische Säuren

Hohe Estergehalte

Hohe Estergehalte im Obst sind ein Frischeindikator

Hohe Carbonylgehalte

Hohe Carbonylgehalte: durch Lagerung und Verarbeitung entstandene
Qualitätsminderung

Obst vorkommenden Monoterpene

-          Monoterpene: Limonen (Orangen), Geraniol (zB.: Weintrauben), Linalool (z.B. Marillen)

Farbstoffe

Die Färbung einzelner Obst- (und Gemüsesorten) wird durch Carotinoide,
Chlorophylle, Betalaine und phenolische Verbindungen bestimmt.

Carotinoide:
Unterscheidung in:

O2-haltigen Xantophylle
O2-freien Carotinoide

Farbstoffe
Chlorophylle:

gehören zur Gruppe der Porphyrine und sind für die Grünfärbung
der Blätter oder unreifen Früchten verantwortlich

beta Carotin wird zu Provitamin A

Welche Farbe sich entwickelt,

ist vom Verhältnis des Chlorophyll a (blaugrün)
und Chlorophyll b (gelbgrün) abhängig.

Beim Erhitzen

Beim Erhitzen kommt es zur Umwandlung zu Phäophytinen -> Farbänderung

Ernte und Lagerung

Findet bei robusten Sorten meist vollautomatisch statt.
Empfindliche Sorten müssen per Hand geerntet werden

Erntezeitpunkt:

  • klimakterisch (nachreifend)
  • nicht-klimakterisch (nicht nachreifend)

klimakterisch (nachreifend)

Vor Erreichen der Vollreife geerntet
-> Pflückreife
Genussreife entwickelt sich während
anschließender Lagerung

nicht-klimakterisch (nicht nachreifend)

Werden erst zur Voll- bzw.
Genussreife geerntet

Genussreife:

Genussreife: bezeichnet den sortentypischen, sensorischen Eindruck
-> wird bestimmt durch:
• Grad der Ausfärbung und
• Saftigkeit
• Säure- Zuckerverhältnis

Lagerungsfähigkeit des Obstes

Lagerungsfähigkeit des Obstes hängt stark von der Sorte, dem Erntezeitpunkt
und den Lagerbedingungen ab.

Kritischer Faktor bei der Lagerung:

Ethylen
Einige Obst- (und Gemüsesorten) produzieren während der Lagerung Ethylen
-> Reifungsprozess wird beschleunigt
-> Haltbarkeit anderer Obst und Gemüsesorten wird beeinträchtigt

„Superfruits“

Acai-Beere Goji-Beere Aronia-Beere
Physalis

Gewürze:

Gewürze sind Pflanzenteile, die wegen ihres Gehaltes an natürlichen Inhaltsstoffen geeignet sind Geruch und Geschmack von Lebensmitteln zu beeinflussen. Sie kommen meist in getrockneter Form in den Handel, sowohl ganz als auch zerkleinert

Pflanzenteile umfassen

Blüten, Früchte, Knospen, Samen, Rinden, Wurzeln, Wurzelstöcke und Zwiebeln in meist getrockneter Form.

Die Einteilung der Gewürze erfolgt anhand ihrer genutzten Pflanzenteile:

-          Früchte und Samen: Piaceae-Fruchtgewürze, Fruchtgewürze (Pfeffer, Paprika, Vanille,…), Samengewürze

-          Blüten- und Blütenteile: Gewürznelken, Safran, Kapern,…

-          Blätter und Kräuter: Lamiacea (Basilikum, Majoran, Oregano,…), Asteracea (Estragon), Lauraceae (Lorbeerblätter), Apiiaceae (Liebstöckelblätter)

-          Rinden: Lauraceae (Zimt)

-          Unterirdische Pflanzenteile: Zingiberacea (Ingwer, Kurkuma), Apiacea (Liebstöckelwurzel)

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