10 Blut - Wenger

Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen

Blutplasme Eryhrocyten Thrombozyten und Wundheilung Blutgruppen


H. M.
Diese Lernkarten decken medizinische Grundlagen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Blutgruppen, Rhesusfaktoren, Erythrozyten, Thrombozyten und die Wundheilung, wobei Themen wie Sensibilisierung, Hämostase und Fibrinolyse behandelt werden. Besonders relevant sind die Auswirkungen von Blutgruppenunverträglichkeiten bei Transfusionen und Schwangerschaften, sowie die Rolle von Wachstumsfaktoren in der Wundheilung. Medizinstudierende und Gesundheitsfachkräfte profitieren von diesem Lernset, um ihr Verständnis der Blutgerinnung und Wundheilungsprozesse zu vertiefen.
Flashcards
58
Students
21
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
15.10.2016 / 10.12.2025

Flashcards

Einführung

Funktionen des Blutes

sB

Einführung

Zusammensetzung des Butes;
Anteile von Plasma, erythrozyten, wasser, protein

sB

Blurplasma

Flüssigkeitsverteilung im Körper;
Wieviel Flüssigkeit befindet sich in Plasma/interstitium/intracellulär

sB

Blutplasma

Unterschied zwischen Blutplasma und Blutserum

Unter Blutserum, auch kurz nur Serum (von lateinisch serum ‚Molke‘[1]) genannt, versteht man jenen flüssigen Anteil des Blutes, den man als Überstand erhält, wenn man eine geronnene Blutprobe zentrifugiert.[2]

Dieser Überstand enthält bis auf die durch die Gerinnung verbrauchten Gerinnungsfaktoren alle natürlicherweise in der Blutflüssigkeit gelösten Stoffe. Das Blutserum entspricht also dem Blutplasma abzüglich der Gerinnungsfaktoren (vor allem Fibrin bzw. Fibrinogen).

Blutplasma

Serum-(Plasma-)elektrophorese;

was finden sich für Proteine?

Wie funktioniert die Nomenklatur?

 

sB

Blutplasma

Elektrolyte;

Wie hoch sind die Konzentrationen der einzelenen Ionen?

Wie viele mM Salze hat es im Blut? einer wie konzentrierten Kochsalzlösung entspricht das?

sB

BLutplasma

Blutvolumen;

Wieviele ml/kg haben Männer/Frauen/Neugeborene/Geise

Prinzip der BLutvolmuneberechnugn

sB

Blutplasma

Devinitionen:

Molarität, Molalität

Osmolarität, Osmolalität

sB

Blutplasma

Wie kommt der Kolloidosmotische Druck im Blut zustande?
-> welche teilchen sind dafür verantwortlich?
-> Wie Gross ist er?

 

Der kolloidosmotische Druck, kurz KOD, ist der osmotische Druck, der durch Kolloide in einer Lösung ausgeübt wird. Die Höhe des kolloidosmotischen Drucks wird durch die Anzahl der gelösten Teilchen (Kolloide) bestimmt.

Kolloide sind Makromoleküle, Teilchen oder Tröpfchen, die in einem anderen Medium, demDispersionsmedium, fein verteilt sind.

Bluplasma

Flüssigkeitsaustausch über Kapillarmembran; "Beteiligte Drücke"

sB

Blutplasma

van't Hoff Gesetz

H2O zu/abstrom bei veränderung des kolloidosmotische druckes

1 Definition

Das van-'t-Hoff'sche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen osmotischem Druck,osmotischer Konzentration und Temperatur für verdünnte Lösungen.

