11 MZB II - Slomianka

Bindegewebe Knorpelgewebe Knochengewebe Fettgewebe Knochenbildun

Bindegewebe Knorpelgewebe Knochengewebe Fettgewebe Knochenbildun


H. M.
Diese Lernkarten behandeln die komplexen Prozesse der Knochenbildung und -heilung auf universitärem Niveau, mit Fokus auf Ossifikation, Frakturheilung und Knochenerkrankungen. Sie erklären die Unterschiede zwischen chondraler und membranärer Ossifikation, die Rolle von Zellen wie Osteoblasten und Osteoklasten, sowie die Bedeutung von Bindegewebe und Matrix. Medizinstudierende profitieren von diesen Karten, um die physiologischen und pathologischen Mechanismen des Knochensystems zu verstehen, insbesondere bei Erkrankungen wie Osteoporose oder Paget-Syndrom.
Karten
79
Lernende
33
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.04.2016 / 10.02.2024

Flashcards

Periost

Aufbau

Als Periost bezeichnet man eine dünne Gewebeschicht, welche die Außenfläche aller Knochen überzieht. Sie erfüllt ernährende und regenerative Funktionen.

- äussere Knochenhaut
- bekleidet die äussere Knochenoberfläche

straffes, kollagenes Bindegewebe, unterteilt in
- Stratum fibrosum aussen
- Stratum osteogenicum innen,
  -> enthält Chondround Osteoprogenitorzellen für appositionelles Knochenwachstum und Frakturheilung

Anheftung durch in den Knochen einstrahlende Kollagenfasern (SharpeyFasern)

reich an Nervenfasern (Schmerzempfindlichkeit des Periosts), Blut- und Lymphgefässen

Endost

Aufbau

Funktion

Das Endost ist ein dünne Bindegewebsschicht, die das Innere des Knochens auskleidet.
-> innere Knochenhaut
  -> bekleidet die innere Knochenoberfläche einschliesslich der Kanalsysteme in der Compacta

dünne Lage von abgeflachten Knochendeckzellen auf nichtverkalkter Matrix

- enthält Osteoprogenitorzellen
  -> lokal aktiv: Knochenumbau, primäre Frakturheilung und Osteoclastenaktivierung
- eilnahme an der Regulation der Haemopoiese (Bildung der Blutzellen) durch das Endost der Spongiosa

Knochen:

Lamellenknochen:

Lamellenformen

- innere und äussere General/Zirkumferenzlamellen
  -> umfangen den gesamten Knochen parallel zur inneren und äusseren Oberfläche
- Spezial/Osteonlamellen der Osteone
  ->  kleine Systeme konzentrischer Lamellen
- Schaltlamellen
  -> durch den Knochenumbau entstandene Fragmente von Osteonen oder isolierte Teile der Generallamellen

Osteone

Grösse

synonym: Havers-Systeme

mehrere cm lange, 100 - 400 µm dicke, längsverlaufende Röhren
-> selten verzweigend

zirkuläre Lamellen, Osteon/ Speziallamellen, die einen zentralen Hohlraum, den Havers-Kanal, umschliessen

Knochen:

Compacta:

Versorgung

perforierende kleinste Arterien und Arteriolen
- hergeleitet aus Gefässen des Knochenmarks und des Periosts
- Verbindungen zu den Gefässen der Havers-Kanäle

Volkmann-Kanäle

- Querverbindungen zwischen den Havers-Kanälen
- keine oder, selten, sehr wenige Lamellen

Knochen:

Spongiosa;

MIkroskopische Form

Versorgung

Lamellenknochen -> Lamellen 3-7 µm dick

->Ausrichtung der Knochentrabekel und Knochenplättchen parallel zur Lastverteilung

keine Gefässe in den Trabekeln; keine Osteone
-> Versorgung durch Gefässe des Knochenmarks

grösster Anteil der Knochenoberflächen

Knochenumbau:

Aufbauende/Abbauende Zellen

Welche Ziele verfolgt der Knochenumbau

Abbau existierenden Knochens durch Osteoclasten
Aufbau neuen Knochens durch Osteoblasten

- Wachstum
  -> „Leichtbauweise“: Optimierung vom Verhältnis Knochenmasse/Belastbarkeit
- Knochenerneuerung
  -> Alterung der Matrix, Mikroläsionen
- Knochenanpassung
  -> Lastveränderungen, z.B. Immobilität (-1-2% der Spongiosa/Woche bei Bettlägerigkeit)
- Kalziumhomeostase (Die Homöostase ist das physiologische Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist)

kontinuierlicher, lebenslanger Prozess
-> Balance typisch negativ: Verlust von Knochenmasse im Alter

Osteoblasten

Hauptaufgabe

Herkunft

Weiterentwicklung

 

 

Osteoblasten sind spezialisierte Knochenzellen, die aus dem embryonalen Mesenchym entstehen. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Synthese der kollagenen Knochenmatrix (vorwiegend Kollagen Typ 1). 

