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Prüfungsvorbereitung

Prüfungsvorbereitung


R. S.
Diese Lernkarten decken medizinische Themen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Ernährung, Flüssigkeitsmanagement und spezifische Aspekte der Nierenfunktion, wie Dialyse, Kalium- und Phosphatregulation. Besonders relevant sind Themen wie Proteinbedarf, Flüssigkeitsverlust und Langzeitfolgen von Nierenerkrankungen. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich auf die Ernährungsberatung und Behandlung von Nierenpatienten spezialisieren möchten.
Flashcards
199
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
29.12.2016 / 02.01.2017

Flashcards

Was muss ich als Fachperson tun, wenn ich glaube, dass eine berechtigte Person nicht im Sinne des Pat. handelt? 

Gefährdungsmeldung an KESB (Verpflichtung!)

Was ist FVNF? 

Freiwilliger Verzicht von Nahrung und Flüssigkeit (Alternative zu Exit)

Wie lange dauert es, bis der Tod bei FVNF eintritt? Was ist Bedingung dafür? 

max. 50ml Flüssigkeit pro Tag für Mundpflege, dann geht es 1.5 Wochen bis 2 Monate. 

Was muss für FVNF vorbereitet werden? 

Begleitung von Arzt für Ausfüllen des Totenscheins (natürlicher Tod, nicht Suizid, sonst Obduktion) und für Verschreibung von Schlaf-, Beruhigungsmitteln

Einlauf vor Stop

Wie beschäftigen? 

Dekubitusmatratze

Mundpflege

Umgang mit Angehörigen, was, wenn im Delir nach Flüssigkeit verlangt wird? 

 

 

Wann tritt der Point of no return bei FVNF ein? Wie ist er erkennbar' 

nach 7-8 Tagen. Zellzerfall, deshalb werden nochmals grosse Mengen grosser Urin gelöst. 

Wie werden die Stadien der CKD eingeteilt? Was bedeuten sie? 
 

Ergänzung eines weiteren Stadiums: was ist es? Welche Infos enthält es? 

Wie hängen CKD + weiteres Stadium mit ERB zusammen? 

CKD 1, 2, 3a, 3b, 4, 5
5 ist die schlechteste Nierenfunktion: GFR beträgt noch max. 15ml/min, Transplantation oder Dialyse! 

Albuminurie- Stadium. Gibt Auskunft über den Proteinverlust via Urin. 
A1 (weniger als 20mg/24h, das ist optimal/hochnormal) bis A3 (ab 300mg/24h, sehr hoch bis nephrotisch, starke Albuminurie.)

--> je fortgeschrittener die CKD und je grösser der Proteinverlust über den Urin, desto häufiger sollte die ERB gesehen werden! 

Folgende Aufgaben übernimmt die Niere. Was sind die Folgen, wenn diese Aufgaben nicht mehr erfüllt weden können? 

  • Regulation Flüssigkeitsvolumen
  • Regulation der Osmolarität
  • Regulation Elektrolyte und Elektrolytkonzentration
  • Regulation pH-Wert
  • Exkretion metabolischer Endprodukte und Fremdsubstanzen (welche sind es?) 
  • Produktion von Enzymen und Hormonen (EPO, Calcitriol, Renin) 

  • Ödeme, Dehydratation
  • dito
  • Hyperkaliämie, Hypocalcämie, Hyperphosphatämie
  • Metabolische Azidose
  • (Harnstoff/Kreatinin, Toxine/Medis) Urämie, Intoxikation
  • sek. Hyperparathyroidismus, Osteopenie, Calciphylaxie, arterielle Hypertonie) 

Was sind Surrogatparameter? 

Welche sind es für die Nephrologie? 

gute Indikator, Messwert, da er in statistisch signifikantem Zusammenhang mit der Erkrankung steht. 

