10 Blut - Wenger

Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen

Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen


H. M.
Diese Lernkarten decken medizinische Grundlagen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Blutgruppen, Rhesusfaktoren, Erythrozyten, Thrombozyten und die Wundheilung, wobei Themen wie Sensibilisierung, Hämostase und Fibrinolyse behandelt werden. Besonders relevant sind die Auswirkungen von Blutgruppenunverträglichkeiten bei Transfusionen und Schwangerschaften, sowie die Rolle von Wachstumsfaktoren in der Wundheilung. Medizinstudierende und Gesundheitsfachkräfte profitieren von diesem Lernset, um ihr Verständnis der Blutgerinnung und Wundheilungsprozesse zu vertiefen.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.10.2016 / 10.12.2025

Cartes-fiches

Thrombozyten und Wundheilung

Primäre Hämostase

Irreversible Aggregation

•4.) Irreversible Aggregation
•Membranverschmelzung
•Freisetzung von (aus Speichergranula):
   - ADP, Serotonin
•Freisetzung von (aus Membran):
   - Arachidonsäure (Phospholipase A)
   -> Prostaglandine PGG2, PGH2
   -> Thromboxan A2 (Cyclooxygenase)

Thrombozyten und Wundheilung

Sekundäre Hämostase

Phasen der sek. häm.

Die sekundäre Hämostase ist die eigentliche Blutgerinnung. Sie nimmt etwa 6-10 Minuten in Anspruch und führt zur Ausbildung eines festen Fasernetzes aus Fibrin, in das Thrombozyten und Erythrozyteneingebettet sind. Es stellt sich makroskopisch als Thrombus dar.

Thrombozyten und Wundheilung

Wundheilung;
- welceh Zellen wandern ein?
- wodurch werden sie angezogen?
- was machen sie?

Einwandern von zuerst Neutrophilen und dann Makrophagen
•angezogen durch Chemokine (PF4, NAP2, PDGF)
•aktiviert durch Cytokine
•Freisetzung weiterer Wachstumsfaktoren
•erste (unspezifische) Immunabwehr
•Phagozytose von Abfall (inkl. von Neutrophilen)

Nur einige Stunden nach einer Verletzung wandern in das betroffene Gebiet Lymphozyten, Granulozyten und Makrophagen ein. Sie phagozytieren Bakterien, Zelltrümmer und abgestorbene Gewebezellen. Die bei diesen Vorgängen freiwerdenden Substanzen führen zu einer lokalen Entzündung, die gekennzeichnet ist durch vier Kardinalsymptome: Erwärmung (Calor), Rötung (Rubor), Schwellung (Tumor) und Schmerz (Dolor). Erwärmung und Rötung entstehen durch eine erhöhte Blutzufuhr zu dem Gebiet, in dem die phagozytäre Aufräumarbeit geleistet wird. Sie wird ausgelöst durch die lokale Freisetzung von gefäßerweiternden Substanzen (z. B. Prostaglandin E2, Histamin) aus Granulozyten und Makrophagen. Die lokale Gefäßerweiterung führt zur Verlangsamung des Blutstromes in den Kapillaren, wodurch das Anheften der Granulozyten und ihr Durchtritt durch die Kapillarwand begünstigt wird. Als chemotaktische „Lockstoffe“ für die Granulozyten sind u. a. Komplementfaktoren (▶Abb. 7.8), der platelet activating factor PAF (S.294) und zahlreiche Chemokine (S.282) identifiziert worden. Die Schwellung entsteht durch den erhöhten Austritt von Flüssigkeit und Plasmaproteinen von der Blutbahn in das Gewebe. Einige der permeabilitätssteigernden Faktoren (z. B. Histamin, Bradykinin, Prostaglandin E2) sind auch beteiligt bei der lokalen Auslösung von Schmerzen beim Entzündungsgeschehen (lokale Sensibilisierung der Nozizeptoren).

Thrombozyten und Wundheilung

Wundheilung;

Gewebeproliferation
- welche Zellen Proliferien?
- beteiligte Wachstumsfaktoren?

