10 Blut - Wenger
Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen
Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen
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Cartes-fiches
Blutplasma
Unterschied zwischen Blutplasma und Blutserum
Unter Blutserum, auch kurz nur Serum (von lateinisch serum ‚Molke‘[1]) genannt, versteht man jenen flüssigen Anteil des Blutes, den man als Überstand erhält, wenn man eine geronnene Blutprobe zentrifugiert.[2]
Dieser Überstand enthält bis auf die durch die Gerinnung verbrauchten Gerinnungsfaktoren alle natürlicherweise in der Blutflüssigkeit gelösten Stoffe. Das Blutserum entspricht also dem Blutplasma abzüglich der Gerinnungsfaktoren (vor allem Fibrin bzw. Fibrinogen).
Blutplasma
Wie kommt der Kolloidosmotische Druck im Blut zustande?
-> welche teilchen sind dafür verantwortlich?
-> Wie Gross ist er?
Der kolloidosmotische Druck, kurz KOD, ist der osmotische Druck, der durch Kolloide in einer Lösung ausgeübt wird. Die Höhe des kolloidosmotischen Drucks wird durch die Anzahl der gelösten Teilchen (Kolloide) bestimmt.
Kolloide sind Makromoleküle, Teilchen oder Tröpfchen, die in einem anderen Medium, demDispersionsmedium, fein verteilt sind.
Blutplasma
van't Hoff Gesetz
H2O zu/abstrom bei veränderung des kolloidosmotische druckes
1 Definition
Das van-'t-Hoff'sche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen osmotischem Druck,osmotischer Konzentration und Temperatur für verdünnte Lösungen.
2 Berechnung
π = R · T · cosm
π = osmotischer Druck
R = universelle Gaskonstante
T = Temperatur
cosm = Konzentration der gelösten Teilchen
Onkotischer Druck = kolloidosmotisher Druck
sB
Blutplasma
Ödeme
Beispiele wie sie zustande kommen
Als Ödem bezeichnet man den Austritt von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem und deren Ansammlung im interstitiellen Raum.
sB
Erythrozyten:
Bildungsrate
Konzentration
Lebensdauer
Abbau
- durch was, wo
Bildungsrate:
• 200 x 106 Erys/min
Konzentration:
• Mann: 5,0 x 1012/l Blut
• Frau: 4,5 x 1012/l Blut
Lebensdauer:
• ca. 110-130 Tage
• ca. 400 km "Schwimmdistanz"
Abbau:
• Phagozytose durch Makrophagen des Retikuloendothelialen Systems (v.a. in der Milz)
Erythrocyten
EPO
- produktion wo?
EPO:
Produktion in nieren (90%) und Leber (10%)
-> am meisten verkauftes rekombinantes Protein (preismässig)
Erythrozyten
Glutathion
Glutathion (GSH), auch γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, ist ein Tripeptid, das aus den drei AminosäurenGlutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und gehört zu den wichtigsten als Antioxidans wirkenden Stoffen im Körper. Gleichzeitig ist es eine Reserve für Cystein. Es handelt sich bei Glutathion nicht um ein echtes Tripeptid, da die Amidbindung zwischen Glutaminsäure und Cystein über die γ-Carboxygruppe der Glutaminsäure ausgebildet wird und nicht über die α-Carboxygruppe wie bei einer echten Peptidbindung.
Erythrozyten
Bedeutung: Hk, Hb, MCV, MCH, MCHC
•Hämatokrit (Hk)
•Hämoglobin (Hb)
•Erythrozytenzahl (Ery)
•Erythrozytenindizes MCV:
Mittleres zelluläres Volumen
MCH: Mittleres zelluläres Hämoglobin
MCHC: Mittlere zelluläre Hämoglobinkonzentration
Erythrocyten:
Gerinnungshemmer
blut ungerinnbar mach: Nacitrat, edta, heparin
Erythrozyten
Hämatokrit
- wie nennt man einen zu hohen/zu tiefen Hämatokrit
- wodurch werden sie verursacht
- wie gross ist der Hämatokrit
zu hoher Hämatokrit: Polyglobulie
- Hypoxie
-polycythemia Vera
- dehydrataion
-Erythrocytenschwelung
Zu tiefer Häamtokrit:
Anämie
-Blutverlust
- Eisenmangel
- Hyperhydratation
-erythrocytenschrumpfung
Hämatokrit:
Mann 0,45 (0,40 - 0,52)
Frau 0,42 (0,37 - 0,47)
Erythrozyten
Pulsoxymetrie; Prinzip
Erythrozyten
Makrozytäre und mikrozytäre Erythrozyten
Bei normal erscheinenden Zellen spricht man von normochromer, normozytärer Anämie, ist der Hämoglobingehalt vermindert, von hypochromer, mikrozytärer Anämie, ist er erhöht, von hyperchromer, makrozytärer Anämie.
Hyperchrome, makrozytäre Anämie
Diese wird auch als megaloblastäre Anämie bezeichnet. Infolge von Vitamin-B12-, Thiamin- oder Folsäuremangel ist die Produktion roter Blutkörperchen eingeschränkt
Hypochrome, mikrozytäre Anämie
Mikrozytäre Anämien treten zumeist infolge von Eisenmangel oder bei Problemen mit der Nutzung des Eisens im Körper auf.
Erythrozyten
Eisenstoffwechsel: Transferrin und Ferritin
- Für was sind die beiden Proteine Zuständig
- in welcher Form wird Eisen gespeichert
Transferrin ist für den Transport von Eisen imBlutplasma verantwortlich.
Ferritin (FT) (lat. ferrum, ‚Eisen‘), auch Depot-Eisen, ist ein Proteinkomplex, der in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt, wo er als Speicherstoff für Eisen dient.
