Policy Analyse

Kernkompetenzen Policy Analyse, Assessment Politik UZH, HS16

Kernkompetenzen Policy Analyse, Assessment Politik UZH, HS16


P. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Analyse von Politik auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Akteure, Probleme, Ziele und die Ausgestaltung von Politik, sowie verschiedene Ansätze und Typologien. Die Karteikarten beleuchten auch die Rolle des Staates, Governance-Modelle und die Evaluation von Politik. Sie eignen sich für Studierende und Forscher, die sich mit der Analyse und Bewertung von politischen Prozessen und deren Auswirkungen auseinandersetzen möchten.
Cartes-fiches
57
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
06.01.2017 / 04.02.2019

Cartes-fiches

Redistributive Poitik

Umverteilung zwischen verschiedenen Gruppen

Bsp. Steuer- oder Sozialpolitik

Hohes Konfliktpotenzial, weil sich alle betroffen fühlen durch die Beitragszahlung

(Typologie von Lowi)

Konstituierende Politik

Schaffund von neuen Institutionen oder Reformen von Institutionen

Bsp. neue Regulierungsbehörde

Geringe Sichtbarkeit in der öffentlichkeit

(Typologie nach Lowi)

Politik Typologie von James O. Wilson

Interessengruppenpolitik: Ladenöffnungzeiten

Unternehmerische Politik: Umweltpolitik

Klientelische Politik: Landwirtschaftssubventionen

Mehrheitspolitik: Einwanderungspolitik

Stufen des Policy-Zyklus

Probleme in der Implementationsphase: Zielunklarheit

  • Auftragsverständnis: unterschieldiche Auffassungen des eigentlichen Auftrages
  • Handlung: Verschiedene Auffasungen darüber welche Handlungen zielführend sind
  • Prioritäten: verschiedne Prioritätensetzung der Aufgaben in der Umsetzung
  • Fortschrittsevaluation: Unterschiedliche Auffassung über die Entfernung vom Ziel

Policy-narratives

  • Natur und den Ausmass des Problems, das die Policy lösen soll
  • Ursachen des Problems
  • Vermutliche Effekte der Policy auf das Problem 

Policy-Framing

Die Art und Weise wie man ein Problem präsentiert. Welche Aspekte vom Problem und Lösung man wie in Szene setzt

Street-Level Bureaucracy

Auswirkungen auf die Personen die mit der direkten Umsetzung in Kontakt kommen oder sie ausführen müssen

Bsp. Polizei, welche die Einhaltung neur Verkehrsregeln kontrolieren muss

Drei verschiedene Dimensionen von Evaluationen nach Marsh and McConell

  1.  Programmatischer Erfolg: Alles was im Zusammenhang mit dem Outcome in verbindung steht
    Implementationsziel erreicht?
  2. Verfahrensbezogener Erfolg: Im Zusammenhang mit den Impacts steht
    Legitimität der Policy
  3. Politischer Erfolg: Rückwirkungen auf die Politik
    Einfluss auf den Erfolg von gewissen Parteien, Einfluss auf politische Diskussionen

Grundannahmen des Mülleimer Modells

  1. Akteure haben keine festen Präferenzen
  2. Akteure verstehen Entscheidungsprozesse nur teiweise
  3. Akteure nehmen nur ungregelmässig an Entscheidungen teil

Mülleimer Modell: Vier Strömungen die ein Entscheidungsfester öffnen

Problem, Lösung, Teilnehmer und Wahlmöglichkeit

Drei Strömungen des Multiple-Stream Ansatz

1. Problem-Strom: Probleme welche von verschiednen Akteuren an die Öffentlichkeit getragen werden und um Aufmerksamkeit werben. Fokkusierende Ereignisse können ein Problem ins Rampenlicht rücken (Bsp. Fukushima und Debatten um einen Atomausstieg)

2. Politik-Strom: Gesehnisse und Prozesse in der Politik 

3. Policy-Strom: Strom der Ideen. Think-Tanks, Interessensvertreter, Stiftungen

Transivität der Präferenzen

Aus jeder Sicht können jedem Akteur klare Präferenzen zugeordnet werden können

A: kein Rauchverbot B: Verbot mit Aussnahmen C: totales Verbot

Für Akteur: A besser als C, B besser als A, B besser als C

Status Quo

gegewärtige Policy im Vetospieler Ansatz

Indiferenzkurve

Kreis um den Idealpunkt, der durch den Status Quo verläuft. Allle Optionen auf diesem Kreis sind für den Akteur gleich gut, wie der Status Quo

Vetospieler

Akteure dessen Zustimmung nötig ist, um den Status Quo (gegenwertige Policy) zu ändern

Grundannahmen der Pfadabhängigkeit

  • Frühe Ereignisse sind besonders bedeutsam
  • Der entscheid an Kreuzungspunkten verläuft zufällig und chaotisch
  • Nach einem gewissen Kreuzungspunkt ist der weitere Verlauf relativ deterministisch

