02 Psyche 20.10.

Diagnostik affektive Störungen

Diagnostik affektive Störungen


K. H.
Diese Lernkarten decken psychologische und medizinische Aspekte von Depressionen und ADHS auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Theorien, Modelle, Symptome und Behandlungsansätze, wobei Schwerpunkte auf Stressachsen, Neuroplastizität, Rezeptorwirkungen und epigenetischen Regulationen liegen. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Psychologen, die ein vertieftes Verständnis dieser psychischen Störungen erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
7
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.10.2015 / 20.06.2024

Cartes-fiches

Welches sind die beiden anhalten affektiven Störungen?

- Dysthymie

- Zyklothymie

Zur Krankheit wird „Depressivität“ dann, wenn bestimmte Merkmals-, Dauer-sowie Intensitätskriterien überschritten werden

Änderung zum vorherigen Zustand

Persistenz (durchgängig, 2 Wochen)

Anzahl und Art der Symptome

Leiden, Einschränkungen

Fehlen bestimmter Gründe (z.B. Reaktion auf    Todesfall

Was ist der deskriptive operationalisierte Ansatz?

Beschwerden werden zu Symptomen definiert, die zu Syndromen geordnet werden und durch Einbeziehung von Zusatzkriterien eine Diagnose

Depressives Syndrom: A-Kriterien für eine Episode einer Major Depression?

Mind. 5 der folgenden Symptome bestehen durchgängig über mind. 2 Wochen und stellen eine Änderung dar –und mind. eines ist (1) oder (2)

1)depressive Verstimmung

2)deutlich vermindertes Interesse

3)deutlicher Gewichts-und Appetitverlust

4)Schlaflosigkeit/vermehrter Schlaf

5)Psychomotorische Unruhe/Verlangsamung

6)Müdigkeit/Energieverlust

7)Gefühle von Wertlosigkeit/Schuld

8)Konzentrations-und Entscheidungsprobleme

9)Tod, Suizidgedanken oder Handlungen

Depressives Syndrom: B-bis E-Kriterien der Major Depression (Teil II)

A-Kriterien sind erfüllt (siehe Teil I)

B.Die Kriterien erfüllen nichtdie Kriterien der gemischten bipolaren Störung (kein manisches/hypomanesSyndrom in den letzten 2 Wochen)

C.Die Symptome verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden und Einschränkungen

D.DD: Die Symptome gehen nicht auf die direkte körperliche Wirkung von Substanzen oder med. Faktoren zurück (Differentialdiagnose)

E.DD: Symptome sind nicht besser durch Trauer erklärbar

Wie erfasst man Depressivität und Depression?

Fragebögen (z.B. DSQ oder BDI)
-Selbstbeurteilungsverfahren (z.B. Beck Depressionsskala)
-Fremdbeurteilungsverfahren (z.B. Hamilton-Skala bzw. Hamilton Rating ScaleforDepression, HAMD oder HAM-D)

Strukturierte Klinische Interviews

Standardisierte und strukturierte Interviews

Interne Konsistenz

Maß wie Items zus.hängen, ob sie das gleiche Merkmal erfassen

Spearman-Brown

Reliab.messungeines Tests nach Veränderung der Itemzahl

Warum strukturierte Interviews?

Standardisierung der Datenerhebung

•Verbesserung der Reliabilität

•Verbesserung der Validität

•Strukturierung für Anfänger

Was sind die häufigsten psychischen Störungen?

Am häfigsten Angststörung (eher Frauen), dann Alkohol (Männer), dann Depression (eher Frauen)

 

Welche Reliabilität ist besser .40 oder .50?

.50

Stressoren und ihre möglichen Zusammenhänge mit psychischen Störungen

Ursache: Stressoren sind notwendige und hinreichende Bedingungen für die Entstehung des Problems

Teilursache/Kodeterminante: nur wenn andere Faktoren wirksam sind

Moderierende Wirkung: Vorhandene Störungsbedingung wird intensiviert Auslösende Wirkung? z. B. letzter Faktor unter vielen

Störungsprotektive Funktion: Ereignis führt zu einer Intensivierung personaler und sozialer Ressourcen

Psychologische Störungsmodelle der Depression

Verstärker-Verlust-Theorie (Lewinsohn)

Hilflosigkeits-Theorie (Seligman)

Kognitive Theorie nach Beck

Was ist das Verstärker-Verlust-Modell?

Nach der Verstärker-Verlust-Theorie  ist der Verlust an positiven Verstärkern verantwortlich für die Entstehung von Depressionen

Die Theorie basiert auf Lerntheorie der operanten Konditionierung. Depressionen entstehen demnach aufgrund einer zu geringen Rate an unmittelbar mit dem Verhalten verbundener Verstärkung. Nach Lewinsohn hängt die Menge positiver Verstärkung von der Anzahl verstärkender Ereignisse, von der Menge verfügbarer Verstärker und von den Verhaltensmöglichkeiten einer Person ab, sich so zu verhalten, dass Verstärkung möglich ist.