Erythrozyten
Eisenstoffwechsel: Hepcidin und Ferroportin
Das Protein Hepcidin spielt eine zentrale Rolle im Eisenstoffwechsel. Es hemmt den EisentransporterFerroportin und dadurch sowohl die Eisenresorption im Darm als auch die Eisenfreisetzung aus demRetikuloendothelialen System (RES).
Ferroportin ist ein Transmembranprotein, das zweiwertige Eisenionen (Fe2+) aus dem Zellinneren in den Extrazellulärraum transportiert.
Erythrozyten
Fåhraeus-Lindqvist Effekt
Der Fåhraeus-Lindqvist-Effekt ist ein Phänomen der Blutströmung, das auf der Fluidität der Erythrozyten beruht und mit der Viskosität des Bluts in Zusammenhang steht. Die Viskosität ist in Gefäßen der Kreislaufperipherie mit engem Lumen niedriger, als in Gefäßen mit einem höheren Lumen. Der Fåhraeus-Lindqvist-Effekt verhindert vor allem Blutstau in den Kapillaren.
Thrombozyten und Wundheilung
primäre Hämostase vs sekundäre Hämostase vs Wundheilung
- Dauer
primäre Hämostase
•Sekunden bis Minuten
•Blutstillung (Thrombozyten)
•Vasokonstriktion (myogen)
•Thrombozytenaktivierung
sekundäre Hämostase
•mehrere Minuten
•Blutgerinnung
Wundheilung
•Tage
•Immunabwehr
•Reepithelialisierung
•Bindegewebsretraktion
•Angiogenese
Thrombozyten und Wundheilung
Throbozyten
- Form von ruhenden und aktivierten T
Thrombozyten oder Blutplättchen sind die kleinsten Zellen des Blutes. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei der Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe anheften
Thrombozyten und Wundheilung
Primäre Hämostase: Phasen (4)
1.) Adhäsion
2.) Aktivierung
3.) Aggregation
4.) Irreversible Aggregation
Thrombozyten und Wundheilung
Primäre Hämostase
Adhäsion
1.) Adhäsion (einschichtig, reversibel)
• subendotheliale Basalmembran exponiert
• Wegfall der Endothel-Hemmung durch PGI2 und NO
• GPIb/IX vWF-Rezeptor (high shear stress receptor)
• GPIa/IIa Kollagenrezeptor
Thrombozytenanheftung. Bei einer Gefäßverletzung werden subendotheliale Kollagenfasern freigelegt, an denen sich die Thrombozyten sofort anheften. Die Anheftung (Adhäsion, ▶Abb. 7.14b) erfolgt mit Hilfe eines von Endothelzellen und Megakaryozyten (s. ▶Tab. 7.5) gebildeten Proteins, dem Von-Willebrand-Faktor (vWF), der zusammen mit Fibronektin und Laminin eine molekulare Brücke zwischen den Kollagenfasern und einem spezifischen Rezeptorkomplex dem Glykoprotein Ib/IX (GP Ib/IX) aufder Thrombozytenmembran bildet.
Thrombozyten und Wundheilung
Primäre Hämostase
Aktivierung
2.) Aktivierung -> Freisetzung von (u.a.):
• ADP
• Fibrinogen
• von Willebrand Faktor (vWF)
• Thromboxan A2
• Thrombospondin
▶ Thrombozytenaktivierung. Unmittelbar nach der Anlagerung der Thrombozyten kommt es zu deren Aktivierung (▶Abb. 7.14c). Dieser Aktivierungsprozess besteht im Wesentlichen aus drei Ereignissen: Freisetzung verschiedener Stoffe, Formveränderung und Aggregation der Blutplättchen.
● Der erste Schritt ist die Sekretion von Inhaltsstoffen der Thrombozytengranula wie ADP und Serotonin sowie die Freisetzung von Thromboxan A2 (TxA2), das im Arachachidonsäuremetabolismus nach Aktivierung de novo synthetisiert wird (▶Abb. 7.16). Insgesamt werden durch die sog. „release“-Reaktion weitere Thrombozyten aktiviert.
Thrombozyten und Wundheilung
Primäre Hämostase
Aggregation
3.) Aggregation
•GPIIb/IIIa Fibrinogenrezeptor-Oberflächenexpression
•induziert durch
- ADP, Thrombin, Thromboxan A2
- PAF (ein Phospholipid)
- Strömungskräfte
•Aggregatbildung (gefördert durch Thrombospondin)
Das morphologische Äquivalent der Plättchenaktivierung ist die dramatische Formänderung, die als visköse Metamorphose bezeichnet wird (▶Abb. 7.15). Aus den glatten, scheibenförmigen Thrombozyten werden kugelige Gebilde mit langen Fortsätzen (Pseudopodien), die es den aggregierten Thrombozyten ermöglichen, in einen verzahnten Kontakt zu treten. Ausgelöst wird die Pseudopodienbildung durch eine Umorganisation der Thrombozytenmembran und einen Ca2+-induzierten
Übergang von globulärem Aktin zu fibrillärem Aktin mit nachfolgender Kontraktion der Aktin-MyosinKomponenten des thrombozytären Zytoskeletts. Dadurch wird ein Rezeptorkomplex, das Glykoprotein (GP) IIb/IIIa, aufder Thrombozytenmembran bereitgestellt. Plasmafibrinogen sowie die aus den aktivierten Thrombozyten freigesetzten „Klebstoffe“ Fibrinogen und Thrombospondin (▶Tab. 7.5) binden an GP IIb/IIIa und führen so innerhalb von kurzer Zeit (< 1min) zur Ausbildung eines Thrombozytenaggregats (weißer Thrombus) (▶Abb. 7.14d).