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Prüfungsvorbereitung
Prüfungsvorbereitung
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Flashcards
Wann tritt eine Ösophagusvarizenblutung auf, wie gefährlich ist sie und was kann man dagegen tun?
- Verletzte oder geplatzte Varize durch spitzes Essen oder zu viel Druck
- Sterblichkeit bei der ersten Varizenblutung: 20-30%
- viel Blut erbrechen
- Gummbandligatur (Blutungsstelle mit Gummeli abbinden) oder Kompressionssonde (Ballon in Magen, aufblasen, hochziehen --> IDIS)
Wann tritt Aszites im Zusammenhang mit Lebererkrankungen auf?
Was ist die Gefahr dabei?
Zusammenhang mit Albumin
= freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle, wird abgepresst durch die portale Hypertonie
- Assoziiert mit schlechter Lebensqualität und erniedrigter Lebenerwartung
- Risiko für Nierenversagen steigt
- Risiko für Infekte steigt (unter hohemDruck können Bakterien des Koloons in die Bauchhöhle austreten und spontan eine bakterielle Peritonitis auslösen
ALBUMIN: 8-9g/l sind im Aszites enthalten. Albumin im Blut sinkt somit! (Albumin müsste im Blut die "Schwammfunktion" erfüllen)
Pathophysiologie von Aszites (Leberzirrhosebedingt)
Portale Hypertension = Abpressung von Flüssigkeit in den Bauchraum (5l = moderat, 10l = massiv)
> zirkulierendes Blutvolumen nimmt ab.
> Vasorezeptoren registrieren den abnehmenden Druck, aktivieren vasokonstriktierende (Druck) und Na-retinierende Systeme (Volumen)
> Albumin-Synthese in der Leber nimmt ab durch Fibrose, onkotischer Druck nimmt auch ab (Enstehung des Aszites begünstigt)
Wie kann Aszites entstehen, wenn jemand eine Peritonealkarzinose hat?
Obstuktion der Lymphgefässe durch Ca --> physiolgisch bedingt enthaltenes Wasser im Bauchraum kann nicht mehr zurückresorbiert werden
Therapieoptionen bei Aszites
Diuretika
Salzarme Kost
Parazentese = Punktion, wenn > 5l + Albumin damit Druck aufrechterhalten werden kann
TIPS = Transjuguläre intrahepatischer portosystemischer Shunt (Druck lassen: Katheter durch Leber, Filterfunktion der leber fällt dadurch aber weg)
Was ist ein HRS (hepatorenales Syndrom)?
Was muss man tun?
Komplikation bei Leberzirrhose
potentiell reversibles Nierenversagen --> Leber und Niereninsuffizienz + portale Hypertonie mit Aszites
Bei bestehender Lebererkrankung + Zunehmender Niereninsuffizienz = bis zur vollständigen Anurie (!Niere braucht die Durchblutung!)
Leberpat. und Hyponatriämie = häufig Verdünnungs-Hyponatriämie (Viel Wasser und wenig Salz)
> Kochsalzgabe nicht indiziert (sonst mehr Salz = noch mehr Wasser, hält Aszites aufrecht)
> Trinkmenge auf 1.5l beschränken. (wenig Flüssigkeit, Salz bleibt erhatlen, Konz. ist höher)
Was ist die Hepatische Enzephalopathie?
Symptome
Therapie
leber kann Ammoniak aus dem Blut nicht mehr rasch genug abbauen (Harnstoffzyklus)
Ammoniak im Gehirn reichert sich an:
- Konzentrationsstörungen, Müdigkeit
- Flapping Tremor
- Schwindel, Gedächtnisstörungen
- Verwirrtheit - Bewusstlos, Koma
> Beseitigen der Auslöenden Faktoren (zb. Alkoholkonsum stoppen)
> Lactulose (nicht-resorbierbare Disaccharide zum Abführen)
--> 1-2 weicihe Stühle pro Tag, Lactulose wird im Kolon durch Baktieren verstoffwechselt --> pH sinkt (SAUER). Ammoniak wirdd protoniert und kann nicht mehr vom Darm aufgenommen werden.
