10 Blut - Wenger
Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen
Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen
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Cartes-fiches
Thrombozyten und Wundheilung
Primäre Hämostase
Irreversible Aggregation
Thrombozyten und Wundheilung
Sekundäre Hämostase
Phasen der sek. häm.
Die sekundäre Hämostase ist die eigentliche Blutgerinnung. Sie nimmt etwa 6-10 Minuten in Anspruch und führt zur Ausbildung eines festen Fasernetzes aus Fibrin, in das Thrombozyten und Erythrozyteneingebettet sind. Es stellt sich makroskopisch als Thrombus dar.
Thrombozyten und Wundheilung
Wundheilung;
- welceh Zellen wandern ein?
- wodurch werden sie angezogen?
- was machen sie?
Einwandern von zuerst Neutrophilen und dann Makrophagen
•angezogen durch Chemokine (PF4, NAP2, PDGF)
•aktiviert durch Cytokine
•Freisetzung weiterer Wachstumsfaktoren
•erste (unspezifische) Immunabwehr
•Phagozytose von Abfall (inkl. von Neutrophilen)
Nur einige Stunden nach einer Verletzung wandern in das betroffene Gebiet Lymphozyten, Granulozyten und Makrophagen ein. Sie phagozytieren Bakterien, Zelltrümmer und abgestorbene Gewebezellen. Die bei diesen Vorgängen freiwerdenden Substanzen führen zu einer lokalen Entzündung, die gekennzeichnet ist durch vier Kardinalsymptome: Erwärmung (Calor), Rötung (Rubor), Schwellung (Tumor) und Schmerz (Dolor). Erwärmung und Rötung entstehen durch eine erhöhte Blutzufuhr zu dem Gebiet, in dem die phagozytäre Aufräumarbeit geleistet wird. Sie wird ausgelöst durch die lokale Freisetzung von gefäßerweiternden Substanzen (z. B. Prostaglandin E2, Histamin) aus Granulozyten und Makrophagen. Die lokale Gefäßerweiterung führt zur Verlangsamung des Blutstromes in den Kapillaren, wodurch das Anheften der Granulozyten und ihr Durchtritt durch die Kapillarwand begünstigt wird. Als chemotaktische „Lockstoffe“ für die Granulozyten sind u. a. Komplementfaktoren (▶Abb. 7.8), der platelet activating factor PAF (S.294) und zahlreiche Chemokine (S.282) identifiziert worden. Die Schwellung entsteht durch den erhöhten Austritt von Flüssigkeit und Plasmaproteinen von der Blutbahn in das Gewebe. Einige der permeabilitätssteigernden Faktoren (z. B. Histamin, Bradykinin, Prostaglandin E2) sind auch beteiligt bei der lokalen Auslösung von Schmerzen beim Entzündungsgeschehen (lokale Sensibilisierung der Nozizeptoren).
Thrombozyten und Wundheilung
Wundheilung;
Gewebeproliferation
- welche Zellen Proliferien?
- beteiligte Wachstumsfaktoren?
Zellproliferation von Endothel, Epithel und Fibroblasten
•aufgehobene Kontaktinhibition •Wachstumsfaktoren:
- Angiogenese (VEGF, bFGF, IGF-1)
- Fibroblastenproliferation (PDGF, IGF-1)
- Narbengewebsbildung (TGF-b Familie)
•Keratinozytenproliferation und Migration (EGF, KGF, TGF-a)
Kontraktion durch Myofibroblasten
Fibrinolyse durch Plasmin (tPA und uPA)
Thrombozyten und Wundheilung
Wundheilung;
Fibrinolyse
1 Definition
Unter Fibrinolyse versteht man die enzymatische Spaltung des Fibrins. Im klinischen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff auch die medikamentöse Auflösung von intravasalenThromben (Thrombolyse).
2 Physiologie
Die physiologische Fibrinolyse beruht auf der enzymatischen Aktivität von Plasmin, dessen inaktive Vorstufe (Plasminogen) von der Leber synthetisiert und sezerniert wird. Im Blut zirkulierendes Plasminogen wird durch spezifische Serinproteasen, sog. Plasminogenaktivatoren, in die aktive Form überführt.
Zur Verhinderung einer überschießenden Fibrinolyse und Modulation der Gerinnsellösung tragen spezifische, im Blut zirkulierende, Inhibitoren
- der Plasminogenaktivatoren (Plasminogen-Aktivator-Inhibitor) und
- des Plasmins (Alpha2-Antiplasmin)
bei.