Für Nephrologen: Kreatinin und Harnstoff (Werte, die wirklich gefährlich hoch werden, können schlechter gemessen werden, korrellieren aber) 

Hämodialyse: 

- Zweck
- Zugang?
- wie oft, wie lange? 
- Wichtige Begriffe
 

- Zweck: extrakorporelles Verfahren zur Reinigung des Blutes (wenn die Niere diese Aufgabe nicht mehr übernimmt) 

- Zugang: Operative Einlage eines Shunts/einer Fistel (0.5-1cm Durchmesser)

- 3x/Woche à 4h

- Blutentnahme arteriell, Blutrückgabe venös. Physikalisches Prinzip der Diffusion: Blut fliesst durch Dialysefilter, der Blut und Dialysat voneinander semipermeabel abtrennt. Elektrolytzusammenstellung individuell gemäss Labor, Stoffe können dem Blut entzogen oder beigegeben werden. Damit das Blut extrakorporell nicht gerinnt: Herparinzugabe

Was ist die Hämofiltration? 

Zur Entwässerung von Nierenpatienten. Physikalisches Prinzip der Konvektion, Druck auf der Blutseit, Sog auf der Dialysatseite. Elektrolyte gehen über den grossporigen Filter und nehmen dabei Wasser mit. 

Was ist die Hämodiafiltratation? 

Kombinationsverfahren zw. Dialyse und Filtration

Dird die Diffusion und die Konvektion genutzt, Blut wird gereinigt UND entwässert. 

Was ist das Kt/V? 

Formel zur Berechnung der Güte der Dialyse. Wird 1x/Monat gemacht. 

Harnstoffclearance: sagt aus, wie viele Stickstoffprodukte aus dem Proteinmetabolismus produziert und akkumuliert werden. Wert korreliert mit dem klin. Outcome. Minimum von 1.2 wird angestrebt. 

K = Harnstoffclearance des Hämodialysators (ml/min)
t = Dauer der Dialyse (min) 
V = Volumen der Harnstoffverteilung im Körper (Kompartiment) 

Was ist die URR= 

Harnstoffreduktionsrate

Messung vor und nach der Dialyse. 
Wert sollte 70% betragen. 100 (1- nachher/vorher)

Was ist die nPCR? 

normalized protein catabolic rate. 
Messung bei Nierenpatienten. 

Macht Aussage über die Proteinzufuhr, bzw. die Stoffwechsellagen zw. den Dialysen (anabol oder katabol) 

Hämodialyse: 

- Vorteile 
- Nachteile

+ Verbesserung Appetit, weniger Müde
+ besseres Labor
+ besserer Blutdruck (* BD- Medis) 
+ besserer Ca-P- Stoffwechsel (* Phosphatbinder) 
+ generell weniger Medis

- soziale/sozioökonomische Probleme
- Wash-out Syndrom (extreme Müdigkeit nach den Dialysen) 
- Wasserhausproblem
- Proteinverlust bei jeder Dialyse (AS-Verlust über den Filter = Denutrition) 
- Verlust von Blut (-> Anämie) 
 

Was ist Kidney-disease-wasting
Warum tritt es auf? 

Mangelernährung aufgrund chronischer Niererkrankung. 

-Verminderte Aufnahme (übermässige Restriktion, verzögerte Magenentleerung, Diarrhoe, verminderte Nahrungsaufnahme an Dialysetagen, Verdauungsbeschwerden aufgrund Medis (Phosphatbinder und Eisen),verminderte Aufnahme per os aufgrund Glc- Load im Dialysat, inadäquate Dilyse, finanzielle Restritionen, Depression, Dysgeuie) 

- Erhöhter Verbrauch und Verlust: GI- Blutverlust (1dl enthält 15g Protein), Proteinverluste bei der Dialyse

- erhöhter Proteinkatabolismus (erkrankungsbeidingt, Azidose, Störung anabolen Hormonen katabole Effekte von PTH, Kortisol, Glucagon) 

Geeignete Messmethoden in der ERB / im Labor für Nierenpatienten

- Befragung
- Ernährungsassessment
- Antropometrie
- SGA
- BIA
- DEXA
- Labor (Albumin, prädiaytischer Harnstoff, Transferrin, Präalbumin, CRP) 

Wie berechnet man die initale Phosphatbinderdosis? 

  1. ganze Phosphataufnahme pro Tag erheben
  2. Absorption aus LM. 60-70%, aus Zusätzen (Wurstwaren!): 100%
  3. bei Dialyse: 800mg/HD, 300mg/PD
  4. anhand der Bindungskapazität des Phosphatbinders benötigte Anzahl Kapseln berechnen (verbleibendende Menge P) 

Wann werden kontiniuerliche Dialysierverfahren eingesetzt? Wie heissen sie? 

