Anatomie
Basiswissen Herz/Kreislauf/Lymphsystem
Basiswissen Herz/Kreislauf/Lymphsystem
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Lernkarten
Was kann ein Physio bei Ödemen machen?
Lymphdrainage
Wieso heisst des Milchbrustgang?
Die Lymphe, die vom Verdauungstrakt herkommt ist reich an im Dünndarm aufgenommenen Fettverbindungen. Sie ist deshalb milchig weiss und gibt dem Milchbrustgang ihren Namen
Welche Farbe hat die Lymphflüssigkeit in der Regel?
transparente Flüssigkeit aus Wasser und gelösten Eiweissen und Stoffwechselprodukten (Glukose, Glyzerin, Fettsäuren), Lymphozyten und abgestorbene Zellen und Zelltrümmer.
hat keine roten Blutkörperchen!
Wie erfolgt der Flüssigkeitstransport in der Lymphe?
Durch Muskelbewegungen, die Druck auf die L-Gefässe ausüben und teils durch glatte Muskulatur in den L-Gefässen. Ein Rückfliessen wird wie bei den Venen durch Taschenklappen verhindert.
Lymphknoten
- sind eingeschaltet in die Lymphgefässsysteme.
- Gruppen von erbsenförmigen bis bohnenförmige Knoten 1mm - 3 cm Durchmesser
- mehrerer Lymphgefässe münden in einen Knoten, aber nur 1-2 verlassen ihn wieder
- tastbar an Hals, in Achsel- und Leistengegend, auch vorhanden in Bauchgegend und im Lungeneintritt
- umhüllt von Bindegewebskapsel
im Knoten befindet sich ein Gangsystem mit:
- Fresszellen (Retikulumzellen), die Zelltrümmer und Fremdstoffe abbauen
- Lymphozyten, die durch Vermehrung zu Häufchen die Lymphfollikel bilden
Lymphknoten, Aufgaben:
- Filterstation für Lymphe: Lymphe sickert durch Knoten, der wie ein Sieb wirkt. Hier fressen Retikulumzellen mittransportierte Krankheitserreger und Zelltrümmer auf
- Reifungsstätte für Lymphozyten, die unfertig vom roten Knochenmark kommen
Lymphfollikel
zu Häufchen vermehrte Lymphozyten
Reich an B-Lymphozyten
Warum schwellen Lymphknoten an?
Bei Infektionen (Hals und Rachen) vermehren sich die Lymphozyten sehr stark und die daraus entstandenen Lymphfollikel vergrössern sich stark.
Aus den Lymphfollikel treten dann die Antikörper (von Plasmazellen produziert) zum Kampf gegen die Infektion
Nenne weitere lymphatische Organe
- Rachen- und Gaumenmandeln (Tonsillen) = Schutzbarriere
- axilläre Lymphknoten
- Wurmfortsatz bei Blinddarm
- inguinale Lymphknoten (Leisten)
- Dünndarm
- Thymus
- Milz (Spen/Lien)
- Lymphfollikel auf Zunge und im Darm
Milz und Unterschied zum Lymphknoten?
