Cockpittechnologien WS 16/17

Ich habe hier die Möglichkeit, meine Kartei noch detaillierter zu beschreiben... Was für geile Karteikarten.

Ich habe hier die Möglichkeit, meine Kartei noch detaillierter zu beschreiben... Was für geile Karteikarten.


F. K.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Cockpittechnologien und -systeme, die an Universitäten gelehrt werden. Sie decken Themen wie Flugmodi, Systeme, Prinzipien und die Bedeutung verschiedener Komponenten ab, darunter lfz, panel, system, mode, law, prinzip, pf, flight, pilot, crew, bedeutung, pfd, c/l, pnf, radio, control, vor, sensorik und rmp. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Piloten und Flugtechniker, da sie detaillierte Informationen zu den Funktionen und Operationen von Flugzeugsystemen bereitstellen, was für die effektive Nutzung und Wartung dieser Technologien unerlässlich ist.
Karten
94
Lernende
10
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.02.2017 / 19.02.2023

Lernkarten

Managed vs. Selected Mode

  • Managed
    • Nutzung der Zielgrößen und eigegebenen Parametern aus dem FMS zur Erstellung eines opitmalen Flugprofils
    • Berechnung von Vorhersagen zu Treibstoffverbrauch und Ankunftszeit
  • Selected
    • Manuelle Zielvorgaben (bspw. durch ATC)
    • Vorhersagen können nicht berechnet werden
  • Besonderheit Steig-/Sinkflug → Open or Variable Thrust:
    • Open CLB/DES: max. Steigschub bzw. Leerlaufschub im Sinkflug
    • Variable: Schub wird angepasst um bestimmte Geschwindigkeit zu halten, Steig/Sink über Pitch geregelt

Main Panel

  • sechs Displays (CRT, LCD Display Units)
  • EIS (Electronic Instrument System) = EFIS + ECAM
    • EFIS (Electronic Flight Instrument System): Flugparameter, Navigationsdaten → PFD, ND
    • ECAM (Electronic Centralized Aircraft Monitoring): Triebwerksinformation, Treibstoff, Flaps&Slats, Warning/Caution, Alerts&Memos, Statusmeldungen → E/WD, SD
  • Display Management Computer (DMC)
  • System Data Acquisition Concentrator (SDAC)
  • Analoginstrumente

PFD: Was steht in welcher Zeile/Spalte?

  • Spalte 1-3: Aktuelle Einstellungen für Schub, laterale und vertikale Wegführung
  • Spalte 4: Einstellungen für Präzisionsschub
  • Spalte 5: Aktuelle Autopiloteinstellungen
  • Zeile 1: In Grün die Engaged Modes
  • Zeile 2: In Blau die Armed Modes
  • Zeile 3: spezielle FCTL/FMGC Info's

PFD

  • Primary Flight Display
  • "Basic-T"-Anordnung
  • Fluglageanzeiger
  • Flight Director = Zielinformation für Autopilot
  • Anzeige flugspezifischer Daten
  • Weitere (ILS/Luftdruck)

Flugspezifische Daten, die durch PFD angezeigt werden

  • Speed
  • Altitude (Flughöhe) und Radio Altitude (Höhe über Grund)
  • Vertical Speed (Steig-/Sinkrate)
  • Heading/Track (Kursinformation)

Flight Director

  • FD
  • Stellt Kursführungskommandos des FMGC auf dem PFD dar

Main Panel - Navigation Display

  • Kurslageanzeiger
  • 5 Modi
    • ROSE (ILS, VOR, NAV)
    • ARC
    • PLAN
  • Darstellung:
    • aller Navigationshilfen
    • der Flugplan- und Flugkartendaten des FMS und des Wetterradars
    • Kursführungen
    • Anflugdaten
    • TCAS
    • EGPWS Terrain Daten 

ROSE

  • ILS, VOR, NAV
  • LFZ-Symbol zentriert
  • Wegpunkte optional

ARC

  • 90°-Ausschnitt des vorliegenden Bereichs
  • LFZ-Symbol unten

Plan

  • Kartendarstellung (ähnlich ROSE-NAV) zur Flugwegüberprüfung
  • Auswahl Wegpunkt erfolgt per MCDU
  • LFZ-Symbol zentriert

 

Cockpitstrategien

  • menschliche Fehler oft durch Überforderung → Trainingsmangel
  • weitgehende Gleichberechtigung zwischen CAPT und F/O
  • → Konzepte: 
    • Human Factors (HF)
    • Crew Resource Management
    • Multi Crew Coordination Concept

