Modul Medizinische Diagnostik/ Pharma
Chronischer Schmerz und Depression aus psychiatrischer Sicht
Chronischer Schmerz und Depression aus psychiatrischer Sicht
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Cartes-fiches
Was hat die höchste Evidenz bei der non-medikamentösen Behandlung von Depressionen?
welche der folgenden Medikamente neigen zu hohem interaktionspotential wenn Johaneskraut als Phytopharmaka eigesetzt wird?
Welches der folgenen sind Nebenwirkungen bei Antidepressiva?
Nenne de untergruppen der Medikamente wleche bei Depressionen eingestzt werden könnem ?
Was ist bei Pat. die mit Lithium medikamentös versorgt werden wichtig, das sie :
Nenne die Grundvoraussetzungen für eine Therapie bei Depression:
Was stimmt für das biopsychoziale Schmerzkonzept?
Was sind Grundvoraussetzungen für eine Therapie bei chronischen Schmerzen?
Kommunikation
Schaffen eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses
Information (in geeigneter Form) über somatoforme Störungen und über das Wechselspiel von körperlichen und seelischen Prozessen (Arbeit am Krankheitsmodell)
Motivation zu einer weiterführenden Behandlung mit verschiedenen Therapiebausteinen
Limitation (invasiver) Untersuchungen
Zusichern der weiteren somatischen Betreuung
ein antikonvulsiva ist das gleiche wie ein :
Off label use eines Medikamentes bedeutet ?
Nenne iatrogene Chronifizierungsfaktoren in der Gesprächsführung
verängstigende Befundmitteilung und «katastrophierende» ärztliche Beratung
fehlende («Sie haben nichts») oder stigmatisierende Diagnosemitteilung («alles nur psychisch»)
Mangelnde Information und Aufklärung über das Krankheitsbild ohne adäquate Erklärung der Beschwerden
Ungenügende Einbeziehung des Patienten (seiner Ursachen- und Zielvorstellungen)
Nenne iatrogene Chronifizierungsfaktoren in der Diagnostik
Organmedizinische Über- und Mehrfachdiagnostik als reine Ausschlussdiagnostik
Überschätzen unspezifischer somatischer Befunde
Mangelnde Berücksichtigung psychosozialer Faktoren und psychischer Komorbidität
Übersehen sozialmedizinischer Aspekte (Krankengeld, Rentenbegehren) und weiterer entlastender Aspekte der Krankenrolle (sekundärer Krankheitsgewinn)
Iatrogene Chronifizierungsfaktoren sind :
Nenne iatrogene Chronifizierungsfaktoren durch Haltungs- und Behandlungsfehler
Einseitiges biomedizinisches oder psychologisierendes Vorgehen («Entweder- oder-Modell»)
Fehlende Kooperation zwischen den Behandlern
Nenne iatrogene Chronifizierungsfaktoren in der Therapie
Förderung passiver Therapiekonszepte (z.B. passive physikalische Massnahmen, Injektionen, Operationen)
Präferenz und fehlerhafte Indikationsstellung invasiver Therapien und oder suchtförderlicher Medikamente
Lange, unreflektierte Krankschreibung
Fehlende, zu späte oder unzureichend vor- und nachbereitete Überweisung zum Psych...
Ausbleiben
Iatrogene Chronifizierungsfaktoren sind :
Nenne iatrogene Chronifizierungsfaktoren durch Medikation
Medikamentenverordnung ohne Sichtung und Sortieren der laufenden Medikation
unzureichende analgetische Behandlung von Akutschmerzen
schmerzkontigenter Medikamenteneinsatz «nach Bedarf»
unkritische Verschreibung suchtförderlicher Medikamente, vor allem Opioide oder Benzodiazepine
nichtindizierte Verordnung von Neuroleptika, z.B. als «Wochen-/Aufbauspritze»
alleinige und länger dauernde Psychopharmakologie ohne adäquate psychotherapeutische Behandlung
Green flags sind ?
