Geografie: Landnutzung
Thema Landnutzung. Ergänzungsfach Geografie.
Thema Landnutzung. Ergänzungsfach Geografie.
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Lernkarten
Wie wird die Natur genutzt? (Nutzungsarten der Natur)
Als:
- Kulturraum/ Landschaftsbild/ Tourismus
- (Land- und Forst) Wirtschaftsraum
- Erholungsraum/ Sportraum
- Raum für Siedlung und Infrastruktur (Verkehr)
- Ressourcenabbau, Energiegewinnraum
- Lebensraum für Tiere und Pflanzen
- Raum für die Sinne
Wie sieht das Konzept der Raumplanung in der Schweiz aus?
- Der Bund legt die Grundzüge der Raumordnung in der Schweiz (durch Konzepte und Pläne) fest
- Der Kanton legt auf Basis des Bundeskonzepts ein kantonales Raumordnungskonzept fest und stellt dann einen kantonalen Richtplan zur Verfügung, der auch über die gewünschte Entwicklung des Raumes Auskunft gibt
- Die Gemeinde erarbeitet auf Basis des kantonalen Konzepts einen gemeindeweiten Nutzungsplan, der schliesslich befolgt wird. Die Bürger können an Gemeindeversammlungen Einspruch erheben.
Nenne Unterschiede der schweizer Raumplanung vor 1979 im Vergleich zu derjenigen von heute!
- Man will heute alles verdichten
- Man will heute soziales und kulturelles Leben fördern
Definiere Naturlandschaft!
Eine Landschaft, die (unabhängig vom Grad ihrer menschlichen Beeinflussung) von Naturfaktoren bestimmt ist.
Definiere Kulturlandschaft!
Entsteht durch die dauerhafte Beeinflussung der Menschen im Rahmen der Ausübung ihrer Grunddaseinsfunktionen, besonders durch wirtschaftliche und siedlungsmässige Nutzung.
Definiere Siedlungsraum!
Der Siedlungsraum umfasst die Teile der Erde, die zum ständigen Lebensraum der Menschen gehören.
Wie sieht das Landschaftsbild der Schweiz aus?
- Landwirtschaft dominiert die Landschaft: 37% Kulturland
- Es gibt Regionen von globaler Bedeutung: UNESCO-Welterbe-Liste
- Mehr und mehr zersiedelte Landschaft
Wie hat sich die Landschaft der Schweiz seit 1982 verändert?
Durch Zersiedelung entstand folgendes:
- Weniger Artenvielfalt
- Siedlungsfläche hat stark zugenommen (um die 10% alle 12 Jahre)
- Deshalb hat Landwirtschaftsfläche und qualitativ guter Boden stark abgenommen
- Leichte Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung (Weideflächen nehmen zu)
- Alpenflächen wurden verbuscht
- Viele Einfamilienhäuser (führt wiederum zu Zersiedelung)
Wie kam es in der Schweiz zu Kulturlandschaft?
- Vor 5000 Jahren Schweiz zu 90% mit Wald bedeckt
- Menschen wurden sesshaft und rodeten deshalb Waldflächen
- Im Laufe der Jahrhunderte entstand durch Beweidung und Ackerbau eine vielfältige Kulturlandschaft
- Es entwickelten sich Agrarlandschaftstypen
Wie entwickelte sich die Schweizer Landwirtschaft?
Man erkannte im Laufe der Zeit, welche Gebiete für was am besten geeignet sind und entwickelte Agrarlandschaftstypen
- Mittelland für Ackerbau geeignet (Klima, Relief)
- MA: Dreifelderwirtschaft: lange und schmale Parzellen, um den Pflug möglichst wenig zu wenden und Erbteilung zu erleichtern
- Industrialisierung/ Kolonialisierung: Eisenbahnen und Dampfschiffe als Transportmittel für billige Dünger und Getreide
- Abnahme Ackerbau, Zunahme Graswirtschaft. Keine Brache mehr, da Dünger vorhanden. Abwanderung vieler Menschen.
- 1870-1880: Agrarkrise --> Bundesstaatliche Agrarförderungen
- Ab 1950: Mechanisierung und Rationalisierung --> Meliorationen: Man versucht, gutes Kulturland zu gewinnen (durch Entwässerung, Zusammenlegung und keiner Rücksicht auf Landschaftsbild)
- Ab 1990: Rückbau/ Extensivierung/ Ökologisierung: Ökologie wird wieder wichtig. Es kommt zu mehr Hecken und zur Aufforstung
Was sind Meliorationen?
