Tiermedizin
Rotation WDK
Rotation WDK
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Cartes-fiches
Schf, Bei Geburtshilfe wurde Uterus perforiert und Därme hängen raus, was tun?
Eutha
Unterscheidung Uterusprolaps-Scheidenprolaps?
Uterusprolaps Unfall Wiederbelegung
Scheidenvorfall Genetik, keine Wiederbelegung
Lämmerkrankheiten?
Bronchopneumonie= Pasteurellose: Mannheimia hämolytica o. Biebersteinia trehalosa --> Heptavac P+ Muttertierimpfung (gg Clostridien und Mannheimia hämolytica, Biebersteinia trehalosa)
Hypoglykämie/thermie <38°C, 5% Glc s.c. o.in Bauchhöhle (max. 20 ml) & Wärme
floppy kid syndrom: v.a. Zg, schlaffe Lähmung, Apathie, metabolische Azidose durch D-Laktat ohne DF, Patho o.b.B., oftmals Bestandproblem v.a. gegen Ende der Lammzeit, diagnostische Therapie mit NaBic
DF: Rota, Corona, Kryptosporidien, Salmonellen, Kokzidien
Watery-mouth-disease: Coliendotoxämie-> Prophylaxe Kolostrum über erste paar Lebenstage
Polyarthtritis nach Nabelentzündung o. u.U- Schwanzkupieren, Eutha o. Punktion+ Spülung+ lokale AB
Rind Pansenauskultation?
Motorik 2-3/min
PA/SA (Perkussionsauskultation/Schwingauskultation)
DA (Doppelauskultation)
Milchproben: Welcher Agar für welche Keime?
VRB-Agar - Coliforme --> pink bei Laktoseverstoffwechselung
Edwards-Agar - Streptokokken --> UV-Licht Fluoreszenz äskulin +umweltassoziierter Streps, Kolonien braun
Blutagar - Staphylokokken --> Koagulase für Staph. aureus, (Truperella nach 48H + Geruch)
Isosensy o. Müller-Hinton - Resistenztest
Vorgehen: Milch drauf gießen, Brutschrank, Umsetzen auf Resistenzagar, S/I/R)
Physiologische HF/AF/Temp Rind?
HF 65-80/min
AF 24-36/min
Temp: Kuh 38-39, Fresser 38-39,5, Kalb 38,5-39,5
Geburtshilfe: Beschreibung, Vorgehen?
Cervix: offen/ geschlossen
Stellung: obere / untere
Lage: Vorderend/Hinterend/Quer
Haltung: gebeugt/gestreckt
Niederschnüren der Kuh (Ütrechter Methode--> bessere Beckenwinkelung) Vordehnen, Fruchtwasserersatz einbringen, nur mit Wehen ziehen
Kaiserschnitt-Indikationen?
1, Kalbin mit schwerem Stier belegt, bei oberer Stellung, Vorderendlage und gestreckter Haltung Auszugsversuch negativ, Voredrbeine überkreuzen sich ( bei Fleckvieh dickste Stelle Kopf auf Karpalgelenken, bei Schwarzbunten Brustkorb, bei Fleischrassen Hüfte), Drehversuch in Schräglage misslingt --> relativ zu groß ( Mutter im Verhältnis zu klein, sehr kleines Muttertier) o. absolut zu groß (übertragen)
2, Kuh schwer krank (--> Eutha) --> Notkaiserschnitt (Flanke) o. Section brutalis= Metzgerkaiserschnitt (Metzger macht ihn in sauberem Hänger, wir kümmern uns um das Kalb)--> Anlage 8
3, Fehlerhafte Stellung/ Haltung ist nicht korrigierbar
4, Torsio uteri nicht korrigierbar o. Cervix öffnet nicht (auch bei übergangener Geburt--> CAVE Peritonitis)
5, Schaf Ringwomb
CAVE Kontraindikation: bei totem emphysematösem Kalb --> Fetotomie
Vorgehen Kaiserschnitt?
