KaDe
Prüfungsvorbereitung
Prüfungsvorbereitung
-
- 1 / 199
-
Lernkarten
Refeeding- Aufbau während 10d.
Wieviele kcal pro kg KG im Aufbau?
Wie viel Flüssgkeit?
Wie werden Vitamine und Mineralstoffe supplementiert=
1-3: 10-15, 20-30ml
4-6: 15-20, 25-30ml
7-10: 20-30, 30ml
Vitamine immer 200%, Mineralstoffe 100%
Wie viel Thiamin soll vor Refeedingaufbau prophylaktisch gegeben werden=
200- 300mg per os oder IV mind. 20min vor erster Nahrungsaufnahme
Refeedingaufbau per os im Spital. Wie sollen die Portionenen sein=
Tag 1-3: 500kcal = 1/4 Portion ohne Suppe, Dessert, Getränke, max. 1l Fl'keit
Tag 4-6: 1000kcal = 1/4 Portion + 1 ONS als ZMZ , max. 1.5l Flüssigkeit
Tag 7-10: 1500kcal: 1/2 Portion + 2 ONS, max. 2l Flüssigkeit
Wo ist das Treitz- Band, welche Funktion und Bedeutung hat es?
Band, kann den Übergang vom Duodenum ins Jejunum verschliessen.
Dient häufig als Orientierung für den Chirurgen. Wo ist das Stoma? 30cm ab Treitz.
Wo ist die Illeozökalklappe, was ist ihre Funktion?
am Übergang lleum zum Colon Ascendens. Verhindert Rückfluss, was sehr wichtig ist, da im Colon ganz viele Bakterien sind.
Wie heissen Ein- und Ausgang des Magens?
Eingang: Cardia
Ausgang: Pylorus (Schliessmuskel für Portionierung)
Was wird im Duodenum alles an Nährstoffen resorbiiert?
Chlorid, Calcium, Sulfate, Magnesium, Zink
Eisen
Fructose, Glucose, Galactose
Was wird alles im Jejunum resorbiert?
v.a. wasserlösliche Vitamine
Was wird alles im lleum resorbiert?
Proteine
ADEK
Fett
Cholesterin
was wird am terminalen Ileu resorbiert?
B12
Gallensäuren
Was wird im Kolon resorbiert?
Natrium, Kalium, Chlorid, Vit. K, kurzkettige Fs (der Kolonbaktieren)
Gründe für die Anlage eines Stomas des Darms.
- Tumore
- Chronische Darmerkrankungen (M.Crohn, Colitis Ulcerosa)
- Trauma (Unfall)
- Geburtsanomalien
- Divertikulitits
- Fisteln
Wovon hängt das Ausmass der Malabsorbtion beim Stoma ab?
- Wo liegt das Stoma?
- Wie viel ist "weg"?
- ist das Kolon noch da?
- WAs ist die Grund/Begleiterkrankung?
- Wieweit ist die Adaption?
Ernährungsempfehlungen für Träger eines terminalen Ileostomas (stabile Phase)
Generell: bedarfsdeckende Ernährung.
- langsam Essen und gut kauen, MZ über den Tag verteilen
- Achtung Stomablockade: langfasrige und schlecht zerkleinerbare LM gut kauen!!
- Toleranz bzgl. Blähenden LM wie Kohlensäure, Kaffee und Alkohl austesten
- Flüssigkeitszufuhr: gemäss Verlust übers Stoma. Bei <1000ml wie DACH- Empfehlungen.
Was, wenn der Stomaoutput 1500ml oder höher ist? (in der stabilen Phase)
- Medikamente zur Hemmung der Motilität (Imodium, Opium)
- Ersatz von Elektrolyten (leichte Bouillon, salzhaltige Speisen, isotone Getränke) --> Beschränken der Flüssigkeitsmenge auf 1-1.5l (sonst wird zusätzlich beschleunigt, was die Malabsorption begünstigt) (Wenn nötig Flüssigkeit IV)
- Nur wenig Flüssigkeit zum Essen
- Stärkehaltige LM
- Wenn Dickdarm nicht mehr vorhanden: NF haben eine andere Wirkung, dennoch versuchen mit Optifibre. ,
- Versuch:
- peristaltik-anregende LM meiden
(Alkohol Koffein, rohes Gemüse, Hüfrü, Spinat, rohes Obst, Feigen, Trockenpflaumen, Zuckeraustauschstoffe, Milch und Sauermilchprodukte) - peristaltik-hemmende LM bevorzugen
(Reis, gekochte Karotten, Schwarztee)
Was ist eine cholagene Diarrhoe?