Zellproliferation von Endothel, Epithel und Fibroblasten
•aufgehobene Kontaktinhibition •Wachstumsfaktoren:
   - Angiogenese (VEGF, bFGF, IGF-1)
   - Fibroblastenproliferation (PDGF, IGF-1)
   - Narbengewebsbildung (TGF-b Familie)
•Keratinozytenproliferation und Migration (EGF, KGF, TGF-a)

Kontraktion durch Myofibroblasten

Fibrinolyse durch Plasmin (tPA und uPA)

Thrombozyten und Wundheilung

Wundheilung;

Fibrinolyse

1 Definition

Unter Fibrinolyse versteht man die enzymatische Spaltung des Fibrins. Im klinischen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff auch die medikamentöse Auflösung von intravasalenThromben (Thrombolyse).

2 Physiologie

Die physiologische Fibrinolyse beruht auf der enzymatischen Aktivität von Plasmin, dessen inaktive Vorstufe (Plasminogen) von der Leber synthetisiert und sezerniert wird. Im Blut zirkulierendes Plasminogen wird durch spezifische Serinproteasen, sog. Plasminogenaktivatoren, in die aktive Form überführt.

Zur Verhinderung einer überschießenden Fibrinolyse und Modulation der Gerinnsellösung tragen spezifische, im Blut zirkulierende, Inhibitoren

bei.

Blutgruppen

AB0

Transfusionsreaktion

Wird nämlich Blut mit der falschen Blutgruppe transfundiert, kann es im Empfänger zur intravasalen Hämolyse kommen, weil die Spendererythrozyten von den Antikörpern des Empfängers als fremd erkannt werden. Dadurch wird das Komplementsystem aktiviert (▶Abb. 7.8) und die Spendererythrozyten werden zerstört. Solche Transfusionszwischenfälle sind gekennzeichnet durch das Auftreten von freiem Hämoglobin in Blut und Urin und können durch Kreislaufschock und Nierenversagen zum Tode führen.

Blutgruppen

AB0

Kreuzprobe

So wird vor jeder Bluttransfusion die genaue Blutgruppenkonstellation von Spender und Empfänger bestimmt, um Transfusionszwischenfälle zu vermeiden. Dabei werden für jede zu transfundierende Blutkonserve die große und die kleine Kreuzprobe durchgeführt, um eine Unverträglichkeit zwischen der Blutkonserve und dem Empfänger auszuschließen. Bei der großen Kreuzprobe werden Spendererythrozyten und Empfängerserum gemischt und auf Agglutination untersucht. Bei der kleinen Kreuzprobe werden Spenderserum und Empfängererythrozyten gemischt. Beim Auftreten von Agglutinationsphänomenen darf die Transfusion nicht durchgeführt werden.

Blutgruppen

AB0

Blutgruppensysteme

1 Definition

 

Blutgruppen

AB0

AB0Blutgruppenbestimmung; was verklumpt?

sB

Blutgruppen

AB0

AB0-Antigene
-> was ist bei den einzelnen Antigenen Antigen

determinante Gruppe:
- H ist nicht antigen („0“)
- A trägt N-Acetylgalactosamin
- B trägt Galactose

Ferner besitzen alle Erythrozyten eine so genannte heterogenetische Substanz „H“, Vorläufersubstanz oder Präkursor der A- und B-Substanzen.

Blutgruppen

AB0

H-, A- und B- Glykosyltransferasen

Als Glykosyltransferasen bezeichnet man Enzyme, die aktivierte Zucker (Glykosylreste) auf ihr Substrat übertragen.

Durch die N-Acetyl-Glucosaminyl-Transferase entstehen Antigen-Determinanten von Körperzellen. Es gibt verschiedene Glykosyltransferasen, die jeweils spezifisch die Übertragung von bestimmten Zuckerresten katalysieren.

Blutgruppen

AB0

Polymorphismus der Allele für die H-, A- und B-Glykosyltransferasen

Die Gene für die unterschiedlichen Blutgrupen sind verwandt

Als Polymorphismus (griechisch πολυμορφισμός Polymorphismos ‚Vielgestaltigkeit') bezeichnet man im Bereich Genetik das Auftreten mehrerer Genvarianten innerhalb einer Population. 

