M19

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P. A.
Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf onkologische Erkrankungen wie Tumorerkrankungen, Leukämie und Metastasen. Sie behandeln Diagnostik, Therapie und psychoonkologische Aspekte, einschließlich Lebensqualität und Sterbebegleitung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudierende und Fachkräfte, die sich auf die Behandlung und Betreuung von Krebspatienten spezialisieren möchten.
Flashcards
126
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
03.01.2017 / 24.01.2017

Flashcards

18. Verschiedene psychoonkologische Methoden erklären und als Behandlungsmöglichkeit bzw. Unterstützung zur Krankheitsbewältigung zuordnen

(1)

Psychoonkologische Interventionen:
Krebspatient möchte mit Arzt über emotionales Erleben sprechen
=> Hoher Wunsch nach emotionaler Unterstützung vs geringe Gabe

Wunsch: Unterstützung bei Aktivitäten im Alltag, bei psychischen / psychosozialen Belastungen, Informationsbedarf, Unterstützung bei körperlichen Beschwerden, spirituellen Belanden, Arzt-Patient-Kommunikation, sexuelle Beschwerden

=> Methoden: Aufklärung, Beratung, Begleitung, Verhaltenstherapeutische Interventionen (Training von Verarbeitungsstrategien, Gedankenstopps, Psychoedukation), Entspannungstraining, Psychodynamisch-psychotherapeutische Hilfe, Supportive Psychotherapie

Aufklärungsgespräch: SPIKES Modell:
Setting, Patientenwissen, Informationswunsch, Kenntnisvermittlung, Empathie, Strategie + Zusammenfassung

Kognitiv Behavioral, psychoedukativ + supportiv, Entspannungsverfahren, Gruppentherapie

Beratung: Vermittlung sachlicher Informationen va
=> Aktuelle körperliche, psychische und soziale Belastungen, Klärung von Sachfragen, einfühlendes Verstehen, Lösungswege erörtern
Begleitung: Patient kann emotionale Belastung mitteilen, Belastungen werden gemeinsam mit ihm ausgehalten, Dabeisein in schwierigen Behandlungssituationen, Konkrete Hilfe bei der Lebensgestaltung, erforderlichenfalls Kriseninterventionen

Übergeordnete psychotherapeutische Ziele psychoonkologischer Versorgung:
Hilflosigkeit und Kontrollverlust reduzieren, Autonomie fördern, verlässliche Strukturierung in Behandlung durch personelle und emotionale Ausgeglichenheit im Behandlungsteam, ausreichende und kohärente Informationen über KH Verlauf + Behandlungsplan, soziale Isolation vorbeugen, Aufrechterhaltung / Wiederherstellung eines ausreichend guten / stabilen Selbstwertgefühls

Psychoonkologie (2)



Spezielle psychoonkologische Behandlungsziele: Symptomreduktion und -kontrolle (Schmerz, Fatigue, Übelkeit), Krise überwinden, Katharsis ermöglichen, emotionales Wachstum und Selbstakzeptanz unterstützen (Förderung konstruktiver Konfliktlösungen und Hilfe zur Erarbeitung eines neuen KH + Lebensverständnisses)
Angst und Depression bearbeiten und reduzieren, Bearbeitung der Situation „Leben mit der Krebserkrankung“, Ausdruck von Bedürfnissen und Emotionen fördern, Hilfe bei der Akzeptanz der neuen körperlichen Situation, wieder Vertrauen in den eigenen Körper und seine Funktionen gewinnen
Unterstützung bei der Klärung wichtiger pragmatischer und emotionaler Lebensfragen, ggf Unterstützung einen angemessenen Tod erleben zu können, Trauerbegleitung der Angehörigen