Human Factors

  • Fokus auf Störeinflüsse, die Menschen körperlich, geistig und seelisch in Aktion und Reaktion einschränken
  • Primärziel: aufgaben- und anwendungsfreundliche Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle "Cockpit"

Crew Resource Management

  • maximale Nutzung der im Cockpit verfügbaren Resourcen
  • Ziel: Gewährleistung einer sicheren und effizienten Flugdurchführung
  • Bestandteile: Hardware, Software, Lifeware (Besatzung, Fluglotsen etc.)
  • Zuweisung von Verantwortlichkeiten → keine Über- oder Unterforderung einzelner Besatzungsmitglieder

Bestandteile des Crew Resource Management

  • Vermeidung paralleler Abarbeitung simultaner oder gegensätzlicher Anforderungen → Fehlerminimierung
  • Überwachung und Überprüfung (Cross Check) aller Besatzungsmitglieder, Dispatcher, Lotsen, Mechaniker etc.
  • Verhinderung vermeidbarer Ablenkungen oder Störungen während stark belastender Flugphasen → sinnvolle Aufgabendelegation
  • sachgerechte Kommunikation innerhalb Cockpit und nach Außen
  • leistungsoptimierende Arbeitsteilung

Multi Crew Coordination Concept

Gewährleistung und Vereinfachung der Zusammenarbeit unterschiedlicher Charaktere im Cockpit 

⇒ Kompensierung menschlicher Schwächen

Ziele Multi Crew Coordination Concept

  • klare, ausgewogene Arbeitsteilung
  • geordnete Zusammenarbeit und gegenseitige Information
  • Überwachung und Unterstützung in normalen und abnormalen Situationen
  • PIC soll Leitungs- und Entscheidungsfunktion nachkommen

Elemente Multi Crew Coordination Concept

  • Synergie
  • Redundanz
  • Kooperation
  • Co-Action

Tätigkeiten MCC

  • sind Schlater (Hebel, etc.) nur für ein Crewmitglied erreichbar, hat dieses diese zu bedienen
  • für beide erreichbar: der ohne Flugführungsaufgabe bedient
  • Bedienung nach standardisierten Prozeduren → "Standard Operation Procedures" (SOP)

Standard Operation Procedures (SOP)

  • Aktions- und Handlungsroutinen für Routineaufgaben
  • Wer macht was zu welchem Zeitpunkt?

Aufgaben Pilot Flying vs. Pilot Non Flying (PF)

  • Steuerung des LFZ
  • Entscheidung und Einhaltung der Flugverfahren
  • Vorbereitung auf verschiedene Flugphasen
  • Befolgung der Flugsicherungsfreigaben
  • Beobachtung des Luftraums
  • Anforderung der Checklisten
  • Führen des Briefings

Aufgaben Pilot Flying vs. Pilot Non Flying (PNF)

  • Unterstützung des PF
  • Durchführung ATC
  • Setzen der NAV-AIDS
  • Überwachung der Flugführung des PF
  • Lesen der Checklisten
  • Beobachtung des Luftraums

Pilot in Command (PIC)

  • meist Pilot mit größter Erfahrung
  • Gesamtüberblick
  • Delegation von Aufgaben
  • endgültige Entscheidungen

First Officer (F/O)

  • Äußerung von bestimmen Zweifeln
  • Informationsversorgung
  • delegierte Aufgaben akzeptieren

Standard Instrument Departue (SID)

  • "Standardisierte Abflugstrecke für Instrumentenflüge"
  • Auswahl der Startbahn
  • Auswahl der passenden SID

Standard (Terminal) Arrival Route (STAR)

  • Auswahl der Landebahn
  • Auswahl einer Approach Route
  • Optionale Auswahl eines Transitionsverfahrens

Multi Crew Coordination - Kommunikation (i.F. MCC-K)

  • Ansage (call-outs)
  • Hinweise (announcements)
  • Anweisung (command)
  • Auftrag (order)
  • Aufforderung (request)

MCC-K: Ansage

  • Informationsübermittlung zw. PF und PNF
  • Callout einer bestimmten Situation
  • Prüfung der Konzentration des PF → Incapacity Check
  • keine Bestätigung ("checked") erforderlich

MCC-K: Hinweis

  • Hinweise an PF bei Abweichungen
  • Hinweise so, dass korrigierende Handlung erfolgt
  • Bestätigung erforderlich

