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A. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Marketingstrategien und -analysen für Unternehmen. Sie decken Themen wie Zielsetzung, Marktanteil, Wettbewerbsstrategien nach Porter, CRM-Systeme, und die Bedeutung von Kundenanalyse ab. Besonders nützlich sind sie für Marketingfachleute und Unternehmer, die ihre Marktposition stärken und gezielte Strategien entwickeln möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Marketing
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
08.01.2017 / 28.09.2017

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Was bedeutet Marketing?

Unter Marketing versteht man die systematische und informationsbasierte Gestaltung und Entwicklung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios unter konsequenter Orientierung aller Aktivitäten eines Unternehmens an den Bedürfnissen bestehender und potenzieller Kunden zum Zweck der Erlangung von Wettbewerbsvorteilen und der Erreichung der Unternehmensziele.

Aus welchen Schritten besteht der Ablauf bei einer Marketingplanung?

Analyse - Panung - Umsetzung - Kontrolle

Wie hat sich der Markt im Laufe der Zeit verändert und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das heutige Marketing?

Bis Ende der 1950er-Jahre war der Markt in Deutschland ein Verkäufermarkt. Die Nachfrage war größer als das Angebot. Der Verkäufer hatte eine starke Position auf dem Markt: Alles was produziert wurde, wurde verkauft. Ab den 1960er-Jahren hat sich der Markt in einen Käufermarkt gewandelt. Die Käufer (Konsumenten) haben eine starke Position auf dem Markt, da der Markt gesättigt ist, d.h. das Angebot ist größer als die Nachfrage. Als Verkäufer muss man sich gegen die Produkte/Dienstleistungen der Mitbewerber durchsetzen bzw. sich von diesen abheben, um von den Kunden wahrgenommen zu werden. Dieses Ziel verfolgt das Marketing.

Welche Segmente/Bereiche des Marketings gibt es, welche Zielgruppen werden angesprochen, wie sind die Entscheidungswege? Nennen Sie jeweils ein Beispiel.

  • Beim Konsumgütermarketing (Gebrauchs-/Verbrauchsgüter) werden breite Massen angesprochen, die Entscheidungsprozesse sind eher kurzfristig, es werden Massenprodukte wie z.B. Lebensmittel oder Elektrogeräte abgesetzt.
  • Beim Investitionsgütermarketing handelt es sich um ein Individualmarketing, einzelne Personen bzw. Personengruppen werden dabei angesprochen, die Entscheidungsprozesse sind eher lang, es werden Einzelprodukte in kleinen Mengen wie z.B. Verpackungsautomaten, Abfüllanlagen, Produktionsaggregate angeboten
  • Beim Dienstleistungsmarketing handelt es sich um sich um Imagemarketing, da immaterielle Güter angeboten werden; der Entscheidungsprozess ist eher kürzer; Beispiele hierfür sind die Angebote der Gastronomie, von Hotels, Friseuren o.ä.

Wer muss den Marketinggedanken im Unternehmen mittragen?

Den Marketinggedanken gilt es im gesamten Unternehmen zu verankern, um somit ein kollektives Bewusstsein für markt- und kundenorientiertes Verhalten zu schaffen als Voraussetzung für die Sicherstellung von Fortbestand und Weiterentwicklung des Unternehmens.

Wie kann der Marketinggedanke intern verankert werden?

Intern kann der Marketinggedanke verankert werden durch:

  • Weiterbildung
  • Teambuilding
  • Mitarbeiterversammlung
  • Mitarbeiterzeitung
  • Mitarbeiterinfo
  • Schwarzes Brett

Was bewirkt Marketing im Außenverhältnis?

Marketing soll im Außenverhältnis Zielgruppen beeinflussen und Präferenzen schaffen gegenüber den Produkten/Dienstleistungen der Konkurrenz.

Welche Disziplinen nutzt das Marketing?

Das Marketing nutzt die folgenden Disziplinen:

  • Marktforschung (empirisch)
  • Sozialwissenschaften (Soziologie)
  • Mathematik
  • Kommunikationswissenschaften
  • Psychologie

Zu den obersten Zielen des Marketings zählen Kundenzufriedenheit und Begeisterung. Wozu führden diese?

Kundenzufriedenheit und Begeisterung führen bestenfalls zu Kundenbindung. Der Kunde "belohnt" das Unternehmen mit Wiederkauf/Kundentreue, empfiehlt das Unternehmen gerne weiter (Meinungsmultiplikation), ist eher bereit, höhere Preise zu zahlen (steigende Preisbereitschaft) und für das Unternehmen wird Cross- bzw. Up-Selling möglich. Dadurch steigt die abgesetzte Menge, das Unternehmen macht mehr Umsatz und bestenfalls auch mehr Gewinn und sichert somit die Unternehmenszukunft.