Kognitives Modell der Depression nach Beck

Aaron T. Beck postuliert in seinem kognitionstheoretischen Modell, auch kognitives Modell der Depression genannt, dass Depressionen auf negativen Denkschemata beruhen.

Dabei kann es zu einem Teufelskreis zwischen den belastenden automatischen Gedanken und den depressiv betonten Affekten kommen

Als Therapieziel ergibt sich nach diesem Modell die Veränderung von dysfunktionalen Kognitionen (Gedanken und Einstellungen).

Was ist erlernte Hilflosigkeit?

Erlernte (auch gelernte) Hilflosigkeit beschreibt die Erwartung eines Individuums, bestimmte Situationen oder Sachverhalte nicht kontrollieren und beeinflussen zu können. Es wird davon ausgegangen, dass Individuen ihr Verhaltensrepertoire einengen und als unangenehm erlebte Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie es (von außen betrachtet) könnten. Diese Selbstbeschränkung bzw. Passivität ist auf frühere Erfahrungen der Hilf- und Machtlosigkeit zurückzuführen. Das Individuum erfährt einen Kontrollverlust, indem eine ausgeführte Handlung und die daraus resultierende Konsequenz als unabhängig voneinander wahrgenommen werden. Diese Erwartung beeinflusst das weitere Erleben und Verhalten des Individuums und kann sich in motivationalen, kognitiven und emotionalen Defiziten manifestieren (Seligman, 1975).

Was ist die negative Triade?

Pessimistische Sichtweisen von sich selbst, der Welt und der Zukunft

Beck‘s Kognitive Theorie der Depression

Negative Triade (Pessimistische Sichtweisen von sich selbst, der Welt und der Zukunft)

-> Negative Schemata oder Überzeugungen, die durch negative Lebenserfahrungen ausgelöst werden (z.B. die Annahme, dass ich perfekt sein muss)

-> Kognitive Verzerrungen (z.B. willkürliche Schlussfolgerungen) 

->Depression

Was ist der Unterschied von Depression vs. PTSD (post traumatical stress dissorder)?

ein enormes Ereignis als Auslöser !

Prävalenz unipolare Depression?

8,2 % unter den häufigsten psychischen Störungen

10-20% aller Menschen erkranken während ihres Lebens an einer Depression

Angststörungen und Depression: vor allem Frauen betroffen

Wie ist die Ätiologie der Depression?

Epigenetik: Einfluss von Umweltfaktoren auf bestimmte Merkmale/ Krankheiten

Was ist die Monoaminhypothese der Depression?

Serotonin und Noradrenalin: Theorie entstand dadurch, dass Rückaufnahmehemmer Antidepressiv wirken ! Retrospektiv

-> zu wenig Neurotransmitter im Falle eine Depression, dies kompensieren Wiederaufnahmehemmer

Problem: wenn es so wäre müsste bereits eine Tablette eines SSRIs Antidepressiv wirken !

Außerdem erklär dies nicht warum auch Medikamente die die Rückaufnahme beschleunigen antidepressiv wirken ??

Antidepressive Wirkung: läuft auf strukturelle Ebene und auf Second Messenger ebene ab : Gene werden an und abgeschaltet und neue synaptische Verbindungen geknüpft  

Was ist das Vulnerabilität - Resilienz - Umweltfaktoren?

Einfaches Model zur Entwicklung depressiver Störungen

 

Stress erhöht das Depressionsrisiko. Dies wird durch diverse Gene

moduliert : Bsp: Promotorgen des 5HTT Transportes:

Es existieren 2 Transporterformen, mein Genotyp an Transporterformen korreliert mit dem Einfluss von Stressfaktoren auf eine mögliche Depression

Wie ist der Weg vom Gen zur Depressivität?

-> funktionelle Bildgebung : gesunden Probanden wurden angsteinflößende Reize präsentiert und dabei die Gehirnaktivität gemessen: bei den s Probanden die vom Genotyp anfälliger sind leuchtet dann die Amygdala auf !!

 

Amygdalaaktivität ist bei depressiven gesteigert

 

Menschen aus der Großstadt haben eine Amygdala die stärker auf Stress reagiert als Menschen aus demDorf -> Wenn ich in der Stadt lebe weise ich ein größeres Rosiko auf an einer psychischen Erkrankung zu leiden

 

Was sind die drei häufigsten psychischen Störungen?