> Rifaximin (Antibiotika das nicht augenommen werden kann: Reduktion Neurotoxinbildung durch Bakterien)
> Proteinzufuhr: 1.2g/kg KG
> BCCA (Verzweigtkettige AS) bei Mangelernährung: Anabolie anregen, Ammoniumentgiftung begünstigen, zudem Verhältnis verzweigtkettige nicht-verzweigtkettige wieder verbessern (Tryptophan (aromatisch) kann weniger auffgenommen werden, ist wenig davon im Gehirn)
Albumin
- Funktion
- Synthese
- Produtionsmenge pro Tag
- Weg im Körper
- Wichtigstes Protein für onkotischen Druck (hält Flüssigkeit im Gefäss zurück), Transporter (Hormone, Medikamente, FFS, Bilirubin, Kalcium, Zink)
- Synthese in der Leber aus AS von Nahrung und Muskel
- 9-12g durch anabole Hormone, Produktion ist abhängig vom kolloid-osmotischen Druck und Osmolarität im Leberinterstitium
- Albumin verlässt den intravasalen Raum durch Diffusion ins Interstitium physiologischerweise. Wiederaufnahme durch Lymphe (= Albumin-Verschwinderate)
Wie hängen Albuminkonzentration und Schweregrad der Krankheit zusammen?
Serumkonzentration sinkt abhängig von Dauer und Schweregrad der Erkrankung
Erkrankung = Notzustand, Poren sind erweitert, damit Flüssigkeit schneller hin und herwandern kann. Albumin geht durch die Poren nach EZ verloren.
Serumkonz. sinkt messbar
Therapie der Hypoalbuminämie
Therapie der Ursache, die zur Hypoalbuminämie geführt hat:
- Entzündung --> erhöhte Vask. Permeabilität, Albuminverlust
- Verdünnung (zu viel Trinken, zu viel Infusion)
- nutritiv (Mangelernährung, gesenkte Albuminsynthese, keine Stimulation der Synthese durch proteinarme Ernärung
- Diurese fördern (Wasser von EZ soll wieder aufgeonmmen werden)
Laborinterpretation bei Hypoalbuminämie:
Calcium
Zink
- Calcium: Differenz in g/l zum aktuellen Albumin-Wert berechnen (pro fehlendes g/l 0.02 zum Gesamtcalcium addieren)
- Zink: keine Aussage möglich, da flukturierend im Blut (Entnahme von Blutzellen oder Haaren) "Beweis" des Mangels üblicherweise erst durch Besserung von Symptomen durch Zinksupplementation
Wie kann es bei Hypoalbuminämie zu Durchfall kommen? Was kann man tun, wenn die Sondenkost nicht vertragen wird?
Albumin zur Flüssigkeitresorption fehlt auch in den Enterozyten. Zu viel Wasser im Darm = Durchfall
Probieren mit elementarer Sondenkost
Was ist die CHILD-PUGH-Skala?
Einteilung in Stadien der Leberzirrhose mit Einfluss auf Prognose (Sterblichkeit)
abhängig von Laborwerten.
A, B, C (am schlimmsten)
Häufige Beschwerden von Leberzirrhotikern bzgl. Ernährung
- Blähungen, Völlegefühl
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
Probleme bei Lebererkrankungen mit Einfluss auf die Ernährung
- Ösophagusvarizen
- keine Glykogenspeicher --> Spätimbiss nötig, damit katabole Stoffwechsellage wenig lang andauert
- chron. Pankratitis
- Inapppetenz
- unzureichende Gallensäureproduktion (mangelhafte Fettverdauung)
- Hypoalbuminämie bei Aszites
- Hepatische Enzephalopathie durch Anstieg von Ammoniak
Empfehlungen Energie und Protein bei Lebererkrankungen
- kompenisert
- dekompensiert + Mangelernährung
- HE Grad 1-2
- HE Grad 3-4
Energie kcal/kg KG // Protein g/kg KG
- kompenisert: 30-35 kcal, 1.2g
- dekompensiert + Mangelernährung: 30-35kcal, 35-40kcal / 1.5g
- HE Grad 1-2: 30-35 kcal, 35-40 kcal / 1.2g + BCAA 0.2-0.25g/kg KG oder 30g/d
- HE Grad 3-4: 30-35 kcal, 35-40 kcal / 1.2g + BCCA Volllösung
ET Interventionen bei Lebererkrankungen
- Energie- und Proteinreiche ZMZ
- KH- und Proteinreiche SpätMZ (max. 10h nüchtern)
- Einsatz von hochkalorischen und proteinreichen TN
- Alkoholkarenz
- Mutlivitpräp (bei 2 TN/d nur jeden 2.TAg)
- Vit. B1 und B-Komplex (Benerva und Becozym)
- Behebund des Zinkmangels