Matrix-bildende Zellen

aus Progenitoren in Endost/Periost (adult) oder Mesenchym (Entwicklung)

werden in die Matrix eingelagert und differenzieren zu Osteozyten

Osteoid

Diese Grundsubstanz, die von den Osteoblasten produziert wird, heißt auch Osteoid.
-> noch nicht verkalkte organische Knochenmatrix

Osteoclasten

Entstehung aus...

Aktivierung

Funktion

Inhibition

Osteoklasten sind mehrkernige (30+) Riesenzellen, die durch Fusion von mononukleären Vorläuferzellen aus dem Knochenmark entstehen. Sie gehören zum mononukleär-phagozytären System (MPS). Ihre Hauptaufgabe ist die Resorption der Knochensubstanz.

Stammzellen im Knochenmark -> Monozyten im Blut -> Differenzierung zu Makrophagen durch M-CSF

Aktivierung: Anlagerung an den Knochen und Versiegelung (Integrin-abhängig) eines subosteoclastischen Kompartiments, Bildung der „ruffled border“

Abgabe von H+ und u.a. Kollagenasen -> Knochenresorption, Kalzium-Freigabe
  -> Entstehung einer Resorptionsbucht (HowshipLakune)

Inhibition durch Calcitonin: Peptidhormon, C-Zellen der Gl. thyroidea (Schilddrüse)
-> direkter Effekt
  -> verminderte Matrix Resorption
    -> verminderte Kalzium-Freigabe

Knochenumbau in der Spongiosa:

Geschwindigkeit

Wo/Was

Resorption und Neubildung von Knochen an bestehenden Trabekeln durch Osteoclasten und Osteoblasten
-> 5-10 mal schneller als in der Compacta
entsprechend der Last und Lastverteilung
-> keine Neubildung von Trabekeln, und ein Trabekel, das unterbrochen (Lastverlust) wird, wird resorbiert

Knoochenumbau in der Compacta:

Prinzip/Ablauf

Resorption (CD im Bild) und Neubildung (AC im Bild) von Knochen durch Osteoclasten und Osteoblasten
  (-> alle beteiligten Zellen = BMU – basic multicellular unit)

Vaskularisierung des neuen Havers-Kanals
 Bildung von Fragmenten alter Osteone/Generallamellen -> Schaltlamellen

Fettgewebe:

funktionelle Typen
-> jeweilige Funktion

funktionelle Typen auf zellulärem Niveau
- weisses Fettgewebe: Fettspeicherung, Isolation, mechanische Funktion
- braunes Fettgewebe: Wärmeproduktion

Weisses Fettgewebe

% Körpergewicht

funktionelle Typen nach Lokalisation
-> Lokalisation/ Eigenschaften

15-25% des Körpergewichts bei Normalgewicht

Baufett: mechanische, polsternde Funktionen
- z.B. Handteller, Fussohle, Orbital- und Wangenfett, Gesäss, perirenales Fett (Fett um die Nieren)
- wird nur bei extremer Abmagerung abgebaut
Speicherfett: Energiedepot
- vorwiegend subkutan (isolierend 65%), Bauchhöhle: Omentum majus und Colon - viszerales Fett
- relativ schneller Fettaustausch abhängig von der Energiebalance
  -> metabolisch recht aktives Gewebe
- geschlechtsspezifische Verteilungsmuster
  -> sekundäre Geschlechtscharakteristika
- endokrin aktiv: Leptin -> Hypothalamus:
  ↓ Appetit-anregende ↑ Appetitzügelnde Transmitter

Weisses Fettgewebe:

Adipozyten:

Form

Inhalt

was befindet sich zwischen den Zellen

Adipozyten sind die Fett speichernden Zellen des weißen und braunen Fettgewebes

- grosse (70-120 µm Ø), runde oder polygonale Zellen
- sehr dünner Zytoplasmasaum (1-2µm dick) mit oft abgeflachtem Zellkern (zusammen: Siegelring)
  -> schwer zu sehen: grosse Zelle mit „normalem“ Zellkern -> ein Kern ist nicht immer in der Schnittebene

gefüllt von einem grossen Fetttropfen -> unilokuläres/univakuoläres Fettgewebe 
  -> bei der Behandlung des Gewebes für LM Standardfärbungen wird das Fett gelöst -> es bleibt ein ungefärbter Raum (Vakuole)

zwischen den Zellen lockeres kollagenes Bindegewebe mit kleinen Gefässen und Nervenfasern

Weisses Fettgewebe:

Adipozyten:

Lokalisation der Organellen

Caveolae

Umgebung des Fettes

Organellen überwiegend perinukleär (Perinukleär bedeutet "um den Zellkern herum" bzw. den Zellkern umgebend.)

