08-09 Lohn+Sozialversicherungen
9 Basis SV: Unfallversicherung / Krankenversicherung / EO / Mutterschaftsversicherung / ALV / Familienzulagen
9 Basis SV: Unfallversicherung / Krankenversicherung / EO / Mutterschaftsversicherung / ALV / Familienzulagen
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Cartes-fiches
Wieviel Prozent muss ein Versicherter Arbeitsunfähig sein, damit er einen Anspruch auf Taggeld hat?
Was für Personen sind obligatorisch in der Schweiz versichert?
- Alle in der Schweiz tätigen AN
- Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten, Volontäre
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Insassen von Straf-, Verwahrungs- und Arbeitserziehungsanstalten sowie Erziehungsheimen für die Zeit, die Sie ausserhalb der Anstalt von Dritten beschäftigt werden
Was für Personen sind nicht obligatorisch in der Schweiz versichert?
- Selbstständigerwerbende
- Mitarbeitende Familienmitlgieder, die keinen Barlohn beziehen
- Personen die einen Nebenerwerb oder Nebenamt ausüben
- Teilzeitbeschäftigte die höchstens 8 Stunden pro Woche arbeiten, sind gegen NBU nicht versichert
Welche Personen können sich freiwillig versichern, wenn Sie die Auflagen nicht erfüllen?
- In der Schweiz wohnhafte Selbständigerwerbende und ihre nicht obligatorisch versicherten mitarbeitenden Familienmitglieder
- Personen, die das AHV Alter erreichen, können sich freiwillig weiterversichern
Was für Aufgaben im Personalwesen als HR-Fachfrau/Mann habe ich bei folgenden Situationen in Bezug auf die UVG?
a) Bei der Anstellung
b) Am Ende einer Abrechnungsperiode
c) Beim Austritt des Mitarbeiters
d) Anmeldeverfahren bei Unfällen
a) Neueintretende Personen sind automatisch versichert und müssen daher nicht angemeldet, nur über Sicherheitsvorschriften Info
b) Ich muss die Prämien abrechnen, welche je nach Unfallversicherung unterschiedlich erfolgt
c) Der AG ist verpflichtet, den AN über folgende Möglichkeiten zu informieren:
- Fürsorgepflicht des AG läuft für 30 Tage weiter
- der MA hat die Möglichkeit, eine Abredeversicherung abzuschliessen (Verlängerung max. 180Tage)
d) Verfahren durchläuft zwei Stufen:
- primäre Meldepflicht liegt bei der versicherten Person. Sie muss dem AG das Ereignis unverzüglich melden
- sekundäre Pflicht liegt beim AG, er muss die Meldung unverzüglich dem Versicherer weiterleiten (Der ArG stellt dem MA einen Unfallschein aus)
Was sind Ziel und Kernpunkte bei einer Krankenversicherung (KV) und wie wird Sie im Prinzip finanziert?
Ziel: Die obligatorische KV übernimmt die Kosten für Leistungen bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft
Kernpunkte: Träger der KV sind die Krankenkassen. Sie können aus einem Verein oder einer AG bestehen.
Finanzierung (Prinzip): Die KV wird mit individuellen Kopfprämien und Kostenbeteiligungen (Franchise und Selbstbehalt) finanziert. Sie erhält keinerlei Subventionen von der öffentlichen Hand. Sie wird einzig durch Prämien der Versicherten finanziert.
Welche Risiken deckt die KV?
- Krankheit
- Unfall
- Mutterschaft
Was gilt im Sinne der Rechtssprechung als Unfall und was als Krankheit?
Unfall: plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung, eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper
Krankheit: jede Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine Medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähikeit zur Folge hat.
Wann beginnt und wann endet eine Versicherung?
Beginn: innert 3 Monaten nach der Geburt oder Wohnsitznahme in der Schweiz (gilt auch für Saisonangestellte). Die Taggeldversicherung beginnt ab dem vereinbarten Versicherungsbeginn.
Ende: Bei Tod einer Person oder Aufgabe des Wohnsitzes in der Schweiz. Die Taggeldversicherung endet mit dem Tod der Person oder der allfälligen Kündigung.
Was für unterschiedliche Leistungen muss man bei der KV unterscheiden?
Krankenpflegeversicherung und Taggeldversicherung
Welche Kosten übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung?
- Untersuchungen
- Behandlungen
- Pflegemassnahmen z.B Spitex
- / einen zeitlich unbeschränkten Aufenthalt im Spital
- ärztlich verordnete kassenpflichtige Medikamente und Laboruntersuchungen
- Behandlung im Ausland, jedoch nur im Notfall
Wieviel Prozent muss ein Versicherter Krank sein, damit er einen Anspruch auf Taggeld hat?
Wann beginnt der Anspruch auf TG?
Ab dem dritten Tag nach der Erkrankung, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Wieviele Tage muss ich als ArG mindestens TG bei der KVG leisten?
Was versteht man unter Lohnfortzahlungspflicht gem. OR?