- Ca und D3 bei Osteopenie
ET Intervention: Ernährung mit BCAA
- Ungleichgewicht von BCA und AAA führt zu einem Ungleichgewicht der Neurotransmitter = HE
--> Förderung einer Ovo-lactovegetabilen Ernährung = weniger aromatische AS
--> bei EE: Produkt mit 0.2-0.25g/kg KG
Begrifflichkeiten aus der Onkologie: Einordnen und definieren
Krebs, maligne, benigne, Tumor, Neoplasie, Carzinom, Sarkom, Lymphom, Leukämie, Papillom, Adenom, -ome
Tumor = Neoplasie = Gewebewucherunng oder Schwellung
_________________________________________________
Krebs = Maligne = bösartig
Karzinome = bösartige Tumoren der Epithelzellen
Sarkome = bösartige Tumoren, z.B. des Bindegewebes, Fettgewebes (Liposarkom), Knochen (Osteosarkom), Muskulatur, Drüsengewebe (Adenosarkom)
Lymphom (Ausnahme bei Nomenklautur) = bösartiger Tumor der Immunzellen
Leukämie: bösartiger Tumor des Knochenmarks
______________________________________________________________
Benigne = gutartig
Papillome / Adenome = gutartige Tumoren der Epithelzellen
-ome = gutartige Tumoren z.B. des Bindegewebes, Fettgewebes (Lipom), Knochen, Muskulatur
Welche Therapieabsichten in der Onkologie gibt es und was bedeuten sie?
- präventiv = vorbeugend (Sonnenschutz tragen, gesund essen)
- kurativ = Absicht zur Heilung (Bedigungen müssen stimmen: klare Abgrenzung des Ca, keine Metastasen,...)
- Adjuvant = etwas dazutun, Verhinderung eines Rückfalls (Chemo nach OP)
- Neoadjuvant = etwas tun, bevor operiert wird. Verhinderung eines Rückfalls oder Verbesserung der Operabilität (Chemo/Bestrahlung vor OP)
- palliativ = Linderung von Beschwerden, Optimierung der Lebensqualität, evtl. Lebensverlängernde Massnahmen, keine Heilungsabsicht
Definition rezidiv
Rückfall Krebserkrankung innert 5 Jahren.
(danach ist es wieder eine ED)
2 unterschiedliche Szenarien bei der Krebsbehandlung (operabel vs. inoperabel)
- ED --> Operabel (kurativ oder palliativ)
- Neoadjuvante Therapie (Chemo/RTX)
- OP
- Adjuvante Therapie (Chemo/RTX)
- Nachsorge
- ED --> inoperbel
- häufig mit Metastasen, Infilitration ins Nebengewebe
- Chemo / RTX / Sz-Therapie
- Terminale Phase (Abbruch der ET) --> Tod
Wie heissen die Chemo-Medikamente? Wie wirken sie ganz einfach gesagt?
Zytostatika
Auswirkung auf sich schnell erneuernde Zellen. Ein Zytostatikum stört, verzögert oder verhindert den Zellzyklus und verhindert somit, dass Tumorzellen sich teilen und verbreiten.
Wie funktioniert Bestrahlung?
Radiotherapie: perkutane Bestrahlung oder Bestrahlung im Hohlorgan
Der Strahlenebereich wird möglichst exakt gewählt und klein gehalten. Beim perkutanen wird dennoch auch gesundes Gewebe bestrahlt. Gerade im HNO- Bereich kann dies die Ernährung beeinträchtigen.
häufige NW von Chemo
- Dysgeusie (Geschmacksveänderungen)
- Übelkeit und Erbrechen (Äthiologie nicht ganz klar)
- Durchfall und Mukositis, Störungen der Resorption (Schleimhautschäden)
- Immunsuppression aufgrund Leukozytenbefall, blutungsrisiko aufgrund Thrombozytenabfall (Knochenmark)
Mögliche ET relevante NW von versch. Strahlungsfeldern.
- Mund/Ösophagus
- Magen
- Beckenbereich
- Mund/Ösophagus: bei Ca's von: Zungengrund, Speicheldrüsen, Ösophagus, Kehlkopf, Bronchus, Pharynx --> Dysgeusie, Ageusie, Mukosistis, Xerostomie (Mundtrockenheit), Ösophagitis, Dysphagie, Odynophagie, Vererngung/Verschluss Ösophagus, Schmerzen
- Magen: bei MagenCA --> Gastritis, Schmerzen, Vererngung der Magenpassage, Verschluss des Magenausgangs
- Beckenbereich: bei CAs: Peritoneal, Prostata, Blasen, Colon, Rektum, Anal und Gynäkologischen Tumoren --> Enteritis = Durchfall, Laktoseintoleranz, Blähungen, Unwohlsein, Krämpfe
Welche drei Stadien der Kachexie werden unterschieden?