Die Meliorationen hatten zum Ziel, die Lebens- und Produktionsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern:
- Parzellenzusammenlegung
- Entwässerung von Feuchtgebieten
- Steigerung der Erträge
- Bodenverbesserung
Was bedeutet Rationalisierung in diesem Kontext?
Verdichtung auf das Nötigste in der Landwirtschaft. Schönheit und Vielfalt der Landwirtschaft spielten keine Rolle mehr. (2.WK: Anbauschlacht Kartoffeln)
Wie sieht es mit dem Selbstversorgungsgrad der Schweiz aus?
Im 2WK wurde der Selbsversorgungsgrad durch die Anbauschlacht von 52 auf 59% gesteigert.
Wir waren und sind keine Selbstversorger!
Wie hat sich die schweizer Landwirtschaft in den letzten Jahren verändert?
- Landw. Betriebe nahmen ab
- Grössere Betriebe nehmen den Platz von kleineren Betrieben ein
- Zuckerrübenanpflanzung seit 1996 um 25% zugenommen
- Futterrübenanplfanzung seit 1996 um 75% abgenommen
- Biobetriebe nahmen längere Zeit ab, momentan wieder Zunahme
- Getreidefläche seit 1996 um 22% abgenommen
- Nahrungsmittelpreise steigen
Welche besondere Rolle spielt die Berglandwirtschaft?
Durch die Berglandwirtschaft tragen Bergbauern wesentlich dazu bei, dass die peripheren Regionen nicht entvölkert werden und dass das Landschaftsbild nach wie vor als gepflegtes und bewirtschaftbares Kulturland in Erscheinung tritt.
Berglandwirtschaft hat einen Anteil von über 50% der Betriebe.
Welche Folgen könnte der Rückgang der Bergbauern haben? (Ökonomisch, Ökologisch, Sozial)
Ökonomisch:
- Grösserer Import notwendig
- Verlust des Einkommens
- Steuerverluste
- Änderung der Handelsbilanz
- Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengelder)
Ökologisch:
- Keine Pflege der Böden --> Verödung der Landschaft
- Verlust and Biodiversität
- Verlust an Kulturboden
Sozial:
- Kulturelle Traditionen gehen verloren
- Entvölkerung
- Kein Kulturland mehr
- Arbeitslosigkeit steigt
- Verschlechterung des Landschaftsbildes
Wie will der Bund die Berglandwirtschaft in Zukunft entwickeln? Wie will das die Alpenkonvention?
Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede!
Gemeinsamkeiten:
- Erhalt der Kulturlandschaft
- Wettbewerbsfähige Vermarktung
- Abwanderung verhindern
- Umweltverträgliche Landwirtschaft
- An die Natur angepasste Landwirtschaft
Unterschiede:
- Bund will Preissenkung, mehr Innovation, grössere Zusammenarbeit der Bauern, Nachhaltiger Konsum
- AK will angemessene Lebensbed. und Mitbestimmungsrecht der Bauern
Ist die Schweizer Landwirtschaft für unser Land vernachlässigbar?
Nein. Die Landwirtschaft trägt zum einen zur Unabhängigkeit bei, zum Anderen enthält sie viele Arbeitsplätze. Nicht zu vernachlässigen ist, dass die Landwirtschaft zur Schweizer Tradition gehört. Der Nachhaltigkeit halber muss man auch sagen, dass der Import von landwirtschaftlichen Produkten, vorallem durch den Transport, umweltschädigend ist.
Die Bruttowertschöpfung der schweizer Landwirtschaft beträgt 4 Milliarden CHF und stellt deshalb einen beträchtlichen Betrag für die Schweizer Landwirtschaft dar.
Wie schützt der Wald vor Lawinen, Steinschlägen, Überschwemmungen und Erdrutschen?
- Wald kann Wasser speichern. --> Niederschläge versickern, es gibt weniger Überschwemmungen.
- Komplexe Wurzelnetze verhindern Bodenrutschung und Murgänge
- Steine werden von Baumstämmen verlangsamt und aufgehalten
- Schutz vor Winderosion: Weniger Schneeverwehungen und Schneestürme
- Schnee wird in den Baumkronen aufgefangen: Weniger Lawinen
- Dichtstehende Bäume bewirken kleinere Gefrier- und Auftauperioden (Mikroklima) und die Bodendurchmischung mit Schnee von den Baumkronen, was viel stabilere Schneedecken bewirkt: Weniger Lawinen
Warum ist ein Schutzwald kostengünstiger als technische Massnahmen?
Schutzwälder müssen nur nach und nach verjüngt werden (wobei wir sogar noch Holz gewinnen), und sind von der Natur zumindest teilweise sowieso schon gegeben.