Vier verschiedne Formen von Policy-Wandel

  • Revision: Policy-Veränderung durch ein neus Gesetz
  • Kenversion: Policy bleibt stabil, der Zweck verändert sich jedoch (Bsp. Invalidenversicherung für "alte" Arbeitslose)
  • Schichtung: Einführung einer neuen Policy, die neben der alten her läuft und die andere mit der Zeit ersetzen soll. (Bsp. Anreize für 3. Säule um AHV zu entasten)
  • Drift: Eine stabile Policy verändert sich nicht, trotz veränderter Umstände. (Bsp. Prämienverbilligung und Krankenkassenprämien)

Gliederung von Policy-Überzeugungen

Deep Core: Grundsatzeinstellung, Vergleichbar mit Glauben oder Weltanschauung
änderung Praktisch unmöglich

Policy-Core: Strategien die Verfolgt werden um den im Deep Core definierten Zweck zu erreichen. Findet anwendung in Policy-Bereichen welche mit dieser Strategie verbunden sind

Sekundäre Aspekte: Instrumentelle Entscheide, finden punktuelle Anwendung und werden mit weniger starker überzeugungskraft verfolgt

Modell des Advocacy-Coalition-Ansatz

Stabile Parameter: Faktoren welche sich in einer erwarteten Form verhalten

Gelegenheitsstrukturen: Vegleichbar mit einem Policy-Window, also da zusammentreffen von Verschiednen Strömen aus Institutionen

Externe Ereignisse: Können verglichen werden mit fokussierenden Ereignissen

Ressourcen: Können ganz verschiedener Natur sein und sind nötig um eine Policy voran treiben zu können (Geld, Mobilisierung, öffentliche Meinung)

Modell Policy-Teilsystem im Advocacy-Coalition Ansatz

Funktionen von Evaluationen

  • Legitimierung der Entscheidungsträger
  • Überprüfung der Wirksamkeit einer Policy
  • Wissenserweiterung
  • Strategie zur Besänftigung der öffentlichen Debatte

Effektivitätmodelle einer Evaluation

Untersucht sich mit dem Wirkungsgrad der Policy

Zielorientierter Ansatz: Inwieweit wurden die Ziele der Policy erreicht?
Resultatorientierter Ansatz: Welche Wirkung hat die Policy?
Erklärungsorientierter Ansatz: Identifizierung der kausalen Effekte oder Rekonstruktion der Wirkungszusammenhänge

Ökonomische Modelle

Vorallem auf Kosten und Nutzen ausgelegt

Produktivitätsmodell: Mximierung des Verhältnis zwischen Output und Input
Effizienz-Modelle: Maximierung des Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten

Akterusorientierte Modelle

Wie sind die Auswirkungen auf die Einzelnen Akteure zu werten

Kriterienorientierte Ansätze: Befriedigung der Bedürfnisse der Adressaten?
Stakeholderorientiert: Befriedigt die Policy die Bedürfnisse sowohl der Beteilignten als auch der Betroffenen?

"Gütekriterien" der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft

Nützlichkeit: Die Evaluation muss den Informationsbedürfnissen des Auftraggebers entsprechen

Durchführbarkeit: Die Evaluation muss realistische, gut durchdacht, diplomatisch und kostenbewusst durchgeführt werden

Korrektheit: rechtliche und ethisch korrekte Durchführung, soll dem Wohlergehen der Beteiligten und Betroffenen gebührende Aufmerksamkeit schenken

Genauigkeit: gültige und verwendbare Informationen hervorbringen und vermitteln

Theorie der Policy-Diffusion und 3 Mechanismen

Einführung einer Policy wird beeinflusst von Entscheidungen in anderen Ländern

Policy- Lernen: Erfolgreiche Policies verbreiten sich schnell

Policy-Wettbewerb: Konkurenz um Ressourcen

Policy-Emulation: Policies werden von der Bevölkerung kaum wahr genommen, weil sie als Normalität empfunden werden

Policy Taxonomie nach Steuerungsprinzipien von Hoods und Magetts

Zentalität: Verhaltensveränderung soll durch Information herebigeführt werden
Die effektivität dieser Steuerung ist nicht belegt

Autorität: Direktes Vorschreiben von Verhaltensregeln
Dabei erreicht man selten eine Veränderung über die Vorgabe hinaus

Finanzen: negative so wie positive Anreize, Schwirigkeit der Festlegung der Höhe des Anreizes

Strukturen: Direkte Leistungserbringung des Staates
Gute Beispile Bildung oder Strassenbau, welche durch ander Steurungsprinzipien nicht erreichbar sind

Ordnungssystem von Politikstylen von Richardson

Zwei Dimensionen:
Problemlösungsansatz; aktiv, antizipativ und reaktiv
Ausgestaltung von Beziehungsmustern zwischen staat und Gesellschaft; hierarchisch-interventionistische, kooperativ

Verschiedne kombinationen aus diesen Dimensionen ergeben verschiedne Politikstiele
 

