Glossar


L. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Chemie für die Mittelschule. Sie konzentrieren sich auf Atome, Elektronen, Moleküle und deren Bindungen, einschließlich kovalenter Bindungen, Van-der-Waals-Kräften und Wasserstoffbrücken. Die Karteikarten erklären auch die Strukturformeln, Molekülmodelle und die Oktettregel. Sie eignen sich für Schüler, die die Grundlagen der chemischen Bindungen und Molekülstrukturen verstehen möchten.
Karten
66
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
01.02.2017 / 24.06.2017

Lernkarten

Molekülformel

Nennt die Art und die Anzahl der Atome eines Moleküls. Die Indices geben die Zahl der in einem Molekül gebundenen Atome an (sofern sie von eins abweich), z.B. H2O, C2H6, NH3

Molekülgestalt

Beschreibt die räumliche Anordnung der Atome im Molekül. Lässt sich experimentell ermitteln bzw. mit dem EPA-Modell herleiten und mit Kalotten oder Kugel-Stab-Modell darstellen.

Molekülgitter

Molekulare Stoffe bilden im festen Zustand in der Regel ein Molekülgitter. Die Gitterbausteine sind Moleküle, die Gitterkräfte sind zwischenmolekulare Kräfte.

Molekülmodelle

Gegenständliche Modelle stellen den Bau der Moleküle anschaulich dar, Kalotten-Modell, Kugel-Stab-Modell. Gedankliche Modelle wie das EPA-Modell erlauben die theoretische Herleitung der Molekülgestalt einfacher Moleküle.

Molekülstruktur

Zur Molekülstruktur gehören neben der Zahl und der Art der Atome (Molekülformel) und der Bindungen (Strukturformel) auch Angaben über die Molekülgestalt (Molekülgeometrie).

Molekulare Stoffe

Nichtmetalle (ohne Edelgase) und molekulare Verbindungen bestehen aus Molekülen.

Oktettregel

Die Atome der zweiten Periode erreichen in Molekülen Edelgaskonfiguration: Der Atomrumpf der gebundenen Atome ist von acht Elektronen umgeben. Die Oktettregel gilt (mit Ausnahmen) auch für Nichtmetall-Atome höherer Perioden. Wasserstoff-Atome erreiche ein Elektronenduplett.

Oxide

Binäre Verbindungen des Sauerstoffs. Die Oxide der Nichtmetalle sind molekulare Stoffe, die Oxide der Metalle sind Ionenverbindungen.

Ozon O3

Modifikation des Sauerstoffs mit O3-Molekülen, ein reaktives, giftiges, seltsam riechendes Gas.

Ozonabbau

Der Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre, welche die Lebewesen vor der kurzwelligen UV-Strahlung der Sonne schützt, wird durch die Freisetzung von FCKW und anderen "Ozonzerstörern" ausgelöst, er erreicht über der Antarktis im September/Oktober ein Maximum: Ozonloch.

Ozonbildung

Das Ozon der schützenden Oxonschicht in der Stratosphäre entsteht durch die Wirkung der dort vorhandenen kurzwelligen UV-Strahlung aus O2. In den bodennahen Luftschichten bildet sich Ozon im Smog aus Abgasen von Verkehr, Industrie und Heizungen unter Einwirkung der Sonne.

Ozonschicht

Schicht der Stratosphäre (10-30 km über der Erdoberfläche) mit relativ hohem Ozongehalt; lässt die kurzwellige UV-Strahlung nicht durchtreten und schützt die Lebewesen auf der Erde vor dieser gefährlichen Komponente der Sonnenstrahlung.

Partialladung

Teilladung, kleiner als eine Elementarladung, wird angegeben durch δ− bzw. δ+ 

Pauli-Prinzip

In einer Elektronenwolke kann sich ein Elektron oder ein Elektronenpaar aufhalten.

Polarität

Polar sind Bindungen zwischen Atomen mit unterschiedlicher Elektronennegativität. Die gemeinsamen Elektronen sind zum elektronegativeren Atom hin verschoben. Dieses trägt darum eine negative, sein Partner eine positive Partialladung. Die Bindungspolarität ist umso höher, je grösser der EN-Unterschied der Bindungspartner ist.

Radikale

Teilchen mit einsamen Elektronen. Ein Radikal besitzt mindestens eine einfach besetzte Elektronenwolke. Mit Ausnahme der Edelgas-Atome sind alle Atome Radikale.

Reaktionsgleichung

Beschreibt einen chemischen Vorgang qualitativ (Formeln) und quantitativ (Koeffizienten). Links vom Reaktionspfeil stehen, durch + verbunden, die Formel bzw. Symbole der Edukte, rechts die der Produkte. Oft wird der Aggregatzustand der Stoffe (s,l,g) angegeben. Die Koeffizienten vor den Formeln geben das Mengenverhältnis der Stoffe an. Sie müssen so gewählt werden, dass die Anzahl der Atome jeder Atomsorte links und rechts gleich ist.

Reaktionspfeil

Der Reaktionspfeil -----> steht für die Umwandlung der Stoffe und wird gelesen als "reagieren zu", über dem Pfeil können Reaktionsbedingungen (Licht, Kat., Temp., Druck) angegeben werden.

Strichformel

siehe Strukturformel

Strukturformel

Die Strukturformel (Lewis-Formel, Valenzstrichformel, Strichformel) beschreibt die Bindungsverhältnisse in Molekülen. Die Molekülgestalt kann nur angedeutet werden. In der Strukturformel werden neben den Elementsymbolen, die für den Atomrumpf stehen, die Valenzelektronen durch Striche (Elektronenpaare) und Punkte (einsame Elektronen) dargestellt. Die Striche für die bindenden Elektronenpaare stehen wie Bindestriche zwischen den Symbolen

Tetraeder

Körper, der von vier gleichseitigen Dreiecken begrenzt ist. Jede Ecke ist von den drei anderen gleich weit entfernt. Die Anordnung der vier Ecken um den Mittelpunkt nennt man tetraedrisch.

Tetraederwinkel

Die vom Tetraedermittelpunkt zu den Ecken gerichteten Linien schliessen Winkel von ca. 109° ein.

Van-der-Waals-Kräfte

Wirken zwischen den Molekülen als Folge momentaner Polarisierung durch die Bewegung der Elektronen. Sind umso stärker, je grösser die Molekülmasse bzw. die Moleküloberfläche ist. Sind bei kleinen Molekülen schwächer als Dipol-Dipol-Kräfte und Wasserstoff-Brücken.

Van-der-Waals-Radius

siehe Atomradien

Wasserstoffbrücken

Wasserstoffbrücken sind elektrostatische Kräfte zwischen H-Atomen, die an F-, O-, oder N-Atome gebunden sind, und den freien Elektronenpaaren dieser Atome in benachbarten Molekülen.

Zwischenmolekulare Kräfte

Kräfte, die zwischen Molekülen wirken, bestimmen weitgehend die physikalischen Eigenschaften molekularer Stoffe. 

siehe Wasserstoffbrücken, siehe Dipol-Dipol-Kräfte, siehe Van-der-Waals-Kräfte

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