Cockpittechnologien WS 16/17
Ich habe hier die Möglichkeit, meine Kartei noch detaillierter zu beschreiben... Was für geile Karteikarten.
Ich habe hier die Möglichkeit, meine Kartei noch detaillierter zu beschreiben... Was für geile Karteikarten.
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Lernkarten
Panel-Anordnung/Erreichbarkeit
- CAPT- und F/O-Panel gut einsehbar → Installation der wichtigsten Anzeigesysteme
- Central Panel gut einsehbar → Installation einfach ausgelegter bzw. Back-Up-Systeme
- Central Pedestal gut erreichbar, jedoch weniger gut einsehbar → Installation von Bedienelementen
- Overhead Panel gleichermaßen gut/schlecht erreichbar → Installation von Bedienelementen, die im Standardflug weniger relevant bzw. selten zu bedienen
- Light-/Glareshield-Panel gut einseh- und bedienbar → Installation von häufig genutzten Bedien- und Anzeigeelementen
- Engineer's, Navigator's und Radio Panel sind mit Bedienelementen ausgestattet, die von Piloten nicht zwangsläufig benötigt werden
Familienkonzept
- industrielle Konsolidierung auf internationaler Basis
- Weiterentwicklung erfolgreicher Ausgangsmuster an Stelle von Neuentwicklungen
Prinzip des Familienkonzepts
- Auslegung eines Basismusters
- Verlängerung/Verkürzung des Rumpfes unter Beibehaltung des Flügels, Fahrwerks, Triebwerks etc.
Resultat Familienkonzept
- unterschiedliche Reichweiten und Kapazitäten
- Einsparung hoher Entwicklungs- und Zulassungskosten
- Einsparung von Ausbildungs- und Traininskosten f. Piloten und des Wartungspersonals unter gleichzeitiger Erhöhung der Einsatzflexibilität
Einteilung der Sensorik-Funktionen
- Kommunikation
- Navigation
- Überwachung
Funktion der Sensorik: Kommunikation
- VHF
- HF
- ELT
- SATCOM
Funktion der Sensorik: Navigation
- ADF
- VOR
- DME
- GPS
- Localizer
- Glide Slope
- Marker
Funktion der Sensorik: Überwachung
- Radar (Wetter) - WXR
- ATC Mode S - XPDR
- Radio Altimeter - TAWS
- TCAS
VHF: Bedeutung und Erklärung
- Very High Frequency: 30 - 300 MHz
- Kommunikation LFZ ⇔ Boden und LFZ ⇔ LFZ nahezu störungsfrei, unabhängig von Tages- oder Jahreszeit
- VHF-Antenne kommen auch bei Navigation mit VOR und ILS zum Einsatz
- Nachteil: Erdkrümmung beschränkt die Reichweite der UKW
Anlagentechnik VHF
- Antennenanlage (abgeknickte Stabantenne für kl. LFZ, sonst für höhere Geschwindigkeiten Schertantenne an Ober- oder Unterseite des Rumpfes)
- Sender/Empfänger
- Bediengerät → Teil des Radio Management Panel (RMP)
HF: Bedeutung, Anwendung, Nachteile
- High Frequency: 3 - 30 MHz
- Anwedung vorrangig im Lang- und Mittelstreckenbetrieb, da Ausbreitungseigenschaften Verständigung über große Entfernungen begünstigen
- Nachteil: Stärke der empfangenen HF-Wellen ist u.a. von der Frequenz, der Tageszeit und dem Standort abhängig
Anlagentechnik HF
- Antennenanlage (Stabantenne in Seitenleitwerks- oder Tragflächenspitze)
- Sender/Empfänger
- Bediengerät: RMP
Radio Management Panel (Funktion und Betriebsarten)
- Funktion: Wahl und Kontrolle der HF- und VHF-Kommunikationssysteme
- Betriebsarten:
- Normal Mode (Wahl der Kommunikationsfrequenzen)
