Blut

Vetsuisse ZH 2. Semester

Vetsuisse ZH 2. Semester


M. V.
Diese Lernkarten behandeln auf universitärem Niveau die Zusammensetzung und Funktion des Blutes, einschließlich der Gerinnung, Zellbildung und Transportprozesse. Sie vertiefen sich in die Rolle von Leber, Endothel und Granulozyten, sowie die Bedeutung von Eisen und Hämoglobin für den Sauerstofftransport. Medizinstudenten profitieren davon, um die komplexen Mechanismen der Blutgerinnung, Zellaktivierung und Verletzungsreaktionen zu verstehen.
Karten
95
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.02.2017 / 12.01.2019

Lernkarten

Erythrocytenindices 

  • MCV
  • MCH
  • MCHC

MCV

  • Mittleres EC Volumen
  • Hämatokrit / Erytrhocyten pro L
  • in fl

MCH

  • mittlerer Hb Gehalt eines einzelnen Erytrhocyten (Färbekoeffizeint)
  • Hämatokrit /EC pro L
  • in Pg
  • norm 31pg

MCHC

  • mittlere HB Konzentration in den EC
  • HB/ HKT oder MCH/MCV
  • in g/l
  • norm 335g/l

Aufbau des Hämoglobins

  • Häm: O2 tragende prosthetischer Gruppe
  • Globin: Artspezifischer Proteinanteil 
  • Bei Säugern ein Tertramer

Aufbau des Häm Molekül

  • aus zweiwertigen zentralen Eisenatomen (Fe2+)
  • 4 substituierte Pyrolringe

Bindung des 02 an das Häm

  • 02 geht eine lockere, nicht koordinative reversible Bindung mit einem der zentralen FE2+ Atome ein
  • Wertikeit des Fe2+ ändert sich nicht
  • Eine Bindung erhöht die Affinität der übrigen HB Bindungsstellen --> positive Kooperativität
    • 02 Bindungskurve ist dadurch sigmoid

02 Bindungskurve des Blutes 

  • 02 Sättigung 100%= jedes Myoglobin und Hämoglobin ist beladen
  • Partialdruck =  wie viel Sauerstoff ist noch vorhanden
  • Hämoglobin kann bei hohen 02 Konzentrationen das 02 binden und es bei tiefen konzentrationen wieder abgeben
  • Myoglobin gibt das 02 erst bei sehr tiefen Konzentrationen ab

Halbsättigungsdruck

  • Mass für den Sauerstoffpartialdruck, bei  dem 50% des Hämoglobin belanden ist

Abhängigkeit der 02 Kapazität des Blutes 

  • Kapazität steigt mit der Konzentration des HB
  • in Ruhe wird nur ca 25% des gesamten O2 ausgeschöpft 

Wirkung der Hif Rezeptoren

Hif 1 für akute und Hif 2 für chronischen Sauerstoffmangel

1. Hif Rezeptor bewirkt das Bildung von Epo in der Niere

2. Das Epo dockt an die Eporezeptoren im roten Blutmark an --> bewirkt die Ausreifung der Vorläuferzellen

3. Dadurch steigt der Hämatorkriet und die Sauerstoffversorgung steigt 

Zellformen während der Erytropoesie 

1. Proerytrhoblast

2. Erytrhoblast

3. Normoblast

4. Retikulocyt

5. Normocyt

Proerytrhoblast

  • junge, unreife, grosse, runde Zellen
  • kernhaltig
  • scharf begrenzte Nucleonen
  • Zytoplasma stark basophil

Erytroblast

 

  • kleinere runde Zellen
  • kein Nukleon
  • kleinere Kerne
  • Cytoplasma von basophil bis polychromatisch
  • zunehmender Hämoglobingehalt

Normoblast

  • noch kleinere Zelle 
  • dichterer Kern
  • vollständige Hämoglobinsation
  • Cytoplasma polychromatisch bis orthochromatisch

Retikulocyt

  • kernlos
  • feines netzartiges Gerüst
  • nicht mehr teilungsfähig
  • noch mässige RNA, Protein und Hämsyntese

Normocyt

 

  • klein
  • kernlo
  • runde Zellen 
  • zentrale Aufhellung 
  • reifer Erytrhocyt 

Ablauf der Erythrocytose 

1. es gibt eine Pluripotente Stammzelle

2. die Zellen werden immer kleiner 

3. die Zellen stossen den Zellkern ab und bauen sie ab (Reticulocyte)

4. Reticulocyte sind noch nicht vollständig reif 

  • DNA Rest muss noch abgebaut werden 

Stoffwechsel der EC

  • reife EC haben keine Zellkern und keine Mitochondrien
    • keine Zellteilung, keine Synthese möglich
  • Hochspezialisiert für den Glukosetransport

