Übungen zur Geographie II - Physische Geographie

- Repetition, Allgemeinbildung - Luftbildinterpretation - Geologie der Schweiz - eiszeitliche Landschaftsentwicklung

- Repetition, Allgemeinbildung - Luftbildinterpretation - Geologie der Schweiz - eiszeitliche Landschaftsentwicklung


L. A.
Diese Lernkarten behandeln die physische Geographie auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Prozesse, Landschaftsformen und Gesteine. Sie decken Themen wie Gletscher, Grundgebirge, tektonische Einheiten und geologische Epochen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Geographie, die sich mit der Entstehung und Entwicklung von Landschaften sowie den formbildenden Prozessen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
74
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.04.2017 / 26.06.2017

Cartes-fiches

C-14-Datierung

alle Pflanzen nehmen 14C auf --> in allen Lebewesen ein fixes Verhältnis von Kohlenstoff-isotopen (14C zu 12C)

--> durch genaues Kennen der C-Halbwertszeit kann berechnet werden, wann das Lebewesen aufgehört hat, 14C zu sich zu nehmen (i.e. gestorben ist)

Datierungsbereich

150 [a] - ca. 50 [ka] (mit Glück bis 70)

a - g

a) Scherzone

b) divergierende Plattengrenze

c) divergierende Plattengrenze

d) konvergierende Plattengrenze

e) divergierende Plattengrenze

f) Scherzone

g) konvergierende Plattengrenze

 

1 - 11

1 - Pazifische Platte

2 - Nordamerikanische Platte

3 - Nazca Platte

4 - Südamerikanische Platte

5 - Antarktische Platte

6 - Afrikanische Platte

7 - Eurasische Platte

8 - Arabische Platte

9 - Indische Platte

10 - Australische Platte

11 - Pazifische Platte

thermo-haline Zirkulation

- virtuelles Wasser

- Wasserfussabdruck

- grünes & blaues Wasser

- virtuell: bei der Herstellung und dem Transport von Industriegütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete oder verschmutzte Wasser

- Fussabdruck: Indikator für direkten und indirekten Wasserverbrauch eines Konsumenten oder eines Produzenten --> Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird

- grün: 65% - Menge an Regenwasser an, die im Boden gespeichert ist und im Laufe des Wachstumsprozesses von Pflanzen aufgenommen wird

- blau: 15% - Menge an Grundwasser oder Wasser aus Flüssen und Seen, die bei industriellen Produkten und im häuslichen Gebrauch verwendet wird, aber nicht mehr zurück geleitet werden kann

globale Verteilung der Wasserressourcen

97% Salzwasser

3% Süsswasser

--> 0.3% in Seen & Flüssen ("trinkbar", 30% Grundwasser (inkl. Sümpfe & Permafrost), 69.7% permanente Schneedecke, Gletscher und Eisschilde

Wien'sches Verschiebungsgesetz

λmax * T=konst=2898μmK

λ=Wellenlänge in μm; T=Temperatur in K

d.h.: Wellenlänge nimmt ab mit höherer Temperatur (Sonne heisser, kurzwelligere Strahlung (sichtbar) als kältere Erde (IR))

Faustregel bzgl. Drehsinn Hoch- und Tiefdruckgebiete

Hochdruckgebiete:

N-Halbkugel: Uhrzeigersinn

S-Halbkugel: Gegenuhrzeigersinn

Tiefdruckgebiete:

N-Halbkugel: Gegenuhrzeigersinn

S-Halbkugel: Uhrzeigersinn

Grössenordnungen:

Parameter der Erde

- Umfang Äquator

- Durchmesser/Radius Erde

- Gradnetz

- 1 Längen-/Breitengrad

- Prozentuale Verteilung Land & Wasser

- Äquator: 40'000 km 

- Durchmesser/Radius: d=12'756 km, r=6'378km

- Gradnetz: Pole: 90°; Äquator: 0°; Polarkreise: 66.5°; Wendekreise: 23.5° (Erachse 23.5 geneigt)

 --> Equinox: 23 Sept., 21. März; Solstice: 22 Dez. & Jun.