Caveolae der Zellmembran
-> Oberflächenvergrösserung
(Ω-förmige Einbuchtungen der Plasmamembran)

Fett umgeben von Proteinen (Perilipin A und B) und einem Geflecht von Intermediärfilamenten (Vimentin)
 -> Perilipin: Barriere für Lipasen – öffnet sich bei Perilipinphosphorylierung nach adrenerger Stimulation -> Lipolyse (auflösung des Fetts)

Braunes Fettgewebe

Funktion (während der Entwicklung)

Lokalisation

das Gewebe ist sehr reich vaskularisiert und gut innerviert (sympathisch)

Thermoregulation während der Entwicklung, danach Differenzierung zu weissem Fettgewebe (5% des Körpergewichts bei Geburt)

Nacken, interscapular, perirenal (um die Niere herum), anteriores Mediastinum (im Herzen)

Braunes Fettgewebe:

Adipozyten:

Grösse

"Braun"...?

Lokalisation des Fettes (innerhalb der Zelle)

Adipozyten kleiner als im weissen Fettgewebe (~30 µm Ø)
grosser, runder, zentraler Zellkern

sehr hohe Mitochondriendichte – braune Farbe der mitochondrialen Cytochrome

zahlreiche Fetttröpfchen im Zytoplasma – multi(pluri)lokuläres(vakuoläres) Fettgewebe

Adipogenese

Wann findet die A statt
-> weisses Fettgewebe vs. Braunes Fettgewebe

vorläufer

Phänomen der Bildung von Fettzellen

aus dem embryonalen Mesenchym in der 4. 8. Woche in der Nähe von Blutgefässen -> braunes Fettgewebe

weisses Fettgewebe vom 5. Monat prenatal bis frühkindlich, dann bis zur Pubertät abnehmende Neubildung

aus Lipoblasten/Präadipozyten nach PPARγ2 und IGF Stimulation

konstante Adipozytenzahl in adulten Individuen – bestimmt max. Gewicht

Adipositas

Verbreitung

Risiko

- Übergewicht Schweiz (25-44J):  38% der Männer (25-44J), 17% der Frauen (25-44J), >44 etwas höher
- Adipositas2012 M11% F9% - steigend
- kL USA2012 Adipositas 30% - stabilisierend

Risikofaktor für u.v.a. Erkrankungen von HerzKreislauf (z.B. Bluthochdruck), endokrinen Organen (z.B. Diabetes Typ II) und Bewegungsapparat
-> kein Organsystem ausgenommen
-> Risiko abhängig von der Fettverteilung
   -> viszeral > subkutan

BMI

s.B.

Lipödem

Auftreten

„Reiterhosenfettsucht“
-> atypische Häufung von Fettgewebe an Oberarmen, Hüften oder Oberschenkeln

fast ausschliesslich Frauen
- nach Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause
  ->hormonelle Veränderungen
- genetische Prädisposition, x-linked oder autosomal
- keine klar definierte Etiologie, relativ selten

Fomren der Ossifikation

Membranäre Ossifikation
- Bindegewebsknochen –> direkte Knochenbildung angeregt im Mesenchym

Chondrale Ossifikation
-  Knochenbildung durch Umwandlung eines Knorpelmodels des Primordialskeletts in einen Knochen
- enchondral: Ersatzknochen – indirekte ossifikation
- perichondral: membranäre Ossifikation

Membranäre Ossifikation

synonym

Prinzip

Die desmale Ossifikation oder direkte Ossifikation ist eine Form der Bildung von Knochengewebe(Ossifikation), bei der der Knochen direkt aus dem embryonalen Bindegewebe gebildet wird.

