2007/8/9
Pharm. Biol.
Pharm. Biol.
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Cartes-fiches
16. Maligne Tumoren
(b) Wirkmechanismen kurz erklären
Angriffspunkte und Wirkmechanismen von Zytostatika :
- Purin- und Pyrimidinsynthese : Hemmung der Purinsynthese (Antimetabolite)
- DNA-Syntehse : DNA-Interkalation (Alkylantien), Hemmung der Replikation (Topoisomerase-Hemmstoffe)
- Protein-Synthese : Abbau wichtiger Substanzen (Enzyme), Hemmung des Hormon-abhängigen Wachstums (Hormonantagonisten)
- zelluläre Struktur und Funktion : Hemmung der Mikrotubuli-Funktionen (Mitosehemmstoffe)
17. Benigne Hyperplasie
(a) Wie fügt sich die Phytotherapie in die Therapie ein ?
- Pharmakotherapie : alfa-1-Blocker, 5-alfa-Reduktasehemmer, Aromatasehemmer und Phytotherapie
17. Benigne Hyperplasie
(b) Drogen mit wissenschaftlichen Namen, Familie, wirkrelevanten Stoffen und klinische Datenlagen
- Permixon (Serenoa repens, Arecaceae) : Triglyceride, Phytosterole, Carotinoide, Polysaccharide ; klinisch am besten belegt
- Pygeum (Pygeum africanum, Rosaceae) : Triglyceride, Phytosterole, klinisch gut belegt
- Hypoxis rooperi (Hypoxidaceae) : Phytosterole, klinische Belege fehlen für eine rationale Therapie
18. Psychoaktive Substanzen
(a) Definition Abhängigkeit
Abhängigkeit : Zustand, der aus der WW einer Substanz mit dem Organismus entsteht, zu denen immer der Drang gehört, die Substanz periodisch oder wiederholt einzunehmen
18. Psychoaktive Substanzen
(a) Definition Sucht
Sucht: Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, der durch den wiederholten Genuss eines natürlichen oder synthetischen Suchtstoffes hervorgerufen wird
18. Psychoaktive Substanzen
(a) Definition Gewohnheitsbildung
Gewohnheitsbildung : psychische Abhängigkeit
18. Psychoaktive Substanzen
(a) Definitionen
Gewöhnung : physische Abhängigkeit
18. Psychoaktive Substanzen
(b) Nennen Sie die bekanntesten globalen Psychotropika und deren wirkrelevante I.S.
- P. sominferum : Morphin (aus Opium)
- C. sativa : Cannabinoide (Δ-9-THC : 0.2-10%)
- Erythroxylum coca : Cocain
- Catha edulis : Phenylalkylamine
- A. belladonna, H. niger und Mandragora officinarum : Tropanalkaloide (L-Hyoscyamin, Scopolamin)
- Amanita muscaria : Muscimol
18. Psychoaktive Substanzen
(c) Zitieren Sie 4 lateinamerikanische Pflanzen (Drogen, Wirkmechanismen und Arzneiformen)
- Peyote (Lophophora willamsii), Angriff an serotonergen, dopaminergen und adrenergen Rezeptoren ; Halluzinationen
- Teonanacatl (Psilocybe mexicana) : Serotonin-Analogon ; Halluzinationen und Farbvisionen
- Yakee (Piptadenia sp.) : serotonerge Wirkung ; nasal als Schnupfpulver, oral als Kombi
- Yopo (Virola sp.) : serotonerge Wirkung ; nasal als Schnupfpulve, oral als Kombi
19. UAW von Phytopharmaka
(a) Einteilung und Klassifizierung mit je einem Beispiel
- Wirkungsverstärkung (Grapefruitsaft und Felodipin)
- Wirkungsminderung (Johanniskraut und orale Kontrazeptiva)
- Mechanismen der AM-Interaktionen : pharmazeutisch (Flohsame und Carbamazepin)
- Mechanismen der AM-Interaktionen : pharmakokinetisch (Johanniskraut und orale Kontrazeptiva)
- Mechanismen der AM-Interaktionen : pharmakodynamisch (Ginkgo und Antikoagulantien)
19. UAW von Phytopharmaka
(b) Welche Phytopharmaka wurden wegen toxischen UAW vom Markt genommen und wieso?
- Renale Syndrome : Glycyrrhiza, Ephedra (arterielle Hypertonie), Artistolochia sp. (Nierenversagen)
- Kardiovaskuläre NW : Gingko biloba (Blutgerinnung), Knoblauch (Plättchen-Aggregation), Ephedra (Hirnschlag)
- Dermatologische NW : Hypericum (Photosensitivität), Kava (Dermatopathie), Echinaceae (Exanthem)
19. UAW von Phytopharmaka
(c) Erklären Sie kurz den Begriff «toxische Wirkung».
- Arzneipflanzen und Phytopharmaka enthalten pharmakologisch aktive I.S.
- diese I.S. werden wie andere Xenobiotika metabolisiert ; Phase 1- oder Phase 2- Reaktionen ; sie sind Substrate der selben Enzymen (P450, Oxygenase, Glucoronidasen)
- in vielen Fällen sind die Mechanismen der Toxizität nicht bekannt