1, Separieren an sauberem Platz mit genügend Licht, Wasser, Tisch und Helfer organisieren
2, Anbinden des Kopfes/Schwanzes (Kuh soll stehen, Schaf liegen, falls stehen nicht möglich re Hinterfuß ausbinden --> soll auf rechts fallen ) Anbringen der Fußfessel, linke Flanke und Fleck zwischen Sakral und ersten Schwanzwirbeln scheren + waschen + desinfizieren
3, Epiduralanästhesie (unterdrückt Fergusonreflex), Schmerzmittel + Antibiotikum+ Anästhesie (CAVE: Xylazin wirkt atemdepressiv beim Kalb deshalb zusätzlich Doxapram), Paravertebralanästhesie (auch für Bauchfell) o. Schnittlinieninfiltrationsanästhesie (mit Procain Depots in die verschiedenen Schichten setzten, dabei immer in Mitte stechen und dann eine Nadellänge nach oben/ unten ziehen, wichtig über Schnittlänge hinaus), anschließend selbst waschen (+ Begleitperson)
4, Abdecktuch befestigen, linke Flanke Längsschnitt eine Handbreit hinter letzter Rippe und 1 Handbreit unter den Querfortsätzen der WS, erst Hautschnitt, dann Bachmuskeln Schicht für Schicht ( Rind: Skalpell fenstern dann Knieschere, Schaf: mit Fingern), Peritoneum anheben und unter Fingerschutz eröffnen (Unterdruck erhalten? Flüssigkeit fibrinös? Pansen beurteilen), anschließend Uterus ertasten (10 ml Clenbuterol geben lassen), Bein von Kalb suchen und vorlagern, mit Uterusfasszangen fixieren und zwischen Zehen eröffnen bis Karpal/Tarsalgelenk (Karunkeln nicht anschneiden) Kopf suchen und 2tes Bein und ausziehen, Nabelschnur abreißen (ca 10 cm lang), Kontrolle 2ter Fetus? (beim Schaf immer im anderen Uterushorn, d.h. 2ter Schnitt...) Uterusstäbe einlegen
5, Zunähen: Uterus Lembert-Naht modifiziert nach Cushing ( einstülpend, fortlaufend, nicht perforierend rückläufig mit U-förmiger Umstechung der Enden) hochnähen und anschließend mit Kirschner Naht wieder runternähen, Bauchhöhle spülen (+Amoxisel), Uterus spülen und zurückverlagern, Peritoneum mit M. transversus abd. vernähen, dann M obliqus int/ext. sowie Hautmuskel adaptieren mit ausstülpender Matrazennaht rauf ( nicht beim Schf) sowie Kirschner-Naht runter, Haut mit Einzelhefte/U-Heften/Riverdan-Naht vernähen o. Tackern
6, Aluspray drauf, Clenbuterol mit Carbetocin antagoniesieren (da Nachgeburt noch drin), Euter und Temperatur kontrollieren, Wasser und Kraftfutter anbieten, Kalb nach APGAR-Schema untersuchen
Der Schalmtest dient zur Beurteilung ....
der Zellzahl und des Milch pH-Wertes. Das Ergebnis wird folgendermaßen bewertet:
1. negativ = -
Reaktion: negativ; Merkmal: keine Schlieren; Zellen: bis 200 000/ml
2. fraglich (+) = (+)
Reaktion: geringgradige Schlierenbildung; Zellen: 150 000 bis 500 000/ml
3. schwach positiv (1) = +
Reaktion: deutliche Schlierenbildung; Zellen: 400 000 - 1.500 000/ml
4. deutlich positiv (2) = ++
Reaktion: teilweise Gelbildung, Rest flüssig; Zellen: 800 000 - 5.000 000/ml
5. stark positiv (3) = +++
Reaktion: vollständige Gelbildung; Zellen: über 5.000 000/ml
Die Verfärbung der violetten Flüssigkeit (Bromcresolpurpur) zeigt den pH der Milch an:
purpur: der pH liegt über 7
gelb: der pH liegt unter 5,2
Die klassische Hypokalzämie tritt dann auf, ...
wenn im Blut nur der Kalziumgehalt sinkt, nicht aber der Phosphor- und Magnesiumgehalt.
Hypokalzämie tritt v.a. in den ersten 24 Stunden nach der Geburt auf (75% aller Fälle). Nur 12% der Krankheitsfälle treten 24 - 48 Stunden nach dem Abkalben auf. 7% der Gebärparesefälle finden vor der Abkalbung oder über 48 Stunden nach dem Kalben statt.
Die Häufigkeit von Krankheitsfällen nimmt mit steigendem Alter der Tiere zu. Eine Kuh, welche in einer vorangegangenen Laktation an Gebärparese erkrankte, hat gegenüber einem, im letzten Puerperalstadium gesund gebliebenem, Tier ein bis zu fünffach höheres Risiko wieder zu erkranken.