- Präkachexie (bis zu 5% Gewichtsverlust ausgehend vom Normalgewicht)
- Kachexie (> 5% Verlust des KG innert 6 Monaten ODER BMI < 20+ Verlust von > 2% KG ODER Sarkopenie + >2% Gewichtsverlust
- Refraktäre Kachexie (mit ET nicht mehr reversibel, < 3 Monate Überleben)
Wie hängt Glucosestoffwechsel und Tumorerkrankung zusammen?
Tumor = systemische Entzündung, CRP erhöht. Dies fördert Insulinresistenz. DM kann plötzlich auftreten.
Potentielle Folgen der Tumorkachexie
- verminderte Lebensqualität
- erhöhte Mortalität und Morbidität
- schlechteres Ansprechen auf Therapie
- häufigere Therapieabbrüche/ -unterbrüche
- mehr Infektionen da Immunabwehr schwach
Bedarfsberechnungen bei Krebs
- energie
- Proteine
- Flüssigkeit
- Vit. und Mineralstoffe
- Energie: 25-30kcal (Mobil: eher 30, immobil eher 25)
- Protein: (1 ESPEN) 1.2-1.5g, bei schwerer Inflammation bis zu 2g/kg KG
- Flüssigkeit 30(-40) ml
- Vit/Min: gemäss Referenzwerten
ET: Was tun bei....
- Appetitlosgkeit
- Übelkeit/Erbrechen
- Energie und eiweissreiche Speisen, anreichern, ZMZ, kl. Port, ONS, ...
- Nachfrage ob an Medikation etwas geändert werden kann, ansonsten: geruchsneutrale Speisen, Zimmer lüften, ....(ausprobieren), evtl, Antiemetika (Arzt fragen)
ET: Was tun bei:
- Ageusie
trotzdem versuchen zu essen
enteral
parenteral
ET: Was tun bei:
- Dysgeusie
Tipps Evidenzgrad E (Expertenerfahrungen)
- Metallgeschmack: versuchen, mit Plastikbesteck zu essen!
- Fleischaversionen: nachfragen, ob auch Brät, Lyoner, Fleischkäse
- Hypogeusie: Fleisch mit viel Gewürz, Kräutern marinieren
- Komischer Geschmack (häufiger Zähne putzen, Mund vor dem Essen/ nach dem Essen spülen)
- Düfte werden nicht vertragen: Raum lüften, jmd. anders kochen lassen, Take-away/MZ- Dienste
- Geschmacksveränderungen: Rauchstopp
ET: Was tun bei:
Xerostomie
= Mundtrockenheit
genug trinken, zu den MZ trinken, Speisebrei mit Schluck Wasser mischen, Eiswürfel zw. den MZ, Mundpflege, evtl Arzt für Speicherfördernde Medis fragen
ET: Was tun bei:
Mukositis/ Ösophagitis
Reiz- und säurearme Ernärung
Ösophagus: zusätzlich fein geschnitten, gemixt oder flüssig, Sonst enteral (Zugang legen bevor es zu spät ist!)
ET: Was tun bei:
Verengung des Ösophagus / Dysphagie / Odynophagie
wenn noch möglich Konsistenzanpassung
sonst Enteral (nasogastral oder PEG, w.m. vorzeitig legen)
ET: Was tun bei:
Gastritis
PPI, Versuch von LKV mit fettigen Komponenten (für Energie!) (nicht evidenzbasiert)
ET: Was tun bei:
- Verengung Magenpassage / Verschluss Magenausgang
Konststenzanpassung in Rücksprache mit Arzt
Bei Verschluss: enterale Ernährung, Sondenspitze jejunal oder Illeal
ET: Was tun bei:
- Enteritis --> Durchfall?
Rehydrierung
hat Pat. evtl. Laktoseintoleranz?
hat Pat. Xerostomie und isst deshalb viele Zuckeralkoholhaltige Bonbons/Kaugummis?
ET: Was tun bei:
Blähungen?
ausprobieren was hilt.
Kohlensäure vermedien
keine blähenden Gemüse
immer wenn etwas weggelassen wird, was nichts bringt: wieder einführen!!