Blutgruppen
AB0
Transfusionsreaktion
Wird nämlich Blut mit der falschen Blutgruppe transfundiert, kann es im Empfänger zur intravasalen Hämolyse kommen, weil die Spendererythrozyten von den Antikörpern des Empfängers als fremd erkannt werden. Dadurch wird das Komplementsystem aktiviert (▶Abb. 7.8) und die Spendererythrozyten werden zerstört. Solche Transfusionszwischenfälle sind gekennzeichnet durch das Auftreten von freiem Hämoglobin in Blut und Urin und können durch Kreislaufschock und Nierenversagen zum Tode führen.
Blutgruppen
AB0
Kreuzprobe
So wird vor jeder Bluttransfusion die genaue Blutgruppenkonstellation von Spender und Empfänger bestimmt, um Transfusionszwischenfälle zu vermeiden. Dabei werden für jede zu transfundierende Blutkonserve die große und die kleine Kreuzprobe durchgeführt, um eine Unverträglichkeit zwischen der Blutkonserve und dem Empfänger auszuschließen. Bei der großen Kreuzprobe werden Spendererythrozyten und Empfängerserum gemischt und auf Agglutination untersucht. Bei der kleinen Kreuzprobe werden Spenderserum und Empfängererythrozyten gemischt. Beim Auftreten von Agglutinationsphänomenen darf die Transfusion nicht durchgeführt werden.
Blutgruppen
AB0
AB0-Antigene
-> was ist bei den einzelnen Antigenen Antigen
Blutgruppen
AB0
H-, A- und B- Glykosyltransferasen
Als Glykosyltransferasen bezeichnet man Enzyme, die aktivierte Zucker (Glykosylreste) auf ihr Substrat übertragen.
Durch die N-Acetyl-Glucosaminyl-Transferase entstehen Antigen-Determinanten von Körperzellen. Es gibt verschiedene Glykosyltransferasen, die jeweils spezifisch die Übertragung von bestimmten Zuckerresten katalysieren.
Blutgruppen
AB0
Polymorphismus der Allele für die H-, A- und B-Glykosyltransferasen
Blutgruppen
Rhesus
Rhesus Gen Rh D
Blutgruppen
Rhesus
Rhesus Inkimpatibilität;
Scchwangerschaft
Eine besondere Form der Sensibilisierung gegen Rh-Antigene wird bei Schwangerschaften beobachtet, wenn die Mutter rh-negativ und der Vater Rh-positiv ist, das Kind also ebenfalls Rh-positiv sein kann. Beim Geburtsvorgang können größere Volumina (10–15 ml) fetaler Erythrozyten in den mütterlichen Kreislauf übertreten. Die Rh-Antigene auf den fetalen Erythrozyten sensibilisieren das Immunsystem der Mutter und rufen die Bildung von Anti-D-Antikörpern hervor. Die Anti-D-Antikörper gehören zu den Immunglobulinen der Klasse G. Sie sind Monomere und aufgrund spezifischer Transportmechanismen plazentagängig, während pentamere Immunglobuline der Klasse M, zu denen z. B. die Antikörper im AB0-System gehören (Tab. 7.4) (S. 281), nicht plazentagängig sind. Die Sensibilisierung und Anti-D-Antikörperbildung bleibt für die erste Schwangerschaft meist ohne Folgen. Komplikationen infolge der Sensibilisierung können aber auch schon in der ersten Schwangerschaft durch einen unerkannten Übertritt von Rh-positiven fetalen Erythrozyten in den mütterlichen Kreislauf auftreten. Bei nachfolgenden Schwangerschaften mit Rh-positiven Kindern reichen jedoch in jedem Fall wenige fetale Erythrozyten im mütterlichen Kreislauf aus, um das bereits sensibilisierte Immunsystem der Mutter zu einer massiven Produktion von Anti-D-Antikörpern anzuregen (Booster-Effekt; ▶Abb. 7.11). Diese können durch die Plazenta in den kindlichen Kreislauf übertreten und führen dort zur Hämolyse der fetalen Erythrozyten. Das beim Feten auftretende Krankheitsbild heißt Morbus haemolyticus neonatorum oder Erythroblastosis fetalis und ist durch
eine schwere Anämie gekennzeichnet, die mitunter tödlich sein kann. Die entstehende Erythroblastose (Übertritt zahlreicher unreifer roter Vorläuferzellen ins Blut) ist die Folge des Versuchs der fetalen Hämatopoese, die massive Anämie zu kompensieren. Um die Antikörperbildung einer rh-negativen Mutter zu vermeiden, wird eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt. Dabei wird nach jeder Geburt eines Rh-positiven Kindes, aber auch nach einem Abort oder z. B. einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ein AntiRh(D)-Immunglobulin gespritzt. Dieses Antiserum soll evtl. auf die Mutter übergetretene fetale Rh-positive Erythrozyten abfangen und eine Sensibilisierung verhindern.