Geophysik Dynamische Erde 1 ETHZ

Wichtiges zu Geophxsik in der Vorlesung Dynamische Erde an der ETH

Wichtiges zu Geophxsik in der Vorlesung Dynamische Erde an der ETH


F. F.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Konzepte der Geophysik mit Fokus auf Magnetisierung, Plattentektonik und Erdbeben. Themen wie remanente Magnetisierung, Dipolfeld, Wärmefluss und Lithosphärenstruktur werden vertieft, wobei Zusammenhänge zwischen Erdmagnetfeld, Energieumwandlung und dynamischen Prozessen der Erde erläutert werden. Besonders für Studierende der Geowissenschaften und Physik geeignet, um komplexe Zusammenhänge der dynamischen Erde strukturiert zu erfassen.
Karten
76
Lernende
23
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.03.2017 / 08.09.2026

Lernkarten

Quellen des ozeanischen Wärmeflusses vom Erdinnern.

1. Wärmeproduktion durch Radioaktivität

2. Mantelwärmefluss

3. Abkühlung der Lithosphäre und das Gefrieren der Asthenosphäre zu Lithosphäre

Folgen der Abkühlung der ozeanischen LIthospährenplatten

-Der Wärmefluss durch die ozeanische Kruste nimmt mit

zunehmendem Alter ab.

-Die Lithosphärenmächtigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu.

-Die ozeanische Tiefe nimmt mit zunehmendem Alter zu.

Konvektionsmodell der Erde

Keine Konvektions- „Kreise“, sondern Wärmetransport im Mantel durch vertikale Strömungen.

Woher kommt die Energie der Geothermie?

Sonnenenergie dringt nicht wirklich weit in Boden ein. Wärme in der Tiefe kommt aus dem Erdinnern

Untiefe Geothermie

Speichern von Energie im Boden

Tiefe Geothermie

Bisher noch nicht erfolgreich. 2 Typen. Basel und St. Gallen.

Lokalisierung des Erdbebens

Dreiecksmethode:

Tiefenverteilung der Erdbeben in den letzten 50 Jahren:

Flachbeben (0 km bis 70 km)

Mitteltiefe Erdbeben (70 km bis 300 km)

Tiefbeben (300 km bis 700 km)              

85% -> an allen seismischen Zonen

12% -> an Subduktionszonen

3% -> an Subduktionszonen

Primär Effekte von Erdbeben

Verschiebungen an einem Bruch.

Aufschiebungen und Abschiebungen schräg oder nahezu parallel zur Vertikalen sowie dextrale oder sinistrale horizontale Verschiebungen sind möglich

Sekundär Effekte von Erdbeben

-Brände

-Erdrutsche

-Tsunami

Masstäbe zur Bestimmung der Grösse der Erdbeben

Intensität -> Modifizierte Mercalli Skala

Energie -> Magnituden Skala

Modifizierte Mercalli Skala

12-stufige Skala, welche das Ausmass der Sekundäreffekte des Erdbebens beschreibt.

Magnituden Skala

Beschreibt das Mass der Stärke des Erdbebens

Bis jetzt ist auch kein Erdbeben mit Magnitude 10 oder grösser registriert worden.

Sowohl nach oben als auch nach unten offen

Logarithmische Skala

Nimmt die Magnitude um den Faktor 1 zu. Um welchen Faktor nimmt die Energie steigt die Energie?

 

um den Faktor 101.5 (=31.6)

Wie sind die Erdbeben global verteilt?

zirkum- pazifischen Zone (75- 80%) (-> ring of fire)

der Mittelmeer- transasiatischen Zone (15- 20%)

MOR und Schwellen (3-7%).

Etwa 1% sind Beben innerhalb von Platten.

Arten von Brüchen im Herdgebiet

Wärmefluss

Der Wärmefluss gibt die pro Zeiteinheit durch eine Flächeneinheit (der Erdoberfläche) geflossene Wärme an.

Gravimeter

Instrument zur Bestimmung der Schwerebeschleunigung

Wärme

kinetische Energie von Atomen und Molekülen

Temperatur

willkürlich skaliertes Mass für diese Art von Energie

Berechnung des Nichtdipolfeldes

Totalfeld – Dipolfeld – Aussenfeld = Nichtdipolfeld

Langsame Änderung des Erdmagnetfelds

(Fachwort)

Säkularvariationen

Verteilung des Erdmagnetfelds

1% Aussenfeld

99% Innenfeld

  • ≈94% des Innenfeldes kann einem Dipolfeld zugeschrieben werden
  • Die restlichen ≈5% des Innenfelds entstehen aus entsteht aus elektrischen Strömen nahe der Kern-Mantel-Grenze

Innert wie vielen Jahren wechselt das Dipolfeld seine Richtung und wie oft?