Green flags bei Somatoforme Störung sind :
Nenne sieben Green flags für somatoforme Störungen
Aktive Bewältigungsstrategien (z.B. körperliches Training, positive Lebenseinstellung, Motivation für Psychotherapie)
Gesunde Lebensführung (ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, Bewegung und Entspannung)
Sichere Bindungen, soziale Unterstützung
Gute Arbeitsbedingungen
Gelingender Behandler-Patient-Beziehung
Biopsychosozialer, entkatastrophierender Ansatz unter Vermeidung unnötiger Massnahmen
Frei zugängliches, aber auf Selbstverantwortung und Prävention setzendes Gesundheitssystem
Nenne 5 yellow flags in der psychotherapie :
•polysymptomatischer Verlauf
•häufige bzw. anhaltende Beschwerden (keine o. nur seltene/kurze beschwerdefreie Intervalle)
•dysfunktionale Gesundheits-/Krankheitswahrnehmung (z.B. katastrophierendes Denken, starke gesundheitsbezogene Angst)
•dysfunktionales Gesundheits-/Krankheitsverhalten (hohes Inanspruchnahmeverhalten, Schon- und Vermeidungsverhalten
•deutlich reduzierte Funktionsfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit >4 Wo.,
•mässige bis hohe psychosoziale (event. auch biografische) Belastung (z.B. Niedergeschlagenheit, Zukunftsängste, wenig Sozialkontakte)
•psychische Komorbidität (v.a. Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung, Suchterkrankung, Persönlichkeitsstörungen)
•Behandler-Patient-Beziehung (von beiden) als «schwierig» erlebt
•iatrogene «somatisierende» Faktoren
Nenne acht Red flags bei somatoformen Störungen
schwerste Ausprägung der Beschwerden
Auftreten bekannter Warnsignale somatisch definierter Erkrankungen
Hinweise auf ernstes selbstschädigendes Verhalten
Suizidalität
körperliche Folgeschäden (z.B. Fixierung von Fehlhaltungen, Bewegungseinschränkungen bis hin zu starker Einschränkung der Beweglichkeit geschonter Gelenke, Kontrakturen, starke Gewichtszunahme, Bettlägerigkeit)
besonders schwere psychische Komorbidität (z.B. schwere depressive Entwicklung, Angst, die den Patienten das Haus nicht mehr verlassen lässt)
häufige Behandlerwechsel und Therapieunterbrüche
Hinweise auf ernstes iatrogen schädigendes Verhalten
Nenne neun Yellow flags für somatoforme Störungen
polysymptomatischer Verlauf
häufige bzw. anhaltende Beschwerden (keine o. nur seltene/kurze beschwerdefreie Intervalle)
dysfunktionale Gesundheits-/Krankheitswahrnehmung (z.B. katastrophierendes Denken, starke gesundheitsbezogene Angst)
dysfunktionales Gesundheits-/Krankheitsverhalten (hohes Inanspruchnahmeverhalten, Schon- und Vermeidungsverhalten
deutlich reduzierte Funktionsfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit >4 Wo., sozialer Rückzug, körperliche Dekonditionierung, event. körperliche Folgeschäden
mässige bis hohe psychosoziale (event. auch biografische) Belastung (z.B. Niedergeschlagenheit, Zukunftsängste, wenig Sozialkontakte)
psychische Komorbidität (v.a. Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung, Suchterkrankung, Persönlichkeitsstörungen)
Behandler-Patient-Beziehung (von beiden) als «schwierig» erlebt
iatrogene «somatisierende» Faktoren
nenne 4 «red flags» bei somatoformen Störungen
•schwerste Ausprägung der Beschwerden
•Auftreten bekannter Warnsignale somatisch definierter Erkrankungen
•Hinweise auf ernstes selbstschädigendes Verhalten
•Suizidalität
•körperliche Folgeschäden (z.B. Fixierung von Fehlhaltungen, Bewegungseinschränkungen bis hin zu starker Einschränkung der Beweglichkeit geschonter Gelenke, Kontrakturen, starke Gewichtszunahme, Bettlägerigkeit)
•besonders schwere psychische Komorbidität (z.B. schwere depressive Entwicklung, Angst, die den Patienten das Haus nicht mehr verlassen lässt)
•häufige Behandlerwechsel und Therapieunterbrüche
•Hinweise auf ernstes iatrogen schädigendes Verhalten
In der Regel dauert es 8 - 10 Jahre, bevor PatientInnen mit somatoformen Schmerzen in eine fachgerechte psychotherapeutische Behandlung kommen
Auch wenn die Beschwerden oft nicht vollständig verschwinden, lassen sie sich mit entsprechender Behandlung zumindest deutlich lindern.