Prüfung Innere Organe III & Gynäkologie

Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Innere Organe III & Gynäkologie

Bsc Physiotherapy, Sem5, Modul Innere Organe III & Gynäkologie


S. Z.
Diese Karteikarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Nierenfunktionen, Diabetes, Adipositas und Intensivmedizin. Sie behandeln Symptome, Regulationen und Komplikationen wie Urämie, Niereninsuffizienz und ICU-AW. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen im Bereich Innere Organe und Gynäkologie vorbereiten, da sie komplexe Zusammenhänge und klinische Anwendungen verständlich darstellen.
Flashcards
56
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
06.02.2017 / 03.02.2019

Flashcards

ATG beim beatmeten Patienten

Frage: hat der Patient Zwerchfell-Aktivität oder nicht?

Ja:

  • Belüftungsverbesserung (MAV) -> betroffene Sete oben
  • Sekretmobi & Ventilation -> betroffene Seite unten

Nein:

  • Belüftungs- & Ventilationsverbesserung-> betroffene Seite oben
  • Sekretmobi -> betroffene Seite oben

Folgen von Immobilisation

Kraftverlust ist das Resultat von strukturellen Abbauprozessen:

  • Reduzierte Muskelfaserdichte (Muskelatrophie)
  • Abbau der Mitochondrienzahl
  • Abbau von kontraktilen Elementen in der Muskulatur

Gleichzeitige Reduktion der Aufbauprozesse:

  • Proteinsynthese wird behindert

Kraftverlust wird funktionell:

  • Lokale Muskeln, welche für Haltung und Stabilisation zuständig sind verlieren schneller an Kraft, als die globale Muskulatur
  • Auch hochaktive Aktivierungsübungen im Bett können den negativen Effekten einer Immobilisation nicht entgegenwirken

Gründe für FRühmobilisation

  • Reduktion postoperativ pulmonaler Komplikationen
  • Reduktion Todesrisiko und Rehospitalisation innert 12 Monaten nach Entlassung
  • Wichtige Massnahme zur Vermeidung / Verminderung von Delir
  • Verkürzte Verweildauer am Respirator bis zum Weaning
  • Verbessertes funktionelles Outcome nach der IPS und bis zum Spitalaustritt

Risikofaktoren IPS für physical and non-physical morbidity

  • Krankheitsschwere
  • Anz. Tage mit mehr als zwei Organversagen
  • Länge des IPS-Aufenthaltes (1 Tag IPS = 1 Monat Reha)
  • Immobilität
  • Hyperglykämie
  • Alter
  • Vorbestehende Morbidität

ICU-AW

ICU-AW = intensive care unit aquired weakness

  1. Generalisierte Muskelschwäche nach Auftreten einer kritischen Erkrankung
  2. Diffuse Schwäche, symmetrisch, schlaff und generell ohne Beteiligung der Hirnnerven
  3. MRC Summenscore >48
  4. Abhängigkeit von der mechanischen Beatmung
  5. Ausschluss möglicher Differentialdiagnose

Diagnose: 1-3 oder 4 +5 muss erfüllt sein

Komplikationen ICU-AW

  • Risiko einer erfolglosen Entwöhnung (Weaning) steigt um das 15fache
  • Verlängerung Beatmungszeit
  • Re-Intubationsrate von bis zu 41%
  • 80% Diaphragma Dysfunktion
  • Pharyngale Dysfunktion -> Aspirationsrisiko
  • Sekundäre Komplikationen im Verlauf der kritischen Erkrankung
  • Verlängerung IPS & Spitalaufenthalt
  • Erhöhte Mortalität
  • Statt Austritt eher Weiterverlegung
  • 30.5% höhere Gesundheitskosten
  • Beeinträchtigung der körperlichen Aktivität
  • Verminderte Lebensqualität

ABCDE Konzept bei ICU-AW

  • Awakening
  • Breathing
  • Coordination
  • Delirium Monitoring
  • Exercise / Early Mobilisation

Total pain / Absoluter Schmerz

Ist ein Modell, das den Schmerz nicht einfach als ein Ursache – Wirkungsphänomen versteht, sondern als das komplexe Erleben eines individuellen Menschen in einer Grenzsituation. Vordergründig sind nicht sichtbare Schmerzen, sondern viele soziale, emotionale und spirituelle Schmerzthemen, die im Hintergrund zusammenwirken und die Schmerzempfindung des Patienten verstärken