Innert 4000-5000 Jahren, 1-5 mal pro Millionen Jahre

Sonnenwind

Strom elektrisch geladener Teilchen ("Plasma" von Protonen und Elektronen) aus der Sonne

Wie wird das Dipolfeld in der Erde erzeugt?

Das Dipolfeld wird im flüssigen Erdkern erzeugt. Das Material des Erdkerns besteht hauptsächlich aus flüssigem Eisen, mit einem geringen Anteil Nickel (und vielleicht auch Schwefel), und ist ein guter elektrischer Leiter.

Materiebewegungen im Kern (Rotation, Konvektion) führen nach dem Dynamo-Prinzip zur Entstehung des ‘selbst- erregenden Dipolfeldes’, welches an der Erdoberfläche etwa 94% des

gesamten Feldes entspricht.

Häufigste ferromagnetsche Mineralien

Magnetit, Titan-oxidmineralien und Hämatit

Remanente Magnetisierungsarten (zurückgebliebene Magnetisierung)

Magnetit, Titan-oxidmineralien und Hämatit

-DRM (Detritische Remanente Magnetisierung)

-CRM (Chemische Remanente Magnetisierung)

-TRM (Thermische Remanente Magnetisierung)

-pDRM (post-Depositions-Remanente Magnetisierung)

DRM

Detritische Remanente Magnetisierung

Grösstenteils aus der Erosion von Gesteinen auf den Kontinenten, und enthalten daher auch magnetisierte ferromagnetische Körner. Während der Ablagerung von Sedimenten werden die ferromagnetischen parallel zum herrschenden Erdmagnetfeld ausgerichtet. Nach der Verfestigung des Sediments bleibt die remanente Magnetisierung permanenterhalten.

CRM

Chemische Remanente Magnetisierung

Diagenese und Verwitterung können ferromagnetische Mineralien umwandeln. Z.B. Magnetit zu Hämatit oxidieren. Die Richtung ist parallel zur bei der Umwandlung herrschenden Feldrichtung.

TRM

Thermische Remanente Magnetisierung

Lava kühlt ab, Auskristallisierung ab ~1000°C, paramagnetisch. Bei unterschreiten des Curie-Punktes (578– 675°C) entstehen die starken magnetischen Eigenschaften der ferromagnetischen Mineralien. Dann richten sich die einzelnen ferromagnetischen Körner nach dem Erdmagnetfeld. Bei einer weiteren Abkühlung wird die erworbene TRM "eingefroren".

-sehr hohe Stabilität

pDRM

post-Depositions-Remanente Magnetisierung

Magnetische Partikel in wassergefüllten Poren von Sedimenten werden bei Kompaktion und Diagenese permanent „eingefroren“.

Paläomagnetismus

Befasst sich mit der Geschichte des Erdmagnetfeldes in der geologischen Vergangenheit. Die Evidenz dafür stammt aus der remanenten Magnetisierung von Gesteinen, welche magnetische Mineralien enthalten. Die Hauptmerkmale des Paläomagnetismus sind scheinbare Polwanderung und Polaritätsumkehrungen.

Scheinbare Polwanderung

Aus der gemessenen Magnetisierung wird die scheinbare geomagnetische Pollage VGP berechnet. Diese stimmt mit der ehemaligen Erdrotationsachse überein. Alle gleichaltrigen VGP für einen bestimmten Kontinent liegen nahe bei einander. Verbinden aller (zeitlich gestreuten) Pollagen eines Kontinentes liefert scheinbare Polwanderungskurve. Durch Überlagerung dieser Kurven von verschiedenen Kontinenten lassen sich die Plattenbewegungen rekonstruieren.

Van-Allen Gürtel

Strahlungsgürtel der Erde. Er ist ein Ring (Torus) energiereicher geladener Teilchen im Weltraum, die durch das Erdmagnetfeld eingefangen werden.

Magnetostratografie

Da Polaritätsumkehrung weltweit: Korrelation in gleich alten Gesteinen. Magnetisierung des Ozeanbodens, da unter Sedimenten eine relativ stark magnetisierende Schicht basaltischer Laven. Ergibt Streifenmuster parallel zu MOR

Lernen