Wieso sollte man bei einer Ca-Infusion das Herz abhören?
Man sollte maximal 20 - 25 mg Ca/kg Körpermasse i.v. verabreichen. 1 g Ca-Gluconat x 1H2O entsprechen 0,09 g Ca. Diverse Hersteller von Calziumgluconatlösungen (z.B. Kalzibosel-24) empfehlen eine therapeutische Menge von 50 ml/100 kg i.v. unter Herz-Kreislaufkontrolle.
Man sollte keine anorganische Ca-Verbindungen infundieren. Sie beeinflussen den P-Stoffwechsel negativ, zudem wirken sie stark kreislauf- und gewebereizend.
Da die Mg-Konzentrationen im Blutplasma gewöhnlich erhöht sind, ist von einer zusätzlichen Mg-Gabe abzuraten (zudem enthalten die meisten Lösungen Mg). Eine Therapiewiederholung sollte frühestens in 6 Stunden erfolgen.
Stehen festliegende Tiere nach wiederholter Kalziumtherapie nicht innerhalb von 24 h wieder auf, so spricht man vom downer-cow-syndrom.
Wie hoch ist der Wasserbedarf einer Kuh mit einer Tagesmilchleistung von 20 kg bei einer Umgebungstemperatur von ca. 15°C?
Was muss beim Festliegen beachtet werden?
Der Wasserbedarf einer "20 kg Kuh" liegt bei 15°C bei ca. 85 l Wasser pro Tag (MACGREGOR, 1995). Man geht davon aus, dass pro kg Milch ca. 4 - 5l Wasser notwendig sind. Mit zunehmender Umgebungstemperatur steigt der Bedarf logischerweise an.
Durch das Festliegen sind Kühe oft nicht mehr in der Lage, den Tränker zu erreichen - d.h. man muss ihnen einen Eimer mit sauberem frischen Wasser mehrmals täglich anbieten. Festliegende Kühe müssen auf ein dickes Strohlager gebracht werden. Durch regelmäßiges Wenden im 3-stündigen Intervall sowie aktive Aufstehhilfe (Hüftklemme, Luftkissen, Bauchbänder, Wasserbad o.ä.), auch durch diverse Hebegeräte, kann das Risiko von Komplikationen (Dekubitus, Muskeldegeneration, Nervenbeschädigungen u.a.) gesenkt werden.
Worauf müssen Sie achten wenn Sie Schmerzmittel (NSAID) verabreichen?
Grundsätzlich ist die Wartezeit zu beachten. Präparate mit dem Wirkstoff Ketoprofen können bei gleichzeitiger Gabe von Diuretika die Wirkung selbiger vermindern.
Präparate mit dem Wirkstoff Flunixin-Meglumin dürfen nicht angewendet werden bei Tieren mit starkem Endoparasitenbefall, Magen-Darm-Blutungen oder Ulcera. Nicht bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates einsetzen.
Welchen BCS sollte eine Fleckviehkuh zur Abkalbung aufweisen?
Bei der Abkalbung wird eine Körperkondition von 3,50 angestrebt, oft jedoch verfetten die Tiere (BCS von 4 und mehr). Verfettete Tiere bauen zu Laktationsbeginn mehr Körperfett ab - die Stoffwechselbelastung steigt (Ketose u.ä.). Infolge sinkt die Futteraufnahme und das Risiko einer Azetonämie steigt. Es kann aber auch zu einem vermehrten Auftreten von Pansenazidosen, Schwergeburten, Nachgeburtsverhalten, Fruchtbarkeits- und Klauenproblemen kommen.
Zur Verhütung der Gebärparese sind Maßnahmen zur schnelleren Bereitstellung von Ca++ aus dem Darm und aus dem Skelett notwendig. Dabei können zwei wesentliche Wirkmechanismen genutzt werden:
a.) leichte azidotische Stoffwechsellage erhöht die Effektivität vom Parathormon an den Erfolgsorganen. In Folge dieser metabolischen Azidose kommt es zum Absinken der Harn- und geringgradig auch der Blut-pH-Werte. Eine azidotische Stoffwechsellage kann durch Anbieten von sauren Salzen erreicht werden. Die Verwendung von Mischfutter ist hier von Vorteil, weil die Futteraufnahme kaum beeinträchtigt wird. Als saure Salze können Magnesiumsulfat (Bittersalz), Kalziumsulfat und Ammoniumsulfat bzw. ihre Mischungen verwendet werden. Bei unkontrolliertem Einsatz von sauren Salzen besteht jedoch die Gefahr einer zu starken Übersäuerung des Organismus, was zu starken gesundheitlichen Komplikationen führen kann. Eine einfach durchzuführende Kontrolle ist die regelmäßige Untersuchung des Harn-pH-Wertes mit Hilfe von Teststreifen.
b.) eine alkalotische Stoffwechsellage - durch einen hohen Überschuss an basischen Bestandteilen (wie Kalium, Natrium) in der Ration hemmen die Kalziumresorption im Darm negativ - DCAB-Bilanz errechnen.