Ordnungssystem nach Frans von Waarden

Strukturalisitische Politikmodelle

Konfliktlinien und Strukturen in der Gesellschaft sind entschiedend für die Ausgestaltung der Politik

sozioökonomische Schule: positive und negative sozioökonomische Entwwicklungen werden analysiert und Beeinflussen die Ausgestaltung von policies

der Cleavage-Ansatz: Es bestehen diverse Konfliktlinien in der Gesellschaft, welche sich verschiedne Parteien zu ihrem Thema machen und so die Politik beeinflussen

institutionalistische Modelle

Betonen die Bedeutung formeller und informeller Regeln und Normen, um die Ausgestaltung von Policies zu erklären.

klassische institutionalistische Ansätze
soziologischer institutionalismus
historischer institutionalismus
rational-choice Institutionalisms

Akteurszentrierte Politikmodelle

Politikgestaltung umfasst das Zusammenwirken zahlreicher Akteure auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems.

Theoretische Argumente zur Erklärung staatlicher Akteure: Parteien sind rational und wollen ihren Einfluss vergrössern
Theoretische Argumente zur Erklärung der Rolle gesellschaftlicher Akteure: wie gewinnen sie Einfluss

Top-down und Bottom-up Prozesse bei der Implementierung einer Policy

Top-down: Die Politik gibt klare Ziele vor, welche möglichst getreu erreicht werden sollen. Jede abweichung wird analysiert und wenn möglich korrigiert. Street-Level Beaucracy wird dabei ausgeblendet

Bottom-up: Die Policy wird nicht sehr präzise formuliert, so dass auf der untersten Stufe individuelle Lösungen gesucht werden können und Umgesetzt. Street-Level Beaurocracy

Definiton von Gouvernance

nicht-hierarchische Koordination: Koordination von Akteuren in polit. System
basiert auf Notwendigkeit, Ressourcen auszutauschen, erfolgt mittels Verhandlungen über Policy-Ziele und Massnahmen.

Drei Formen von Gouvernance

Hierarchie: Dem Staat kommt eine zentrale Sterurungsfunktion zu

Wettbewerbssystem: basiert auf der Annahme das Güter auch ohne staatliche Intervention effektiv und effizient bereitgestellt werden können. Der Staat defniert dabei nur Spielregeln für den Wettbewerb

Verhandlungssystem: Auch hier geht man davon aus, dass Güter ohne stattliche Intervention hergestellt werden können, jedoch nicht basierend auf Wettbewerb sondern auf kooperation und koordination unter den Akteuren.

Idealtypische Gouvernance Modelle von Knill und Lenschow

Typologie basiert auf zwei Dimensionen:
kooperation zwischen staatlichen und privaten Akteuren
hierarchisch vs. nicht-hierarchiesch

Intervaentionalisitische Regulierung: hierarchisch und und Verantwortung bei staatlichen Akteuren

Regulierte Selbstregulierung: gesetzliche Vorgaben regeln, wie stark sich private Akteure bei der Ausgestalung der Policie beteiligen können

Koregulierung: Der Staat gibt nicht einfach Gesetzte vor sonder alles basiert auf der kooperation zwischen staatlichen und privaten Akteuren

Private Selbstregulierung: Ausgestaltung von Policies von privaten Akteuren

Halls unterschieldiche Formen von Politikwandel

Wandel erster Ordnung: Veränderung der Grundlegenden Ziele, Problemlösungsvorschläge und Problemwahrnehmung

Wandel zweiter Ordnung: bezieht sich auf die instrumentelle Ausgestaltung einer Policy

Wandel dritter Ordnung:Betrifft die genau Ausgestaltung eines Instruments (Wie hoch sollen die beiträge sein etc)

5 zentrale Aspekte die Konvergenz verursachen können

1) Folge von unabhängigen Problemlösungsaktivitäten. Z.b. unabhänige Reaktionen von Staaten auf

parallele Probleme

2) Umsetzung von internationalem Recht

3) Ausübung von Zwang bzw. Konditionalität. Gibt meist ein Austausch von wirtschaftlichen

Ressourcen als Gegenleistung für Einführung einer bestimmten Policy (z.b. Ausübung von

Konditionalität durch internationale Organisationen.)

4) Regulierungswettbewerb: Staaten passen regulative Instrumente und Standards an, um auf den

ökonomischen Druck zu reagieren. (setzt wirtschaftliche Integration voraus)

5) Transnationale Kommunikation: Konvergenz basiert einzig auf dem Austausch von Informationen

und der Kommunikation zwischen Ländern. lesson drawing Staaten lernen voneinander.

priming, framing, expander und container

priming ist das bereitstelen von Informationen um das Thema an die öffentlichkeit zu bringen.

framing ist dann der Prozess wie die Daten verarbeitet und präsentiert werden.

Der Akteur, der die Daten an die öffentlichkeit bringt ist der expander und derjenige der von der Verbreitung der Inforamtionen einen Schaden trage könnte und sich dagegen wehrt ist der container

Étudier