Wald und Holz

Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung in zwei Wochen

Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung in zwei Wochen


R. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Welt des Waldes und des Holzes, speziell für die Berufslehre. Sie behandeln die Eigenschaften und Unterschiede verschiedener Baumarten wie Eiche, Tanne und Buche, sowie die Struktur von Holz, einschließlich Kernholz, Splintholz und Jahrringen. Die Karteikarten erklären auch die chemischen Prozesse bei der Verbrennung von Holz und die Faktoren, die das Wachstum von Bäumen beeinflussen. Ideal für angehende Forstwirte oder Holzverarbeiter, die ein tiefes Verständnis der Materialeigenschaften und Anwendungen von Holz benötigen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
08.02.2017 / 12.10.2025

Cartes-fiches

Was bedeutet Dichte?

Verhälltnis von Masse zu Volumen

Hohe Dichte=viel Faser, wenig Hohlräume, sind schwer, härter, Arbeiten stärker

Geringe dichte=wenig Faser, viel Hohlräume, trocknen rasch, Arbeiten wenig

 

Nenne die Härtegrade von Holz mit einem Beispiel.

sehr hart=Pockh., Ebenh.

hart=Eiche, Esche, Buche

mittelhart=Nussbaum, Birke

weich=Fichte, Tanne

sehr weich=Pappel, Balsa

Wieso ist Holz elastisch?

Holzfaserlänge ausschlaggebend, Lange Faser=biegsam

Biegsam=Esche, Ulme

Wenig biegsam=Tanne, Fichte

Welche Holzarten sind wie dauerhaft?

Sehr dauerrhaft (Bis 100 Jahre) Eiche, Lärche, Ulme

dauerhaft (bis 70 Jahre) Fichte, Tanne

wenig dauerhaft (bis 30 Jahre) Buche, Ahorn

Wärmleitzahl von Holz (Lambda) von Holz im vergleich zu Beton, Backstein, Mineralwolle

von gut nach schlecht

Mineralwolle

Holz

Backstein

Beton

In welcher Einheit wird Wärmedurchgang angegeben?

W/mK (Watt per m² in der einheit Kelvin)

Welche Kritischen Punkte (in °C) kennst du beim Brandverhalten von Holz?

Flammpunkt (Bei äusserer Zündquelle) ca.230°C

Brennpunkt (Entzündetes Holz Brennt bei) ca.260°C

Selbstentzündung ca.330-480°C

Welche Einflussfacktoren auf das Brandverhalten kennst du?

  • Rohdichte
  • Feuchtigkeit
  • Sauerstoff
  • Querschnittgrösse

Nenne die 6 Stufen der Holzfeuchte

  1. Wasssersättigung, Wachstumszustand, alles voll Wasser, W=50-über150%
  2. Waldfrisch, Frisch gefällter Baum, nur Zellwände gesättigt, hohlräume tropfbares Wasser, W=30-50%
  3. Fasersättigung, Zellwände Voll, Hohlräume leer, ab hier schwindet Holz, W=22-35%
  4. Lufttrocken, Zellwände teilweise Wasser verdunstet, Holzfeuchte im Gleichgewicht mit Luftfeuchte, Ø18%
  5. Technisch getrocknet, W=6-12%
  6. Darrtrocken, theoretischer Wert, vollständig trocken, W=0%

Erkläre die Bedeutung und Leistung des Waldes für uns Menschen und die Umwelt

  • bietet Schutz und Lebensraum
  • bringt wirtschaftlichen Nutzen (Arbeitsplätze, Holz als Rohstoff)
  • erhöht unsere Wohlfahrt (Naherholungsraum für den Mensch, Einkommen durch Holznutzung)
  • wichtig für Naturschutz (Lawinen- und Hochwasserschutz)
  • reinigt die Luft

Warum wurde seit 1876 kein Waldrückgang sondern eine Zunahme festgestellt?

Druck auf Wald liess nach, weil vermehrt andere Rohstoffe zum Heizen benutzt wurden (Kohle, Oel, Gas)

Wie viel % der schweizerischen Gesamtfläche ist von Wald bedeckt?