Milz liegt unter dem Zwerchfell, im linken Oberbauch, 150g - Abwehrorgan
Milz wird mit Blut versorgt und hat somit die Aufgabe:
- Abbau von alten Erythrozyten (nach 120 Tagen)
- Speicherung von Erytrhrozyten
- Speicherung von Eisen
- Abwehrfunktion
Thymus
- liegt hinter dem Brustbein
- Beim Kind 30-40 g, beim Erwachsenen nur noch ein fetthaltiger Thymusrest vorhanden
- Beim Kind zuständig für Ausbildung spez. Thymus-Lymphozyten (deshalb T-Lymphozyten genannt) für Abwehr fremdartiger Zellen und Gewebe (Bakterien, Pilze, Transplantate, Tumorzellen)
- T-Lymphozyten unterscheiden körpereigenes und körperfremde Strukturen, bilden Antigene
- Thymus später nicht mehr relevant, da sich die T-Lymphozyten in den Lymphknoten vermheren
Blut - allgemeine Aufgaben:
Schnellstrasse des Körpers
- Transport: Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffe, Abfallstoffe
- Informationsübertragung mittels Hormonen,
- Wärmeverteilung
- Wasser- bzw. Flüssigkeitsverteilung
- Blutgerinnung
- Unterstützung der Immunabwehr
Blut - Zusammensetzung
- Blutplasma
- Blutzellen 45%
Blutzellen
- Erythrozyten
- Leukozyten -> Monozyten, Granulozyten, B- und T-Lymphozyten
- Thromozyten
Blutplasma
- Wasser
- Nährstoffe (Glukose und Aminosäuren (= Bausteine der Proteine)
- Ionen Mengenelemente = Natrium, Chlorid, Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphat plus Spurenelemente = Jod, Fluor, Eisensalze
- Proteine: Albumine, Globuline
- Abfallstoffe: Harnstoff, Harnsäure, Urobilin (gelber Farbstoff), Kreatinin
- weitere gelöste organische Verbindungen
Unterschied Blutserum zu Blutplasma
Blutserum = Blutplasma ohne Fibrinogen
Steckbrief Thrombozyten
- = Blutplättchen
- Bildung im roten KM
- Lebensdauer 8-12 Tage
- Aufgabe: Blutstillung und Einleitung Blutgerinnung
- Menge: ca 200000 - 5000000/m3
- kein Zellkern, keine Mitochondrien
- Grösse 1.5 - 3um
Steckbrief Erythrozyten
- rote Blutkörperchen
- Bildung aus rotem KM in verschiedenen Berichen des Skeletts
- Lebensdauer: 4 Monate
- Abbau: in der Milz (wenn Milz ausfällt - Leber)
- Aufgabe: Sauerstofftransport
- Menge: Männer: 5Mio/mm3, Frauen 4.5
- in höheren Lagen nimmt die Menge wegen der dünnen Luft zu um verminderte Aufnahmekapazität in den Lungen zu kompensieren
- keinen Zellkern, keine Mitochondrien
- Durchmesser ca. 7um
- auf 5l Blut ca 25 Billionen Zellen
Steckbrief Leukozyten
- weisse Blutkörperchen
- entstehen im KM
- T-Lymphozyten entstehen im Kindesalter im Thymus
- B-Lymphozyten vermehren sich bei Infektionen in den Lymphknoten
- 4000 - 9000 Leukozyten pro mm3 Blut
bestehen aus Monozyten, neutrophile Granulozyten, Eosinophile Granulozyten, Basophile Granulozyten, B- und T-Lymphozyten
Immunologie Leukozyten, Aufgaben
Monozyten:
= Makrophagen = grosse Fresszellen
unspezifische zelluläre Abwehr
- phagozytieren verschiedene Antigene
- präsentieren Antigenfragmente den Lmyphozyten
Immunologie Leukozyten, Aufgaben
Neutrophile Granulozyten:
= Mikrophagen = kleine Fresszellen
Unspezifische zelluläre Abwehr
phagozytieren verschiedene Antigene, sterben dann ab -> Eiter
Immunologie Leukozyten, Aufgaben
B-Lymphozyten
spezifische humorale Abwehr
Nach Antigenkontakt vermehren sie sich und bildne Plasmazellen. -> diese produzieren Antikörper
diese Gedächtniszellen sorgen für Immunität
Immunologie Leukozyten, Aufgaben
T-Lymphozyten
Spezifische zelluläre Abwehr
Killerzellen töten (z.B. durch Viren) infizierte Zellen
Helferzellen regen T- und B-Lymphozyten zur Vermehrung an.
Regulationsaufgaben
Steuerfunktion für B-Lymphozyten
Beschreibe die Blutgerinnung
Nach der Verletzung eines Blutgefässes:
- kommt es zu einer Gefässverengung
- Blutstillung = Primäre Hämostase: 1-3 Min
- Thrombozyten lagern sich ab, verkleben und verschliessen die Wunde provisorisch = THROMBOZYTEN-AGGREGATION
- Blutgerinnung = Sekundäre Hämostase: 5-7 Min
- es wird ein Enzym freigegeben
- es kommt zu einer Kaskade von Reaktionen mit Gerinnungsfaktoren, am Ende wird aus Prothrombin Thrombin.
- Durch dieses Thrombin wird die Bildung von Fibrinfäden aktiviert.
- Erythrozyten bleiben hängen -> es entsteht ein Thrombus = Blutgerinnsel