Oft verabreichte Kalziumgele dienen nur der Vorbeugung und möglicherweise der Nachbehandlung, sie sollten aber nicht zur Behandlung einer aufgrund einer Gebärparese festliegenden Kuh eingesetzt werden. Die therapeutische Wirksamkeit solcher Gele ist unzureichend, zudem besteht die Gefahr des Fehlschluckens (Aspiration aufgrund eines Fehlen des Schluckreflexes)
Im geburtsnahen Zeitraum ist der Ca-Umsatz der Milchkuh durch folgende Situation gekennzeichnet (nach ROSSOW, 2001):
1.) Vor dem Kalben: geringe intestinale Ca-Resorption und ossäre Ca-Mobilisierung bei hohem Ca-Einbau in das Skelett des Kalbes. Während der Trockenstehzeit beträgt der Bedarf an Kalzium für den Aufbau des fetalen Skelettes ca. 4 - 5g/Tag (DIRKSEN, 2003).
2.) Bis zu 2 Wochen p.p.: Starker Anstieg der intestinalen Ca-Resorption bei mäßigem Anstieg der Ca-Mobilsierung aus dem Skelett, hohe Ca-Ausscheidung mit der Milch. Kolostrum hat einen durchschnittlichen Kalziumgehalt von 1,7 - 2,3 g/l.
3.) Nach der 2. Woche p.p.: sehr hohe Ca-Mobilsierung aus dem Skelett bei relativ hoher intestinaler Ca-Resorption, sehr hohe Ca-Verluste mit der Milch.
Die fäkale und renale Ca-Ausscheidung ändert sich im geburtsnahen Zeitraum wenig.
In den Nerven- und Muskelzellen löst die Hypokalzämie Störungen der Erregungsbildung und -leitung in den Neuronen und die Herabsetzung der Kontraktilität der Myofibrillen aus. Die glatte und quergestreifte Muskulatur erschlafft - diese subklinische Hypokalzämie ist ein häufig anzutreffendes Phänomen. Durch die eingeschränkte motorische Aktivität der glatten Muskulatur des Uterus und des Labmagens treten gehäuft Nachgeburtsverhaltungen, Puerperalstörungen und Labmagenverlagerungen auf.
Der Normalwert für den Kalziumgehalt im Blut liegt zwischen 9 und 10 mg Ca/100 ml (entspricht etwa 2,2 bis 2,6 mmol/l).
Klinische Symptome treten meistens bei Werten unter 1,75 mmol Ca/l Plasma auf.
Bei Kühen mit Festliegen unklarer Ursache sollte man immer auch CK und GOT mituntersuchen.