  • ca. 31 %
  • oder ca. 12'800 km ²

Nenne die fünf Waldformen und gib dazu jeweils die entsprechende Waldnutzung dazu an

Urwald
- von menschlichem Eingriff verschont
- keine Holznutzung druch den Menschen

Niederwald
- vorwiegend Ausschläge aus Stöcken
- ungepflegter Wald, meist nur Brennholz

Mittelwald
- Mischung aus Hoch- und Niederwald
- Oberholz aus Samenpflanzen, Unterholz aus Stockausschlägen
- Geringer Anteil an Nutzholz, sonst Brennholz

Hochwald
- Bäume aus Samenpflanzen
- Monokulturen, vorwiegend Nutzholz
- Anfällig auf Krankheiten und Windwurf

Plenter- oder Mischwald
- Bäume verschiedener Alterschtufe und Holzarten
- kontinuerliche Nutzung, behindernde Bäume werden geschlagen
- mehr Licht und Luft sorgt für starke Stämme, aber mehr Äste und Buchs

Du kennst die Rechtsgrundlage zum Thema Waldbewirtschaftung und nenne die wichtigsten Punkte

Der Schweizer Wald ist durch das Waldgesetzt (WaG) und die Waldverordnung (WaV) geschützt. Diese beiden Gesetzeswerke regeln:

- Den Schutz des Waldes
- Die Pflege des Waldes
- Die Nutzung des Waldes

  • Rodungen bewilligungspflichtig
  • Realersatz (für jede Rodung gleich viel Aufforsten)
  • Wald für Allgemeinheit zugänglich

Nenne den gesamten Holzverbrauch in der Schweiz

- wie viele m³ werden importiert
- wie viele m³ werden exportiert

Gesamter Holzverbrauch in der Schweiz: 7.3 Mio m³

Gesamter Export: 2 Mio m³

Gesamter Import 4 Mio m³

Wie viel % des inländischen Holzverbrauchs wird im Bauwesen benötigt?

ca. 23 %

Nenne die drei Hauptbestandteile des Baumes von oben nach unten

  • Krone
  • Stamm
  • Wurzel

Erkläre den Vorgang des Stoffwechsels eines Baumes

Blätter nehmen CO2 auf und zerlegen es mit dem Blattgrün (Chlorophyll) und der Sonnenenergie in Sauerstoff und Kohlenstoff. 

Sauerstoff wird an die Umgebungsluft abgegeben

Kohlenstoff wandelt der Baum mit Hilfe von Wasser und Mineralsalzen aus den Wurzeln in Taubenzucker und Stärke

Erkläre den Aufbau eines Stammquerschnittes und ordne den einzelnen Schichten die Aufgaben im Bezug auf den Stoffwechsel zu. 

Borke:

Äusserte Schicht = Schutzschicht. Bast und Borke werden als Rinde bezeichnet
 

Bast:

Bast leitet Assimilate von der Krone abwärts, besteht aus Fasern und Röhren. Bei Linde und Eiche manchmal sichtbar
 

Kambium:

Wachstumszone, ist nicht nicht sichtbar und überzieht den Baum von der Wurzel bis zur Krone. Bildet nach innen Holz, nach Aussen Bastzellen. 
 

Splintholz:

Splint ist der wasserleitende Teil. Pilz- und Insektenanfällig, da Nährstoffe transportiert werden
 

Kernholz:

Reife Teil eines Stammes. Fester, dunkler und dauerhafter als Splint. Am dauerhaftesten bei Lärche, Eiche und Robinie
 

Markröhre:

Die Markröhre war einemal die "Baumpflanze" und gilt aufgrund er Weichheit als Holzfehler

 

Nenne die Zellenarten des Nadelholzes und deren Funktion

Leitungstracheiden:

Transportieren Wasser und Nährstoffe

Fasertracheiden:

Geben dem Baum Stabilität und Festigkeit

Speicherzellen:

Verteilen und speichern die Aufbaustoffe

Harzkanäle:

Sie verlaufen längs und quer zur Faser. Tanne und Eibe einzige NH ohne Harz. 