Was eine Steatorrhoe?
Was kann man dagegen tun?
cholagene Diarrhoe: Gallensäuren können nicht rückresorbiert werden (z.B. aufgrund Darmresektion), gelangen in tiefere Darmabschnitte, binden Flüssigkeit an sich = osmotische Diarrhoe. --> Einnahme von Gallensäuren-Bindern
Steatorrhoe: zu wenig Gallensäuren beim Speisebrei, Fett kann nicht emulgiert/resorbiert werden, führt zu fetthaltigen Durchfällen --> Gallensäuren-Subsitution
Ernährungstherapie bei Kolostoma (stabile Phase)
- Stabile Flüssigkeitszufuhr gemäss Verlust übers Stoma
- Toleranz von LM austesten
- Konsistenz zu Hause beobachten --> wenn nötig: Irigation = Einlauf
- Urinmenge, KG und Kraftempfinden überwachen
- Adaption: Dünndarm kann bei gutem EZ die Funktion des Kolons übernehmen
-
welche LM bergen das Risiko, eine Stomablockade auszulösen?
Bei welchem Stoma ist dies v.a.?
bei der Ileostomie
Maiskörner, Popcorn, Spargeln, Hülsenfrüchte, Bohnen, Krautstiele, Tomatenhaut, Fruchtschalen und Häute, rohe Ananas, Nüsse,....
Definition des Stomas
künstliche erstellte Verbindung zw. Haut und einem Hohlorgan. kann ableitend oder zuführend sein
Defiinition des Kurzdarmsyndroms
- weniger als 2m Restdarm aufgrund ausgedehner Resektion.
- Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeiten it einer konventionellen Diät ist nicht mehr möglich.
muss nicht in Verbindung mit Stoma sein.
Was ist ein endständiges Stoma?
= Enterostoma
Darmausgang wird durch die Bauchdekce aus dem Körper geleitet. Letzter Teil des Darms ist vorhanden, wird aber einfach zugenäht.
Was ist ein doppelläufiges Stoma?
Schlinge wird aus der Bauchhöhle gezogen und aufgeschnitten. 2 Röhren nach innen.
Wo kann das Stoma liegen?
Ileum --> Ileostoma
Colon Ascendens --> Ascendomie
Colon Transversum --> Transverse Colostomie
Colon Descendens --> Descending Colostomie
Colon Sigmoideum --> Sigmoid Colostomie
Flüssigkeitsabsorption in den einzelnen Darmabschnitten
Jejunum: 5l
Ileum: 3l
Colon: 1l
Was muss beim ET- Assessment von Stomaträgern erfasst werden?
Was sind die Ziele der ET bei Stoma?
- Ernährungsprobleme und Ressourcen
- Wo ist das Stoma?
- Hydratationsstatus
- ET der Art und Lage des Stomas anpassen
- Flüssigkeitshaushalt im Griff
- EZ erhalten
- Sensiblisierung: Flüssigkeit, Ernährung, Stomaoutput, Stomablockaden
Physiologische Flüssigkeitssektretion innerhalb des Magen-Darm- Traktes und über Speisen/Getränke.
Speisen/Getränke: 2l
Speichel: 1l
Magensaft: 1l
Galle: 0.4l
Pankreas: 1l
Schleimhaut Jejunum: 2l
Schleimhaut Ileum: 0.6l
Schleimhaut Colon: 0.2l
Nach einer Darmresektion werden verschiedene Phasen durchlaufen. Wann tritt welche Phase ein, wie lange dauert sie und was ist typisch?
- Frühpostoperativ: bis ca. 2d
Hypersekretorische Phase Stomaoutput >3l, dann >2l
--> sehr schlechte Resorption aller Nährstoffe, Hypergastrinämie, Hyperbilirubuinämie - ab 2d bis 2 Jahre: Adaptionsphase
--> Zunehmend intestinale Resorption, abhängig vom luminalen Nährstoffangebot - langfristig: chronisch adaptierte, stabile Phase
--> max. Adaption, Pat. ernährt sich oral, oder (teil-)parenteral
Output sollte nicht mehr als 1l sein
Flüssigkeitsbedarfsdeckung aus künstlicher Ernährung: Wie viel wird berechnet?
