10 Verdauung - Loffing
Gastrointestinaltrakt
Gastrointestinaltrakt
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Cartes-fiches
Magen
Vagotomie
Die Vagotomie ist eine Methode zur operativen Behandlung eines Magengeschwürs oder Zwölffingerdarmgeschwürs.
Bei der Operation werden Äste des Nervus vagus (zehnter Hirnnerv) durchtrennt, die den Magen versorgen. Dadurch soll die Produktion von saurem Magensekret verringert werden. Diese Operation ist heute aufgrund der Entwicklung der meist sehr gut wirksamen Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und der Bedeutung der Eradikation des Bakteriums Helicobacter pylori für die Ulkustherapie obsolet geworden
Magen
Innervation
Parasymphaticus
- Verlauf der Parasymp.Nerven (rami, plexi)
- Versorgung von Pylorus und Antrum / Fundus
Parasymphaticus
- Truncus vagalis anterior/posterior
-> Plexus oesophageus
- Rami hepatici -> Pylorus und Antrum:
- hemmende und aktivierende Motoneurone in Plexus
myentericus
- Rami gastrici -> Fundus:
- Sekretionssteuerung (Durchblutung, hormonal) in Plexus submucosus
Plexus oesophageus innerviert, der von beiden Nn. vagi gebildet wird und dessen Fasern als Trunci vagales am terminalen Ösophagus zum Magen weiterziehen
Es besteht aus dem Plexus myentericus (Auerbach) und dem Plexus submucosus (Meissner). Beide Plexus sind stark miteinander verwoben und dienen doch unterschiedlichen Funktionen (. Abb. 10.25). Der Plexus myentericus steuert die Motorik und der Plexus submucosus hauptsächlich Sekretion und Resorption in der Schleimhaut.
Magen
Innervation
Symphaticus
- Verlauf der Symp.Nerven
Sympathicus
- Antagonist ParaSym.
- Fasern aus sympathischem Grenzstrang, via N. splanchnici zu Ggl. Coeliacum -> mit Blutgefässen zu Magen
Dünndarm
Duodenum – Abschnitte; Treitz Hernie
- Wo liegt sie?
Als Treitz-Hernie bezeichnet man die Herniation, d.h. das pathologische Einklemmen beweglicher Dünndarmanteile am Übergang des Duodenum zum Jejunum durch das variabel ausgebildete Treitz-Band.
Dünndarm
Jejunum und Ileum
- Peirtoneale Lage
- Länge (je)
-> Was befindet sich am Übergang von Dünn- zu dickdarm
Intraperitoneal (Mesenterium)
Jejunum: ca. 1 m lang Ileum: ca. 1.5 m lang
Flexura duodenojejunalis -> Valva ileocaecalis
Die Ileozäkalklappe (lat. Valva ileocaecalis) ist ein funktioneller Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm. Sie wölbt sich im rechten Unterbauch als Einstülpung des letzten Anteils des Ileums („Krummdarm“) in den Dickdarm vor.
Dünndarm
arterielle Gefässe
- Woher stammt die Versorgung des Dünndarme (2 Strukturen)
-> Jeweilige Äste
Die Versorgung des Dünndarms erfolgt über Arterien aus dem Truncus coeliacus und der A. mesenterica superior
Truncus coeliacus
- Aa pancreaticoduodenales superiores ant. und post. (ex. A. gastroduodenalis)
A. mesenterica superior mit
- Aa. pancreaticoduodenales inferiores ant. und post.
- Aa. jejunales /Aa. ileales
- A. ileocolica
- (A. colica dextra -> Colon)
- (A. colica media -> Colon)
Arkadenbögen, dann Aa. rectae (Endarterien)
Dünndarm
arterielle Gefässe;
- Arkadenbögen
-> im Jejunum vs im Ileum
aa jejunales haben anastomosen und lange endarterien
aa rectä sind endarterien
-> je Ileum desto kürzere endarterien und desto mehr anastomoesen
Ein Charakteristikum dieser Arterien ist die Bildung von anastomosierenden Arkaden, die die Blutversorgung trotz wechselnder Lage und Länge des Dünndarms gewährleisten. So bilden die Aa. jejunales ca. 5 cm vor der Darmwand Querverbindungen aus, wo Arkaden 1. Ordnung entstehen. Die aus diesen Arterienbögen entspringenden Äste bilden ca. 3 cm vor der Darmwand wiederum mit benachbarten Ästen Arkaden 2. Ordnung. Aus ihnen entwickeln sich in der Regel Arterienarkaden 3. Ordnung. Als Endäste gehen aus ihnen die Aa. rectae hervor, die geradlinig zur Darmwand ziehen.
Die Versorgung des Ileum wird ebenso durch Arkadenbildungen
der Aa. ileales gewährleistet. Im Unterschied zu den Jejunalarkaden sind die Arkaden im Ileum stärker ausgebildet, so dass Arterienarkaden bis zur 5. Ordnung vorliegen können.