Continuous Renal Replacement Therapy (CRRT)

CAVHF, CVVHDF, SLED

Einsatz auf der Intensivstation, Pat. ist an Maschine gebunden. 

-Was ist die PD? 
-Wie funktioniert sie? 
-Für wen geeignet? Was ist der Vorteil? 
-Was sind Nachteile / Komplikationen

- welche Varianten gibt es? 
- Proteinbedarf

- PD = Peritonealdialyse 
- Dialysat wird in Bauchöhle des Pat. gepumpt, darin belassen (Prinzip der Diffusion, wobei das Peritoneum als Filter fungiert) und nach einiger Zeit (Abhängig von Durchlässigkeit des Bauchfells) wieder ausgetauscht. 

- Personen die ein geeignetes Peritoneum haben (kann sich mit der Zeit zu Kollagen umwandeln, dann Umstieg auf HD nötig.) und gut ernährt sind.  Vorteil, dass die Pat. unabhängig sind (wird zu Hause durchgeführt), sie können 50-80% arbeiten! 

- Nachteile: Dialysat hat ein tiefer pH-Wert (Beutelgrösse einheitlich vorgegeben), hohe Osmolarität, Glc für Flüssigkeitsentzug enthalten (unterdrückt Appetit) , Gefahr der Kollagenisierung, deutliche Proteinverluste 

- Komplikationen: Peritonitis und Mangelernährung, sowie Versagen der Ultrafiltration und Leckage

- Proteinbedarf: 1.2g/kg KG

- 

Was ist in der Akutphase nach NierenTX bei der ET zu beachten?
Wie lange dauert die Akutphase?

Wie lauten die Empfehlungen?  (Protein, Energie, KH, Fett, Nat, Kalium; P, Mg, Flüssigkeit, Vitamine) 

- Stress durch OP und Hochdosis- Corticosteroidtherapie = erhöhter Proteinkatabolismus

- Dauer: 4-6 Wochen 

- Empfehlungen

  • Energie: 30-35kcal/kg KG
  • Protein: 1.3-2g/kg KG
  • KH : 50-70 En% KH
  • Fett: bis 35% En%
  • Nat.: wenn Ödeme/BD ausserhalb der Norm: natriumarm, 2g/d , sonst keine Einschränkung
  • P: häufig erniedrigt. keine Ernährungsmassnahmen
  • Mg: häufig erniedrigt. dito
  • Flüssigkeit: 2l/d (bei Oligurie: Urinvolumen + 500-750ml
  • Vitamine: B-Komplex und C (eine Zeit lang ist die Dialyse noch nötig postOP, deshalb immernoch Verluste) 

Was muss als ERB im Zusammenhang mit Immunsuppressiva nach Transplantationen im Hinterkopf bewahrt werden? 

- Immunsuppressiva und gewisse Substanzen interagieren (Kräuterli, Supplemente, Grapefruit etc.! --> gut fragen und abklären!) 

- Immunsuppressiva können verantwortlich sein für div. NW, welche die Ernährung teilweise auch betreffen: Anorexie, Nausea, Durchfall, Flatulenz, Diarrhoe, epigastrische Schmerzen

Langzeit(ernährungs)probleme nach Nierentransplantation

- Übergewicht unter Corticoideinnahme

- Hyperlipidämie 80% der Patienten

- Hyperhomocysteinämie- --> Behandlung mit Vit. B-Komplex

- Osteoporose unter Coritcoideinnahme

- Hypertonie --> nat-eingeschränkte Ernährung

- Diabetes steroidinduziert

- Hypoalbuminämie: häufige Infektionen (--> Einhaltung der SS- Diät) 

Empfehlungen bei HD-Patienten zur Energieaufnahme

35kcal/kg KG bis 60

30kcal/kg KG ab 60

Proteinbedarf bei HD

1.2g/kg KG 
(im Gegensatz dazu: Restriktion vor Beginn der HD auf 0.8g)

Wann wird Nepro eingesetzt? 

bei (mangelernährten) Nierenpatienten per os als ONS oder enteral via EE, wenn Phosphat / Kalium ausserhalb der Norm sind. 