Welche Fragestellung ist zu Beginn der Analysephase im Hinblick auf die Positionierung wichtig?

Folgende Fragestellung ist wichtig: Möchte ich alle Kunden bedienen oder möchte ich nur bestimmte Kunden ansprechen?

Welche Probleme bringt die Entscheidung mit sich, alle Kunden bedienen zu wollen?

Alle Kunden bedienen zu wollen bedingt ein Massenmarketing. Probleme dabei sind

  • hoher Streuverlust
  • schwierige Ansprache
  • aufgeblähtes Marketing

Und auch die Produkte sind undifferenziert, bieten Standardqualitäten und wenig Differenzierung/Varianten.

Was ermöglicht die Aufteilung in Zielgruppensegmente?

Die Aufteilung in Zielgruppensegmente erlaubt differenziertes Zielgruppenmarketing. Mittels Mafo werden Daten über die Kunden gesammelt, um zu analysieren, wie meine Kunden "ticken" und warum meine Kunden was kaufen (Entscheidungsprozesse).

Nach welchen Merkmalen lassen sich Kunden in Gruppen einteilen?

Kunden können nach den folgenden Merkmalen in vier Gruppen eingeteilt werden:

  • psychografisch: Einstellungen, Werte, Meinungen, Lebensphasen
  • soziodemografisch: Alter, Geschlecht, Familienstand, Beruf, Einkommen
  • geografisch: Herkunft, Nationalität, Einzugsgebiet
  • verhaltensbedingt: Informationsverhalten, Kauf-, Preisverhalten, Einkaufsstättenwahlverhalten

Was sind hybride Kunden?

Hybride Kunden können nicht eindeutig einer Gruppe zugeordnet werden und zeigen ein wechselhaftes/situatives Kaufverhalten. Je nach Situation haben sie unterschiedliche Kaufmotive und unterschiedliche Prioritäten.

Welche Probleme bringen hybride Kunden für die Einteilung in Gruppen mit sich und wie kann man bei solchen Kunden vorgehen?

Hybride Kunden können nicht eingeordnet werden, an den äußeren Merkmalen (Alter, Geschlecht, usw.) ist das Kaufverhalten nicht ablesbar. Für die Einteilung müssen weitere Merkmale hinzugezogen werden wie z.B. psychografische und verhaltensbedingte Merkmale.

Was versteht man unter Marktsegmentierung?

Bei der Marktsegmentierung wird ein heterogener Gesamtmarkt anhand von konkreten Merkmalen in homogene Teilsegmente aufgeteilt. Aus einem undifferenzierten Zielgruppenmarketing wird ein differenziertes. Es werden verschiedene Marketing-Mixes erstellt, die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind.

Nach welchen Methoden kann die Situation eines Unternehmens intern bzw. extern analysiert werden?

Für die interne Analyse kommt die Unternehmensanalyse (Mikro) in Frage, für die externe Analyse die Umfeldanalyse (Makro).

Welche Ziele verfolgen Unternehmens- bzw. Umfeldanalyse?

Die Unternehmensanalyse hat zum Ziel, die Stärken und Schwächen des Unternehmens heute zu analysieren, die Umfeldanalyse dient dazu, zukünftige Chancen und Risiken für das Unternehmen zu erkennen.

Welche Methoden werden für die Unternehmensanalyse angewandt?

Für die Unternehmensanalyse werden folgende Methoden angewandt:

  • Stärken-Schwächen-Analyse
  • Erfahrungskurvenanalyse (Analyse der Overheadkosten unabhängig von Stückkosten = Fixkosten)
  • Wertkettenanalyse (Wettbewerbsvorteile werden analysiert)
  • Kennzahlenanalyse

Welche Bereiche werden bei der Umfeldanalyse untersucht?

Bei der Umfeldanalyse werden das Makro- (allgemein, branchenübergreifend) und das Mikroumfeld (spezielles Umfeld der Branche) anaysiert.

Welche Methode kommt bei der Analyse des Makroumfelds zum Einsatz?

Für die Analyse des Makroumfelds kann die PESTEL-Analyse (5 Einflussfaktoren) angewandt werden.

Welche Analysemethoden kommen bei der Analyse des Mikroumfelds zum Einsatz?

Für die Analyse des Mikroumfelds gibt es die folgenden fünf Analysemethoden:

  • Marktkennzahlenanalyse
  • Branchenanalyse (5 Wettbewerbskräfte nach Porter): Branchenattraktivität analysieren
  • Konkurrenzanalyse/Positionierungsanalyse
  • Benchmarking (wettbewerbsorientiert, funktionsorientiert): Vergleich mit stärkstem Wettbewerber
  • GAP-Analyse (Umsatzanlysepotenzial)

Mit welcher Analyse werden Unternehmens- und Umfeldanalyse zusammengeführt?