Kurzinterventionen effektiv in Akutbehandlungsphase: 10 Minütiges Gespräch mit Psychotherapeuten, Informationsmaterial zur Behandlung, Entspannungs CDs vor Chemotherapie
Längerfristige Gruppentherapien effektiver wenn Teilnehmer mit hoher Stressbelastung einbezogen, erfahrene Therapeuten, Behandlungsdauer > 12W
=> Stärkerer Einfluss auf Angst, geringerer Einfluss auf Depression, positiver Effekt bei Schmerz, positiver Effekt auf LQ, kein signifikanter Einfluss auf Übelebenszeit

Höherer Bedarf: Fehlendes soziales Netzwerk, Psychoonkologische Konflikte, Ängste vor Kontrollverlust und negativem KH Verlauf, Chemotherapie
Geringerer Bedarf: Gutes soziales Netzwerk, Aktives Coping

Verbesserung Krisenbewältigung: Feste Ansprechpartner, optimale somatische Therapie, Stärkung psychosoziales Netzwerk, Krisenintervention, Information + Eigenkompetenz stärken, realisierbare Ziele vermitteln, Entspannung + Visualisierung, Entgiftung des Todes, Stärkung des Selbstwertgefühls / Körpergefühls

Haltung des Behandlerteams: Respekt, Akzeptanz, Empathie, Besprechungsraum, Gesprächszeit, Verständliche Sprache und aktives Zuhören, Professionalität, Adäquate nonverbale Kommunikation, realisierbare Ziele vermitteln 

19. Stadien der Krankheitsverarbeitung bei onkologischen Erkrankungen auch unter dem Aspekt von Alter und Geschlecht erklären

 

Auseinandersetzung mit Krebs: Coping, Resilienz, Psychische Komorbidität

Copingmodell nach Lazarus + Folkman: Appraisal (Initiale Einschätzung des Geschehens, Prüfung persönlicher Bewältigungsressourcen)
Copingprozess (Problem / Emotionsorientiert)
Coping im Entwicklungs- und Behandlungsverlauf

Eustress vs Distress
Aktiv: Fighting Spirit, Aggressivität, Optimismus, Aktivität, Akzeptanz, Selbstsicherheit, Sozial Aktiv
Passiv: Hilflosigkeit, Selbstunsicher, Ängstlich, Konformität, Hoffnungslosigkeit, Depressiv, Verleugnung, Fatalismus

Prädiagnostische Phase -> Diagnosephase -> Behandlungsphase -> Nachsorge / Reha -> Progrediente Phase

Phasen der KH Verarbeitung nach Cullberg
Schock -> Reaktion (Chronifizierung: Psychische KH, Abhängigkeit von Alkohol / Drogen / Medikamenten, Suizidalität -> Psychotherapie / Krisenintervention) -> Bearbeitung -> Neuorientierung

Sterbephasen: Schock -> Hoffnung (Verleugnung, Wut, Depression, Feilschen) -> Annahme -> Sterben
nach Kübler Ross

Folgen auf Körperbild und Sexualität: Bedrohung Leben + körperlice Integrität, Verletzung von Weiblichkeit + Männlichkeit, Verletzung der Attraktivität
Probleme bei Krebspatientinnen: Lustlosigkeit, Vaginalprobleme, Schmerzen, chronische Müdigkeit, Verändertes Körperbild, Verletzung erogener Zonen, Harninkontinenz
M: Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Schmerzen, Chronische Müdigkeit, Verändertes Körperbild, Verletzung erogener Zonen, Harninkontinenz

20. Strukturierte Ansätze zur Erfassung der Lebensqualität und Qualität des Sterbens benennen
LQ
 

Psychodiagnostik: Fragebögen
BSF (Ängstliche Depression), PHQD, ACSA (Lebensqualität), COPE, PSQ

Ängstliche Depression: Psychosomatische Pat > Krebs Pat > Gesund
LQ: Gesund > Krebs > Psychosomatisch

Prädiktoren für die Lebensqualität: va Psychosoziale Faktoren, va tumorunabhängig
Klimakterische Symptome, Beziehungsprobleme, sexuelle Probleme, Körperempfindungen, Vorbereitung auf Auswirkung der Krebserkrankung, maladaptive Copingstrategien senken LQ