Ansonsten werden Standardprodukte angewendet (mehr Aromen, bessere Konsistenz bei ONS) 

Warum wird die Intradialystische parenterale Ernährung nur selten eingesetzt? 

- kleiner Effekt (Verabreichungsdauer ist kurz), hohe Kosten

- Voraussetzung: 20kcal/kg KG/ Tag, mind. 0.8g/kg KG müssen per os eingenommen werden

--> Effekt pro Tag ausgerechnet: + 470 kcal und 21g Protein

Phosphat Laborzielwert vor der Dialyse

1.13-1.78mmol/l

typisch phosphatreiche LM

Hartkäse, Halbhartkäse, Schmelzkäsli, Toast-Käsesscheiben
Wurstwaren (P- Zusätze) 
Muscheln
Nüsse, Samen, Kerne
Sojamilch, Kichererbsen
Flocken und -mischungen
Rivella, Cola
Joghurt, Milch, BuMi (2dl Milch oder 1 Joghurt pro Tag sind iO!!)

Was ist bei der Einnahme von P-Bindern zu beachten? 

- immer dabeihaben

- Renagel, Calcium Aceteat, Calcium Carbonat, Renvela, AcetaPhos, Fosrenol

- Menge Binder dem Phosphatgehalt der MZ anpassen

-ZMZ je nach Labor abdecken

- wenn 2-3 Binder/MZ: Verteilen über MZ

- Gesamtmenge mit Nephrologe besprechen

- gute Aufklärung und Repe für Compliance

Zielwert Labor Kalium (Nierenpat, vor Dialyse) 

5.1-6 mmol/l 

Kaliumreiche LM (Exzesse vermeiden) 

Was tun, wenn Wert dennoch zu hoch ist? 

Nüsse, Samen, Kerne, Keime
Schoggi, Kakao
Hülsenfrüchte
Milchprodukte (Milch, Buttermilch, Joghurt, Käse) 
Kalium in Kartoffeln

--> Einnahme Kaliumbinder (Resionium, ist ein Harz) 

Wie viel Flüssigkeit darf ein HD - Pat ¨. zu sich nehmen? 
Wie wird das überprüft? 

Intradialytische Gewichtszunahme
mehr als 1l/h kann bei Dialyse nicht entzogen werden, deshalb ist eine starke Gewichtszunahme unerwünscht. 

v.a. ein Problem bei reduzierter Urinmenge / Anurie

--> Resturin+ 500-1000ml Flüssigkeit

Wie viel Salz darf ein HD-Pat. nehmen? 

Zielwert wäre 5-6g, bereits 1-2g zu Beginn sind jedoch ein Erfolg! 
Alle NI-sind salzsensitiv. 
--> keine Suppen, kein nachsalzen, keine salzigen Snacks, wenig Fertigprodukte 

Müssen HD-Pat. Vitamine nehmen? 
Wenn ja, welche, warum

ja, erhähte Verlust an der Dialyse + häufig oral ungenügende Aufnahme 

Vit. B6 und Folsäure
--> z.b. Dialvit nach jeder Dialyse

Wie oft inst eine Standortbestimmung bzgl. Ernährung bei HD-Patienten erstrebenswert? 

alle 6 Monate

Wie viele % der Glc im Dialysat werden bei der APD resp. CAPD resorbiert? 

APD = Automatische = 40%

CAPD = kontinuierliche amublante = 60%

Wie viel Energie, Protein, Kalzium, Vit. D und Salz weden langfristig nach einer Nierentransplantation gebraucht? 

Energie: 23-35 kcal/kg KG
Protein: 0.8g/kg kG
Kalzium: 800--1500 mg
Vit. D: 1000 IE
Salz: 6g

Was ist gemeint mit der "SS-Kost" nach einer Nierentransplantation

lebenslang keimarm essen, da das Immunsystem unterdrückt wird

- kein rohes Fleisch
- Vorsicht bei rohem Fisch, rohen Eiern, Meeresfrüchten, Rohmilchprodukten
- Früchte und Gemüse wäschen/schälen
- Verfalldatum und Lagerung beachten
- Achtug im ausland

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