Wirtschaftsprüfung

Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Prüfungswesens nach nationalen und internationale Normen

Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Prüfungswesens nach nationalen und internationale Normen


K. H.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der Wirtschaftsprüfung auf universitärem Niveau und behandeln zentrale Begriffe wie Geschäftsvorfälle, Prüfungshandlungen sowie Risiken und Normen. Im Fokus stehen Fehlererkennung, Dokumentation und ethische Prinzipien wie Objektivität und Verschwiegenheit. Studierende profitieren, da sie prüfungsrelevante Inhalte wie Prüfungsrisiken, Kontrollmechanismen und berufsrechtliche Pflichten vertiefen.
Cartes-fiches
26
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
08.12.2015 / 21.05.2026

Cartes-fiches

Occurence

Vorkommen: Die Geschäftsvorfälle und Ereignisse sind eingetreten und gehören zum Unternehmen

Completeness

Vollständigkeit: Alle Geschäftsvorfälle und Ereignisse, die zu erfassen sind, wurden gebucht

Accuracy

Genauigkeit: Beträge und andere Daten in Bezug auf Geschäftsvorfälle und Ereignisse wurden richtig erfasst

Cutoff

Periodenabgrenzung: Die Geschäftsvorfälle und Ereignisse wurden im richtigen Geschäftsjahr erfasst

Classification

Kontenzuordnung: Geschäftsvorfälle und Ereignisse wurden auf den richtigen Konten erfasst

Existence

Vorhandensein: Die ausgewiesenen Aktiva und Passiva existieren tatsächlich. Das Vorhandensein z.B. von Vorräten lässt sich durch eine Inventurprüfung feststellen

Rights & Obligations

Rechte und Verpflichtungen: Die Aktiva befinden sich im wirtschaftlichen Eigentum des Unternehmens, die Passiva stellen Veroflichtungen des Unternehmens dar

Completeness (Kontensalden)

Vollständigkeit: Alle Aktiva und Passiva, die bilanziert werden müssen, wurden erfasst

Valuation and Allocation

Bewertung und Zuordnung: Aktiva und Passiva wurden ordnungsgemäß bewertet, Wertänderungen wurden zutreffend erfasst.  (z.B. Einholung von Saldenbestätigungen)

Occurence and rights and obligations

Vollkommen sowie Rechte und Verpflichtungen: Die dargelegten Ereignisse, Geschäftsvorfälle und sonstigen Angaben haben stattgefunden und betreffen das Unternehmen

Classification and Understandability

Klassifikation und Verständlichkeit: Die Rechnungslegungsinformationen werden angemessen dargestellt und erläutert und die Angaben sind verständlich formuliert

Accuracy and valuation

Genauigkeit und Bewertung: Die nformationen wurden mit den richtigen Beträgen versehen und korrekt dargestellt

presentation and disclosure

Darstellung und Berichterstattung entsprechen den angewandten Rechnungslegungsnormen

Ordnungskonzept für die fachtechnischen Normen

  1. Auftragsannahme
  2. Prüfungsplanung
  3. Risikobeurteilungen und Reaktion auf beurteilte Fehlerrisiken
  4. Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen und Urteilsbildung
  5. Berichterstattung, Dokumentation und Kommunikation

Fehlerrisiken

beinhalten inhärente Risiken (Fehleranfälligkeit eines Prüffeldes)

Kontrollrisiken

Risiko, dass wesentliche Fehler durch das interne Kontrollsystem des Mandanten nicht verhindert oder aufgedeckt und korrigiert werden

Entdeckungsrisiko

Risiko, dass der Prüfer einen Fehler durch aussagebezogene Prüfungshandlungen nícht entdeckt

Prüfungsrisiko

Vor allem das Risiko, dass der Prüfer einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, obwohl ein wesentlicher Fehler vorliegt

Prüfungshandlungen zur Zielerreichung

  • Einsichtnahme in Unterlagen und Inaugenscheinnahme von materiellen Vermögensposten (inspection)
  • Beobachtung von Verfahren oder einzelnen Maßnahmen (observation)
  • Befragungen (inquiry)
  • Nachvollziehen (reperformance)
  • externe Bestätigungen (external confirmation)
  • NAchberechnungen (recalculation)
  • analytische Prüfungshandlungen (analytical procedures)

Fundamentale Prinzipien (Ethische Normen)

  • Integrität
  • Objektivität
  • berufliche Kompetenz und gebührende Sorgfalt
  • Verschwiegenheit
  • berufswürdiges Verhalten

Gefährdungspotential zum Verstpß gegen die fundamentalen Prinzipien

  • Gefährdung durch Eigeninteressen
  • Gefahr der Selbstprüfung
  • Gefahr einer Interessensvertretung
  • Gefahr der Vertrautheit
  • Gefahr einer Einschüchterung

Unabhängigkeitsbedrohungen in Zusammenhang mit einer Abschlussprüfung

  • Finanzielle Interessen
  • Kredite und Garantien
  • Enge geschäftliche Beziehungen mit dem Mandanten
  • Persönliche und familiäre Beziehungen
  • Beschäftigung beim Mandanten
  • Erbringung von Nicht-Prüfungsdienstleistungen für Prüfungsmandaten

Normenarten

  • Fachtechnische Normen
  • Ethische Normen
  • Ausbildungsnormen
  • Qualitätsnormen
  • Durchsetzungsnormen

Gefährdung der Urteilsfreiheit

  • Personelle Verflechtungen
  • Finanzielle Interessen
  • Persönliche Beziehungen
  • Verbindung von Prüfungs- und Beratungstätigkeit

Beratungsleistungen, die einem Abschlussprüfer verboten sind

  1. Buchführug und Jahresabschlussprüfung
  2. Konzeption und Umsetzung von Finanzinformationstechnologiesystemen
  3. Schätzungs- und Bewertungsgutachten
  4. Versicherungsmathematische Dienstleistungen
  5. Interne Revision
  6. Übernahme von Managementfunktionen im zu prüfenden Unternehmen
  7. Personalberatung
  8. Finanzdienstleistungen
  9. Rechtsberatung und -vertretung

Verantwortlichkeit des Abschlussprüfers

  • Zivilrechtliche Haftung
  • berufsrechtliche ahndung
  • strafrechtliche Inanspruchnahme
  • ordnungsrechtliche Konsequenzen

Étudier