Lebensqualität: Globale Zufriedenheit + guter Gesundheit, adäquater Wohnraum, Beschäftigung, persönliche + familiäre Sicherheit, Ausbildung, Freizeitmöglichkeiten
Gesundheitsbezogen: HRQL: Ausmaß Erkrankung / Behandlung auf Emotion, Psyche + Soziales
=> Mulitdimensional, Subjektiv
Messung: Anwendbar auf Individuen mit spezifischer Erkrankung (Krebs/ DM), spezifische Behandlung (Chemo, Lungen Tx) oder spezifische Symptome (Inkontinenz)
=> Diabetes Quality of Life Intrument, Functional Living Index Cancer, Eortc QLQ C30
LQ: 7 Dimensionen: Physische Gesundheit (Symptome), funktionelle Gesundheit (Teilnahme an normalen Tätigkeiten des Alltags), emotionale Gesundheit (Schwingungsfähigkeit), familiäre Gesundheit, soziale Gesundheit, Behandlungszufriedenheit (+Finanzen), sexuelle Gesundheit (+ Selbstwahrnehmung)
+ kognitive Funktionen, soziale Stigmata, Spiritualität
Subjektiv: Globale Evolution der HRQL durch Individuum

EORTC QLQ C30 Fragebogen: Einstufung auf 4 Punkteskala von sehr (4) bis überhaupt nicht
=> Körperliche Funktionsfähigkeit

Routinemäßige Erfassung der HRQL verbessert Arzt Pat Kommunikation
LQ <-> Toxizität <-> KH Kontrolle <-> Therapie

=> Unterschiedliche Fragebögen zu unterschiedlichen Fragestellungen, mehrdimensional + subjektiv, Erfassung LQ ungleich Erfassung von Therapienebenwirkungen, Zunahemnde Bedeutung in der Evaluation des Nutzens einer Therapie

Gutes Sterben



Gutes Sterben: Sterben, das frei von vermeidbarem Leid und Stress für Pat + Angehörige ist, Übereinstimmung von persönlichen Wünschen + Werten des Pat für Sterben
=> Symptombehandlung + persönliche Versorgung, Vorbereitung auf den Tod, Moment des Todes, Familie Behandlungswünsche, Ganzheitlichkeit, Kommunikation, Fürsorge für andere

Wunsch: Zuhause, hinüberschlafen, Schlaganfall, Unfall, Herzstillstand, Sex
Sehr große Angst, viel Angst, Leben nach dem Tod
Einfluss Zeitpunkt der Diagnoseeröffnung auf Palliativgeschehen
=> Frühe Diagnoseöffnung: Qualitaitv bessere häusliche Palliativersorgung, schnellere Entscheidung bzgl Palliativtherapie + Versorgung
Pat Wunsch: Klare Informationen über Lebensende, vorsichtige + sensible Kommunikation, Vorbereitung auf Todeszeitpunkt
Arzt: Schmerzlinderung, geringer Stationsaufenthalt
=> Gegensätzliche Prioritäten
Klinikmitarbeiter + Patienten => Gemeinsamer Wunsch nach mehr Unterstützung

Palliativstation: 35% versterben, 50% entlassen, 10% Hospiz

21. Möglichkeiten der Unterstützung und unterschiedliche Bedürfnisse unter onkologischer Therapie abhängig von Alter und Geschlecht kennen und benennen

 

Auch im jungen Alter hohe Chance an Depression zu erkranken -> psychoonkologische Betreuung
Bedürfnisse: Soziale Unterstützung, soziales Netzwerk, ….
Frauen: Lustlosigkeit, Vaginalprobleme, Schmerzen, chronische Müdigkeit, verändertes Körperbild, Verletzung erogener Zonen, Harninkontinenz
M: Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Schmerzen, Chronische Müdigkeit, Verändertes KH Bild, Verletzung erogener Zonen, Harninkontinenz