11 - Embryo Sommer 3
Sommer 3
Sommer 3
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Lernkarten
Berechnung des Geburtstermins
Berechnung des Geburtstermins:
1. Tag der letzten Menstruation + 1 Jahr – 3 Monate + 7 Tage
Altersbestimmung des Embryos:
- nach was ?
nach Entwicklungsstadien (d.h. Gestaltsmerkmalen)
ca. 6 Wochen Carnegie-Stadien (23 Stadien)
nach Grösse: „grösste“ Länge, z.B. im Ultraschall bis 2. Monat Scheitel-Steiss Länge (SSL) Weniger gebräuchlich: Scheitel-Fersen Länge (SFL)
Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:
Entstehung der Zotten
Während sich der Embryo in der ersten Woche durch einfache Diffusion ernährt, braucht er später wegen seines schnellen Wachstums ein leistungsfähigeres Austauschsystem. Dies wird durch die Entwicklung des uteroplazentären Kreislaufsrealisiert: Dabei nähern sich die Blutkreisläufe von Mutter und Embryo in der Plazenta, was den Austausch von Gasen und Metaboliten durch Diffusion erlaubt.
Verbindungen zwischen maternellem und fetalem Gewebe:
Tertiärzotten (Terminalzotten)
Fibrinoidansammlungen in definitiver Plazenta
Die Fibrinoid-ansammlungen bilden die subchoriale Langhans-Schicht A. Auf der Ebene der Basalplatte befindet sich die Rohr-Schicht Bunterhalb der Stammzotten und noch tiefer in der Dezidua basalis gelegen bilden sie die Nitabuch-Schicht C. Letztere befindet sich dort wo Zona spongiosa und Zona compacta aufeinander stossen (wo sich die Ablösung der Plazenta vollziehen wird).
Plazenta nach der Geburt
Am Ende der Schwangerschaft ist die Plazenta ein 15-25 cm im durchmesser, 3cm Dicke, 500-600 gramm schwere Scheibe. Sie besitzt ca. 15 – 20 Kotyledonen (die Furchen zwischen den Kotyledonen werden von den Dezidualsepten hervorgerufen), welche sich auf der mütterlcihen Seite befinden. Auf der fetalen Siete sieht man Choriongefässe (Arterien und Venen), die zur Nabelschnur hin konvergieren
Aufgaben der Plazenta
Mechanismen des feto-maternellen Austausches aktiver Transport, Diffusion, Endocytose
- nur transzellulärer Transport, kein parazellulärer Transport
Atmungsfunktion
Sauerstoffzufuhr zum Fetus und den Abtransport von fetalem Kohlendioxid
Nutritive und exkretorische Funktion
Wasseraustausch: 3,5 Liter / Tag bis zur 35. Woche, sinkt auf 1,5 Liter / Tag kurz vor der Geburt
Beseitigung von Abfallstoffen aus dem fetalen Metabolismus
Schutzfunktion
Barriere für die meisten, aber nicht alle Bakterien
plazentäre Austauschoberfläche
Die plazentäre Austauschoberfläche
vergrössert sich von 5 m2 mit 28 Wochen auf ungefähr 12 m2 kurz vor der Geburt!
Plazenta und immunologische Schranke
Der Synzytiotrophoblast und Zytotrophoblast der Zotten exprimieren keine Gewebsantigene (HLA-A , -B, -C Komplexe).
<-> keine Erkennung als ‚Fremdgewebe‘
Zudem passive Immunität : mütterliche IgG gelangen über Pinocytose durch den Syncytiotrophoblasten
Eineiige Zwillinge
Eihäute
Teratologie
Definiton
Teratologie = Lehre der Missbildungen
Die Teratologie (altgr. τέρας téras „Monster“ und -logie) ist die Lehre der Ursachen von Fehlbildungen durch Umweltfaktoren (Teratogene).
Missbildungsrate:
bei Geburt
Absolut
Missbildungsrate bei Geburt:
bei Geburt ca. 1.5% schwere Missbildungen, leichte 4 – 12 %, je nach Land!