 

Am häfigsten Angststörung (eher Frauen), dann Alkohol (Männer), dann Depression (eher Frauen)

Monoaminhypothese der Depression:

Serotonin und Noradrenalin sind die Monoamine, die hier gemeint sind

-> zuwenig vorhanden

Monoamin-Mangel-Hypothese der Depression: Verminderung von Serotonin und Noradrenalin (sowie Dopamin) im synaptischen Spalt (→ Antidepressiva führen zur Wiederaufnahmehemmung insbesondere von Noradrenalin und Serotonin)

Gibt es eine genetische Komponente der Depression?

Promotorgen des 5HTT je nach Gnotyp besser stressresistent, Stress erhöht das Depressionsrisiko

Was hat die Amygdala mit Depression zu tun?

Amygdalaaktivität ist bei depressiven gesteigert

Was hat der Hippocampus mit Depression zu tun?

-        Hippocampale Dysfunktion trägt zur neuroendokrinen Dysregulation bei

Hypercortisolismus bei Depression → Immunsuppression, Extremfall Cushing

Hypothalamus aktiviert Amygdala,

Hyperaktivierte Amygdala

Hypercortisonismus

->  Teufelskreis

Was ist die Stressachse bei Depression?

Hypothalamus + Hypophyse + Nebennierenrinde = bilden meine Stressachse, diese ist bei Depression überaktiviert, diese Achse wird durch den Hypocampus gehemmt, die Hypocampusneurone werden durch chronischen Stress zerstört

Was sind Konsequenzen des Hypercortisolismus?

Immunsuppression, Myokardinfarkt, Ventrikuläre Arrhythmien, Vaskuläre Veränderungen: Hypertonie, Arterioseklerose, Diabetes Typ II,  (Cushing Syndrom )

Epigenetische Regulation der Stressempfindlichkeit

Epigenetische Regulation der Stressempfindlichkeit : findet bereits in Säuglingsalter statt

 

Mäusestämme die wenig Brutpflege erfahren: Promotor des Glukokortikoidrezeptors ist methyliert und dadurch wird der Rezeptor vermindert expremiert

Mäusestämme mit mehr Brutpflege: keine Methylierung: Rezeptor wird vermehrt expremiert : Rezeptor dient der Hemmung der Stressachse

Epigenetische Regulation der Stressempfindlichkeit

Epigenetische Regulation der Stressempfindlichkeit : findet bereits in Säuglingsalter statt

 

Mäusestämme die wenig Brutpflege erfahren: Promotor des Glukokortikoidrezeptors ist methyliert und dadurch wird der Rezeptor vermindert expremiert

Mäusestämme mit mehr Brutpflege: keine Methylierung: Rezeptor wird vermehrt expremiert : Rezeptor dient der Hemmung der Stressachse

Was machen SSRIs?

Reduzieren die Amygdalaakitvität !! Bsp: Herunterregulation durch Citalopram: die Stressanfälligkeit des Gehirns wird reduziert

 

Depression und frühkindliche Erfahrungen?

Serotonin Transporterdichte bei Rhesusaffen: Affen die früh von ihrer Mutter getrennt wurden haben eine geringere Transporterdichte

Was ist die Neuroplastizitätshypothese der Depression?

Synaptische Plastizität nimmt ab durch chronischen Stress

BDNF -Polymorphismus -> Synaptische Plastizität wird hierdurch beeinflusst , kann beeinflusst werden durch Sport

Netzwerkhypothese/Neuroplastizitätshypothese:

 durch Stress hat

man weniger Synapsen; es gibt kurze und lange 5HTT (Serotonin

Transporter)

– die individuelle genetische Ausstattung moduliert das Risiko an einer Depression zu erkranken: Je mehr kurze 5HTT

Moleküle (homozygot

–maximale Anzahl) desto höher ist das Risiko 

Bei Depressionen hat man eine überaktive Stressachse:

Hypothalamus-Hypophyse- (ACTH aktiviert) -Nebennierenrinde

·

Hippocampus hemmt Aktivität der Stressachse; Neurone dort sind

jedoch sehr stressempfindlich -> bei hohen Kortikoidleveln bei

Stress gehen sie unter -> weniger Hemmung der Stressachse -

>

mehr Stress usw. Teufelskreis !

·

Hyperkortisolismus führt zu verminderter Herzfrequenzvariabilität,

höheres Risiko für Myokardinfarkt, Arrythmien

Experiment: Tiere die wenig Liebe bekommen im jungen Alter :

methylierte Glucocorticoid-

R

-> weniger Expression -> weniger

Rezeptoren -> weniger Feedback -> weniger negative Rü

ckkopplung/Hemmung

Ist Suizidalität auch eine Depressionswirkung bei Kindern

Suizidale Störungen auch bei Kindern bei Depression

Étudier