ZZ ISME: Verhaltensbiologie, Gehirn und Lernen

Biologie: Verhaltensbiologie, Gehirn und Lernen

Biologie: Verhaltensbiologie, Gehirn und Lernen


Stefan Popp
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Verhaltensbiologie, das Gehirn und Lernprozesse, geeignet für den Mittelschulbereich. Sie behandeln zentrale Themen wie Verhaltensweisen, Reize, Reflexe und Konditionierung, wobei sowohl Tiere als auch Menschen im Fokus stehen. Besonders nützlich sind sie für Schüler, die sich mit biologischen Grundlagen des Verhaltens und den Funktionen des Gehirns auseinandersetzen möchten, um ein tieferes Verständnis für Lernprozesse und Verhaltensmuster zu erlangen.
Karten
108
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
28.02.2017 / 12.06.2018

Lernkarten

Was ist ein unbedingter Reiz?

Ein Reiz der ohne vorangegangenes Lernen eine Reaktion auslöst.

Was ist eine unbedingte Reaktion?

Eine natürliche, angeborene Reaktion.

Was ist ein neutraler Reiz?

Ein Reiz der ohne vorangegangenes Lernen keine Reaktion auslöst.

Was ist ein bedingter Reiz?

Ein Reiz der durch Lernen eine Reaktion auslöst. z.B. Sabbern bei Glocke

Was ist ein bedingter Reflex?

Ein durch Lernen ausgelöster Reflex mithilfe eines bedingten Reizes.

Was ist eine bedingte Reaktion/Appetenz?

Eine neue, erlernte Reaktion/Verhaltensweise.

Was ist eine bedingte Aversion?

Eine durch Lernvorgang beigebrachte Vermeidung eines Verhaltens.

(la aversion = die Abneigung)

Was passiert bei mehrfacher Kombination von neutralem und unbedingtem Reiz?

Aus dem neutralen Reiz wird ein bedingter Reiz, welcher eine bedingte Reaktion auslöst.

Was ist Operante Konditionierung?

Wenn Verhalten sich fast ausschliesslich auf erlernten Reaktionen aufbaut.
= Lernen durch Versuch und Irrtum

Was ist Lernen?

Der Erwerb von geistigen, körperlichen oder sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten.

Beschreiben Sie die zwei Phasen, in welchen Lernvorgänge ablaufen.

1. Phase: Lebewesen nimmt Informationen auf und speichert sie im Gedächtnis.
2. Phase: In ähnlichen Situationen wie 1. wird die gespeicherte Information abgerufen und bewirkt ein geändertes Verhalten.

Fakultatives Lernen=

Nicht lebensnotwendiges Lernen

Obligatorisches Lernen=

Lebensnotwendiges Lernen

Was ist Reifung?

Das Entstehen einer Verhaltensweise auf genetischer Grundlage ohne die Notwendigkeit individueller Erfahrungen.

Wann ist ein Tier für bestimmte Erfahrungen besonders empfindlich, bzw. muss es bestimmte Erfahrungen machen?

In der sensiblen Phase.

Wie nennt man die Abnahme der Reaktionsintensität auf einen immer wiederkehrenden Reiz?

Gewöhnung -> unnötige Reaktionen auf dauernd vorhandene Reize werden verhindert.

Wie begründet die Übungshypothese das Spielverhalten von Jungtieren?

Das Tier kann so Verhaltensweisen einüben und Perfektionieren. z.B. zur Jagd

Wie begründet die Trainingshypothese das Spielverhalten von Jungtieren?

Muskulatur und Herz-Kreislauf-System in Form halten.

Nennen Sie Verhaltensweisen aus dem Alltag welche der Mensch durch operante Konditionierung erlernt?

- Fahrrad fahren
- heisse Herdplatte nicht anfassen

Zu welchen Tieren und Tierarten gehören Hirn 4 und 5 und was bewirken sie?

4= Taubenhirn -> Vögel
5= Hund -> Säugetiere
Diese beiden Tierarten haben im Gegensatz zu 1 bis 3 (Fisch, Frosch, Krokodil) ein grösseres Grosshirn, welches die Informationsspeicherung und somit das Lernen ermöglicht.