Glukose lieferte Energie für 

  • aktive Ionentransportvorgänge
  • Formerhaltung 
  • Synthese von Glutation
    • Oxidationsschutz

Funktion der Leukocyten

  • unspezifischer Abwehr (Granulozyten, Monozyten)
  • spezifischer Abwehr (Lymphozyten)
  • Abwehr von Pathogenen

Subtypen der Leukozyten

Einteil nach Färbung und Morphologie

  • Lymphozyten
  • Granulozyten
    • Neutrophile
    • Eosinophile
    • Basophile
  • Monozyten

Vorkommen der Leukozyten

  • Granulozyten und Monozyten bleiben im Zielgewebe
  • Lymphozyten zirkulieren
    • haften am Endothel 
    • werden bei bedarf mobilisiert

Differentailblutbild 

  • Prozentualer Anteil der einzelnen Leukozytenarten

Leukopenie

  • < 4000/ul
  • krtisch bei < 800 neutrophile Granulozyten /ul

Ursachen

  • toxisch: Zytostatika, Benzol, inoisierende Strahlung 
  • Allergisch

Leukämie

Vermehrung funktionsuntüchtiger Leukozyten

  • Formen: lymphatisch oder myeloisch

Neutrophiler Granulozyt

  • Durchmesser 9 -12um
  • Lebensdauer 4-5 d
  • Energiegewinnung durch Glykolyse
  • amöbiod beweglich, Endothel haftend 
  • akute Infektion: starke Zunahme im Blut 

Linksverschiebung:viele Junge: beginn einer Infektion

  • stabkernige Granulozyten = jung

Rechtsverschiebung: viele Alte 

  • übersegmentierter Granulozyten = Alt 

Monozyten

  • Durchmesser 12 -20um
  • grösere Phagozytosekapazität
  • Atigenpräsenation für Lymphozyten
  • ungranuliertes Zytoplasma

Monozyten kommen ständig vor in:

 

  • Lymphkonten
  • Alveolarwänden
  • Sinus von Leber 
  • Sinus von Milz
  • Knochenmark

Wanderung der Monozyten

  • Ämoboid
  • nach 2-3d aus dem Blut ins Gewebe
  • Werden im Gewebe als Makrophagen (Histiozyten) sesshaft

Funktion der Monozyten

  • im Entzündungsbereich stark teilungsfähig 
  • scheiden zytotoxische Leukotrine und Zytokine aus 
    • Sammelsurium von Faktoren
    • Zytokine von Zellen sezerniert
    • können Zellen zerstören

mononukleäres Phagozytensystem

  • Monozyten und Gewebsmakrophagen
    • Monozyten sind unterwegs
    • Gewebsmakrophagen fest im Gewebe 

Lymphozyten

  • Durchmesser 7 -10um
  • Für die Spezifische Immunabwehr
    • 1% im Blut
    • 99% in den lymphatischen Organe
  • Bildung im Knochenmark

B Lymphozyten

  • Prägung im Knochenmark
  • humorale Immunreaktion durch Produktion spezifischer Antikörper
  • siedeln sich in Milz und Lymphknoten an
  • Differenzieren zu Gedächtnis oder Plasmazellen (Milz und Mark

T Lymphozyten

  • Prägung im Thymus
  • spezifische zelluläre Immunkreaktion
  • Selektion/ Expansion im Thymus
  • Vorkommen va im Lymphknoten und Milz
  • Aktivierung durch Atigen präsentierende B Zellen 

Primäre Hämostase

Blutstillung

  • Blutstillung nach 1 -4 minuten
  • Messung über die Blutungszeit
  • Gefässreaktion

Sekudäre Hämostaseq

Blutgerinnung 

  • Gerinnung nach 5 -7 Minuten
  • Messung über die Gerinungszeit
  • Weisser Pfropf wird durch Thrombozyten und Lymphozyten ersetzt 

Exogene Aktivierung 

  • Bei Verletzung der Haut
  • Blut kommt in Kontakt mit der Aussenwelt

Endogene Aktivierung 

  • Bei Verletzung des Endothels 
  • Das Blut tritt nicht nach aussen 

Gefässreaktion

  • sofort nach Verletzung: Vasokonstirktion
    • bedingt durch lokale, nervale Reflexe 
  • Kontraktion hält ca 30 min an
    • verhindert die Blutung und ermöglicht die Bildung des Pfropfes 
  • verletzes Endothel rollt sich zusammen und verklebt
  • sehr effizeint 

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