Geologie Begriffe ISME
Geologie Memory der Passerelle ISME St. Gallen
Geologie Memory der Passerelle ISME St. Gallen
-
- 1 / 279
-
Cartes-fiches
Flussterrasse
in aufsteigende Terrassen gegliederte Flussufer, bei regelmässigem Wechsel von Tiefen-/Seitenerosion
Flusskorrektion
Verlegung eines Flusses in ein künstliches Bett zum Schutz vor Hochwasser
Gletscherschliff
Gletschereis schleift Oberflächen zusammen mit losgelöstem Gestein ► Spur in Fliessrichtung
Gletschermilch
weisse Trübung des Wassers in Gletscherbächen, durch Schwebefracht erzeugt
Kar
von Gletschern geformtes, halbkugelförmiges Becken in der Mulde unter dem Firn des Gebirges
Karling
pyramidenförmiger Berg, entstanden durch Kare auf mehreren Seiten; z.B. Matterhorn
Karsee
See, der sich nach Abschmelzen des Gletschers im Kar bildet
Trogtal
vom Gletscher geformtes U-Tal mit breiter Sohle und steilen Wänden, aus V-Tal entstanden
Hängetal
Seitental eines Trogtals, dessen Sohle höher als die Sohle des Haupttals liegt nach der Gletscherschmelze
Schliffgrenze
Obergrenze der Schliffspuren in einem Tal, entspricht dem höchsten Eisstand
Rundhöcker
glaziale Erosionsform, Felsblock mit flacher, geschliffener Luv-Seite und steiler Lee-Seite
Drumlin
glaziale Ablagerungsform, Hügel aus Lockermaterial mit steiler Luv-Seite und flacher Lee-Seite
Gletschermühle
glaziale Erosionsform, Strudelloch im Gestein, das durch Schmelzwasserströme entstand
Moräne
unsortierter Schutt aus der Erosion des Gletschers, der unter, auf und um ihn abgelagert wird
Grundmoräne
auf dem Gletschergrund verschobener Schutt, meist feinkörnig, im Zehrgebiet
Mittelmoräne
Verbindung zweier Seitenmoränen, die beim Zusammenfluss zweier Gletscher entsteht
Seitenmoräne
Schutt seitlich des Gletschers, der von den Felswänden gestürzt ist oder abgeschliffen wurde
End-/ Stirnmoräne
meist sichelförmiger Moränenwall um die Gletscherzunge
Findling / erratischer Block
glaziale Ablagerungsform, Felsbrocken, der aufs Eis stürzte und im Zehrgebiet abgelagert wurde
Leitgestein
Bezeichnung für Findlinge, deren Herkunftsort aufgrund des Gesteins bekannt ist
Erdpyramide
glaziale Ablagerungsform, von Findlingen bedeckte Moränenpyramiden
Gletschertisch
Formation auf dem Gletscher, Felsbrocken schützt darunter liegende Eissäule
Sander
fluvioglazialer Schuttfächer; Ablagerung von Sedimenten talabwärts des Gletschertors
Talsee
See in glazial entstandenen Vertiefungen im Trogtal, entsteht nach Rückzug des Gletschers
Zungenbecken
Ende des Zehrgebiets, umgeben von der sichelförmigen Endmoräne
Zungenbeckensee
See, der sich im Zungenbecken bildet, wenn die Endmoräne das Schmelzwasser im Becken staut
Toteis
vom Gletscher abgespaltenes Eis, das unter Schutt begraben im Grundmoränengebiet liegt
Toteissee
kleiner See, der entsteht, wenn die Schuttdecke des geschmolzenen Toteises absinkt ► Mulde
Urstromtal
Tal, das entlang grosser Endmoränenwälle entstand, weil diese dem Wasser den Weg versperrten
glaziale Serie
Abfolge der vom Gletscher hinterlassenen Gebiete: Grundmoräne, Endmoräne, Sander
Lössdecke
Ablagerung der ausgeblasenen Staubanteile der Moränen in eisfreien Gebieten ► gute Böden
Nährgebiet
ganzjährig schneebedeckter oberer Teil eines Gletschers, wo es keine Schmelze gibt
Zehrgebiet
im Sommer schneefreier unterer Teil eines Gletschers, wo das blanke Eis abschmilzt
Gletscherzunge
unteres, langgezogenes Ende von Talgletschern
Permafrost
Untergrund mit Temperaturen unter 0° C für minstestens 1-2 Jahre; Polnähe und Hochgebirge
Permafrostbasis
Untergrenze des Permafrosts, bis max. 1500 m unter der Oberfläche in Sibirien
Permafrostspiegel
Obergrenze des Permafrosts, in wenigen Dezimetern bis Metern Tiefe
Auftauschicht
geringmächtige Schicht von der Oberfläche bis zum Permafrostspiegel, die im Sommer auftaut
Gletschertor
Stelle am Ende des Gletschers, wo das Schmelzwasser austritt