Absolute Missbildungsrate aber sehr viel höher Abbruch von ca. 20 – 25% aller Schwangerschaften durch spontanen Frühabort innerhalb der ersten 8 Wochen
Ursachen von Missbildungen
Ursachen:
A. 25% (mono- od. poly)genetisch und chromosomal bedingt
B. 10% von Umgebungsfaktoren (über Mutter, Viren,Stoffwechsel, hormonal, toxische)
C. 65% nicht bekannt, „primär multifaktoriell“
Begriffe:
Syndrome
Dysplasie
Agenesie
- Syndrome:
Kombination von Fehlbildungen mit einer charakteristischen art und weise
- Dysplasie:
Abnorme Organisation der Zellen (z.b. Eines Organs)(Hypo- /Hyperplasie)
- Agenesie:
Fehlen eines Organs
Primäre Missbildungen
Unterteilung
- jeweilige Häufigkeit
Primäre Missbildung:
Fehler (genetische Anomalie) in der Struktur eines Organs oder eines Teils eines Organs, welche auf eine Anomalie seiner Entwicklung zurückzuführen ist (Spina bifida, Hasenscharte, angeborener Herzfehler).
• Genaberrationen - 7,5% der angeborenen Missbildungen
(Die Genaberrationen machen etwa 7,5% der angeborenen Missbildungen aus. Es handelt sich entweder um monogenetische Mutationen, oder um polygenetische Mutationen, die sich nach den Mendel'schen Regelnweitervererben. )
• chromosomale Anomalien - etwa 0.5 %
(Man unterscheidet auch hier wiederum zwei Arten: die Strukturanomalien und die Zahlanomalien. Sie umfassen etwa 0.5 % der angeborenen Missbildungen.)
• „multifaktorielle“ Anomalien - lassen sich auf mehrere Gene zurückführen und können von Umwelteinflüssen (Medikamente, chemische Produkte) beeinflusst werden
(Sie lassen sich auf mehrere Gene zurückführen und können von Umwelteinflüssen (Medikamente, chemische Produkte) beeinflusst werden Zu dieser Gruppe gehören alle Missbildungen des Neuralrohrs und die der Lippen- und Gaumenspalte, sowie Herzkreislauf-Störungen, Dysplasien der Hüfte, und Kryptorchismus.)
Sekundäre Missbildungen
Sekundäre Missbildung ("Disruption" der Anglo-Saxen):
Unterbruch der normalen Entwicklung eines Organs, welcher auf äussere Einflüsse zurückzuführen ist. Es handelt sich entweder um einen teratogenen Wirkstoff (Infektion, Chemische Substanz, ionisierende Strahlung oder ein Trauma (Amnionstränge, welche zu Amputationen führen).
Die am meisten verbreiteten infektiösen Agentien sind der Rötelnvirus, der Cytomegalovirus und der Parasit der Toxoplasmose (Toxoplasma gondii). Zu den chemischen, teratogenen Agentien gehören das Thalidomid, das Warfarin, das Chloroquin (Malariamedikament) und das Lithium. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine angeborene Missbildung nicht unbedingt erblich sein muss.
abhängig vom Gesundheitszustand der Mutter, vom Zeitpunkt und der Art des teratogenen Faktors und der genetischen Veranlagung des Kindes ab.
Teratogene Faktoren
• Infektiöse Wirkstoffe
• Medikamente, Hormone und chemische Produkte·
• Physikalische Wirkstoffe (ionisierende Strahlung)
• Andere Faktoren (Metaboliten, toxische Substanzen)
Pränatale Diagnostik:
Methoden
Ultraschalluntersuchung;
genetische Untersuchung des mütterlichen Blutes (fötale DNA (!), (ca. 11. SSW)
Chorionzottenbiopsie (10.-14. SSW),
Amniozentese (14.-18. SSW)
Blasenmole
Entstehung
Beispiel einer Pathologie der Plazenta
Schwangerschaft ohne Embryo (nur Trophoblast -> nur plazentäre Membranen)
z.B. durch dispermische Befruchtung: zwei Spermien befruchten eine kernlose Oozyte Verschmelzen der beiden männlichen Vorkerne -> diploider Kern, nicht lebensfähig.
Oder z.B. durch monospermische Befruchtung einer kernlosen Oozyte mit nachfolgender Mitose des väterlichen Vorkerns