auch desmale oder intramembranöse Ossifikation

Bei der desmalen Ossifikation entsteht der Knochen direkt aus gut vaskularisiertem Mesenchym, indem sich multipotente Mesenchymzellen zu Osteoblasten differenzieren, die dann die Produktion von Osteoid (Knochengrundsubstanz) aufnehmen. 
-> lokale Differenzierung von Progenitoren (bone morphogenetic proteins, BMPs) des Mesenchyms zu Osteoblasten
  -> Ossifikationszentrum
-> Einlagerung von Osteoblasten in die Matrix
  -> Differenzierung zu Osteozyten

 

Membranäre Ossifikation:

Ablauf der Ossifikation

Verkalkung des Osteoids

Bildung der primären Spongiosa
In desmal ossifizierenden Knochen entsteht die primäre Spongiosa durch Fusion von Verknöcherungspunkten; die entstehenden primären Trabekel bestehen aus Geflechtknochen
-> umschlossene, vaskularisierte Bindegewebsräume
  ->primäres Knochenmark

Kompaktierung („Füllung“) des Knochens um Gefässe des primären Knochenmarks
-> primäre Osteone der primären Compacta
  -> durch Umbau (sekundäre Osteone) zur typischen Compacta-Struktur

Membranäre Ossifikation:

Knochen, die durch membranäre Ossifikation gebildet werden

Wann beginnt der Ab-/umbau

Knochen, die durch membranäre Ossifikation gebildet werden:
- Schädeldach
- Gesichtsschädel
- Schlüsselbein (Clavicula)

Der Knochenabbau und Umbau beginnt schon kurz nach dem Beginn der Knochenbildung -> Osteoclasten

Chondrale Ossifikation

wann und wo tritt sie ein

Die chondrale Ossifikation oder indirekte Ossifikation ist eine Form der Bildung vonKnochengewebe (Ossifikation), bei der der Knochen nicht direkt aus dem Bindegewebe, sondern über eine Zwischenstufe aus Knorpel gebildet wird.

ab ~7. Embryonalwoche perichondrale Ossifikation im Bereich der Diaphysen der Knorpelmodelle im Primordialskelett
 

Chondrale Ossifikation:

Ablauf/Prinzip

-> Differenzierung von Osteoblasten aus dem Perichondrium
-> Bildung einer perichondralen Knochenmanschette durch membranäre Ossifikation

Verkalkung des Knorpels und Hyperthrophie zentraler Chondrozyten - Abgabe von VEGF (vascular endothelial growth factor)

Einwachsen einer „osteogenen Knospe“ (osteogenic bud) mit Gefässen und begleitendem Mesenchym in den Knorpel
-> Abbau des Knorpels dabei durch Osteoclasten (Chondroclasten)
  -> primäres Ossifikationszentrum der enchondralen Ossifikation

Chondrale Ossifikation:

Enchondrale Ossifikation

Ablauf/Prinzip

Hier erfolgt die Verknöcherung des Knochens von innen, von der Mitte der Knorpelmatrix, her. Es sprießen Blutgefäße in das Knorpelgewebe ein, die von Mesenchymzellen begleitet werden. Diese wandeln sich zu Chondroklasten und Osteoblasten um, die dann das Knorpelgewebe sukzessiv in Knochen umwandeln. Dieser Form der Ossifikation begegnet man später beim wachsenden Knochen im Bereich der Epiphysenfugen.

Differenzierung von Osteoblasten aus dem Mesenchym

Bildung von Knochen auf einem Grundgerüst aus verkalktem Knorpel -> primäre Spongiosa mit primärer Markhöhle

Bildung von sekundären (in den Epiphysen, postnatal) Ossifikationszentren – Anzahl abhängig von der Knochenform

Dickenwachstum
-> appositionelles Knochenwachstum aussen – Knochenabbau innen

Epiphysenfuge/scheibe

- verbleibender hyaliner Knorpel zwischen den Ossifikationszentren der Meta- und Epiphysen
- Grundlage für das Längenwachstum der Röhrenknochen

Epiphysenfuge:

Zonierung de Knorpels

  1. Reservezone
  2. Proliferationszone
  3. Säulenknorpelzone
    -> Interstitieller Wachstumsdruck
      ->"Fortschieben" der Epiphysen
  4. Hypertrophiezone oder Blasenknorpelzone
    -> Knorpelverkalkung
  5. Eröffnungszone oder Resorptioinszone

Epiphysenfuge:

was passiert dort?