- 1 Längen-/Breitengrad: 111.3 km

Ozean: 71%, Land: 29% (stärkere Erwärmung in Nordhemisphäre, weil mehr Land)

Grössenordnungen:

Zeitachse

- Urknall

- Alter der Erde

- letzte Kaltzeit

- Entstehung der Menschen

- Urknall: 13.8 mia Jahre = 13.8 * 109

- Alter der Erde: 4'500'000'000 = 4.5 * 109

- letzte Kaltzeit:

Würm-Vereisung vor 115'000 bis 11'500 Jahren (Spätglazial: 20'000-11'500); LGM um die 25'000 BP

Beginn Pleistozän (Eiszeitalter): vor 2.6 Mio. Jahre

letzte Zwischeneiszeit: Phase über 15°C um die 120'000 BP

- Entstehung der Menschen: vor 5 mio Jahren = 5*106

 

  1. Paläozoikum
  2. Mesozoikum
  3. Tertiär
  4. Pleistozän
  5. Holozän

Gletscher-Gunstphasen

Gletscher-Ungunstphasen

Hochstand 1850

1850 - 1880 Ungunstphase

1881 - 1897 Gunstphase

1897 - 1916 Ungunst

1916 - 1923 Gunst

1923 - 1961 Ungunst

1961 - 1984 letzter Vorstoss (Gunst)

ab 1984 Schwund (Ungunst)

optimaler Tag für Luftbildaufnahme

Kompromiss zwischen:

- steilster Einfallswinkel d. Sonne = max. Beleuchtung --> 21. Juni

- kein Schnee mehr --> Sommer-Herbst

  • keine Wolken
  • tiefe Luftfeuchtigkeit --> wenig Dunst
  • wenig Schatten:

um die 13:20

--> Aug.=Sommerzeit (d.h.+1h)

--> UTC+1+20min (1°=4min;5° Verschiebung = 20min)

Strecken-, Massstabvergleich

bei Luftbild: je näher bei Kamera (höher, näher bei Bildmittelpunkt), desto weniger verzerrt

 

Massstab Luftbild = Massstab*Strecke Karte / Strecke Luftbild

bsp bei 1:25'000 Karte:

xLB=25'000*sK / sLB

Bestimmung der Flughöhe

Brennweite f=153mm=0.153m

Massstab=M

Höhe über Boden=HÜG

1:XLB=f / HÜG --> HÜG = f * MLB

bspw.:

0.153 * 25'375 = 3'882.4 müG (+ Angaben Höhenlinien = müM)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Hydrologie

Merkmale:

durch blaue Linien gekennzeichnet; fliessen Tal abwärts --> Höhenlinien betrachten

Bildungsbedingungen:

- Tragen Schuttmaterial von Gletscher Sturzhalden etc. mit sich
- Bei Murgang mit Verantwortlich für abwärts Bewegung

Formildende Prozesse:

Fluvialer Prozessbereich

Formen ihr Bachbett

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Topographie

Merkmale:

Entlang der Alpenspitzen; Dreiecke kennzeichnen den Spitz des Berges

Bildungsbedingungen:

Alpenbildung / Erosion

Formildende Prozesse:

Erosion

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Gletscher

Merkmale:

Zeigt die Schneegrenze vor allem bei Gletscher an --> Bis wo auch im Sommer der Schnee noch liegt.

Bildungsbedingungen:

Ablation – Akkumulation

Formildende Prozesse:

Glazialer Prozessbereich (grün)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Möränenwall

Merkmale:

- zeitlich bedingte Gesteinsmaterialien

- ältere meist durchbrochen oder erodiert

Bildungsbedingungen:

- gletschergeschaffene akkumulative Formen

- erodiertes und abradiertes Gesteinsmaterial (Schutt & Blockmaterial)

Formildende Prozesse:

Glazialer Prozessbereich (pink)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Rundhöcker

Merkmale:

- Durch Gletscher geschliffene Felspartien

- abgerundete sanftes Luv, steiles Lee im Gletscherfluss

Bildungsbedingungen:

- durch Fliessbewegung des Gletschers über Felskuppen

- erosive Bearbeitung durch Gletscher, abbrechen angefrorenes Gesteins auf Leeseite