Technischer Schutz kostet jedes Jahr ca. 2,1 Mia CHF, nach der Anschaffung und dem ersten Aufbau. Er ist also um ein vielfaches teurer.
Wie entwickelt sich der Wald in der Schweiz?
- Ein Drittel der Schweizer Fläche ist bewaldet
- Waldfläche nimmt zu (vorallem in den Alpen und der Alpensüdseite)
- Vom 5. bis zum 18. Jahrhundert Rodungen und Verlichtungen
- Seit 100 Jahren wieder Ausbreitung
Nenne einige Fakten zur Nahrungsmittelproduktion am Beispiel Paprika (Peperoni)!
- 9000t / Jahr werden verzehrt
- Nur 684t / Jahr werden in der Schweiz produziert (Rest Import)
- Ein Teil wird als Pulver oder weiteren Verarbeitungen exportiert
- Preise: Schweizer Peperoni: 4.30/ kg, Import: 2.30/ kg --> Schweizer Preise nicht konkurrenzfähig
Welche Anbaumöglichkeiten gibt es zur Nahrungsmittelproduktion?
- Freilandanbau (Felder im Freien)
- Folienproduktion (Felder unter Folien)
- Treibhausproduktion (Felder in Gewächshäusern)
Bewerte die Nachhaltigkeit des Freilandanbaus!
Ökonomie
- tiefe Löhne
- einh. Arbeiter
- einh. Unternehmer
- nur saisonal
Bewertung: Neutral
Ökologie
- Naturräumliche Faktoren sind gegeben
- Transport
Bewertung: Gut bis sehr gut
Soziokultur
- tiefe Löhne
- einh. Arbeiter
- Tradition
Bewertung: Gut
Bewerte die Nachhaltigkeit der Folienproduktion!
Ökonomie
- tiefe Löhne
- ganzjährige Produktion
- Migranten (zahlen keine Steuern)
- einh. Firmen
Bewertung: Gut
Ökologie
- Grosser Wasserverbrauch
- Transport
- Landschaftsbild
- Dünger, Leitungen
- Heizungen
Bewertung: Schlecht
Soziokultur
- tiefe Löhne
- Schwarzarbeit --> Arbeitslosigkeit
- --> Konflikte mit Migranten
- Bewertung: Sehr schlecht
Bewerte die Nachhaltigkeit der Treibhausproduktion!
Ökonomie
- höchste Produktion(skosten) auf kl. Fläche
- viele Arbeiter (Arbeitsplätze)
- einh. Unternehmer
- Migranten mit Papieren
Bewertung: Gut
Ökologie
- Treibhausgase
- Transport
- Hoher Wasserverbrauch
- Energieverbrauch
- Bewertung: Schlecht
Soziokultur
- tiefe Löhne
- Migranten mit Papieren
- Grosser Anteil am BSP
Bewertung: Gut
Wie kam es zur Überfischung der Meere?
Durch das Bevölkerungswachstum und das steigende Einkommen in den wohlhabenden Ländern ist der Markt gewachsen und wir können uns Fisch leisten, was zu einem steigenden Fischkonsum führt. Auch gesundheitliche Aspekte führen zu diesem.
Der steigende Fischkonsum führt logischerweise zu steigender Fischerei und schlussendlich zur Überfischung der Meere.
Welche Folgen hat die Überfischung der Meere?
Durch die steigende Fischerei werden nicht nur zu viele gebräuchliche Fische gefangen, sondern auch viel mehr Beifang (ungebräuchlich). Dies führte dazu, das schon jetzt 75% aller Fischbestände maximal ausgebeutet sind. Als Reaktion auf dieses Problem begann man, die Fischzucht zu fördern.
Welche Folgen hat die Fischzucht (Aquakulturen)?
Die Fischzucht hat Vorteile: Zum Einen entlastet sie die Gewässer, zum anderen sind die umweltschadenden Fangmethoden nicht mehr nötig, was zur Schonung des Ökosystems beiträgt.
Die Fischzucht bringt aber auch Nachteile ins Spiel: Es werden Medikamente gebraucht und somit wilde Fische angesteckt. Die Fischzucht hat ein entscheidendes Problem: Es müssen wilde Fische gefangen und gemästet werden (die schon angesteckt sein könnten), und in den Käfigen gibt es kein Nachwuchs. Zusätzlich liegt verrottetes Futter auf dem Meeresgrund.
All das führt dazu, dass es voraussichtlich bis 2050 keine essbaren Fische mehr geben könnte.
Welche Auswirkungen hat die globale Meeresfischerei auf das Ökosystem?