2 Berechnung

π = R · T · cosm

π = osmotischer Druck
R = universelle Gaskonstante
T = Temperatur
cosm = Konzentration der gelösten Teilchen

Onkotischer Druck = kolloidosmotisher Druck

sB

Blutplasma

Ödeme
Beispiele wie sie zustande kommen

Als Ödem bezeichnet man den Austritt von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem und deren Ansammlung im interstitiellen Raum.

sB

Erythrozyten

Form von Ersthrozyten ins iso/hyper/hypotoner lösung

sB

Erythrozyten

Osmotische Resistenz von Erythrozyten; bei welcher NaCl konzentration hämolysieren sie?

sB

Erythrozyten

Bildung; In welchem Stadium der Erythropoese 
- sind sie empfindlich auf EPO
- steigt der Hb gehalt

sB

Erythrozyten:

Bildungsrate

Konzentration

Lebensdauer

Abbau
- durch was, wo

Bildungsrate:
• 200 x 106 Erys/min
Konzentration:
• Mann: 5,0 x 1012/l Blut
• Frau: 4,5 x 1012/l Blut
Lebensdauer:
• ca. 110-130 Tage
• ca. 400 km "Schwimmdistanz"
Abbau:
• Phagozytose durch Makrophagen des Retikuloendothelialen Systems (v.a. in der Milz)

Erythrocyten

EPO
- produktion wo?

EPO:
Produktion in nieren (90%) und Leber (10%)
-> am meisten verkauftes rekombinantes Protein (preismässig)

Erythrozyten

Glutathion

Glutathion (GSH), auch γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, ist ein Tripeptid, das aus den drei AminosäurenGlutaminsäure, Cystein und Glycin gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und gehört zu den wichtigsten als Antioxidans wirkenden Stoffen im Körper. Gleichzeitig ist es eine Reserve für Cystein. Es handelt sich bei Glutathion nicht um ein echtes Tripeptid, da die Amidbindung zwischen Glutaminsäure und Cystein über die γ-Carboxygruppe der Glutaminsäure ausgebildet wird und nicht über die α-Carboxygruppe wie bei einer echten Peptidbindung.

Erythrozyten

Bedeutung: Hk, Hb, MCV, MCH, MCHC

•Hämatokrit (Hk)
•Hämoglobin (Hb)
•Erythrozytenzahl (Ery)
•Erythrozytenindizes MCV:
Mittleres zelluläres Volumen
MCH: Mittleres zelluläres Hämoglobin
MCHC: Mittlere zelluläre Hämoglobinkonzentration

Erythrocyten:

Gerinnungshemmer

blut ungerinnbar mach: Nacitrat, edta, heparin

Erythrozyten

Hämatokrit
- wie nennt man einen zu hohen/zu tiefen Hämatokrit
  -  wodurch werden sie verursacht
- wie gross ist der Hämatokrit

zu hoher Hämatokrit: Polyglobulie
- Hypoxie
-polycythemia Vera
- dehydrataion
-Erythrocytenschwelung

Zu tiefer Häamtokrit:
Anämie
-Blutverlust
- Eisenmangel
- Hyperhydratation
-erythrocytenschrumpfung

Hämatokrit:
Mann 0,45 (0,40 - 0,52)
Frau 0,42 (0,37 - 0,47)

Erythrocyten

Absorbtionsspektrum; von OxyHb und DesoxyHb

Isosbestische Punkte

sB

Erythrozyten

Pulsoxymetrie; Prinzip

die Messung bei 2 Wellenlängen erlaubt die Berechnung der O2-Sättigung ohne Kenntnis der Hb-Konzentration; mit dem verhältnis der 2 wellenlängen kann man die restlichen variablen ausschliessen; erschiebung der kurve nach oben /unten

infrarotes Licht dringt tiefer in das Gewebe ein

Erythrozyten

Pulsoxymetrie; Bestimmung des Pulses

sB

Erythrozyten

Erythrozytenindizes: MCV, MCH, MCHC
-> Einheit, Standardwerte

sB

Erythrozyten

Grössenverteilung der Erythrozyten; Durchmesser, Dicke

Durchmesser: 7,5 mm Dicke: 1,5 mm

sB

Erythrozyten

Makrozytäre und mikrozytäre Erythrozyten

Bei normal erscheinenden Zellen spricht man von normochromer, normozytärer Anämie, ist der Hämoglobingehalt vermindert, von hypochromer, mikrozytärer Anämie, ist er erhöht, von hyperchromer, makrozytärer Anämie.