Formildende Prozesse:

Glazialer Prozessbereich (pink)

Kartierung: "Kartoffel" mit Pfeil in ehem. Fliessrichtung

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Drumlin

Merkmale:

längliche Hügel von tropfenförmigem Grundriss, deren Längsachse in der Eisbewegungsrichtung eines Gletschers liegt

Bildungsbedingungen:

schleifen beim drüberfliessen, passiert bei grundmoränen Sedimentmassen (Lockergestein)

 

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Moränenbastion

Merkmale:

- Mächtige Moränen-Konfigurationen

- durch Höhenlinien sieht steilen Abhang und dunkler Rand

Bildungsbedingungen:

- aus kleine, schuttreichen Gletschern gebildet à zu Permafrost entwickelt, dass sich wie Blockgletscher fortbewegt

- oft durchzogen von Murgängen

- Front: Schutt- und Murkegel

Formildende Prozesse:

Glazialer Prozessbereich (pink)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Blockgletscher

Merkmale:

- Geschwulst aus Schutt

- sieht mehrere Stockwerke --> Stufen durch Punkte/Höhenlinien gekennzeichnet

Bildungsbedingungen:

- permanent gefrorene Schuttmasse

- Einfluss Schwerkraft langsam hangabwärts bewegt

- Permafrost (evtl. Eis in Poren)

- typische Stirnschichten (Gewulst)

Formildende Prozesse:

Periglazialer Prozessbereich (rot)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Sturzkegel, Sturzhalde

Merkmale:

- Kegelförmige Auffangrinnen

- an Steilen Felswänden

- mehrere Sturzkegel --> Sturzhalde (mehrere Rinnen zusammen)

Bildungsbedingungen:

- Auffangrinne für Steinschläge

- Am Ende von Felswänden (Zulieferung von Schutt und Gestein)

- durch Schwerkraft lagert Schutt ab (grosse Felsblöcke weiter unten / kleine oben)

Formildende Prozesse:

Gravitativer Prozessbereich (braun)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Erosionstrichter

Merkmale:

- verkehrter Kegel in Höhenlagen, in welchen Material erodiert wird

Bildungsbedingungen:

- Anriss-Gebiet von Murgängen und Erosionsrinnen

- flächenmässig sehr gross werden --> zu einem Murgang zusammenfliessen

- genügend Gefälle und fluvialer Abtrag von Schutt

Formildende Prozesse:

Fluvialer Prozessbereich (grün)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Murgang

Merkmale:

- entlang von gekennzeichneten Höhenlinien (gegen innen)

- schwarze Linien auf Legenden

- fliessen talabwärts

Bildungsbedingungen:

- umfasst den Prozess und die Form

- fliesst von Anriss-Gebiet entlang dem Gelände in Ablagerungszone

- grosse Mengen Schutt- und Erdmasse erodieren

- mit genügend Wasser --> Schlammströme, die viel zertören

Formildende Prozesse:

Fluvialer Prozessbereich (grün)

Wichtigste Landschaftsformen, Merkmale, Bildungsbedingungen und Formbildende Prozesse:

Mur-/Schwemmkegel

Merkmale:

- Schwemmfächer am Ende eines Murgangs

- am Fusse von Steilhängen

Bildungsbedingungen:

- gröbere bis feine bröcklige Sedimente

- durch Murgang geformtes Akkumulations-Gebiet

- Fliessgewässer involviert (vgl. Sturzkegel)

Formildende Prozesse:

Fluvialer Prozessbereich (grün)

Hohlformen

Toteis --> länger erhalten, da isoliert von Boden

Glaziale Serie

Grundmoräne

flache, leicht wellige bis kupplige Landschaft, Vielzahl von Seen, Material von Ton bis grossen Findlingen

Endmoräne

bogenförmig um weitesten Vorstoss des Gletschers, markiert stationäre Randlage (über lengere Zeit)

Sander

fluvioglazialrt Schotter

Vielzahl von Schmelzwasserströme

Glazialer Prozessbereich

--> Prozesse und Formen, die durch (Gletscher-) Eis geformt werden oder entstanden

  • Moränen...:

Seiten: aktuell am Rand

Ufer: Relikte früher Hochstände

spätglazial: Alter min. 11'500 Jahre

postglazial: meist Moränen d. kl. Eiszeit, bspw. von Hochstand 1850

  • Rundhöcker

 

pink/violett

Periglazialer Prozessbereich

--> Prozesse und Formen, durch Eis bedingt ausserhalb des Gletschereises (wo Gletschereis war

--> Auch Tiefe Temperaturen und geringe Einstrahlung --> wo sich kein Gletschereis bilden konnte

 

Blockgletscher=perm. gefrorene Schuttmasse, Durchschnittsgeschw. im Bereich dm/Jahr

 

rot

Fluvialer Prozessbereich

--> Prozesse und Formen, die in erster Linien durch Wasser ausgelöst und geschaffen werden

--> Gravitative Kräfte spielen ebenfalls grossen Einfluss

 

grün

Gravitativer Prozessbereich

--> Prozesse und Formen, durch Massenbewegungen

(selten nur dieser Prozesse, oft verknüpft mit anderen)

 

braun

Anthropogener Prozessbereich

--> alle Flächen die durch menschliche Einwirkung massgeblich verändert wurden

 

  • Bach-, Flussverbauungen
  • Hangterrassierung
  • Skipisten, -lifte
  • Lawinenverbauungen
  • ...

Paläozoikum

Zeit: 360 - 250 Mio. BP

Temperatur: Schwankungen zw. 17° und 26°C

Ereignisse, Prozesse, Entwicklungen:

Superkontinent Pangäa

Kristallines Grundgebirge, Granite, Gneise (300 Mio. BP)

Glarner Verrucano Ablagerungen (260 Mio. BP)

 

Älteste Landpflanzen, Bäume, Reptilien, Fische

Mesozoikum

Zeit: 210 - 65 Mio. BP

Temperatur: Schwankungen zw. 27° und 20°C

Ereignisse, Prozesse, Entwicklungen:

.Öffnung der Tethys

Ablagerung Meeressedimente (--> Helvetikum, Penninikum) 200 - 100 Mio. BP, Kalksteine, Dolomite

Ur-Europa und Ur-Afrika driften aufeinander zu, Beginn der Alpenbildung

Tertiär

Zeit: 60 - 5 Mio. BP (Kanäozoikum)

Temperatur: 2 Abfälle: von 15° auf 17°C und dann von 22° auf 15°C (Beginn des Eiszeitalters)

Ereignisse, Prozesse, Entwicklungen:

Ablagerung von Molasse im Mittelland  (30 - 15 Mio. BP), Flysch am Alpenrand (60 - 30 Mio. BP)

Glarner Hauptüberschiebung

Dislokation und Schrägstellung d. Molasse

Auffaltung des Juras

Pleistozän

Zeit: 2.6 Mio. - 11'500 BP (Kanäozoikum - Quartär)

Temperatur: Masssive Schwankungen, meist zw. 14° ujnd 11°C, Zwischeneiszeit um 100'000 BP, LGM um 20'000 BP

Ereignisse, Prozesse, Entwicklungen:

Formung der Landschaft durch Gletscher

Moränen, Schotter

Erste Menschen

Holozän

Zeit: 11'500 bis heute (Kanäozoikum - Quartär)

Temperatur: kleine Schwankungen um 15°C (globale Mitteltempreatur)

.

Molasse-Becken

entspricht Mittelland

verwitterte Gesteinstrümmer (Schutt, Kies, Sand, Lehm) von Ur-Flüssen aus Alpen auf kalkigen Untergrund transportiert

Abtragungsschutt des werdenden Gebirges

dislozierte, subalpine Molasse; schräggestellte Molasse; flachliegende Molasse

--> Mergel, Sand, Nagelflug (von fein zu grob)

Jura

Am Nordrand des Mittellandes:

letzte Episode der Alpenfaltung

Sedimente des Ufer- bis Flachwasserbereichs der Südküste Europas

Faltenjura: gefaltet; Tafeljura: von letzter Schubphase nicht erfasst, sondern zerbrochen

Kalksteine, Mergelsteine

Study