- Radio Navigation Back Up Mode (Wahl der Frequenzen der Funknavigationsanlagen (VOR, DME, ILS, ADF) bei Ausfall des Flight Management and Guidance Computers (FMGC))
Notfallsender
- ELT → Emergency Locator Transmitter als Bestandteil des Kommunikations- und Überwachungssstems
- Eigenständiger Notfallsender, welcher sich im Falle eines Unfalls automatisch aktiviert
- internationale Notfallfrequenz 406 und 121,5 MHz
- Ortung mithilfe eines satellitengestützten Such- und Rettungssystem (COSPAS-SARSAT) oder vorbeifliegenden LFZ (analog)
- ELT ist gesetzlich vorgeschrieben
Automatische Funkpeilanlage
- ADF - Automatic Direction Finder, Teil des Navigationssystems
- ADF-Bordantenne empfängt Lang- und Mittelwellen von ungerichteten Funkfeuern (Non Directional Beacon (NDB))
- Bestandteil von Funknavigationshilfen, die zur Peilung der Relativrichtung genutzt werden
Bestandteile ADF
- Antennensystem am LFZ
- Empfänger
- Bediengerät (z.B. RMP)
- Anzeigegerät (z.B. RMI (Radio Mangetic Indicator, ND (Navigation Display))
Ergebnis ADF
- Winkel zwischen LFZ-Längsachse und Verbindung zwischen LFZ und Bodenstation → Relative Bearing (RB)
- Zur Standortpeilung 2 unabhängige Bodensender sowie ADF-Anlagen (ADF 1,2) notwendig
VOR: Bedeutung, Prinzip
- Very High Frequency Omnidirectional Radio Range → UKW Drehfunkfeuer
- Winkel zwischen LFZ-Standlinie und Norden als Azimuthfunktion
Bestandteile VOR (bordseitig)
- Antenne für Frequenzbereich 108 - 117,95 MHz und Strahlungsdiagramm mit Rundum-Charakteristik
- Empfänger → Überlagerungsempfänger, da: Empfindlichkeit, Bandbreite und Selektivität
- Bediengerät (z.B. RMP)
- Anzeigegerät (z.B. HSI (Horizontal Situation Indicator), ND)
DME (Bedeutung, Prinzip)
- Distance Measuring Equipment → Entferungsmessanlage, Teil des Navigationssystems
- gibt Schrägentfernung zwischen LFZ und Bodenstation
- Prinzip:
- Laufzeitmessung von Impulsen, die von LFZ gesendet, an Bodenstation empfangen zeitversetzt zurückgesendet und von LFZ empfangen werden
- 960 - 1215 MHz; Bord- und Bodenfrequenz sind paarweise einander zugeordnet und je um 63 MHz versetzt
DME (Bordausrüstung)
- DME-Bordgerät
- Antenne im Rumpfboden
- Bediengerät (z.B. RMP)
- Anzeigegerät (z.B. HSI, ND)
GPS (Bedeutung, Prinzip)
- Global Positioning System (Navigation)
- Prinzip:
- Laufzeitmessung der Funksignale von mind. 4 Satelliten (3 zur Positionsbestimmung, 1 zur Snychronisation der Satellitenzeitbasis)
- Trägerfrequenz: 1 - 2 GHz (hochfrequentes L-Band)
- Navigationsgenauigkeit:
- horizontaler Fehler < 10m
- vertikaler Fehler < 20m
GPS (Bordausrüstung)
- 2 unabhängige Empfänger → integriert in Multimode Receiver (MMR)
- Datenübergabe an Air Data Inertial Reference Unit (ADIRU) → dort Berechnung der Position
ILS (Bedeutung und Prinzip)
- Instrumentenlandesystem
- Funkhilfe für Präzisionsanflug
- Prinzip:
- horizontale und vertikale Führung des LFZ durch Landekurs- (Localizer) und Gleitwegsender (Glide Slope)
Frequenzbereiche ILS
- Localizer: 108...111,95 MHz
- Glide Slope: 328,6...335,4 MHz
- Outer Marker: 400 Hz
- Middle Marker: 1300 Hz
ILS-Bordanlage (Bestandteile)