Die Portfolioanalyse nach BCG bzw. Mc Kinsey (4- bzw. 9-Felder-Matrix) erlaubt es, die Unternehmens- und Umfeldanalyse zusammenzuführen.

Welche makroökonomischen Einflussfaktoren werden bei der PESTEL-Analyse untersucht?

Bei der PESTEL-Analyse werden die folgenden makroökonomischen Einflussfaktoren untersucht:

P = political (politische Einflüsse)
E = economic (ökonomische Einflüsse)
S = social (gesellschaftlich-soziale Einflüsse)
T = technological (technologische Einflüsse)
E = environmental (ökologische Einflüsse)
L = legal (rechtliche Einflüsse)

Welche gesellschaftlich-sozialen Einflüsse gibt es?

Es gibt folgende gesellschaftlich-sozialen Einflüsse:

  • demografischer Wandel
  • Patchwork-Familien
  • Single Haushalte
  • Werteorientierung: Nachhaltigkeit, Gesundheit
  • Hybrides Kaufverhalten
  • Vernetzung - social networking

Welche politisch-rechtlichen Einflüsse gibt es?

Es gibt die folgenden politisch-rechtlichen Einflüsse:

  • Rechtsprechung (z.B. Krankenversicherungen)
  • Werbegebote/-verbote
  • Bio-Auflagen/-Richtlinien
  • DIN-Normen
  • Öffnungszeiten
  • Kennzeichnungspflichten
  • TTIP
  • Förderungen/Sanktionen
  • EU-Recht
  • Produktvorgaben (z.B. Reinheitsgebot Bier)

Welche ökonomischen Einflüsse gibt es?

Es gibt folgende ökonomische Einflüsse:

  • Kostensteigerung: Preise gehen nach oben -> Wettbewerbsverschärfungen, Inflation
  • Globalisierung
  • Währungsumrechnungen
  • Produktlebenszyklen verkürzen sich
  • Innovationsdruck
  • Fachkräftemangel
  • Compliance
  • Digitalisierung "Industrie 4.0"
  • Zahlungsmoral sinkt
  • Arbeitslosigkeit

Welche ökologischen Einflüsse beeinflussen die Entwicklung?

Folgende ökologischen Einflüsse beeinflussen die Entwicklung:

  • Klimaschutz
  • CO2-Belastung
  • Umweltverschmutzung
  • Müllentsorgung
  • Recycling
  • Artensterben
  • Tierversuche
  • Ressourcenknappheit
  • Energieknappheit

Welche technologische Einflüsse gibt es?

Zu den technologischen Einflüssen zählen:

  • Digitalisierung: e-commerce, Automatisierung
  • Komplexität der Maschinen
  • Zunahme an technischem Support

Was wird von der Marktkennzahlenanalyse erwartet und in welches Umfeld gehört sie?

Die Marktkennzahlenanalyse liefert alle relevanten Daten um den Markt einer Branche beurteilen zu können. Sie gehört zur Beurteilung des Mikroumfelds des Unternehmens (spezielles Umfeld, Branche).

Durch was ist eine Branche gekennzeichnet und wie lässt sie sich unterscheiden?

Eine Branche ist durch die Branchenmerkmale gekennzeichnet und kann inhaltlich und regional unterschieden werden.

Was ist die Marktkapazität?

Mit Marktkapazität wird  der max. Umsatz im Gesamtmarkt bezeichnet ohne die Kaufkraft zu berücksichtigen.

Was ist das Marktpotenzial?

Das Martkpotenzial bezeichnet den max. Umsatz/Absatz im Gesamtsegment.

Was ist das Absatzpotenzial?

Das Absatzpotenzial ist max. Absatzmenge, die das Unternehmen erreichen kann.

Was kennzeichnet das Marktvolumen?

Das Marktvolumen bezeichnet den Gesamtumsatz (Ist) aller Unternehmen.

Was kennzeichnet das Absatzvolumen?

Das Absatzvolumen ist der Ist-Umsatz auf das Unternehmen bezogen?

Welche Chancen bzw. Risiken gibt es bei der Rivalität zwischen bestehenden Wettbewerbern?

- wenig Differenzierung

- gesättigter Markt

- starke Preiskämpfe

- sehr viele Wettbewerber

- neue Märkte sind von Wettbewerbern erschlossen

Wie wird der absolute Marktanteil berechnet?

Der absolute Marktanteil berechnet sich

Absatzvolumen eines Unternehmens / Marktvolumen x 100 in %

Wie wird der relative Marktanteil berechnet?

Der relative Marktanteil eines Unternehmens errechnet sich aus

Marktanteil eines Unternehmens / Marktanteil des stärksten Wettbewerbers x 100

Wie errechnet sich die Marktsättigung?

Die Marktsättigung errechnet sich aus

Marktvolumen / Marktpotenzial in %

Étudier