GS1
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Cartes-fiches
KANBAN => Definition
= Methode der Produktionsablaufsteuerung
= Holprinzip (Pullprinzip oder Zurufprinzip)
- Ziel: Wertshöpfungskette kostenoptimal zu steuern (Reduzierung DLZ, Bestandessenkung, Verminderung Ausschuss/Abfällen, Vereinfachung Organisation, Steigerung Flexibiltät)
- Vorteile: Minimale Planungs- und Steuerungskosten, geringe Bestände an jeder Fertigungsstufe, kontrollierte Bestände, Erhöhung Materialverfügbarkeit, Verbesserung Lieferperformance, kürze Lieferzeiten zum Kunden, Reduzierung DLZ, Erhöhung der Qualität)
- System zur Steuerung des Materialflusses und der Produktion nach dem "Pull-Prinzip" (= Hol-Prinzip).
- KANBAN = selbststeuernder Regelkreis
- KANBAN = Karte, Beleg, Schild
- Grundsatz: Darf nur gefertigt werden, wenn ein "KANBAN" vorliegt. Damit wird die terminorientierte Steuerung herrkömmlicher Methoden durch die bedarfsorientierte Steuerung ersetzt
Traditionelles PPS versus KANBAN => Unterschied
Trad. PPS = Bring Prinzip (Push-Prinzip)
KANBAN = Hol Prinzip (Zieh Prinzip)
JIT => Definition
JIS => Definition
- Denkhaltung: Internen und externen Materialfluss zu rationalisieren (gesammte Lieferkette - vom KD bis zum Lieferanten)
- JIS baut auf dem JIT-Konzept auf. Augenmerk auf den Zeitpunkt und Reihenfolge der Anlieferung. Materialien werden nicht nur exakt zum Bedarfstermin sondern auch synchron zur Reihenfolge der Produktion an das Montageband angeliefert wird.
- JIT = produktionssynchrones Anlieferkonzept
- JIT = zeitgenaue Anlieferung von Materialien/Produkten beim Verbraucher
- Ziel: Bestände in der Wertschöpfenskette verringern ( zu vermeiden), DLZ verkürzen und Kosten senken
- Materialien: A und B-Teile, hohes Volumen, überschaubare Variantenvielfalt
- Zeitsynchrone Belieferungs-Konzepte
- Ziel: kontinuierliche und verschwendungsarmer Materialfluss. Hochwertige Artikel zwischen Lieferanten und Kunden zeitnah und möglichst lagerlos planen und steuern
- Merkmale: standartisierte durchgängige Prozesse, relativ hohe Lieferfrequenz, geringe Pufferbestände, Kompatibilität der Material-/Informationssysteme, vertragliche Regelung, Notfallkonzept
WOW-Puffer => Definition
= Warehouse on wheels (wird beim JIT Konzept angewendet)
Optimale Bestellmenge => Definition
= innerhalb der Beschaffungslogistik jene Menge, bei der die Summe aus den fixhen und variabeln Bestell- sowie Lagerhaltungskosten für einen vorgegebenen Servicegrad im Planungszeitraum ein Minimum aufweist.
Je häufiger bestellt wird desto höher sind die Bestellkosten und desto nieder die Lagerkosten.
Bei einer geringeren Bestellhäufigkeit sind die Lagerhaltungskosten höher und die Bestellkosten niedriger.
Die optimale Bestellmenge ist erreicht, wenn die Summe aus Bestell- und Lagerhaltungskosten am geringsten ist.
Grundmodel der Optimalen Bestellmengen => Definition
Andler Formel (K. Andler 1929)
Zwei Entscheidungsmöglichkeiten:
a) Beschaffung grosser Mengen in grossen Zeitabständen
Vorteile:
- Geringe Beschaffungskosten
- Sicherheit für kontinuierliche Fertigungsvorzug
Nachteil:
- Kapitalbindung mit starker Zinsbelastung
- hohe Lagerkosten
- Risiko des Veralterns, Verderbens
b) Beschaffung kleiner Mengen in kleinen Zeitabständen
Vorteil:
- weniger Kapitalbindung mit weniger Zinsen
- weniger Lagerkosten
- geringeres Risiko des Veraltens, Verderbens
Nachteil:
- höhere Beschaffungskosten
- geringere Sicherheit für einen kontinuierlchen Fertigungsvollzug
Modell => Definition
= Vereinfachtes Abbild der Realität
Bestellpunktverfahren => Definition
oder auch Meldebestandsverfahren genannt, ist das Verfahren der verbrauchsgesteuerten Materialdisposition über die Mengesteuerung.
Ist der Meldebestand erreicht, geht eine Meldung an die Besschaffung, dass das Lager wieder aufgefüllt werden muss.
Bestellrythmusverfahren => Definition
Beim Bestellrhytmusverfahren wird die Überprüfung des Lagerbestands nach einer bestimmten periodischen Abstand durchgeführt.
Ist der Meldebestand bereits erreicht oder sogar unterschritten wird nachbestellt.
Bestellrhytmussysteme => Aufzählen
- Die t,q Politik (Bestellrhytmus-Losgrössen-Politik): Bestellperiode und - menge sind fix. Zu den fixen Terminen wird ein fixe Menge bestellt. Vorteil: geringer Dispositionsaufwand und keine laufende Kontrolle des Lagerbestands. Nachteil: bei Bedarfsschwankungen kann es zu Fehlmengen oder zu hohen Lagerkosten (Überbeständen) führen. Fazit: Die t,q Politik ist bei kontinuierlichen Lagerabgang und kurze Wiederbeschaffungszeit sinnvoll.
- Die t,S Politik (Bestellrhytmus-Lagerniveau-Politik): Die Bestellperiode ist fix und die Bestellmenge ist variabel. Die benötigte Menge bis zur erreichen des Soll-Bestands wird bestellt. Risiko bezüglich Fehlmenge besteht immernoch, da die Kontrolle der Lagerbestände erst beim Bestellzeitpunkt geprüft wird. Vorteil: geringer Dispositionsaufwand und keine laufende Kontrolle des Lagerbestands. Nachteil: Optimale Losgrösse/Bestellmenge wird nicht berücksictigt.