- Localizer-Antenne
- Glide-Slope-Antenne
- Marker-Antenne
- Empfänger
- Bediengerät (RMP, MCDU (Mulitpurpose Control and Display Unit))
- Anzeigegerät (z.B. HSI, PFD (Primary Flight Display))
Funkhöhenmesser (Bezeichnung, Prinzip)
- RA - Radio Altimeter: Abstand zwischen ausgefahrenem Hauptfahrwerk und Erdboden → Navigation
- Prinzip:
- Laufzeitmessung v. Funksignalen → Abstrahlung Funkwelle Antenne 1 → Reflexion am Boden → Empfang Antenne 2
- ⇒ Laufzeit durch Frequenzdifferenz
- Lineare Frequenzänderung zw. 4250 und 4350 MHz → Differenz zwischen Sende- und Empfangsfrequenz → Differenz prop. zur Laufzeit → Maß der Höhe über Grund
Bordkollisionsschutzsystem (Bezeichnug, Bedeutung)
- ACAS - Airborne Collision Avoidance System (auch: TCAS - Traffic Collision Avoidance System)
- Teil des Überwachungssystems
- nutzen Transponder d. LFZ
- Anzeige potentieller und vorhergesagter Kollisionsziele
- Erteilung vertikaler Anweisungen zur Konfliktvermeidung
ACAS/TCAS (Funktionsprinzip)
- Erfassen und Verfolgen benachbarter LFZ, die mit Transponder ausgestattet sind → Abfragen - Antwort - Laufzeit ⇒ Schrägentfernung
- sicherkeitskritische Nähe → Traffic Advisory (TA) über Sprachausgabe
- Kollisionsgefahr: Resolution Advisory (RA) mit Steig- oder Sinkaufforderung
ACAS/TCAS (Bordseitige Anlagentechnik)
- CPU → Überwachung der Schutzzone, TA, RA
- Antenne auf Rumpfober- oder -unterseite
- Verbindung zu Mode S Transponder, Höhenmesser, Funkhöhenmesser , Lautsprecher, Bildschirm
- Bediengerät: TCAS Control Panel
Fly-By-Wire-Technologie (FBW)
- elektrische Signalübertragung der Steuerbefehle → Sicherheitscheck der Stellvorgaben → hydraulische Betätigung der Steuerflächen (Höhen-/Seitenruder haben mechanisches Backup)
- mehrfach redundantes System
Vorteile FBW
- Geringes Gewicht und geringer Wartungsaufwand durch Reduktion mechanischer Teile
- geringerer Platzbedarf
- genauere Signalübertragung
- flexible Verlegung der Signalübertragungsleitungen
Flugsteuerung FBW
- Verzicht auf mechanisches Backup
- elektrische Übertragung der Steuersignale → hydraulische Betätigung der Steuerflächen
Grundprinzipien FBW
Steuerflächen sind:
- elektrisch kontrolliert
- hydraulisch aktiviert
- mechanisches Backup für Höhenleitwerk (Trimmung) und Seitenruder
FBW - Electrical Flight Control System (A320)
- ELAC → Elevator Aileron Computer (2 Stk.)
- Normale Höhenleitwerk und -ruderkontrolle + Querruderkontrolle
- SEC → Spoiler Elevator Computer (3 Stk.)
- Spoilerkontroller + Standby Höhenleitwerk und -ruderkontrolle
- FAC → Flight Augmentation Computer (2 Stk.)
- Elektrische Seitenruderkontrolle
Wirkungsweise FBW
- nicht Stellung der Steuerflächen, sondern Flugbahn(änderung) wird diktiert → Nullstellung: Flugbahn ist konstant zu halten
- Zusammenfassung der Steuerungsberechnungen als "Control Laws"
Hauptelemente modernes Cockpit
- Overhead Panel (technische Systeme, z.B. Hydraulik, Elektrik)
- Glareshield (FCU-Bedienung, Anzeigekonfiguration Main Panel)
- Main Panel (Displayanordnung)
- Pedestal (MCDU, Schub, Klappen)
- weitere Steuerelemente (Sidestick bzw. Steuerhorn, Pedale,...)