Chemie CH 503
Glossar
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Flashcards
Molekülformel
Nennt die Art und die Anzahl der Atome eines Moleküls. Die Indices geben die Zahl der in einem Molekül gebundenen Atome an (sofern sie von eins abweich), z.B. H2O, C2H6, NH3
Molekülgestalt
Beschreibt die räumliche Anordnung der Atome im Molekül. Lässt sich experimentell ermitteln bzw. mit dem EPA-Modell herleiten und mit Kalotten oder Kugel-Stab-Modell darstellen.
Molekülgitter
Molekulare Stoffe bilden im festen Zustand in der Regel ein Molekülgitter. Die Gitterbausteine sind Moleküle, die Gitterkräfte sind zwischenmolekulare Kräfte.
Molekülmodelle
Gegenständliche Modelle stellen den Bau der Moleküle anschaulich dar, Kalotten-Modell, Kugel-Stab-Modell. Gedankliche Modelle wie das EPA-Modell erlauben die theoretische Herleitung der Molekülgestalt einfacher Moleküle.
Molekülstruktur
Zur Molekülstruktur gehören neben der Zahl und der Art der Atome (Molekülformel) und der Bindungen (Strukturformel) auch Angaben über die Molekülgestalt (Molekülgeometrie).
Molekulare Stoffe
Nichtmetalle (ohne Edelgase) und molekulare Verbindungen bestehen aus Molekülen.
Oktettregel
Die Atome der zweiten Periode erreichen in Molekülen Edelgaskonfiguration: Der Atomrumpf der gebundenen Atome ist von acht Elektronen umgeben. Die Oktettregel gilt (mit Ausnahmen) auch für Nichtmetall-Atome höherer Perioden. Wasserstoff-Atome erreiche ein Elektronenduplett.
Oxide
Binäre Verbindungen des Sauerstoffs. Die Oxide der Nichtmetalle sind molekulare Stoffe, die Oxide der Metalle sind Ionenverbindungen.
Ozon O3
Modifikation des Sauerstoffs mit O3-Molekülen, ein reaktives, giftiges, seltsam riechendes Gas.
Ozonabbau
Der Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre, welche die Lebewesen vor der kurzwelligen UV-Strahlung der Sonne schützt, wird durch die Freisetzung von FCKW und anderen "Ozonzerstörern" ausgelöst, er erreicht über der Antarktis im September/Oktober ein Maximum: Ozonloch.
Ozonbildung
Das Ozon der schützenden Oxonschicht in der Stratosphäre entsteht durch die Wirkung der dort vorhandenen kurzwelligen UV-Strahlung aus O2. In den bodennahen Luftschichten bildet sich Ozon im Smog aus Abgasen von Verkehr, Industrie und Heizungen unter Einwirkung der Sonne.
Ozonschicht
Schicht der Stratosphäre (10-30 km über der Erdoberfläche) mit relativ hohem Ozongehalt; lässt die kurzwellige UV-Strahlung nicht durchtreten und schützt die Lebewesen auf der Erde vor dieser gefährlichen Komponente der Sonnenstrahlung.
Partialladung
Teilladung, kleiner als eine Elementarladung, wird angegeben durch δ− bzw. δ+
Pauli-Prinzip
In einer Elektronenwolke kann sich ein Elektron oder ein Elektronenpaar aufhalten.
Polarität
Polar sind Bindungen zwischen Atomen mit unterschiedlicher Elektronennegativität. Die gemeinsamen Elektronen sind zum elektronegativeren Atom hin verschoben. Dieses trägt darum eine negative, sein Partner eine positive Partialladung. Die Bindungspolarität ist umso höher, je grösser der EN-Unterschied der Bindungspartner ist.
Radikale
Teilchen mit einsamen Elektronen. Ein Radikal besitzt mindestens eine einfach besetzte Elektronenwolke. Mit Ausnahme der Edelgas-Atome sind alle Atome Radikale.
Reaktionsgleichung
Beschreibt einen chemischen Vorgang qualitativ (Formeln) und quantitativ (Koeffizienten). Links vom Reaktionspfeil stehen, durch + verbunden, die Formel bzw. Symbole der Edukte, rechts die der Produkte. Oft wird der Aggregatzustand der Stoffe (s,l,g) angegeben. Die Koeffizienten vor den Formeln geben das Mengenverhältnis der Stoffe an. Sie müssen so gewählt werden, dass die Anzahl der Atome jeder Atomsorte links und rechts gleich ist.
Reaktionspfeil
Der Reaktionspfeil -----> steht für die Umwandlung der Stoffe und wird gelesen als "reagieren zu", über dem Pfeil können Reaktionsbedingungen (Licht, Kat., Temp., Druck) angegeben werden.
Strichformel
siehe Strukturformel
Strukturformel
Die Strukturformel (Lewis-Formel, Valenzstrichformel, Strichformel) beschreibt die Bindungsverhältnisse in Molekülen. Die Molekülgestalt kann nur angedeutet werden. In der Strukturformel werden neben den Elementsymbolen, die für den Atomrumpf stehen, die Valenzelektronen durch Striche (Elektronenpaare) und Punkte (einsame Elektronen) dargestellt. Die Striche für die bindenden Elektronenpaare stehen wie Bindestriche zwischen den Symbolen
Tetraeder
Körper, der von vier gleichseitigen Dreiecken begrenzt ist. Jede Ecke ist von den drei anderen gleich weit entfernt. Die Anordnung der vier Ecken um den Mittelpunkt nennt man tetraedrisch.
Tetraederwinkel
Die vom Tetraedermittelpunkt zu den Ecken gerichteten Linien schliessen Winkel von ca. 109° ein.
Van-der-Waals-Kräfte
Wirken zwischen den Molekülen als Folge momentaner Polarisierung durch die Bewegung der Elektronen. Sind umso stärker, je grösser die Molekülmasse bzw. die Moleküloberfläche ist. Sind bei kleinen Molekülen schwächer als Dipol-Dipol-Kräfte und Wasserstoff-Brücken.
Van-der-Waals-Radius
siehe Atomradien
Wasserstoffbrücken
Wasserstoffbrücken sind elektrostatische Kräfte zwischen H-Atomen, die an F-, O-, oder N-Atome gebunden sind, und den freien Elektronenpaaren dieser Atome in benachbarten Molekülen.
Zwischenmolekulare Kräfte
Kräfte, die zwischen Molekülen wirken, bestimmen weitgehend die physikalischen Eigenschaften molekularer Stoffe.
siehe Wasserstoffbrücken, siehe Dipol-Dipol-Kräfte, siehe Van-der-Waals-Kräfte