- A gastroduodenalis
- A pancreaticoduodenalis superior posterior
- A pancreaticoduodenalis superior anterior
- A pancreaticoduodenalis inferior posterior
- A pancreaticoduodenalis inferior anterior
- A mesenterica superior
Äste des Truncus coeliacus und der A. mesenterica superior bilden in der kleinen Kurvatur des Duodenum ventral und dorsal des Pankreaskopfes einen vorderen und einen hinteren Arterienbogen für die Versorgung der Pars superior, descendens und horizontalis duodeni.
Dünndarm
Venöser Abfluss
-> Durch Welche Vene veräuft der Abfluss des Dünndarms?
-> wohin fliesst diese Vene
Die Venen des Dünndarms verlaufen am Darm und im Mesenterium
parallel zu den Arterien und werden entsprechend benannt. Der Stamm der V. mesenterica superior liegt rechts von der Arterie. Hinter dem Pankreaskopf vereinigt sich die V. mesenterica superior mit der V. lienalis (splenica) und mit der V. mesenterica inferior zur V. portae hepatis
Dünndarm
Oberflächenvergrösserung
- Welche Strukturen tragen wieviel zur Oberflächenvergrösserung bei?
Ein typisches Merkmal der Dünndarmschleimhaut ist ihre Organisation in finger- bzw. blattförmige Fortsätze, die Zotten (Villi intestinales), und tubuläre Einsenkungen, die Krypten (Cryptae intestinales). Sie werden auch Lieberkühn-Krypten genannt. Der apikale Zellpol der Epithelzellen trägt eine dichten Besatz aus Mikrovilli zur weiteren Oberflächenvergrößerung.
Dünndarm
Zotten
Aufbau des Gefässsystems in einer Zotte
Im Dünndarm enthält die Lamina propria mucosae ein sehr engmaschiges Netzwerk von Kapillaren, die von Arteriolen aus der Tela submucosa gespeist werden. Dabei entstehen zwei Kapillargeflechte: Das erste Geflecht versorgt die Zotten (Zottenbasis bis Zottenspitze) und obere Abschnitte der Krypten. Das zweite Kapillargeflecht versorgt die unteren Abschnitte der Krypten.
Das venöse und mit Nährstoffen beladene Blut sammelt sich in
einer großen, meist zottenzentral liegenden Venule, die zu größeren Venen der Tela submucosa führt. Die Kapillardichte in den Zotten ist Ausdruck der Resorptionsleistungen der Schleimhaut, die zu Resorptionsphasen stark durchblutet wird. Außerdem enthält das Zottenstroma Lymphkapillaren, über die die resorbierten Fette dräniert und über ein zottenzentrales Chylusgefäß aus der Zotte in größere Lymphgefäße der Tela submucosa geleitet werden.
Dünndarm
Zotten
"Zottenpumpe"
- Aufbau/Prinzip
- Zweck
Als Zottenpumpe bezeichnet man in der Anatomie den Auspressmechanismus der zentralen Lymphgefäße innerhalb der Dünndarmzotten. Dieser beruht auf der aktiven Längenänderung der Zotten durch Kontraktion der Lamina muscularis mucosae.
Die Zotten enthalten außerdem glatte Muskelzellen, die sich
aus der Lamina muscularis mucosae abzweigen und bis zur Zottenspitze ziehen. Kontraktionen dieser Muskelzellen führen zu rhythmischen Verkürzungen der Zotte (Zottenpumpe), wodurch Zottendurchblutung und Abtransport der resorbierten Stoffe gefördert werden.
Dünndarm
Immunzellen;
Peyer‘sche Plaques
- Wo befinden sie sich
- Dom
- M-Zellen
Peyer‘sche Plaques
- vorwiegend im Ileum, wenige im Jejunum
- 50-100 Aggregate von Lymphfollikeln vis-a-vis Meso
- an diesen Stellen keine Krypten und Zotten, auch keine Becherzellen
- in Submucosa spezialisierte sekundäre Lymphfollikel
- durchbrechen die Lamina muscularis mucosae, Aufwölbung der Lamina propria
Dom: kuppelförmige Lymphozytenansammlung in L. propria, überlagert durch
M-Zellen: Epithelzellen mit basalen Membraneinfaltungen
- Lymphozyten in Membraneinfaltungen
- grosse Poren in Basalmembran
- Transzytose (ganze Viren, Bakterien, Prionen etc)
Peyer-Platten (Peyer-Plaques) sind Ansammlungen von Lymphfollikeln, die sich in der Wand des gesamten Dünndarms befinden. Zwischen den Follikeln liegt die interfollikuläre Region mit vielen T-Lymphozyten und hochendothelialen Venulen. Eine über jedem Follikel liegende kappenartige Ansammlung von T- und B-Lymphozyten zum Darmlumen hin wird als Domareal bezeichnet. Nur im Domepithel gibt es M-Zellen (microfolds). Über die M-Zellen gelangen Antigene aus dem Darmlumen in das darunter liegende lymphatische Gewebe. In den Sekundärfollikeln der Peyer-Platten werden ständig Zellen gebildet, die sich zu Gedächtnis-B-Lymphozyten und Plasmazellen entwickeln, die über die mesenterialen Lymphknoten zu anderen Organen wandern können.
