10 Verdauung - Loffing
Gastrointestinaltrakt
Gastrointestinaltrakt
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Lernkarten
Colon und Rectum
Corpus cavernosum recti
Das Corpus cavernosum recti ist ein Schwellkörper im Bereich des Anus, der für die Feinkontinenzverantwortlich ist.
Das Corpus cavernosum recti ist der anatomische Ausgangspunkt für Hämorrhoiden.
die anatomische Lage der meist drei blutversorgenden Äste der A. rectalis superiorbewirkt aber eine Betonung der Polster, den Hämorrhoidalhauptknoten, in drei Sektoren, und zwar in der anatomischen Lage 3 (vom Patienten aus betrachtet links), 7 und 11 Uhr (vom Patienten aus betrachtet rechts).
Colon und Rectum
Innervation – Dünndarm und Dickdarm;
Cannon-Böhm‘scher Punkt
Als Cannon-Böhm-Punkt wird ein morphologisch nicht klar abzugrenzender Teil im linken Drittel des Colon transversum bezeichnet, an dem der parasympathische Einfluss des Nervus vagus endet und der der Nervi splanchnici pelvici beginnt.
Colon und Rectum
Appendicitis
- Symptome
- Diferentialdiagnose
- Mcburney & Lanz
- Bakterielle Entzündung des Wurmfortsatzes
- Rasche Entwicklung; Komplikation Nekrosen und Durchbruch
-> Peritonitis -> sofortige Entfernung!
- Fieber, Uebelkeit, Erbrechen, verschlechternder Allgemeinzustand
- Schmerzen (zuerst Bauchnabel, dann Lanz'scher Punkt: Peritonealschmerz! Abwehrspannung)
- Ausstrahlung auf Faszie des M. iliopsoas (-> angezogener Oberschenkel)
- Diferntialdiagnose: Divertikultis; Urolithiasis, gastrointestinaler Infekt.
bei Frau: Adnexitis (eilieiterentzündung), Extrauteringravidität
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Funktion und Lage
-> Lage bezgl Rippen
Gewicht
Funktionen
- primär exokrine Gallendrüse -> Fett-Emulgation
- Synthese (Cholesterol, Blutgerinnungsproteine)
- Glykogenspeicherung
- Abbau und Entgiftung, via Galle/Darm, oder Blut/Niere
Lage
- im rechten Oberbauch
- links: bis 5. Rippe (Brustwarze): Mediklavikularlinie
- rechts: Mitte 10. Rippenbogen
Makroskopie
- Gewicht: 1.4 - 1.8 kg (Mann); 1.2-1.4 kg (Frau)
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Portocavale Anastomosen
-> Wo hat es solche?
Als portokavale Anastomose wird eine Verbindung (Anastomose) zwischen Venen aus dem Einzugsgebiet der Vena portae einerseits und Venen aus dem Einzugsgebiet der Vena cava superioroder Vena cava inferior andererseits bezeichnet.
Portokavale Anastomosen kommen an mehreren Stellen in der Bauchhöhle vor:
3.1 Ösophagus/Kardia
Die Venen an der kleinen Kurvatur des Magens bilden ein submuköses Geflecht, in dem die Venen des Magens (portal) mit den Venen des Ösophagus (kaval) anastomosieren. Ein vermehrter Blutfluss durch das Venengeflecht führt zur Ausbildung von Ösophagusvarizen.
3.2 Rektum
Im venösen Geflecht des Rektums anastomosieren die Vena rectalis superior (portal) mit den Venae rectales mediae und inferiores (kaval). Eine Stauung in diesem Bereich führt zum Anschwellen des Geflechts und Ausbildung von venösen Varizen.
3.3 Nabelvenen
Über die Venae paraumbilicales kann Blut durch die Vena thoracoepigastrica oder Vena epigastrica superficialis aus dem portalen System in das kavale System übergehen. Eine Erhöhung des Blutflusses in dieser Region führt zum klinischen Bild des Caput medusae.
3.4 Retroperitoneum
Kleine retroperitoneal gelegene Venen des kavalen und portalen Systems anastomosieren miteinander und stellen bei Bedarf durch Erweiterung einen weiteren Umgehungskreislauf dar.
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Innervation
- Sympathicus
- Parasymphaticus
- Schmerz
- Sympathicus: Ggl. Coeliacum -> Mobilisierung v. Glykogen
- Parasympathicus: N. vagus, Rr. hepatici aus Plexus vagalis anterior
- Afferente Fasern: von Gefässen (Sensoren?) und interlobuläres BGW
- Schmerz: Rr. phrenicoabdominales des N. phrenicus (parietales Peritoneum)
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Histologie
- Aufbau Leberläppchen
- Was verläuft in einem periportaln Feld
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Lebersinusoide – Aufbau und Zelltypen
- Welche Zelltypen kommen vor?
-> Eigenschaften (ausser von Parenchymzellen)
- Endothelzellen
- Poren von ca. 100 nm, Basallamina unvollständig
- Rezeptoren für LDL (low-density lipoprotein)
- Endocytose-Rezeptoren und Lysosomen
- Kupffer Zellen
- Mononukleäre Phagozyten aus Blut, lokale Mitosen
- u.a. Abbau von Erythrozyten
- Dissé Raum
- subendothelialer Spaltraum
- Microvilli Hepatocyten
- Ito-Zellen (spezialisisierte Fibrobalsten-> Fettspeicherung, EPO-Produktion), Fibrosebildner bei Leberzirrhose
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Hepatozyten
- Bipolare Organisation
- Zellkren
- organellen
- Zytoskelett
- Stammzellen
- Bipolare Organisation
- basal: Dissé-Raum, apikal: Gallenkapillare
- Schlussleistenkomplex (Zonula occludens, adhaerens, Macula adhaerens)
- Gap junctions (Nexus) zur funktionellen Synchronisierung
- Zellkern
- gross, 20-30% mehrkernig (diploid, tetraploid etc.)
- Organellen
- ca. 2000 Mitochondrien(!): Harnstoff-Cholesterol-Gallensynthese, etc.
- ca. 500 Peroxisomen: Oxidation von Fettsäuren, Detoxifikation
- Besonderheiten des Zytoskeletts:
- Kontraktile Filamente in Schlussleistenkomplex („Galle-Peristaltik“)
- Intermediärfilamente zu Desmosomen; toxischen Noxen ->„Mallory-Bodies“)
- Stammzellen:
- in Hering-Kanälchen (Uebergang Gallenkapillare zu Gallengang)
- Hepatozyten-Turnover: 150 Tage
- Enormes Regenerationsvermögen
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Gallenblase
- Arterielle Versorgung
Die Gallenblase wird durch die Arteria cystica arteriell versorgt. Diese stammt aus dem Ramus dexter der Arteria hepatica propria.
Leber, Gallenwege, Duodenum
Leber
Leber-Zirrhose – Komplikationen
Eine Leberzirrhose ist ein chronische Erkrankung der Leber, die mit einer Zerstörung der Läppchen- und Gefäßarchitektur durch eine entzündliche Fibrose einhergeht.
Funktionell ist die Leberzirrhose durch Leberinsuffizienz und portale Hypertension bei reduzierter Durchblutung der Leber gekennzeichnet. Es bestehen intrahepatische porto-systemische Shunts.