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Speiseöle

Speiseöle


J. G.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über verschiedene Speisefette und -öle, ihre Eigenschaften und Verwendungen. Sie behandeln Themen wie die Zusammensetzung von Fettsäuren, die Herstellung und Güteklassen von Ölen wie Olivenöl, Rapsöl und Sonnenblumenöl, sowie deren gesundheitliche Aspekte und Anwendungen in der Küche. Ideal für Schüler, die sich mit den Grundlagen der Lebensmittelchemie und Ernährungslehre vertraut machen möchten.
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6
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Créé / Mis à jour
19.06.2017 / 12.03.2022

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Sojaöl

Sojaöl wird durch Extraktion und Raffination
gewonnen, da eine Kaltpressung aufgrund der
festen Einbindung der Öltröpfchen in die Matrix
eine zu geringe Ausbeute liefert. Sojaöl wird als
Speise- und Tafelöl sowie zur
Margarineherstellung genutzt. Das hellgelbe Öl
besitzt einen milden Geschmack und ist häufig
Bestandteil von Mischölen.

Sonnenblumenöl

-          Anbau: Vorwiegend Osteuropa

-          Herstellung des Öls aus den reifen schwarzen, braunen, grauen oder gestreiften, einsamigen Schließfrüchten

-          Kaltpressung oder Extrahierung

-          Ca. 65% Linolsäureanteil à höchster unter den Speiseölen

-          Das hellgelbe und milde Sonnenblumenöl erster Pressung (kaltgepresst) Öl zum Direktverzehr geeignet nach mechanischer Klärung

-          Raffiniertes Sonnenblumenöl: Herstellung von Margarine, Salat- und Bratöl

 

Lein(samen)öl

  • Lein wird zwar auch in Europa angebaut, die Hauptanbaugebiete liegen jedoch in Kanada, den USA, China und Indien.
  • Leinöl wirdvorwiegend durch Kaltpressung gewonnen.
  • Es besitzt einen charakteristisch würzigen Geschmack und hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren, besonders Linolensäure.
  • Dies führt jedoch schnell zur Autoxidation, wodurch u. a. auch Bitterstoffe entstehen.
  • Leinöl zählt zu den „schnell trocknenden Ölen“, da es durch die Autoxidation relativ schnell zur Bildung von polymeren Verbindungen und infolge dessen zu einer Verfestigung kommt.
  • Deshalb wird Leinöl auch als Grundlage für Anstrichfarben, Lacke, Linoleum etc. verwendet

Rapsöl

  • Das Vorkommen von Raps erstreckt sich über Nord-, Mitteleuropa und Asien.
  • Im Handel sind drei Güteklassen von Rapsöl erhältlich.
  • Die höchste Güteklasse ist „kaltgepresstes Rapsöl“, das von kräftiger,goldgelber Farbe ist, es besitzt einen nussigen Geschmack und wird vorwiegend zur kalten Speisenzubereitung genutzt.
  • Die nächste Güteklasse wird als „Rapsöl 1. Pressung“ bezeichnet. Dieses Öl wird ebenfalls zunächst durch Kaltpressung gewonnen, im Anschluss aber zusätzlich mit Wasserdampf behandelt, um die Haltbarkeit zu verlängern.
  • Die dritte Güteklasse ist im Handel unter der Bezeichnung „Feines Rapsöl“ erhältlich.
  • Dieses raffinierte ist sehr viel heller und geschmacklich nahezu neutral.

Ursprünglich war Rapsöl

Ursprünglich war Rapsöl aufgrund seines hohen Gehaltes an
Erucasäure (cis-13-Docosensäure, n9-C22:1; 20–55% der Fettsäuren)
nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.

Rapsöl

Mittlerweile ist es gelungen

Mittlerweile ist es gelungen, die hohen Gehalte an Erucasäure
herauszuzüchten, so dass der Erucasäure-Anteil heute weniger als 1%
des Fettsäuregehaltes beträgt (Null-Sorten)

Ein weiterer Inhaltsstoff der Rapspflanze

Ein weiterer Inhaltsstoff der Rapspflanze mit möglicherweise
gesundheitsschädlicher Wirkung ist das Gluconapin, ein Senfölglykosid
aus der Gruppe der Glucosinolate

Doppelnullraps

Der so genannte Doppelnullraps hat einen reduzierten Gehalt an
Erucasäure (seit 1974) sowie einen gesenkten Gehalt an
Glucosinolaten (seit 1985).

Kopra (Kokosnuss)

  • Kokosöl wird auch als Kokosfett bezeichnet, da es bei Raumtemperatur fest ist.
  • Der Grund dafür liegt im hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, der ungefähr 90% beträgt.
  • Es wird aber wegen seines niedrigen´Schmelzpunktes von ca. 23°C sehr leicht flüssig.
  • Es wird durch Auspressen aus dem zerkleinerten und getrockneten Nährgewebe der Kokosnuss, dem Kopra, gewonnen.
  • Die frische Kopra wird getrocknet, gepresst und anschließend raffiniert.
  • Kokosöl kann erst nach der Raffination und Desodorierung als Speisefett verwendet werden.

Étudier