Anatomie Niere

Funktionen Niere

  • Regulationen                        Säure – Basen / pH-Wert des Blutes

Wasser – Salze / kolloidosmotischer Druck / Blutdruck

  • Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen -> Harnfixa (-> Leber kann Stoffe wasserlöslich machen, via Blut gelangen sie dann zur Niere und werden dort ausgeschieden)
  • Synthese von Renin & Erythropo(e)tin (EPO)
  • Fertigstellung von Calcitriol (Vit.-D-Hormon)
  • Gluconeogenese -> Herstellung neuer Glucose, aus anderen Substanzen Glucose herstellen, z.B. Lactat)

1. & 2. Kapillargebiet Niere

1. Kappilargebiet (Kapillarknäuel in Kapsel = Glomerulum) (nur arterielles Blut!!!)
-> Filtration des Blutes
-> alles was klein genug ist, um durch die Poren zu gehen, wird abfiltriert und tropft in die Kapsel -> Primärharn

2. Kappillargebiet = Tubulussystem
-> ist für die Versorgung aller Strukturen mit Blut zuständig -> Parenchym
-> Harnkanälchen, die den Primärharn sammeln und weiterverarbeiten -> dort finden alle Funktionen der Niere statt

Stofftransport Niere

  • Stoffe, die abfiltriert werden, aber immer noch reichlich im Blut vorhanden sind, können in einem 2. Schritt rückresorbiert werden (=sezernieren)   
  • Stoffe, die abfiltriert werden, aber nicht ausgeschieden werden sollten, können wieder ins Blut resorbiert werden

Beides kann aktiv (unter Energieaufwand) oder passiv (via Diffusion) geschehen

lokale Blutdruckreguletion

Glomerulärer Filtrationsdruck: ca. 10 mmHg
Autoregulation für Glomeruli: mittlerer arterieller Blutdruck zwischen 80 und 180 mmHg

BD hoch: Vasokonstriktion der vas afferens (weniger Blut gibt lokal in Kappilaren weniger BD) & Vasodilatation der vas efferens
BD niedrig: umgekehrt

  • Druck darüber: keine Autoregulation möglich
  • Druck darunter: RAAS wird eingesetzt

zentrale Blutdruckregulation via RAAS

Symptome Nierenfunktionsverlust

Die Niere verliert in den meisten Fällen schrittweise und langsam ihre Funktion:
Anfangsstadium relativ symptomfrei -> meist viel zu späte Diagnosestellung

  • Wassereinlagerungen
  • Hoher Blutdruck
  • Veränderte Knochensubstanz
  • Muskelschwäche
  • Anämie (Niere reguliert via EPO wie viel Blut man hat)

Stadieneinteilung Niereninsuffizienz:

  1. Nach Verlauf: akut vs. Chronisch
  2. Anhand glomerulärer Filtrationsrate
    1 GFR > 89                normale Nierenfunktion
    2 GFR 60-89              milde Funktionseinschränkung
    3 GFR 30-59              moderate Funktionseinschränkung (>30 geht ohne Probleme)
    4 GFR 15-29              schwere Funktionseinschränkung
    5 GFR <15                 chronisches Nierenversagen
  3. Anhand Retentionswerte

Urämie & deren Folgen

= harnpflichtige Substanzen im Blut -> Vergiftung des Körpers
Klinisch sehr vielfältige Auswirkungen:

Nervensystem: Somnolenz, Amnesie, Desorientierung, Restless-Legs-Syndrom, Myoklonien

Gastrointestinaltrakt: Anorexie, Übelkeit, Aszites, urämische gastritis, Kolitis

Endokrinum: sek. Hyperparathyreoidismus, Amenorrhoe, Impotenz, Wachstumsstörungen bei Kinder

Blut: Anämie, Fehlfunktion der Thrombozyten, Immundefizit durch verminderte Funktion Leukozyten

Herz-Kreislauf: Perikarditis, Kardiomyopathie, art. Hypertonie

Lunge: Lungenödemen, Pleuritis

Haut: Pruritus, Pigmentstörungen, graugelbliche Verfärbung

Knochen: renale Osteodystrophie mit path. Frakturen, Ablagerungen Sehne und Knochen (Amyloidose)

-> Chronische Anfälligkeit des Immunsystems!

Study