Ätiologie: Trichophyton verrucosum/ mentagrophytes, evtl Microsporum canis, Zooanthroponose
Epidemiologie und Bedeutung: häufigste Hautkrankheit, v.a. Jungtiere, Stallenzootie, Übertragung direkt/indirekt
Pathogenese: keratophiler Pilz, Inkubation 1-4 Wo, Spontanheilung 1-3 Mo
Klinik: haarlose rundlich- ovale, scharf abgegerenzte Bezirke mit schuppig, krustig hellgrauen Belägen, kaum Juckreiz Rd
Diagnose: Klinik, Hautgeschabsel
Therapie: lokale Antimykotika, Stall/gerätedesi, ggfs prophylaktische Vakzine
Erreger: Haematopinus eurysternus, Linognathus vituli, Solenopotes capillatus (Stechrüssel, Kopf schmaler ale Thorax)
Epidemiologie: v.a. Laufstallhaltung, Winter (Cave: Anaplasma, Rikettsia)
Symptomatik: Juckreiz, Leistungsrückgang, bei massivem Befall Anämie
Diagnostik: Klinik, Läuse und Nissen im Fell
Therapie: Makrozyklische Polyene( Avermectin, Milbemycin) system./lokal Pyrethroide lokal
Enzootische Leukose EBL
Erreger: bovines Leukose Virus (delta Retrovirus) ANZEIGEPFLICHTIG
Epidemiologie: intensive Haltung, D frei, persistente Infektion über extrem kl. Blutmengendurch infizierte Lymphos, horizontal, mit Milch ausgeschieden, Tankmilchproben
Pathogenese: Virus in Lymphos vor AK geschützt
Klinik: 3 Formen (alleinige Serokonversion, Serokonversion und persistente Lymphozyteose, Serokonversion und bösartige Tumoren --> je nach Organ bestimmte Symptome)
Diagnose: Tankmilchprobe
Therapie: Verboten
Sporadische Leukose
Ursache: unbekannt
4 Formen:
Jungtierleukose: Vergrößerung oberfl und tiefer Lnn (3-6 Mo), Lymphzytose, infaust
Thymusleukose: Umfangsvermehrung ventral am Hals, (6-24 Mo), Komplikationen, infaust
Hautleukose: multiple rundliche Veränderungen der Unter/Haut, jüngere Rd, Lymphzytose, thrombozytopenie, Anämie, Bioptat, spontane Heilung mgl
sporadische lymphatische Leukose des erwachsenen Rindes: Klinik vgl EBL
Bovines Immunodefiziens Virus BIV
Erreger: BIV, Lentivirus, Retrovirus
Epidemiologie: weltweit verbreitet
Klinik: sinkende Milchleistung, anhaltende Lymphozytose
Therapie: keine
Arrhytmien
2 Kategorien:
mit Grundrhythmus
ohne Grundrrhytymus: Ursachen: Vorhofflimmern, (VES, Vorhof.Extrasystolen)
Cave: oft sekundär bei GIT Problemen (erhöhung des intraabdominalen Drucks, metab. Alkalose, Hypokaliämie nach Inappetenz)
Tachykardie
> 120/min
Aufregung, Anstrengung, Fieber, Abfall des BD, Anwendung von Adrenergika
Bradykardie
< 48/min, Verschwindet nicht nach Bew. o. Gabe von Atropin
Anstieg des BD; erhöhung des intrakraniellen drucks, Hypoglykämie/thermie, Xylazin, Hungerzustand (funktionelle Stenose)
Angeborene Herzfehler
VentrikelSeptumDefekt, VorhofSeptumDefekt, Falottsche Tetralogie, DuktusArteriosusPersistenz (ektopia cordis, Transposition Aorta und a. pulmonalis)
Ätiologie: spekulativ: Virus Intox, Mangel, erblich
Klinik: Kümmerer, Tachypnoe/kardie, Herzgeräusch Zyanose, Ohnmacht, Tod
Diagnose, EKG, DAP Maschienengeräusch, Herzgeräusche
DD: Asphyxie, Pneumonie, Herzversagen andere Ursache
Therapie entfällt, infaust
Leitsymptom: Atemnot bei Neugeborenen
Frühasphyxie (sofort p.n., schwere maternale Azidoe, verlängerte Geburtsdauer, Fruchtwasseraspiration, angeborener Herzfehler, Rippenfraktur, Vit E Se Mangel)
Spätasphyxie (einige Std p.n., unreife der Lungen/ Mangel an Surfactant)
Leitsymptom: Husten und Nasenausfluß nei Aufzucht/Mastrindern
EBP (enzootische Bronchopneumonie)
Leitsymptom: starker Nasenausfluß m/o Schniefen
Rhinitis
fibrinös-eitrig-nekrotisierende Rhinitis
obstruktion der Nasenhöhlen
Sinusitis frontalis
Otitis Media / interna
Leitsymptom: starke Veränderungen der NasenSH und Umgebung
IBR
MD
BKF
MKS
Rinderpest
