Analytische Verfahen

Vorlesung des Moduls Intralogistik der TU Dresden MB

Vorlesung des Moduls Intralogistik der TU Dresden MB


A. H.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der analytischen Verfahren auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Zuverlässigkeitskenngrößen und die Analyse von Seiltrieben, einschließlich Schädigungsarten und Dehnverhalten von Drahtseilen. Die Karteikarten behandeln auch Lagerlogistik, Transportknoten und Routenzüge, wobei sie sich auf Aspekte wie Lagerplatzvergabe, Transportmatrix und Leerfahrtausgleich konzentrieren. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Technik, die ihr Verständnis der analytischen Verfahren in der Logistik und Materialflussoptimierung vertiefen möchten.
Karten
63
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.02.2017 / 21.03.2025

Lernkarten

Lagerkapazität- Anzahl Lagerplätze

 

  • minimale Bestände (Kapitalbindung)
  • hohe Liefertreue hohe Flexibität
  • Kompromiss aus hoher Produktivität hoher Auslatung und Kosten

Bestandsverlauf operative Lagerung

  • Lagerbestandsverlauf mit geringem/großen Variationskoeffizenten

Einfluss der Art der Lagerplatzvergabe

  • feste Zuordnung von Artikeln und Lagerplätze
    • Anzahl der erforderlichen Lagerplätze = maximal erwartende bestande aller Artikel
  • Freie Zuordnung von Artikeln und Lagerplätze
    • Einsparungen auf Grund von Ausgleich der Bedarfsspitzen

Wovon ist die erforderliche Gangbreite abhängig ?

  • abhängig von Stapelanordnung
    • normale Gangbreite b.G = 1950mm
    • parallele Stapelung b.0 = 3250 mm
    • Gangbreite bei 30°-Stapelung b.30 = 2400 mm
    • Gangbreite bei 45°-Stapelung b.45 = 1900 mm

Vorteile Schnellläuferzone

  • Optimierungsansatz: Auslagerung eines Teils des Artikelspektrums zusätzlich zum Hauptlager in einer Schnellläuferzone
  • führt zu räumlicher Verdichtung
    • Reduktion der Wegzeiten der Kommisionierer
    • Steigerung der Kommisionierleistung
  • restliches Arbeitsspektrum normal aus Hauptlager

Schnellläuferzonen: Problemstellung

  • Zuordnungsproblem: Anordnung aller Artikel in Schnellläuferzone
    • Raumbedarf für maximale Einsparung
    • artikelbezogene Betrachtung
  • Auswahlproblem: Auslagerung ausgewählter Artikel in der Schnellläuferzone
    • welche Artikel haben Einsparpotenzial?

Seilantriebsanalyse- allgemeine Beschreibung

  • geometrische Analyse eines Seillaufes, sowie der beteilgten Seiltriebskomponenten in fördertechnischen Anwendungen
  • Abschätzung der Schädigungsverteilung im laufenden Drahtseil
  • Teil einer Schadensanalyse
  • Abschätzung der Betriebs- und Lebensdauer des Seils

Seiltrieb- Komponenten

  • Drahtseil
  • Seilrollen
  • Seiltrommel (einlagig/mehrlagig)
  • Treibscheibe
  • Tragrolle

Bestandteile-Litzenseil

  • Draht
  • Litze
  • Litzengasse
  • Einlage (Fasereinlage usw.)

Begriffe- Grundlagen- Seiltrieb

  • Biegewechsel
  • Gegenbiegewechsel
    • abhängig von weiteren Bedingungen 2-9 stärker schädigend als normaler Biegewechsel
  • Hubspiel /Arbeitsspiel

Beschreibung: Biegewechselverteilung & Seilharfe

  • Auftragung der Anzahl Biegewechsel über die gesamte Seillänge eines Seiltriebs
  • Seilharfe: Seillange über Hubverhältnis
    • graphische Methode zur Ermittlung einer Biegwechselverteilung

Definition Abgelegreife

  • nach Norm definierter Zusatnd anhand Ablegekriterien eines Drahseils, bei dem dieses abzulegen ist
    • bestimmt Betriebsdauer (Aufliegezeit)
    • Lebensdauer ist Zeit zwischen Auflegen und dem Bruch des Seils

Generelle Vorgehensweise- Seiltriebanalyse-relevante Informationen

  • Geometrie/Konstruktion
    • Seilkonstruktion
    • Seillaufschema (Ablenkwinkel usw.)
  • Belastung/Lastkollektiv
    • Ermittlung der max. Seilkraft aus Lasten (Dynamik)
    • Ermüdungsseilkraft aus Lastkollektiv
  • Betriebsdaten
    • Feststellung/Annahme/Messung der Betriebscharakteristik

Dehnverhalten-Drahseil

  • E-Modul nicht konstant
  • Drähte und Litzen wirken wie parallele Federn unterschiedlicher Federsteifigkeit
  • Dehnverhalten abhängig von:
    • Seilkonstruktion
    • Verdrehung im Betrieb

Drahtseil- Schädigungsarten

  • Drahtbrüche
    • Ermüdungsbrüche
    • Gewaltbrüche
  • Abtrieb/Korrosion
    • Minderung des metallischen Querschnitts und damit der Bruchkraft
  • Verformung

allgemeins Grundlagen-laufendes Drahtseil

  • Darstellung mittel Wöhlerliniensystem möglich
  • hohe Streuspannung der einzelnen Ausfallwahrscheinlichkeiten
  • laufendes Drahtseil ist niemals Dauerfest

Einflussfaktoren bei rechnerischer Abschätzung-laufendes Drahtseil

  • Seilzugkraft
  • D/d-Verhältnis
  • Seilkonstruktion
  • Drahtfestigkeit
  • Rillenform (Treibscheibe)
    • Keilrille
    • unterschnittende Rundrille
    • Rundrille

Zuverlässigkeit

  • Beschaffenheit einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, die Zuverlässigkeitsforderungen zu erfüllen
  • Funktionszuverlässigkeit (reliability)

Zuverlässigkeitskenngrößen

  • Quantitative Merkmale, die stochastischen Verhalten von Ausfallerscheinungen und vorgesehenen Leistungsbedingungen kennzeichnen
  • Kenngrößen
    • Ausfallverhalten
    • Instandhaltungsverhalten
    • dynamische Verfügbarkeitsverhalten

Zufallskenngrößen-Ausfallverhalten-Überlebenswahrscheinlichkeit

Annahme, dass eine bestimmte Teilmenge gleichartger technischer Einheiten das Alter t.1 überleben wird

nach GUDEHUS

Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sind Kenngrößen der Funktionssicherheit eines Transportelements, Teilsystems oder Systems

Definition Zuverlässigkeit

Für diskontinuierliche belastete Transportelemente, Teilsystem, Systeme ist ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, dass eine betrachtete Funktion während der planmäßigen Betriebszeit störungsfrei und korrekt  ausgeführt wird.

Defintion Verfügbarkeit

Maß für die Wahrscheinlichkeit, das Elemente oder Systeme zu irgendeinem Zeitpunkt während der Betriebszeit solange in betriebsfähigem Zustand anzutreffen, dass eine störungsfreie und korrekte Ausführung der Funktion möglich ist.

Lernen