Nur im Domepithel gibt es M-Zellen (microfolds). Sie weisen im Gegensatz zu Enterozyten an ihrer apikalen Membran keine Mikrovilli auf und besitzen an der basolateralen Oberfläche tiefe Einbuchtungen, in denen Lymphozyten zu finden sind. Im Dombereich gibt es keine Krypten und Zotten.
Dünndarm
Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe (MALT)
-> wie heisst das MALT im gastrointestinaltrakt?
- aus welchen Zellen/ Ienheiten besteht es?
Mit der Abkürzung MALT bezeichnet man Ansammlungen von lymphatischem Gewebe (Lymphfollikel) unter der Schleimhaut, zum Beispiel in der Submukosa des respiratorischen Systems und des Magen-Darm-Trakts.
Magen-Darm-Trakt (gut-associated lymphatic tissue – GALT)
z.T auch untere Atemwege
Dünndarm
Duodenum – Besonderheiten;
- Auftreten von Plicae circulres und Zotten
- Brunnersche Drüsen
- Form
- was sezernieren sie
Typischerweise enthält das Duodenum in der Tela submucosa Brunner Drüsen (Glandulae duodenales) (. Abb. 10.26). Es handelt sich dabei um Pakete von gewundenen und verzweigten Drüsenschläuchen, die mit bläschenförmigen Auftreibungen enden. Sie durchbrechen die Lamina muscularis mucosae und münden in die Krypten des Duodenum. Die weitlumigen mukösen Drüsen bestehen aus einschichtigen, kubisch bis hochprismatischen Zellen mit basal liegenden Zellkernen. Die Zellen produzieren einen alkalischen Schleim, der zur Abpufferung des aus dem Magen kommenden sauren Chymus dient und ein alkalisches Milieu für die pankreatischen Verdauungsenzyme schafft. Die Sekretion eines Trypsinaktivators aus diesen Drüsen unterstützt die Einleitung der Verdauung. Zudem bilden die mukösen Drüsen Wachstumsfaktoren (z.B. EGF, Urogastron), die die Zellproliferation in der Schleimhaut anregen.
Dünndarm
Zöliakie
- Gluten in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer
- Genetisch bedingte Unverträglichkeit bei 2% der Träger des HLA DQ2 und HLA DQ8
- Chronische Entzündung, Degeneration Epithel
- Zotten-Turnover auf 6h verkürzt
- Abflachung Mukosa
- Resorptionsstörung
- Mangelerscheinungen, Anämie, Durchfall, Wachstumsprobleme
- =>Lebenslange glutenfreie Ernährung
Die Zöliakie ist eine immunologische Erkrankung des Darmes ungeklärter Ursache, die durch das in Getreide enthaltene Protein Gluten ausgelöst wird. Es kommt zu einer Unverträglichkeit der Dünndarmschleimhaut gegenüber Gluten (Klebeeiweiß in Getreide).
Colon und Rectum
Analkanal; Verschlussmechanismen, beteiligte Muskeln
Der Anus weist 2 wichtige Ringmuskeln auf:
- den unwillkürlich (autonom) innervierten Musculus sphincter ani internus und
- den willkürlich innervierten Musculus sphincter ani externus
Diese beiden Muskeln kontrollieren zusammen mit dem Musculus levator ani die Stuhlentleerung (Defäkation) und bilden damit den Schließapparat des Rektums.
Der Musculus puborectalis zählt zur Beckenbodenmuskulatur und ist ein wichtiger Bestandteil des Kontinenzorgans. Er bildet im Bereich der Junctio anorectalis eine Schlaufe um das Rectum(Puborectalisschlinge) und verstärkt bei Kontraktion (willkürlich gesteuert) dessen Krümmung. Er ist der innerste Anteil des Musculus levator ani.
Colon und Rectum
Analkanal; Defäkation
- Weche Vorgänge geschehen damit es zur Defkation kommt
Defäkation:
- Drucksignale über Rektum-spezifische sensible Fasern
- Streckung des Rektums durch Längsmuskeln (Kotsäule senkrecht)
- Erschlaffung Spincter externus und internus, sowie Levator ani
- Blutabfluss aus Venenplexus
- peristaltische Wellen und Bauchpresse