PE: 100%
EE: 80%
Infusionen immer 100%
Flüssigkeit aus Gemüsen etc. wird nicht berechnet
Unterschied der Bezeichnungen Essen / Ernährung in der PaC.
Essen = am Lebensende, unter 3 Monate Lebenserwartung, comfort feeding
Ernährung = mit Ziel der Funktionalität
Für welche Ernährungsprobleme in der PaC haben wir evidenzbasierte Massnahmen?
Eating related distress
Mangelernährung
Intoleranzen
teilweise: Dehydrierung
Für welche Ernährungsprobleme in der PaC haben wir nicht-evidenzbasierte Massnahmen ?
Was ist dann besonders wichtig?
Teilweise: Dehydrierung
Xerostomie, Nausea und Emesis, Diarrhoe
--> Transparent machen, Monitoring! wenn kein Erfolg: weglassen
Welche Ernährungsdiagnose werden im Rahmen der PaC häufig gestellt?
- unzureichende Energie- und Proteinaufnahme
- unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
- zu hohe Aufnahme an irgendetwas (Druck durch Angehörige)
- verminderte ernährungsbezogene Lebensqualität
Gründe für Dehydrierung
zu geringe Aufnahme
Verlagerungen (Aszites, Ödeme, Pleuraergüsse)
Verluste (Fisteln, Durchfall, Erbrechen)
Was sind Symptome der Dehydrierung?
Was gehört in die klinische Untersuchung der Dehydrierung?
Durst, trockener Mund, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche, Muskelkrämpfe, Myklonien, Kopfschmerzen, Ohrenrauschen
Gewicht, BD, Puls, Atemfrequenz, Temperatur, Halsvenenfüllung, Achselschweiss, Urin > 500ml/d
Möglichkeiten, jemandem (ausser per os) Flüssigkeit zu verabreichen
- Hypodermoklyse (subkutane Verabreichung an Oberschenkel, Oberarm, Bauch, Nacken. --> Bolus oder kontiniuierlich, Zugang erster Wahl (kann auch zu Hause leicht realisiert werden, Nadel liegt bis zu 2 Wochen, zusätzlich Medigabe darüber möglcih)
- parenteral: bei maligner GI-Obstruktion oder Intoleranz für Nahrung. Bei klarer Indikation und Pat. Wunsch,, wenn Überleben > 3 Monate. Umfassende Aufklärung für zu Hause nötig.
- Protoklyse: rektal mit Magensonde, Flüssigkeit langsam und in Körpertemperatru.
Ernährungszustand einschätzen: was sind Hinwese auf eine zu geringe Zufuhr von Nährstsoffen und Flüssigkeit?
- Gewichtsverlust von 5% in 1-3 Monaten, 10% in 6 Monaten
- BMI unter 20
- Eingefallene Wangen, zu grosse Kleidung, tiefligende Augen
- Dehyrierung (Verwirrtheit, Schwindel, trockene Schleimhäute, konzentrierter Urin, Kopfweh)
Ernährungszustand einschätzen: was versteht man unter auffällig geringen Mengen?
- weniger als 1l /d
- weniger als 1/2 oder sogar 1/4 Portion (halb: 3 MZ mit ca. 1600 kcal, ohne ZMZ, Getränke, Suppe, Dessert)
- Erkrankungen, welche den Appetit hemmen können.
- mangelnde Versorgungsmöglichkeit
- Umstände, welche die Nahrungsaufnahme erschweren
Kontraindikationen für Hydratation
- Patientenwunsch
- terminale Phase
- ausgedehnte, generalisierte Ödeme
- ausgeprägter Aszites
- schwere Gerinnungsstörung
- Hautläsionen
Pat. kann jemanden bestimmen, der Entscheide fällt, falls seine eigenes Urteilsvermögen nicht mehr gegeben ist. Wie heissen die 2 Varianten?
- Vorsorgeauftrag (von a-Z per Hand oder Notar)
- Patientenverfügung (v.a. für Medizinisches, alle 2 Jahre neu unterschreiben)
Wann kommt ein behördlicher Vertreter oder ein gesetzlicher Vertreter zum Einsatz?
wenn Beistand vorhanden: dieser gleich nach dem abchecken ob Vorsorgeauftrag oder Pat.verfügung vorliegt.
Je nach Situation (regelmässiger Beistand für Person z.b. Ehepartner, Partner, Person im Haushalt oder Nachkommen, Eltern, Geschwister muss gegeben sein)