- Apoptose der Chondrozyten
- Resorption der Septen zwischen den Chondroblastenlakunen durch Osteoclasten in der Eröffnungszone
  -> Bildung der Knorpeltunnel
-> Es verbleiben die verkalkten longitudinalen Knorpelwände

- Ossifikationszone: Einwachsen von Kapillaren und Bindegewebe 
  -> Osteoblastendifferenzierung und Aufbau von Knochen auf dem verbliebenen Knorpelgerüst
    -> primäre Spongiosa

- Knochenumbau im Wachstumsverlauf

- Verknöcherung der Epiphysenfugen am Ende der Pubertät

Frakturheilung: 

Primäre Frakturheilung

{Wenn durch operative Osteosynthese (mittels Platten und Schrauben) optimale Adaptation (Abstand < 1mm) und stabile Fixation der Frakturenden erreicht werden, entsteht ohne Umwege Lamellenknochen im Frakturspalt. Die Lamellen sind zunächst parallel zum Spalt, d. h. quer zur Längsachse des Knochens ausgerichtet (Spaltheilung). Im Zuge des Umbaus durchbohren Osteoklasten die quer stehenden Lamellen, und die Frakturenden werden durch neue Osteone miteinander „verdübelt“. }

- bei bündigem Schluss und fester Apposition der Frakturenden
- ähnelt dem normalen Knochenumbau ausgehend von den gebrochenen Enden der Osteone
- die Fraktur wird von neuen Osteonen durchwachsen

Frakturheilung: 

sekundäre Frakturheilung

{Die Frakturheilung führt über den Umweg einer Narbe aus Binde- und Knorpelgewebe innerhalb von Wochen zur Überbrückung des Bruchspalts durch eine tragfähige, knöcherne Narbe (knöcherner Kallus). Dieser besteht zunächst aus Bälkchen von Geflechtknochen und ist dick und klobig. Im Zuge des anschließenden Umbaus werden im Verlauf von vielen Monaten die ursprünglichen Konturen des Knochens sowie die Lamellen-Architektur wiederhergestellt.}

- bei einem Frakturspalt
- Hämatomkallus (1-5 Tag)
- 1-2 Wochen: Bindegewebekallus reich an Makrophagen und Fibroblasten
- Bildung von Knorpel
- Knorpelkallus und Geflechtknochen durch Periost abgeleitete Progenitoren
4-6 Wochen: Umbau des Knorpelkallus in Knochen

Marfan Syndrom

Ursache

Kongenitale (angeborene) Wachstumstörung

Fibrillin- oder TGF-β (transforming growth factor)-Mutation 
  -> Matrixumbaudefekte
    -> schwache Bänder/Ligamente TGF-β beeinflusst auch Chondrozytenproliferation

Wachstumshormon der Hypophyse;

Kongenitale Wachstumstörungen

GH (growth hormon, somatotrophes Hormon - STH)
indirekter Effekt über IGF (insulin like growth factor) der Leber

zu viel: Acromegalie (Marie-Syndrom), Gigantismus
zu wenig: hypophysärer Zwerg- oder Minderwuchs

Osteoporose

betroffene

Als Osteoporose bezeichnet man eine das Skelettsystem betreffende Erkrankung, die durch eine gestörte Remodellierung der Knochensubstanz und eine dadurch bedingte pathologischeMikroarchitektur der Knochen gekennzeichnet ist.
-> häufige Knochenbrüche; Wirbelkörpereinbrüche (KompressionsFrakturen), Femurfrakturen in Hüftgelenksnähe

niedrige Knochenmasse in der Wachstumsphase kombiniert mit übermässigem alterbedingtem Verlust an Knochenmasse
-> Knochenschwund

primär (nicht als Folge anderer Erkrankungen) 95%

80% der Betroffenen sind Frauen nach der Menopause

Paget-Syndrom

Auftreten

Osteodystrophia deformans

Knochenerkrankung, die mit einem pathologisch gesteigerten Knochenumbau einhergeht. Es wechseln sich Episoden erhöhter Osteoklastentätigkeit mit Phasen überschießender Osteoblastentätigkeit ab. Der Knochenabbau ist in der Regel subkortikal, der folgende Knochenanbau findet hingegen am Periost statt. Endergebnis ist ein Knochen mit gestörter Architektur und eingeschränkter Belastbarkeit.

>60J; Inzidenz: 3-4%; chronisch, progressiv
  Männer > Frauen

fokale Osteclasten Vermehrung und Hyperaktivität
  -> erhöhte Osteoblasten Aktivität
    -> „chaotischer“ Knochenumbau
      -> schwacher Knochen, vermehrt Mikrofrakturen, Osteolyse; reaktive Verdickung der Compacta
      -> Progression ~1cm/Jahr

Study