Beschriften Sie folgendes Taubenhirn:

Rosa= Vorderhirn
Grün= Mittelhirn
Blau= Kleinhirn
Grau= Nachhirn

Was steigert den Lernerfolg?

Wiederholtes Üben

Nennen Sie Formen von Lernen welche allgemein gültig sind:

- Lernen von Reizen = klassische Konditionierung
- Lernen durch Versuch und Irrtum = operante Konditionierung
- Prägung
- Gewöhnung
- Spielverhalten
- Erkunden

Nennen Sie Formen von komplexen Lernformen:

- Beobachtung und Nachahmung
- Lernen durch Einsicht
- Handeln nach Plan
- Werkzeuggebrauch

Mit welcher komplexen Lernform lernen Kinder viel?

Beobachtung und Nachahmung

Wie kommt Prägung zustande?

Durch optische und akustische Reize sowie Bewegung in der sensiblen Phase.

Wozu sind Prägungen wichtig?

Um Verbindung zur Mutter oder dem Beschützer herzustellen -> Überlebenswichtig

Welche Reize sind bei einer Nachfolgeprägung notwendig?

Bewegungen sowie optische und akustische Reize.

Nennen Sie 5 Prägungsarten:

- Nachfolgeprägung
- Nahrungsprägung
- sexuelle Prägung
- Prägung auf den eigenen Nachwuchs
- Ortsprägung

Welche zwei Prägungsphasen gibt es?

1. Phase: Aufmerksamkeitsprozesse
2. Phase: Ausführungsphase

Was passiert in der Aufmerksamkeitsphase der Prägung?

- Beobachter konzentriert die Aufmerksamkeit auf das Modell und beobachtet (beobachtet konzentriert)
- Beobachter wählt Verhaltensweisen die ihn besonders interessieren (Interessante Verhaltensweisen)
- Speicherung des Modellverhaltens im Gedächtnis

Wann folgt bei der Prägung die Ausführungsphase auf die Aufmerksamkeitsphase?

Unterschiedlich, sie kann sofort oder zeitlich deutlich verzögert stattfinden.

Was ist Lernen durch Einsicht?

Das Lösen einer wahrgenommenen Problemsituation durch Erkennen und Verstehen eines Sachverhaltes.

Welche zwei Gedächtnisformen gibt es?

Kurzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis

In was teilt sich das Langzeitgedächtnis auf?

- Gedächtnis für Informationen und Ereignisse -> Faktengedächtnis und persönliches Erfahrungsgedächtnis
- Gedächtnis für Gewohnheiten, Fertigkeiten und Bewegungsabläufe

Beschriften Sie folgende Hirnhäute:

1: Kopfschwarte
2: Schädelknochen
3: Harte Hirnhaut
4: Spinnwebhaut
5: Gehirnflüssigkeit (Liquor) und Blutgefässe
6: Weiche Hirnhaut
7: Hirnrinde
8: Hirnmark

Beschreiben Sie folgende Punkte vom Neuralrohr zu den Gehirnteilen:

Vorderhirn
Zwischenhirn
Mittelhirn
Hinterhirn (Kleinhirn)
Nachhirn
Rückenmark

Was ist das Grosshirn?

Das Zentrum der Wahrnehmung
Das Zentrum des Bewusstseins, Denkens, Fühlens und Handelns

In welcher Hirnhälfte speichern wir erlerntes Wissen und in welcher persönliche Erfahrungen?

Erlerntes Wissen: Links = Verstand
Persönliche Erfahrungen: Rechts = Gefühle, Kreativität, Orientierung

Beschriften Sie folgendes Hirn:

a) Grosshirn
b) Balken: verknüpft rechte mit linker Hirnhälfte
c) Zwischenhirn: reguliert Stoffwechsel
d) Mittelhirn: Schaltstation für Erregung von Sinnesorgangen
e) Kleinhirn: Bewegung/Motorik
f) verlängertes Rückenmark: Atmungsregulation

Lernen