MCC-K: Anweisung

  • von PF an PNF
  • Anweisung (PF) → Besätigung + Ausführung + Kontrolle + Rückmeldung Zustand (PNF)

MCC-K: Auftrag

  • PF an PNF
  • Sekundäre Systeme
  • Verlauf entsprechend einer Anweisung

MCC-K: Aufforderung

  • Befolgung kann unmittelbar von Anweisenden kontrolliert werden → weder Bestätigung noch Vollzugsmeldung

MCC - Überwachung

  • Flugablauf, Flugzeugsysteme und Luftraum (PF und PNF)
  • gegeinseitig:
    • Einhaltung der Prozeduren & Regeln
    • Verhaltensweisen
  • Verhalten bei Problemen:
    • PNF: Hinweis → "Two Communication Rule"
    • PNF: Incapacity Check (2x falls keine Reaktion)
    • falls keine Reaktion → PF ist flugunfähig
    • PNF: "I have control" und Übernahme der Kontrolle des LFZ

Standard Operating Procedures

  • Inspektion/Präparation des LFZ
  • Vorbereitungen zur Flugdurchführung (technischen/personell)
  • normale Prozeduren - den Flugverlauf begleitend
  • abnormale Prozeduren - bei Systemausfällen / Havarie
  • standardisiertes Verfahrung zur Prüfung der Mensch-Maschine-Schnittstelle (Cockpit-Panels)

       ⇒  dauerhafte Gewährleistung der Situational Awareness

"Instrumente" zur Realisierung der SOP's

  • C/L
  • Briefing
  • Callouts

Before Start Checklist

  • Einholen der Pushback & Start up Clearance
  • Nose wheel steering: disconnected
  • windows, doors: closed
  • Beacon: On
  • Thrust Lever: Idle
  • Parking Brake: as required

Taxi - System - Checks

  • Ground Crew Clearance → Handsignal Ramp Agent (Daumen hoch)
  • Einholen der Taxi Clearance bei ATC → Ground/ATC → Clearance Delivery
  • Erster Rollabschnitt: Vorfeld: Kontakt/Übergabe zur Vorfeldkontrolle (Apron Control) → durchgeführt durch Flughafen oder ATC
  • Taxi Area Clear?
  • Bremsdruck muss Null betragen
  • LFZ benötigt maximal 40% N1, um in Bewegung versetzt zu werden (hohen Schub vermeiden)
  • Geringer Schub notwendig, wenn LFZ in Bewegung → oft nur 1 TW
  • Überprüfung der Funktion der Steuerflächen (PFD, ECAM)

Before Takeoff C/L

  • Temperaturcheck der Bremsen (wenn >150°C, Start verzögern)
  • Einholen der Takeoff bzw. Line Up Clearance bei ATC Tower
  • Anflugweg auf Verkehr überprüfen
  • ENG MODE Selector
  • Exterior/Navigation Lights wie benötigt
  • TCAS auf TA oder TA/RA
  • A/C Pack 1+2 wie benötigt (Klimaanlage)
  • RWY TURN OFF, LAND and NOSE light switches at ON/TO → minimize bird strike
  • Before Takeoff Checklist Completed

Takeoff / Clim Out - SOP

  • Thrust Levers auf CL (Climb) bei Erreichen der Thrust Reduction Altitude (idR 1500 ft)
  • Flaps auf Position 1 bzw. 0 zurückfahren (Anzeige E/WD): Speed Scale auf PFD beachten (Low/High Speed Protection
  • Spoilers: DISARM
  • ENG MODE Selector: NORM
  • FMGS: PF (F PLAN PAGE), PNF (PROGRESS PAGE)
  • EXTERIOR LIGHT: AS RQRD

Climb - Aktionen an der Transition Altitude 

  • bei Erreichen der Übergangshöhe wird auf Standarddruck (1013 hPa) umgestellt
  • PFD weist bei Nichterfolgen mit blinkendem Baro Setting darauf hin
  • Einstellung durch Wahl von STD in der Flight Control Unit und Einstellung der Subskala des analogen Höhenmessers (Backup Altimeter)

RNAV/RNB

  • Empfängerseitiges System, welches LFZ-Führer erlaubt, zwischen zwei Punkten zu navigieren, ohne bestime NAV-Anlagen überfliegen zu müssen
  • BASIC-RNAV fordert: +/- 5 NM Genaugkeit bei 95% der Flugzeit
  • PREC-RNAV fordert: +/- 1 NM für An-/Abflugverfahren

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