- Seit 1990 ist Fischerei eines der grössten Umweltprobleme (80% Überfischt)
- Fischerei schlimmer als Ozeanverschmutzung
- Es braucht nur 15 Jahre, um den Fischbestand um Faktor 10 zu reduzieren
- Da grössere Fische immer weniger vorkommen, werden kleinere Fischarten häufiger gefischt, die jedoch die Nahrung von den Grösseren sind
- --> Nahrungskette wird erheblich gestört und Arten sterben aus (Auch Seevögel)
Was trägt wesentlich zur globalen Wasserknappheit bei? (Nicht in LZ)
Die Landwirtschaft: Sie verbraucht weltweit 70% des Trinkwasservorrats.
Nenne die Gründe für den hohen Wasserverbrauch in der Landwirtschaft!
Was kann man dagegen tun?
(Nicht in LZ)
- Fotosynthese: Wasserdampf wird freigesetzt. Besonders bie Pflanzen mit hohem Wasserbedarf in trockenen Zonen problematisch
- Bewässerungsmethoden zu uneffizient
- Zunehmender Fleischkonsum erhöht Wasserverbrauch
- Grüne Revolution ("Wasserpflanzen" in trockenen Gebieten um Ertrag zu erhöhen)
Man kann weniger Fleisch konsumieren. Auf die Bewässerung kann nicht verzichtet werden, weil die Nachfrage nach Nahrungsmitteln weltweit steigt.
Wie kann die Wasserknappheit bekämpft werden? (Nicht in LZ)
Tröpfchenbewässerung: Wasser wird durch Schläuche direkt an den Pflanzenstängeln am Boden entlang geführt, wo es gezielt durch kleine Drüsen hervortritt.
Wieso hat unser Konsumverhalten Ökonomische Auswirkungen? Welche?
- Viele Lebensmittel werden im Ausland produziert --> Kein Gewinn für Inland
- Viele Lebensmittel werden von Grossbetrieben produziert --> Kein Gewinn für Kleinbetriebe --> Arbeitslosigkeit steigt
- Grossbetriebe haben meistens nur einen oder zwei Standorte --> Gewinn nur für ein Gebiet
Wieso hat unser Konsumverhalten ökologische Auswirkungen? Welche?
Ökologische Auswirkungen:
- Feld-Lebensmittel werden häufig in Monokulturen angebaut
- Durch den Transport entstehen ökologische Schäden
- Felder brauchen sehr viel Wasser
- Im Ausland ist die Qualität nicht gesichert (Im Gegenteil zur "Schweizer Standardqualität")
Wieso hat unser Konsumverhalten soziale Auswirkungen (Auswirkungen auf die Mitmenschen)?
- Im Ausland werden oft nur "Hungerlöhne" bezahlt --> Hunger
- Im Ausland herrschen oft schwierige Bedingungen --> Misshandlung der Menschen
- Kleinbauern verlierern ihre Existenz, weil grosse Betriebe den Markt kontrollieren
Worin liegt der Zusammenhang zwischen dem Fleischkonsum und der Getreideproduktion?
Ca. 40% der Weltgetreideproduktion werden den Tieren verfüttert, was einen enormen Kalorienverbrauch darstellt.
1 Kalorie in Getreide = 1 Kalorie in Brot
7 Kalorien in Getreide = 1 tierische Kalorie (Fleisch, Milch, Eier)
Durch den enormen Kalorienverbrauch steigt die Anzahl an hungernden Menschen. Statt das Getreide den Tieren zu verfüttern, könnten ca. 2,5 Milliarden Menschen ernährt werden.
Der Getreideverbrauch ist zusätzlich nahe am Peak-Point. Deshalb holzt man Regenwälder ab, es gibt Klimaveränderungen, Gentechnik kommt ins Spiel, und es brauch ein enormer Wasserbedarf.
Welches Problem gibt es wegen der ungleichen Verteilung der Lebensmittel?
Es gibt (mehr) Teile der Welt, in denen viele Menschen hungern müssen, obwohl es weltweit mehr als genug Lebensmittel hat.
Wie könnte der weltweite Hunger eliminiert werden?
- Hilfe für Kleinbauern
- Förderung von optimal an die Region angepassten Anbautechniken
- Fairer Welthandel, der armen Ländern eine wirtschaftliche Lebensgrundlage sichert (Fairtrade)
- Mehr pflanzliche statt tierische Nahrung
- Förderung widerstandsfähiger Pflanzen gegen Schädlinge oder Krankheiten
- Richtige Lagerung von Nahrungsmitteln, vor allem in Drittweltländern
Welche Produktionsweisen gibt es für Nahrungsmittel?
- Extensivierung (=Bio)
- Intensivierung
- Grüne Revolution
- Gentechnologie