Chemie CH 503
Glossar
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Lernkarten
Atombindung
Bindung von zwei Atomen durch gemeinsame Elektronenpaare, basiert auf der Anziehung zwischen den Kernen und den gemeinsamen Elektronen, die sich bevorzugt zwischen ihnen aufhalten. Heisst auch: Elektronenpaarbindung, kovalente Bindung
Atomgitter
Sehr stabiles Gitter, dessen Bausteine (Atome) durch Atombindungen zu einem Riesenmolekül gebunden sind. Bsp.: Diamant, Quarz
Atomradius
Der Radius eines isolierten Atoms (Van-der-Waals-Radius) ist die Hälfte des minimalen Abstands zwischen den Kernen von zwei nicht verbundenen, gleichartigen Atomen. Der kovalente Radius ist der halbe Abstand zwischen den Kernen von zwei verbundenen gleichartigen Atomen.
Bananenwolken
Die bindenden Elektronenpaare einer Mehrfachbindung stossen sich ab, ihre Wolken sind banenförmig gekrümmt.
Bindungselektronen
Bindungselektronen werden von den Kernen der gebundenen Atome angezogen und binden diese durch die gegenseitige elektrostatische Anziehung.
Bindungsenergie
Energie, die bei der Bildung einer Atombindung frei wird bzw. zu ihrer Spaltung aufgewendet werden muss. Einheit ist Kilojoule pro Mol (kJ/mol, 1 mol = 6.02 * 1023 Bindungen). Die BE ist umso höher, je grösser die Zahl der gemeinsamen Elektronenpaare und je kürzer und je polarer die Bindung ist.
Bindungslänge
Abstand zwischen den Zentren gebundener Atome, Summe der kovalenten Atomradien.
Bindungswert
Die Zahl gemeinsamer Elektronenpaare, an denen sich ein Nichtmetall-Atom bei der Bildung eines Moleküls beteiligt, entspricht nach der Oktettregel der Zahl der Valenzelektronen, die ihn zum Oktett fehlen.
Bindungswinkel
Der Winkel zwischen den Achsen der bindenden Elektronenwolken, die von einem Atom ausgehen. Im Kugel-Stab-Modell der Winkel zwischen den Stäbchen.
Delokalisierte e-
Gemeinsame Elektronen, die mehr als zwei Atomen zur Verfügung stehen, z.B. in den Ebenen des Grafitgitters.
Diamant
Sehr harte, durchsichtige, nicht leitende Modifikation des Kohlenstoffs, Aufbau: -> siehe Atomgitter
Dichteanomalie
Die Dichte des Wassers ist bei 4°C am grössten und nimmt beim Abkühlen (im Gegensatz zum Verhalten anderer Flüssigkeiten) unter 4°C ab: Anomalie. Anomal ist auch, dass Eis bei 0°C die kleinere Dichte hat als flüssiges Wasser mit gleicher Temperatur.
Dipol-Dipol-Kräfte
Zwischenmolekulare Kräfte zwischen Dipol-Molekülen. Ihre Stärke ist abhängig von der Molekülgestalt und von der Polarität der Bindungen (EN-Unterschied)
Dipole
Dipole haben einen positiven und einen negativen Pol. Moleküle sind elektrische Dipole, wenn die Bindungen polar sind und wenn die Schwerpunkte der positiven und der negativen Partialladungen nicht zusammenfallen.
Doppelbindung
Bindung durch zwei gemeinsame Elektronenpaare, ist kürzer und stärker als eine Einfachbindung zwischen den gleichen Atomen (aber nicht doppelt so stark).
Dreifachbindung
Bindung durch drei gemeinsame Elektronenpaare.
Duplett(regel)
Bei Wasserstoff und Helium nimmt die Aussenschale höchstens zwei Elektronen auf.
Egelgase
Die einzigen gasförmigen Nichtmetalle, deren Bausteine Atome sind. Sie sind inert, weil ihre Atome ach (Helium: zwei) Valenzelektronen besitzen (Edelgaskonfiguration)
Egelgaskonfiguration
Elektronenkonfiguration wie bei Edelgasen, d.h. der Atomrumpf ist von acht Elektronen (beim Helium von zwei) bzw. vier doppelt besetzten Wolken umgeben.
Einfachbindung
Bindung durch ein gemeinsames Elektronenpaar.
Elektronennegativität (EN)
Fähigkeit der Atome, die bindenden Atome anzuziehen. In der Skala von L. Pauling wird dem elektronegativsten Element Fluor der Wert 4.0, dem Lithium der Wert 1.0 zugeordnet. Die EN ist umso höher, je kleiner das Atom und je höher die Rumpfladung ist. Sie nimmt darum im PSE in der Gruppe nach oben und in der Periode nach rechts zu.