Blutgruppen

AB0

Glykosilierung
- wo findet sie statt?
- was wird für welche Blutgruppe übertragen?
 

sB

Blutgruppen

AB0

Häufigkeit-
Genotypen-
Vererbungsmuster-
- der einzelnen Blutgruppen

sB

Blutgruppen

AB0

Antigenstärke

sB

Blutgruppen

Rhesus

Rhesus Gen Rh D

Das Antigen D hat die stärkste antigene Wirkung, sodass man Personen, die es besitzen, als Rhesus-positiv (Rh+) bezeichnet. Bei Rhesus-negativen (rh−; immer mit kleinem „r“) Personen fehlt das Antigen D auf der Erythrozytenoberfläche. 

Hat man das Rh D-Gen, wird das folgende Protein synthetisiert

sB

Blutgruppen

Rhesus

Rhesus Gen Rh CcEe

Die verbleibenden 15% der rh-negativen Bevölkerung sind homozygot für die Deletion des Rhesus-D-Gens. 

Aus dem Rh CcEe-Gen entsteht durch unterschiedliches Spleissen das Rh Cc oder das Rh Ee protein

Blutgruppen

Rhesus

Rhesus Inkimpatibilität;

Scchwangerschaft

Eine besondere Form der Sensibilisierung gegen Rh-Antigene wird bei Schwangerschaften beobachtet, wenn die Mutter rh-negativ und der Vater Rh-positiv ist, das Kind also ebenfalls Rh-positiv sein kann. Beim Geburtsvorgang können größere Volumina (10–15 ml) fetaler Erythrozyten in den mütterlichen Kreislauf übertreten. Die Rh-Antigene auf den fetalen Erythrozyten sensibilisieren das Immunsystem der Mutter und rufen die Bildung von Anti-D-Antikörpern hervor. Die Anti-D-Antikörper gehören zu den Immunglobulinen der Klasse G. Sie sind Monomere und aufgrund spezifischer Transportmechanismen plazentagängig, während pentamere Immunglobuline der Klasse M, zu denen z. B. die Antikörper im AB0-System gehören (Tab. 7.4) (S. 281), nicht plazentagängig sind. Die Sensibilisierung und Anti-D-Antikörperbildung bleibt für die erste Schwangerschaft meist ohne Folgen. Komplikationen infolge der Sensibilisierung können aber auch schon in der ersten Schwangerschaft durch einen unerkannten Übertritt von Rh-positiven fetalen Erythrozyten in den mütterlichen Kreislauf auftreten. Bei nachfolgenden Schwangerschaften mit Rh-positiven Kindern reichen jedoch in jedem Fall wenige fetale Erythrozyten im mütterlichen Kreislauf aus, um das bereits sensibilisierte Immunsystem der Mutter zu einer massiven Produktion von Anti-D-Antikörpern anzuregen (Booster-Effekt; ▶Abb. 7.11). Diese können durch die Plazenta in den kindlichen Kreislauf übertreten und führen dort zur Hämolyse der fetalen Erythrozyten. Das beim Feten auftretende Krankheitsbild heißt Morbus haemolyticus neonatorum oder Erythroblastosis fetalis und ist durch
eine schwere Anämie gekennzeichnet, die mitunter tödlich sein kann. Die entstehende Erythroblastose (Übertritt zahlreicher unreifer roter Vorläuferzellen ins Blut) ist die Folge des Versuchs der fetalen Hämatopoese, die massive Anämie zu kompensieren. Um die Antikörperbildung einer rh-negativen Mutter zu vermeiden, wird eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt. Dabei wird nach jeder Geburt eines Rh-positiven Kindes, aber auch nach einem Abort oder z. B. einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ein AntiRh(D)-Immunglobulin gespritzt. Dieses Antiserum soll evtl. auf die Mutter übergetretene fetale Rh-positive Erythrozyten abfangen und eine Sensibilisierung verhindern.

Étudier