Im Rahmen des AV (OR 324a) muss der AG bei Unfall, Krankheit oder Mutterschaft für eine angemessene Zeit den Lohn weiterzahlen und zwar bis zu einer Höhe von 80%. Wenn kein GAV besteht oder keine bessere Regelung im EAV ist, kommt für die Berechnung der Frist in der Regel meist die Berner Skala zur Anwendung.
Was für finanzielle Möglichkeiten hat ein Betrieb, wenn er über keine Unfallversicherung verfügt?
- Der AG zahlt Lohn aus eigener Kasse, er schliesst für die Deckung dieses Risikos eine TGV ab. In diesem Fall übernimmt die TGV die finanziellen Verpflichtungen des AG bei Lohnfortzahlung
- Der AG schliesst für die Deckung dieses Risikos eine TGV ab
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Überobligatorium für die TGV d.h. eine freiwillige TGV über das Obligatorium der Berner Skala hinaus z.B 3 statt 1 Monat
Welche Personen sind obligatorisch für KV versichert?
- Personen mit Wohnsitz in Schweiz
- Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung länger als 3 Monate
- Grenzgänger
Welche Personen können sich von der Versicherungspflicht befreien?
- Personen, die nach ausländischem Recht versichert sind und in der Schweiz über einen gleichwertigen Schutz verfügen
- entsandte AN, welche gestützt auf eine zwischenstaatliche Vereinbarung über soziale Sicherheit von der Befreiungspflicht in der AHV/IV befreit sind
Kann man eine freiwillige TGV abschliessen?
Wer in der Schweiz Wohnsitz hat oder erwerbstätig ist und das 15., aber noch nicht das 65. Altersjahrs zurückgelegt hat.
Welche räumliche Geltung gilt grundsätzlich für die KV?
Das Territorialprinzip, d.h es werden nur Leistungen in der Schweiz erbracht. Die KV übernimmt jedoch die Kosten von Behandlungen, die in Notfällen im Ausland erbracht worden sind.
Was für Aufgaben im Personalwesen als HR-Fachfrau/Mann habe ich bei folgenden Situationen in Bezug auf die KV?
a) Bei der Anstellung
b) Am Ende einer Abrechnungsperiode
c) Bei Beendigung Arbeitsverhäl.
d) bei der Lohnfortzahlungspflicht OR
a) Neueintretende Personen melden und ihn über die administrativen Vorkehrungen bei einem Krankheitsfall informieren
b) Abrechnung der Prämien erfolgt unterschiedlich, welches mit dem Versicherer abgeklärt werden muss
c) Der AG muss dem Versicherer die Austretenden Personen melden, die aus dem Kollektivvertrag ausscheiden
d) Der AG muss -> für eine angemessene Zeit den Lohn weiterzahlen / er muss die Pflicht, Fristen abklären / er muss abklären, ob eine betriebliche TGV besteht
Was für Überlegungen muss sich der AN beim Austritt aus dem Kollektivvertrag machen?
- Übertritt von der Kollektivversicherung des bisherigen in jene des neuen Betriebs -> Abmeldung des AN bei Versicherung -> Anmeldung beim neuen Betrieb
- Übertritt von der Kollektiv- zur Einzelversicherung wenn er keine neue Stelle antritt oder sich selbstständig macht
- AG muss den AN schriftlich aufklären über seine Pflicht zum Übertritt in die Einzelversicherung. Unterlässt er dies, bleibt die versicherte Person bei der bisherigen Kollektivversicherung
- Den AN beraten d.h. ist die Aufklärung durch den Versicherer erfolgt, muss die versicherte Person ihr Übertrittsrecht innert 3 Mt. nach Erhalt des Aufklärungsbriefes geltend machen, sonst verwirkt es.
Was ist das Ziel, Zweck und Kernleistungen der Erwerbsersatzordnung (EO) und wie wird sie finanziert?
Die EO soll Entschädigung für einen Verdienstausfall leisten, den Personen durch Wahrnehmung folgender Dienste und Einsätze erleiden. Die EO wird durch die gleichen Organe wie die AHV, Ausgleichskassen geführt. Sie wird durch die Beiträge der AG und der beitragsfplichtigen Personen finanziert.
Für welche versicherten Risiken kommt die EO auf?
- Armee
- Rotkreuzdienst
- Zivilschutz
- Teilnehmer Leistungskurse (Jugend u. Sport, Jungschützen)
- Zivildienst
- Mutterschaft
Welche Leistungen, Entschädigungen gewährt die EO?
- Grundentschädigung
- Kinderzulagen
- Zulagen für Betreuungskosten
- Mutterschaftsentschädigung
- Betriebszulagen
Wie hoch ist der Höchstbetrag bei der Grundentschädigung einer EO?
120.-, 145.-, 245.-, 350.- ?
Welche Personen haben Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung?
- Personen, die in der Schweizer Armee Dienst leisten
- Die Schutzdienst leisten
- Die Zivildienst leisten
- Teilnehmer an eidg. und kant. Leiterkursen für Jugend und Sport sowie an Jungschützenkursen
- Mütter ab dem Tag der Geburt und für 14 Wochen danach