Elektronenpaar EP
________
- bindende
Die beiden Elektronen einer doppelt besetzten Elektronenwolke bilden ein EP.
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Elektronenpaare, die von zwei Atomen gemeinsam "verwaltet" werden, halten sich bevorzugt zwischen den beiden Kernen auf und binden sie durch die gegenseitige elektrostatische Anziehung.
Elektronenwolke
___________
-gemeinsame
Raum, in dem sich ein Elektron oder ein Elektronenpaar mit hoher Wahrscheinlichkeit aufhält.
________________
Entsteht durch die Verschmelzung von zwei einfach besetzten Elektronenwolken von zwei Atomen oder (seltener), indem ein Atom eine doppelt besetzte Wolke zur Verfügung stellt.
Element-Moleküle
Die (bei NB) gasförmigen Nichtmetalle (mit Ausnahme der Edelgase) sowie Brom und Iod bestehen aus zweiatomigen Molekülen: H2, F2, CI2, Br2, I2, O2, N2. Kristalliner Schwefel besteht aus S8-Ringen, weisser Phosphor aus P4-Molekülen, Kohlenstoff-Atome bilden sehr grosse "Moleküle"
-> siehe Atombindung, kovalente Bindung
EP-Bindung
siehe Atombindung, kovalente Bindung
EPA-Modell
Das Elektronenpaarabstossungs-Modell ermöglicht die Herleitung der Molekülgestalt, basierend auf der Vorstellung, dass sich die Valenzelektronenpaare (bzw. ihre Wolken) als Folge der gegenseitigen Abstossung so anordnen, dass sie max. Entfernung voneinander haben. Die EP von Mehrfachbindungen wirken auf benachbarte Elektronen wie ein EP. Nichtbindende Elektronenwolken beanspruchen etwas mehr Raum als bindende.
Fullerene
Modifikationen des Kohlenstoffs, die z.B im Russ vorkommenn.
Grafit
Schwarz glänzende, elektrisch leitende Modifikation des Kohlenstoffs.
Hochmolekulare Stoffe
Stoffe mit Makromolekülen sind bei NB meist fest und werden beim Erwärmen langsam weich, viele zersetzen sich, bevor sie schmelzen. Zu den hochmolekularen Stoffen zählen Naturstoffe wie die Eiweisse und die Nucleinsäuren sowie viele Kunstoffe (Plastik)
Index, Indices
Die Indices gehören zur Formel und beschreiben die Zuzsammensetzung des Stoffs bzw. seiner Teilchen: O2, CO2, HCIO3. Bei Molekülverbindungen geben sie an, wie viele Atome einer Sorte in einem Molekül gebunden sind. Der Index 1 wird nicht geschrieben.
Kalotten-Modell
Modell zur Darstellung der Molekülgestalt. Die Atome werden durch Kalotten unterschiedlicher Grösser dargestellt.
Keilstrichformel
Mit der Keilstrichformel kann die räumliche Struktur eines Moleküls ausgedrückt werden. Bindungen, die nach vorne bzw. hinten aus der Zeichenebene herausragen, werden durch Keile bzw. gestrichelte Keile dargestellt, Bindungen in der Zeichenebene durch Striche.
Knallgasreaktion
Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser.
Kovalente Bindung
Bindung durch gemeinsame Elektronenpaare, siehe Atombindung
Kovalenter Radius
siehe Atomradien
Kugel-Stab-Modell
Modell zur Darstellung der Molekülgestalt. Die Atomrümpfe werden durch Kugeln, die bindenden Elektronenpaare durch Stäbchen dargestellt. Eignet sich v.a. zur Darstellung der Bindungswinkel.
Lewis-Formel
siehe Strukturformel
Makromoleküle
Moleküle aus einer grossen Zahl (>100) von Atomen. Bestehen meist aus vielen Kleinmolekülen, die durch gemeinsame Elektronenpaare zu Ketten oder Netzen verknüpft sind.
Modifikationen
Erscheingsformen eines Elementes, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden, weil die gleichen Atome oder Moleküle verschieden angeordnet und gebunden sind; können sich im Molekülbau (z.B. Grafit - Diamant, O2 - O3) oder in der Kristallform (z.B. Schwefel) unterscheiden.
Molekül
Teilchen aus mehreren Atomen, die durch Atombindung(en) zu einer Einheit gebunden sind.