Hyperchrome, makrozytäre Anämie
Diese wird auch als megaloblastäre Anämie bezeichnet. Infolge von Vitamin-B12-, Thiamin- oder Folsäuremangel ist die Produktion roter Blutkörperchen eingeschränkt

Hypochrome, mikrozytäre Anämie
Mikrozytäre Anämien treten zumeist infolge von Eisenmangel oder bei Problemen mit der Nutzung des Eisens im Körper auf.

Erythrozyten

Perniziöse Anämie aufgrund von Vit.-B12- oder Folsäuremangel
Für was wird folsäure gebracuht?
-> Grösse der ERythrocyten bei dieser Anämie

Folsäure wird gebraucht für die Purinsynthese
Folsäure -> tetrahydrofolat -> Purine (A+G)

Erythrozyten

Eisenmangelanämie;

Eisenstoffwechsel
- Eisenkonzentration im Blut
- Wo wird im körper wie viel Eisen gespeichert?

3,4 mg Eisen /g Hb ; ca. 7 ml Blut

Erythrozyten

Eisenstoffwechsel: Transferrin und Ferritin
- Für was sind die beiden Proteine Zuständig
- in welcher Form wird Eisen gespeichert

Transferrin ist für den Transport von Eisen imBlutplasma verantwortlich.

Ferritin (FT) (lat. ferrum, ‚Eisen‘), auch Depot-Eisen, ist ein Proteinkomplex, der in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt, wo er als Speicherstoff für Eisen dient.

Erythrozyten

Eisenstoffwechsel: Hepcidin und Ferroportin

Das Protein Hepcidin spielt eine zentrale Rolle im Eisenstoffwechsel. Es hemmt den EisentransporterFerroportin und dadurch sowohl die Eisenresorption im Darm als auch die Eisenfreisetzung aus demRetikuloendothelialen System (RES).

Ferroportin ist ein Transmembranprotein, das zweiwertige Eisenionen (Fe2+) aus dem Zellinneren in den Extrazellulärraum transportiert.

Erythrozyten

Viskositätszunahme bei Hk-Erhöhung

polyglobulie: Viskosität: rauf -> HZV: rauf
Anämie: Viskosität: runter -> HZU: rauf

Erythrozyten

Rheologie; Hk-Optimum

Die Rheologie ist ein wissenschaftliches Teilgebiet, das sich mit dem Verformungs- und Fließverhalten von Stoffen beschäftigt.

sB

Erythrozyten

Fåhraeus-Lindqvist Effekt

Der Fåhraeus-Lindqvist-Effekt ist ein Phänomen der Blutströmung, das auf der Fluidität der Erythrozyten beruht und mit der Viskosität des Bluts in Zusammenhang steht. Die Viskosität ist in Gefäßen der Kreislaufperipherie mit engem Lumen niedriger, als in Gefäßen mit einem höheren Lumen. Der Fåhraeus-Lindqvist-Effekt verhindert vor allem Blutstau in den Kapillaren.

Thrombozyten und Wundheilung

primäre Hämostase vs sekundäre Hämostase vs Wundheilung
- Dauer

primäre Hämostase
•Sekunden bis Minuten
•Blutstillung (Thrombozyten)
•Vasokonstriktion (myogen)
•Thrombozytenaktivierung

sekundäre Hämostase
•mehrere Minuten
•Blutgerinnung

Wundheilung
•Tage
•Immunabwehr
•Reepithelialisierung
•Bindegewebsretraktion
•Angiogenese

Thrombozyten und Wundheilung

Throbozyten
- Form von ruhenden und aktivierten T

Thrombozyten oder Blutplättchen sind die kleinsten Zellen des Blutes. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei der Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe anheften 

