7. Squares, Circuses, Crescents, Improvements

Städtebau der Kontinuität in Grossbritatien 1630-1870

Städtebau der Kontinuität in Grossbritatien 1630-1870


A. T.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die städtebaulichen Entwicklungen im 18. und 19. Jahrhundert, insbesondere in London und Edinburgh. Sie beleuchten Projekte wie den Trafalgar Square, die Regent Street und den Regent's Park, die von Architekten wie John Nash geprägt wurden. Die Karteikarten behandeln auch die Entstehung von Plätzen und Straßen, die Verbesserung der Stadtinfrastruktur und die Rolle von Architekten bei der Gestaltung von Wohnvierteln und öffentlichen Räumen. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende der Architektur und Stadtplanung, die sich mit historischen Stadtentwicklungen und deren Auswirkungen auf die moderne Stadtgestaltung auseinandersetzen möchten.
Karten
15
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geschichte
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
05.02.2017 / 06.01.2023

Lernkarten

Ediburgh

  • Die ursprüngliche Stadt war sehr kompakt. Sie grenzt an ein Sumpfgebiet, das trockengelegt wurde.
  • Der Bürgermeister kaufte sich ein Grundstück nördlich der Stadt, es war eine Art Bergkamm. Auf diesem Grundstück entwarf Craig Projekte im Rahmen eines Wettbewerbs und erhielt schlussendlich den Auftrag.
  • Er entwarf grosse Blöcke (arme Leute = Mews) zwischen dem Strassenraster, in ihnen sollten Wohnungen für ärmere Leute entstehen. Zudem führten Dienstleistungsstrassen durch die Blöcke hindurch.
  • Die zwei Riegel in der Mitte der Blöcke sind immer noch gut erkennbar, auch wenn die Blöcke inzwischen viel enger bebaut sind. Die Mews zeichnen sich durch schmale Strassen aus.
  • Es ist ein sehr lockeres Raster von Blockbebauungen.

Regent`s Park

  • Dies ist ein besonderer Park. Wieder entstehen Wohnviertel um den Platz herum. Die Form des Platzes geht aus den Grundbesitz-Proportionen hervor.
  • Das Grundstück gehört dem König, also „der Krone“. Nun soll es profitabel gemacht werden. Also fragt man Nash, der zur damaligen Zeit ein sehr gefragter Architekt war.
  • Für das Grundstück schrieb man einen Wettbewerb aus. Es wurden zwei Gegenentwürfe gemacht. Im Gegensatz zu Nash stopfte sein Konkurrent Leverton das Grundstück mit Parks und Reihenhäusern voll. Nash hingegen liess viel Grünfläche und Bauplätze für Villen. Es sollte seiner Meinung nach mehr gehobene Häuser geben, die sich dazumal vor allem auf dem Land befanden. In einem zweiten Entwurf zeigte er einen grossen Park mit grossen Häusern darum herum (mit doppeltem Circus in der Mitte und Reihenhäusern im Süden des Grundstücks). Jedoch waren beide Entwürfe zu mutig. Also machte er noch einen dritten.
  • In Nashs drittem Entwurf war dann fast ausschliesslich nur noch ein grosser Park, die Bebauung soll alleinig diesem zugewandt sein, er kehrt der Stadt den Rücken. Dies blieb bis heute so erhalten. Auch die Terraces wurden zu grossartigen, prunkvollen Gebäuden. Sie erscheinen an diesem Punkt auch prächtiger, als sie eigentlich wären (man verwendete auch keinen Stein, sondern Putz). Die Anlage wurde wie gewollt zur Wohnanlage für Wohlhabende, es war quasi Wohnen auf dem Land in der Stadt(nähe). Der Park war ausschliesslich für die Terrace-Bewohner. Ursprünglich sollte sogar der Prinzregent dort wohnen.
  • Die Leute, welche dort wohnten, arbeiteten in der Innenstadt und mussten schnell dorthin gelangen.
  • Kurz: Terraces sind die neue Bautypologie, die aus spekulativer Entwicklung resultierte. Sie sind auf Fluss und Landschaft ausgerichtet.

Regent Street

  • Für die Anwohner der Terraces wurde eine Strasse in die Innenstadt geschaffen.
  • Die ursprünglich geplante Strasse konnte nicht gebaut werden, weil eine Schneise durch die bestehenden Häuser von Nöten gewesen wäre, was man nicht wollte. Also baute man schlussendlich eine Strasse, die sich den lokalen Begebenheiten anpasste.
  • Alle betroffenen Grundstücke mussten vom König aufgekauft werden, was sich schwer tat, da nicht alle Eigentümer verkaufen wollten.
  • Wichtige Gebäude stellten Gelenkpunkte der Strasse dar. So kaschiert man den ungeraden Strassenverlauf. Im Gegensatz zu den Pariser Boulevards ist die Regent Street nicht gerade, sondern eben eine Art Collage aus verschiedenen Strassensegmenten.
  • Viele der strassensäumenden Gebäude waren nicht mehr die von Nash, sondern waren neu gebaut worden.
  • Die Regent Street war der erste grosse Eingriff seit dem Brand, man spricht von einem fragmentarischen Stadtumbau.

Trafalgar Square

  • Um die Nationalgalerie riss man Gebäude ab, um einen Platz zu schaffen. Dieser hat eine regelmässige Form.
  • Man baut eine neue Strasse, die den Platz mit der Brücke verbindet.

Victoria Embankment

  • Victoria Street, 1. Abschnitt 1845 – 54: Sie ist eine der wenigen Strassen, die in London als Durchbruch realisiert wurden
  • Embankment 1860 – 4: Dieses Improvment war notwendig geworden, da ein Teil der Themse nicht gesichter war und es immer wieder zu Überschwemmungen kam. Man baute einen Weg entlang des Flusses, der gleichzeitig als Sicherung diente. Bahnlinie und U-Bahn wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls gebaut. Die U-Bahn sowie eine Abwasseranlage wurden in das Embankment integriert. Es ist ein Symbol der Modernisierung.

Great Fire London wann?

1666

Glorius Revolution

1688

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