Nenne die Zellenarten des Laubholzes und ordne die Funktion zu

Gefässzellen oder Poren:

- Transport von Wasser und Nährstoffen

Faser- oder Stützzellen:

- Geben Festigkeit gegen Wind und Schnee

Speicherzellen:

- Verteilen die Nahrung und heissen Markstrahlen

Wie entsteht ein Jahrring

Kambium bildet nach innen den Kern und nach aussen mit Zellulose und Lignin das Splintholz. Durch die Klimaverhältnisse (Vier Jahreszeiten) ist das Kambium im Sommer besonders aktiv und dafür im Winter kaum. Frühholz (Frühling + Sommer) = helle Färbung, Spätholz (Herbst + Winter) = dunkler

Nenne den Unterschied von ringporig und zerstreutporigen Hölzern und nenne einige Holzarten zu jeder Art

Zerstreutporig:

- gleichgrosse Poren, gleichmässig verteilt 

→ Buche, Ahorn, Linde, Pappel, Birke

 

Ringporig

- Poren im Bereich der Jahresgrenze häufig und gross

→ Eiche, Esche, Ulme, Robinie, Edelkastanie

Nenne die drei Hauptbestandteile des Holzkörpers und erkläre deren Funktion

Zellulose:

Holzskelett, Aufbaustoff der Holzzellen, Zellulose wird in der Textil- und Papierindustrie verwendet
 

Lignin:

Festigt die Zellulosefasern und hält sie zusammen. Lignin ist bräunlich und kann als Binde- und Füllmittel betrachtet werden. 
 

Holzbegleitstoffe:

Begleitstoffe sind Gerbstoffe, Oele, Harze. Sie beinflussen die Holzeigenschaftigkeit wie Dauerhaftigkeit und Härte

Erkläre die Begriffe Kernholz, Splintholz und Reifholz

Kernholz:

Sichtbarer Unterschied zwischen Kern- und Splintholz z.B. 

- NH: Lärche, Föhre, Arve, Douglasie, Eibe
- LH: Eiche, Nussbaum, Robinie, Edelkastanie, Kirschbaum
 

Splintholz:

Ganzer Stamm ist saftführend, kein sichtbarer Unterschied z.B. 
- LH Birke, Erle, Pappel, Weissbuche, Berg- und Spitzahorn
 

Reifholz:

Hat zwar Kern- und Splintholz, jedoch keinen farblichen Unterschied. z.B. 

- NH: Fichte, Tanne, Hemlock
- LH: Rotbuche, Linde, Birnbaum

Welches Splintholz ist nicht für sichtbare Holzteile geeignet?

Lärchensplint, Eichensplint, Föhrensplint

Meist verfärben sich diese Splinthölzer oder werden stark von Schädlingen befallen. Föhrensplint wird durch Bläuepilz zerstört.

Was beeinflusst das Wachstum eines Baumes?

  • Klima
  • Boden
  • Standort
  • Vegetationsdauer
  • Höhenlage
  • forstliche Behandlung
  • Bodenfeuchte

Welchen Einfluss haben diese unterschiedlichen Wachstumsbedingungen auf die Holzfarbe, das Gewicht, die Textur, die Festigkeit?

Je nach Anteil von Früh- und Spätholz innerhalb eines Jahrringes unterschiedliche Holzeigenschaften

Holzfarbe = langsam wachsender Baum hat wenig Frühholz, dafür mehr Spätholz, daher dunklere Farbe

Gewicht = dito oben, wo wenig Früholz dafür mehr Spätholz ist das Holz schwerer

Textur = langsam gewachsene Holzer gelten als feinjährig und sind in der Textur sehr ruhig, schnell gewachsene mit viel Frühholz als grobjährig und die Textur ist ausgeprägter und wilder

Festigkeit =langsam gewachsenes Holz mit ausgewogenen Früh- und Spätholz ist ausgeglichener und hat eine höhere Festigkeit. 

Was bedeutet die Holzdichte p (Rho)?