Thrombozyten und Wundheilung

Primäre Hämostase: Phasen (4)

 

1.) Adhäsion 
2.) Aktivierung
3.) Aggregation
4.) Irreversible Aggregation

Thrombozyten und Wundheilung

Primäre Hämostase

Adhäsion

1.) Adhäsion (einschichtig, reversibel)
• subendotheliale Basalmembran exponiert
• Wegfall der Endothel-Hemmung durch PGI2 und NO
• GPIb/IX vWF-Rezeptor (high shear stress receptor)
• GPIa/IIa Kollagenrezeptor

Thrombozytenanheftung. Bei einer Gefäßverletzung werden subendotheliale Kollagenfasern freigelegt, an denen sich die Thrombozyten sofort anheften. Die Anheftung (Adhäsion, ▶Abb. 7.14b) erfolgt mit Hilfe eines von Endothelzellen und Megakaryozyten (s. ▶Tab. 7.5) gebildeten Proteins, dem Von-Willebrand-Faktor (vWF), der zusammen mit Fibronektin und Laminin eine molekulare Brücke zwischen den Kollagenfasern und einem spezifischen Rezeptorkomplex dem Glykoprotein Ib/IX (GP Ib/IX) aufder Thrombozytenmembran bildet.

Thrombozyten und Wundheilung

Primäre Hämostase

Aktivierung

2.) Aktivierung -> Freisetzung von (u.a.):
• ADP
• Fibrinogen
• von Willebrand Faktor (vWF)
• Thromboxan A2
• Thrombospondin

▶ Thrombozytenaktivierung. Unmittelbar nach der Anlagerung der Thrombozyten kommt es zu deren Aktivierung (▶Abb. 7.14c). Dieser Aktivierungsprozess besteht im Wesentlichen aus drei Ereignissen: Freisetzung verschiedener Stoffe, Formveränderung und Aggregation der Blutplättchen.
● Der erste Schritt ist die Sekretion von Inhaltsstoffen der Thrombozytengranula wie ADP und Serotonin sowie die Freisetzung von Thromboxan A2 (TxA2), das im Arachachidonsäuremetabolismus nach Aktivierung de novo synthetisiert wird (▶Abb. 7.16). Insgesamt werden durch die sog. „release“-Reaktion weitere Thrombozyten aktiviert.

Thrombozyten und Wundheilung

Primäre Hämostase

Aggregation

3.) Aggregation
•GPIIb/IIIa Fibrinogenrezeptor-Oberflächenexpression
•induziert durch
  - ADP, Thrombin, Thromboxan A2
  - PAF (ein Phospholipid)
  - Strömungskräfte
•Aggregatbildung (gefördert durch Thrombospondin)

Das morphologische Äquivalent der Plättchenaktivierung ist die dramatische Formänderung, die als visköse Metamorphose bezeichnet wird (▶Abb. 7.15). Aus den glatten, scheibenförmigen Thrombozyten werden kugelige Gebilde mit langen Fortsätzen (Pseudopodien), die es den aggregierten Thrombozyten ermöglichen, in einen verzahnten Kontakt zu treten. Ausgelöst wird die Pseudopodienbildung durch eine Umorganisation der Thrombozytenmembran und einen Ca2+-induzierten
Übergang von globulärem Aktin zu fibrillärem Aktin mit nachfolgender Kontraktion der Aktin-MyosinKomponenten des thrombozytären Zytoskeletts. Dadurch wird ein Rezeptorkomplex, das Glykoprotein (GP) IIb/IIIa, aufder Thrombozytenmembran bereitgestellt. Plasmafibrinogen sowie die aus den aktivierten Thrombozyten freigesetzten „Klebstoffe“ Fibrinogen und Thrombospondin (▶Tab. 7.5) binden an GP IIb/IIIa und führen so innerhalb von kurzer Zeit (< 1min) zur Ausbildung eines Thrombozytenaggregats (weißer Thrombus) (▶Abb. 7.14d).

Study