Wissenschaftliche Datenauswertung und Präsentation W16 ETH Zürich Teil 1
An introductory course to scientific data analysis with Excel and R at ETH Zurich. Includes contributions from other students and from the official lecture script. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Bearbeitung allen offen, Korrekturen willkommen!
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Cartes-fiches
Was für eine Auflösung sollte man bei Grafiken für eine Arbeit, die schliesslich gedruckt wird, etwa verwenden?
Pixelauflösung von mindestens 300 Pixel pro Zoll (dots per inch, abgekürzt dpi; ein Inch ist), besser ist 600 dpi
Was wurde bei den Frossard Daten in der Vorlesung mit der one-way ANOVA getestet? Nenne H0 und HA
H0 : Der Ertrag der Kombinationen von Sorte und der Düngerstufe variert zufällig, ohne dass eine oder mehrere Kombinationen eine signifikante Auswirkung auf die Ertragsbildung hätte.
HA: Es gibt Kombinationen von Sorte und Düngerstufen, die sich signifikant auf die Ertragsbildung auswirken.
(Werner Eugster 2016)
Was möchten wir mit dem Varianzanalyseoutput zeigen (am Beispiel der Frossard Daten)?
Erstens gibt es den Effekt des Faktors, den wir untersuchen wollen, hier also die Kombination aus Sorte und Düngerstufe.Zweitens gibt es fast sicher zufällige Variationen innerhalb jeder der sechs Gruppen von Da- tenpunkten, die aus je drei Replikationen bestehen. Zufällig deshalb, weil diese Variabilität nicht kontrollierbar ist (="Fehler")
Ertrag = Effekt des untersuchten Faktors + Fehler
Diese Varianzzerlegung (die eine ANOVA durchführt), erlaubt uns, zu ermitteln, ob alle Er- träge, die auf Plots erhoben wurden, aus ein und derselben Population mit dem gleichen Ertrags-Mittelwert μ stammen.
(Werner Eugster 2016)
Warum muss man bei der one way ANOVA (Bsp VL) in R Variety und Fertilizer als Faktoren definieren?
Es sind diskrete Variablen. Würde man sie ncht als Faktoren definieren, hätte das Programm keine andere Wahl, als sie als stetige Variablen zu behandeln. Wir haben aber genau drei Düngerstufen und zwei Sorten, daher keinen kontinuierlichen Verlauf der Einflüsse.
H0 : Der Ertrag der Kombinationen von Sorte und der Düngerstufe variert zufällig, ohne dass eine oder mehrere Kombinationen eine signifikante Auswirkung auf die Ertragsbildung hätte.
HA: Es gibt Kombinationen von Sorte und Düngerstufen, die sich signifikant auf die Ertragsbildung auswirken.
Der sehr kleine P-wert deutet auf einen nicht-zufälligen Unterschied zwischen den beiden Varianzen hin. Wir verwerfen hier die Nullhypothese, falls wir davon ausgehen, dass unsere Modellannahmen stimmen.
Was macht der Tukey-HSD Test?
Mit dem Tukey-Test die Signifikanz der paarweisen Vergleiche bestimmen. Der Tukey HSD Test (HSD steht für Honest Significant Difference) macht genau dies.
-->Jeweils zwei „Behandlungsstufen“ werden miteinander verglichen, und es wird getestet, ob die Differenz signifikant verschieden von Null ist.
(Werner Eugster 2016)
Abbildung . : Tukey’s Honest Significant Difference Test für den paarweisen Vergleich der Mittelwerte aller Gruppen. Liegt die Nulllinie innerhalb des Unsicherheitsbereichs eines Vergleichs, sind die Erträge nicht si- gnifikant (p 0.05) verschieden. Diese Analyse zeigt uns, dass die Unterschiede zwischen den beiden Sorten ohne Düngung nicht signifikant sind. Und bei beiden Sorten ist der Unterschied von zu kg N ha– yr– nicht signifikant. D.h. hier hat der zusätzliche Dünger nichts bewirkt.
aka.: Ist 0 im 95% Vertrauensintervall => Effekt laut Analyse nicht signifikant.
(Werner Eugster 2017)
was will man man mit der kumulativen F-Verteilung ?
Wahrscheinlichkeit zeigen, dass ein zufälliger F-Wert ≥ einem gegebenen (aus Experiment ermittelten) F-Wert ist.
ODER:
Wahrscheinlichkeit zeigen, dass ein zufälliger F-Wert ≤ einem gegebenen (aus Experiment ermittelten) F-Wert ist.
Der paarweise Vergleich der Ergebnisse wird allgemein als Post hoc Test bezeichnet, wobei der Tukey Honest Significant Difference Test eine der Möglichkeiten darstellt, die für unsere Daten geeignet ist.
Im Gegensatz zum Output von TukeyHSD() werden hier die typischen Symbole für die Signi- fikanzniveaus der Unterschiede angezeigt, was bereits einen besseren Überblick ermöglicht.
Abbildung . : Tukey’s Honest Significant Difference Test für den paarweisen Vergleich der Mittelwerte aller Gruppen mit Buchstaben zur Unterscheidung von signifikant unterschiedlichen Gruppen. Boxplots, die den glei- chen Buchstaben erhalten haben, unterscheiden sich nicht signifikant (p 0.05).
(Werner Eugster 2017)
Zweifaktorielle Varianzanalyse (two-way ANOVA). Wieso Experimente mit mehr als einem Faktor?
Experimente, die gleichzeitig den Effekt von mehr als einem Faktor auf eine bestimmte Er- gebnisvariable berücksichtigen, sind häufig weit aufschlussreicher als solche, die jeden Fak- tor separat varieren (das gilt sowohl für Experimente in einer kontrollierten Labor- oder Gewächshausumgebung wie auch für solche im Freiland), da bei solchen Versuchsanordnungen auch gewisse Kombinationen von Faktoren gefunden werden können, die einen synergisti- schen Effekt zeigen. Dazu kommt der Aspekt, dass es meist auch kostengünstiger und zeit- sparender ist, mehrere Faktoren gleichzeitig in einem Experiment mit mehr als einem Faktor zu erforschen, als wenn man jeden Faktor in einem eigenständigen Experiment untersuchen würde.
(Werner Eugster 2016)
Nenne die Komponenten der zweifaktoriellen Varianzanalyse (two-way ANOVA).
Ergebnisvariable = Faktor A + Faktor B + Interaktion + Fehler
Nenne und vergleiche die Komponenten der zweifaktoriellen Varianzanalyse (two-way ANOVA) mit einfaktorieller Varianzanalyse (one-way ANOVA)
Ergebnisvariable = Faktor A + Faktor B + Interaktion + Fehler
Ergebnisvariable = Effekt der Behandlung + Fehler