Das Verhältnis von der Holzmasse zum Volumen. p18 bedeutet z.B. die Rohdichte bei einer Holzfeuchte von 18%

Nenne die Rohdichte bei p18 von:

- Fichte
- Tanne
- Lärche
- Eiche
- Buche 

Fichte + Tanne = 430 kg/m³
Lärche = 590 kg/m³

Eiche = 700 kg/m³
Buche = 750 kg/m³

Erkläre den Unterschied von Hölzern mit hoher und kleiner Dichte

Hohe Dichte:

weisen mehr Faser und wenig Hohlräume auf. Dadurch härter, fester, arbeiten aber deutlich mehr
 

Tiefe Dichte:

Weniger Fasern, mehr Hohlräume. Trocknen schneller und arbeiten deutlich weniger

Ordne folgende Holzarten in die Gruppen sehr hart, hart, mittelhart, weich

- Eiche, Fichte, Tanne, Buche, Föhre, Ahorn, Esche, Lärche, Pockholz

sehr hart:
Pockholz

hart:
Eiche, Buche, Ahorn, Esche

mittelhart:
Lärche

weich:
Fichte, Tanne, Föhre

Erkläre, warum einige Hölzer elastischer sind als andere. Nenne je zwei elastische und weniger elastische

Elastizität hängt von der Faserlänge ab. Lange Faser gleich elastisch. 

elastisch:
- Esche, Eibe, Ulme, 

weniger elastisch:
- Tanne, Fichte, Föhre

Was versteht man unter "Dauerhaftigkeit" eines Holzes? Nenne vier einheimische Hölzer, die sehr dauerhaft sind

Unter Dauerhaftigkeit versteht man die Resistenz gegen:

  • Klima
  • Feuchtigkeit
  • Trockenheit
  • Umwelteinflüsse
  • Pilze
  • Insekten

Sehr dauerhaft: Eiche, Edelkastanie, Lärche, Ulme, Eibe, Robinie

Welchen Grundsatz kennst Du für den Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln?

Zuerst versuchen, das Holz konstruktiv zu schützen bevor chemisch.

  • geeignete Konstruktionen wählen
  • ev. Vordächer planen
  • mit Blech schützen etc. 

Erkläre, warum nicht alle Hölzer den gleichen Geruch und die gleiche Farbe aufweisen

Farbe:
Farbe entsteht durch eingelagerte Farb- und Gerbstoffe, dies ist bei allen Hölzern unterschiedlich
 

Geruch:
Entsteht durch eingelagerte Harze, Gerbsäure, Oele und Terpentin

Was bedeutet die Wärmeleitzahl von Holz und welches Holz hat die beste Leitzahl?

Leichtes, trockenes Holz hat die beste Wärmedämmeigenschaft, ca. 0.12 - 0.16 W/m²K

Mit dieser Zahl wird gemessen, wie viel Energie in der Einheit Watt durch einen Quadratmeter eines Stoffes durchdringt bei einem Temperaturgefälle. Gemessen wird in der Einheit Kelvin. 

Daher die Einheit Watt per m² in Kelvin = W/m²K

Erkläre, welcher chemische Vorgang bei der Verbrennung von Holz abläuft

Bei der Verbrennung wird Holz unter Mithilfe von Sauerstoff in Waserstoff und Kohlendioxid aufgespaltet.

Endprodukte: Energie = Wärme, Asche, Kohle = Kohlenstoff

Was versteht man unter:

  • Flammpunkt
  • Brennpunkt
  • Selbstentflammung

Flammpunkt: ca. 230°C
bei dieser Temperatur brennt Holz mit Hilfe einer externen Zündquelle. Fällt diese Zündquelle weg, dann erlischt das Feuer

Brennpunkt: ca. 260°C
bei dieser Temperatur brennt Holz auch ohne externe Zündquelle

Selbstentflammung: ca. 400°C
bei dieser Temperatur beginnt Holz zu brennen auch ohne Brandquelle

Wie gross ist die mittlere Abbrandgeschwindigkeit von Fichte/Tanne? Wie kann das Brandverhalten beeinflusst werden?

Fichte/Tanne brennt ca. 0.8 mm / min ab. 

  • Rohdichte beeinflusst das Abbrandverhalten
  • die Holzfeuchte
  • Sauerstoffzufuhr
  • Oberflächenbeschaffenheit
  • Querschnittgrösse

Étudier