Leitsymptom: Nasenbluten
Epistaxis (wenig Blut)
Rhinorhagie (viel Blut)
Hämoptysis/ptoe (Aushusten)
einseitig: Trauma, Hornzapfenbruch, FK, Aktinobazillose, Tumoren
bds: Vena-Cava-Thrombose mit Lungenembolie, IBR, Hämorrhagische Diathesen (keine Blutkoagula) Adlerfarnvergiftung, Kumarinvergiftung, Septikämien, Urämie (Milzbrand)
Leitsymptom: laute Stenosegeräusche und Dyspnoe
Trachealkollaps
Larynx u/o Trachelzysten
Pharyngitis
Laryngitis
Jungtierleukose
Leitsymptom: häufiger Husten bei Grünfutterzugang
Lungenwürmer
Leitsymptom: akute/ chron, hgrd, v.a. expiratorische Dyspnoe
interstitielle Pneumonie
Enzootische Bronchopneumonie der Rinder EBP
Kälber/Rindergrippe
Atiologie: Faktorenkrankheit! (Belebte: ca 20 Virusarten: BPI3V, BRSV, BHV1, BVDV, RBCV, meist mi.der Verlauf mit Serokonversion, bekterielle Erreger: Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida, Truperella pyogenes, Mycoplasmen und Chlamydien: Unbelebte: Überbelegung, Defizite/Fehler in Belüftung, starke Temperaturschwankungen, Anreicherung von Keimen/ Schadgasen)
Epidemiologie: crowding-assoziiert o. saisonal
Pathogenese: Schwächung der unspez. Abwehr (Flimmerepithel, Alveolarmakrophagen, Leukozyten)
Klinik: akutes Stadium (Fieber, ^AF, Spontanheilung mgl, BEHANDLUNG!,) subakutes Stadium (Fieber, Nasenausfluß, Husten, Inappetenz, Röhrenatmung, intensive sachgemäße BEHANDLUNG), chronischen Stadium (Kümmern, Atemnebengeräusche music box, periodisch akute Schübe mit schwerer exsudativer Pneumonie!)
Therapie: 2 Tage Antiinfektive, bei Besserung weitere 2 Tage, sonst Wechsel + NSAID + Expectorantien (Bromhexin) ggfs Massenbehandlung
Prophylaxe: Impfungen (intranasal)antibakterielle Prophylaxe, beides Umstritten aber Offengehalten, Belastung der Tiere so gering wie mgl halten ( Enthornung, Entwöhnung, Umstallung zeitl. mgl entfernt)
Erreger: Aphtovirus, Familie Picornaviridae, Serotyp 0, A, C, Asia 1, SAT 1-3, ohne Kreuzimmunität, hohe Mutationsrate
Epidemiologie: Wirtsspektrum Klauentiere (Elephant, Igel, Mensch) UK 2001, Morbidität Rd 100%, Lethalität 2-50%, >2 Jahre Virusträger
Pathogenese: Pharynx--> Blut, Milch, Speichel --> SH
Klinik: Inkub: 1.7 Tage Fieber, Stomatitis, Schmatzen, MKS-Bart, Trippeln Rd (Indikatortier), Sw (Vermehrungstier), Zg/schf (Reservoirtier)
Diagnose: Klinik
DD: MD, Stomatitis papulose/ vesicularis, BKF, Rinderpest, Dermatitis digitalis, Mauke
§: Anzeigepflichtig, MKS- VO
Prophylaxe: Impfen verboten aber Notimpfstoffbank
Erreger: europ.äisch schafassoziiert OvHV2, afrikanisch AIHN 1, Gammaherpesviren (Latenz Ganglien)
Epidemiologie: Wdk (Sw), meist junge Erwachsene, Enzootie mgl, Lethalität >90% , Schf Reservoir ohne Klinik, Übertragung unklar, Inkub. ~30 d,
Pathogenese: Immunsupression (IL2 niedrig), genetisch mgl
Klinik: nekrotiesierende und obliterierende Vaskulitis mit ischämischer Nekrose, 4 Verlaufsformen: perakut, Darmform, Kopf-Augenform + Hautform (Mischung) (Anorexie, Milchleistung V, Hohes Fieber, schleimig-eitriger Nasenausfluß, nasale Stenosegeräusche, Augenausfluß, Konjunktivitis, Keratitis, Photophobie,Haut und SH Veränderungen, Lnn ^^, , nichteitrige interstitielle Nephritis, hämorrhagische Zystitis, ZNS-Störungen, nichteitrige Polyarthritis
Diagnose: Klinik, Epidemiologie, EDTA-Blut Nachweis von OvHV2 spez. Sequenzen in Leukos, ELISA
DD: Augenveränderungen ( Infektiöse bovine Keratokonjunktivitis), Stomatitis (MD, Bluetongue, Verätzungen, MKS)
Therapie: NSAIDs, Interleukin 2 (deutl. Lymphpenie, Prognose schlecht)
Prophylaxe: nicht zusammen mit Schafen halten, Impfstoff wird entwickelt
§: seit 2011 nicht mehr meldepflichtig